Donnerstag, 24.10.2013
 
 
Zusammenarbeit der Gedenkstätte Yad Vashem mit deutschen Bildungseinrichtungen
 

Der israelische Bildungsminister Shain Piron empfing gestern in Jerusalem die Delegation der Kultusministerkonferenz unter der Leitung des KMK-Präsidenten Stephan Dorgeloh.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Unterzeichnung einer wegweisenden Erklärung für die Zusammenarbeit der Gedenkstätte Yad Vashem mit der Kultusministerkonferenz und deutschen Bildungseinrichtungen.

Damit wurde zum ersten Mal eine länderübergreifende Zusammenarbeit der beiden Seiten vereinbart, die über die schon bestehenden Vereinbarungen zwischen Yad Vashem und einzelnen Bundesländern hinaus geht, und die einen besonderen Schwerpunkt auf die Fortbildung von Lehrern und die Ausbildung von Lehramtsstudenten in Deutschland legt.

KMK-Präsident Dorgerloh sagte: „Es bleibt unser tiefempfundenes Anliegen, das Andenken an die Shoa gerade auch bei jungen Menschen und künftigen Generationen zu bewahren, um sie dafür zu sensibilisieren, dass Menschenrechte, Toleranz und Demokratie Werte sind, die es täglich auf das Neue zu verteidigen gilt, und die Denken und Handeln jedes Einzelnen prägen müssen. Die Geschichte des Holocaust muss in den deutschen Schulen weiter vertieft werden –insbesondere vor dem Hