Mittwoch, 23.01.2008
 
 
Israels Stellungnahme vor dem UN-Sicherheitsrat
 

Gilad Cohen, politischer Berater und Interimsgeschäftsträger der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen, hat am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Situation im Gaza-Streifen Israels Position dargelegt.

„Die heutige Situation in der Region ist nicht über Nacht eingetreten. Sie ist die Konsequenz zahlreicher, wiederholt falscher Entscheidungen der Palästinenser, Terrorismus und Gewalt an die Stelle von Frieden und Verhandlungen mit Israel zu setzen.

Im Gegensatz dazu hat Israel gezeigt, dass es die Konsequenzen richtiger Entscheidungen versteht. Vor mehr als zwei Jahren hat Israel die Entscheidung getroffen, sich aus dem Gaza-Streifen zurückzuziehen, Familien zu entwurzeln und alle seine Truppen abzuziehen, um einen neuen Horizont für den Frieden in der Region zu schaffen. Wir haben uns für die Abkoppelung entschieden, trotz aller Schwierigkeiten und trotz der Tatsache, dass die Roadmap das in diesem Stadium nicht verlangt hat.

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(Bank of Israel, 23.01.08)



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Goldfische für die Parkinson-Forschung


Israelische Forscher vom Technion in Haifa haben den Goldfisch für die Erforschung von Parkinson entdeckt.

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Goldfische für die Parkinson-Forschung
Israelische Forscher vom Technion in Haifa haben den Goldfisch für die Erforschung von Parkinson entdeckt. Wie Orly Weinreb in einem jüngst in der renommierten Zeitschrift Nature Protocols erschienen Artikel darlegt, stellt das verbreitete Tier ein exzellentes Modell für die Erforschung der degenerativen neurologischen Krankheit und die Erprobung effektiverer Medikamente zu ihrer Bekämpfung dar.

Bevor der gemeine Goldfisch (Carassius auratus) durch die Verabreichung des Toxins MPTP als Modell für die Krankheit entwickelt wurde, waren Medikamente gegen Parkinson an Menschen, niederen Primaten und anderen Wirbeltieren getestet worden.

 „Unsere Forschung beschreibt das simple und relativ billige Modell von Parkinson in Goldfischen. Es braucht 14 bis 30 Tage, abhängig von der Zahl der Fische und dem Forschungsprogramm. Das Nervensystem des Fisches wird leicht erreicht und die neuronale Dichte sowie weitere Wesensmerkmale machen das Modell zu einem attraktiven System für die Untersuchung von Parkinson und die Entwicklung potentieller Medikamente“, so Weinreb.

Das Goldfisch-Modell wurde von Prof. Moussa Youdim kreiert, einem in Teheran geborenen Pharmazeuten am Technion, der bereits die Parkinson-Pille Rasagilin (Azilect) entwickelt hat, die von dem israelischen Pharmaunternehmen Teva vertrieben wird.

(The Jerusalem Post, 20.01.08)

Weitere Informationen finden sich unter http://www.natureprotocols.com/2007/11/15/
a_model_of_mptpinduced_parkins.php

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Israelischer Film ‚Beaufort’ für Oscar nominiert

Der israelische Film ‚Beaufort’ ist einer der fünf Filme, die in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film für den US-amerikanischen Filmpreis Oscar nominiert worden sind. Der Kriegsfilm von Regisseur Joseph Cedar beruht auf einem Roman des Journalisten Ron Leshem. Im Mittelpunkt steht dabei eine Einheit von Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) im Südlibanon, am Vorabend von Israels Truppenabzug im Jahr 2000.

Der Weg des Films zu dem renommierten Wettbewerb war gewunden. Nachdem er bei der Israel Academy Awards Ceremony gegen Eran Koliribs Film ‚The Band’s Visit’ verloren hatte, fiel er aus dem Rennen um den Oscar. Später entschied sich die amerikanische Academy of Motion Picture Arts & Sciences jedoch, dass letzterer aufgrund seines hohen Anteils an Dialogen in englischer Sprache für die vorgesehene Kategorie ungeeignet sei. Gerüchten zufolge waren es die Produzenten des Kriegsfilms, die auf die diesbezügliche Untauglichkeit des vormaligen Rivalen hingewiesen hatten.

Cedar hat bereits auf dem letztjährigen Internationalen Filmfestival in Berlin einen Silbernen Bären für die beste Regie erhalten.

Beaufort ist der achte israelische Film, der ins Rennen um den Oscar geht; der letzte (Beyond the Walls) liegt bereits 23 Jahr zurück. Die Konkurrenz um die diesjährige Auszeichnung, die am 24. Februar in Los Angeles verliehen wird, besteht aus vier Filmen aus Österreich, Polen, Kasachstan und Russland.

(Yedioth Ahronot, 22.01.08)

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Israels Stellungnahme vor dem UN-Sicherheitsrat

Gilad Cohen, politischer Berater und Interimsgeschäftsträger der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen, hat am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Situation im Gaza-Streifen Israels Position dargelegt.

„Die heutige Situation in der Region ist nicht über Nacht eingetreten. Sie ist die Konsequenz zahlreicher, wiederholt falscher Entscheidungen der Palästinenser, Terrorismus und Gewalt an die Stelle von Frieden und Verhandlungen mit Israel zu setzen.

Im Gegensatz dazu hat Israel gezeigt, dass es die Konsequenzen richtiger Entscheidungen versteht. Vor mehr als zwei Jahren hat Israel die Entscheidung getroffen, sich aus dem Gaza-Streifen zurückzuziehen, Familien zu entwurzeln und alle seine Truppen abzuziehen, um einen neuen Horizont für den Frieden in der Region zu schaffen. Wir haben uns für die Abkoppelung entschieden, trotz aller Schwierigkeiten und trotz der Tatsache, dass die Roadmap das in diesem Stadium nicht verlangt hat.

Und seitdem hat die Hamas den Gaza-Streifen beherrscht – erst politisch und nun physisch – und die Region dabei als persönliche Basis für Raketenangriffe gegen Israel genutzt. Die Palästinenser in Gaza haben sich nicht dafür entschieden, mit Israel in Dialog und Versöhnung zu treten, um die Zwei-Staaten-Vision voranzubringen. Vielmehr haben sie die Hamas gewählt, die mit Terror und Gewalt ihre Vision der Zerstörung Israel voranbringen will.

[…]

Angesichts der Kontrolle der Hamas über den Gaza-Streifen und ihren auf Sderot gerichteten Raketenbasen steht Israel einer unmöglichen Situation gegenüber. Israel muss und wird seine Zivilbevölkerung vor diesen Raketen schützen. Es ist die Pflicht eines jeden Staates, das Recht auf Leben und Sicherheit seiner Bevölkerung zu schützen, speziell vor brutalen Gewalt- und Terrorakten, die mit dem einzigen Ziel ausgeführt werden, Unschuldige zu verstümmeln, zu terrorisieren und zu ermorden.

Ich frage jedes Mitglied des Rates: Was würden Sie tun, wenn London, Moskau, Paris oder Tripolis angegriffen und beschossen werden würden? Würden Sie sich zurücklehnen und nichts tun? Ich bin mir sicher, dass kein Mitgliedstaat dieses Rates – und sicherlich kein Land auf dieser Welt – schweigen würde. Und Israel ist nicht anders. Es wird gemäß seinem ihm unveräußerlichem Recht nach Artikel 51 der UN-Charta handeln, um seine Bevölkerung zu schützen und zu verteidigen. Dies ist die Verpflichtung und das Recht eines jeden Staates.

Insofern ist es tief verstörend, Herr Präsident, dass Einige fälschlicherweise palästinensischen Terrorismus mit Israels Aktionen zur Selbstverteidigung gleichsetzen. Zwischen palästinensischem Terrorismus und israelischer Verteidigung muss klar unterschieden werden – nicht nur praktisch und taktisch, sondern auch in Hinsicht auf Moralität und Legitimität.

[…]

Seit Juni 2007 hat meine Regierung mehr als 9 000  Palästinensern zwecks medizinischer Behandlung die Einreise nach Israel erlaubt. Stellen Sie dem die mehr als 1700 Raketen und Mörsergranaten gegenüber, die die Hamas im selbem Zeitraum auf Israel abgefeuert hat.

Während die Raketen Sderot und andere Ortschaften in Südisrael treffen, dürfen wir nicht vergessen, dass Gilad Shalit sich noch immer in terroristischer Gefangenschaft im Gaza-Streifen befindet. Mehr als 20 Monate sind vergangen seit seiner Entführung, sein Aufenthaltsort und Befinden bleiben unbekannt. Präsident Abbas selbst hat am Freitag gesagt, dass die Hamas „unsere Träume, Zukunft und nationalen Bestrebungen zerstört hat und versucht zu zerstören“.

Die Hamas kontrolliert das Schicksal Gazas. Wenn der Terrorismus aufhört, wird sich das Leben in Gaza ändern.“

Der vollständige Wortlaut der Rede Cohens in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Speeches+-+statements/Statements+to+the+Security+Council-+The+situation+in+Gaza+and+Sderot+22-Jan-2008.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 22.01.08)


Israel und die USA werden die heutige Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf zur Situation in Gaza voraussichtlich boykottieren. Der Rat wird auf ein Ersuch Ägyptens und er Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hin zusammentreten, um die Schließung der Übergänge und Israels jüngste Militäroperationen zu diskutieren. Die Tatsache, dass in dem insgesamt sehr einseitigen Antragsentwurf zur Sitzung der massive Raketenbeschuss auf Sderot und andere Gemeinden im westlichen Negev mit keinem Wort erwähnt wird, hat in Jerusalem für Verstimmung gesorgt.

(Haaretz, 23.01.08)

Weitere Informationen zu Israels Verhältnis zum UN-Menschenrechtsrat finden sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?SubjectID=125519&MissionID=88&LanguageID=190&StatusID=0&DocumentID=-1

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EU-Kommissar Frattini übt europäische Selbstkritik

Der Vizepräsident der EU-Kommission und Kommissar für Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit, Franco Frattini, hat gestern auf der Herzliya-Konferenz eingeräumt, dass die israelische Kritik am Verhalten der Europäischen Union gegenüber Israel in vielerlei Hinsicht berechtigt sei.

Grundsätzlich meinte er: „Es hat in den vergangenen Jahren ein großes Missverständnis zwischen Europa und Israel gegeben. Und Israels Sorgen sind berechtigt. Zu lange hat Europa zu sehr Israel für das Fehlen eines Friedens mit den Palästinensern verantwortlich gemacht. Wir, als Europäer, hätten Israels Sorgen früher verstehen müssen. Als Freunde war es unsere Pflicht, zu kritisieren, wenn wir fühlten, dass Kritik notwendig war; aber wir haben es zu oft und unfair getan. Wir haben von Ihnen verlangt, Risiken einzugehen, und oftmals haben wir Ihnen keine Zusicherungen gegeben, dass Sie nicht allein stünden, wenn die Dinge schlecht laufen würden. Glücklicherweise ändert sich nun Europas Einstellung zu Israel.“

Des Weiteren bezeichnete Frattini Israel als „zentralen und natürlichen Partner“ im Kampf gegen den Terrorismus und versicherte, dass das iranische Atomprogramm nicht lediglich ein Problem Israels, sondern ein Problem für die ganze Welt sei. Eine Zusammenarbeit mit der Hamas schloss er aus.

Weitere Informationen in englischer Sprache unter http://www.herzliyaconference.org/Eng/

(Herzliya-Konferenz, 22.01.08)

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Hamas-Führer ruft zum Kampf um „ganz Palästina“ auf

Der Leiter des Hamas-Politbüros in Damaskus, Haled Mashal ruft zum uneingeschränkten Kampf gegen Israel auf. In Bezug auf die aktuelle Situation betonte er heute, dass der Kampf der Palästinenser selbst dann weiter gehen würde, wenn der Gaza-Streifen in Treibstoff ertrinken würde.

Mashal machte dabei deutlich, dass seine Organisation auf die Eroberung Israels aus ist: „Der Kampf muss weitergehen, bis die Belagerung des Gaza-Streifens aufgehoben ist und bis zur Befreiung Palästinas – ganz Palästinas.“

Der prominente Hamas-Führer äußerte dies auf der „nationalen Konferenz zum Schutz der palästinensischen Grundsätze und Rechte“, die zurzeit in der syrischen Hauptstadt unter Teilnahme von Mitgliedern der Hamas, des Islamischen Jihad und anderen Terrororganisationen stattfindet. Von der Fatah wird die Veranstaltung boykottiert.

Die Öffnung der Grenze in Rafiah, wo im Laufe des Tages bereits 350 000 Palästinenser nach Ägypten eingeströmt sind, bezeichnete Mashal als wichtige Errungenschaft.

(Yedioth Ahronot, 23.01.08)


Tumulte in Rafiah (Foto: Reuters)

Das israelische Außenministerium hat sich zu den Ereignissen in Rafiah heute wie folgt geäußert:

„Die Ägypter sind entlang der Grenze zwischen Gaza und Ägypten im Einsatz. Es ist ihre Verantwortung, sicherzustellen, dass die Grenze ordnungsgemäß funktioniert, in Übereinstimmung mit den unterzeichneten Abkommen. Israel erwartet, dass die Ägypter das Problem lösen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 23.01.08)

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Events
Beratung zum Militärdienst

Am 05. Februar wird ein Vertreter der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) Wehrdienstpflichtigen für persönliche Beratungsgespräche in der Botschaft des Staates Israel in Berlin zur Verfügung stehen.

Die Treffen finden statt in der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Auguste-Viktoria-Str. 74-76, 14193 Berlin. Ihre Vereinbarung erfolgt nur nach persönlicher Anmeldung unter der Email-Adresse cons-heb@berlin.mfa.gov.il oder per Fax: 030-89045519. Interessenten werden gebeten, das Thema des Treffens, ihren Vor- und Nachnamen, ihre israelische Ausweisnummer und Kontaktdaten anzugeben.

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 561 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 561 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 577 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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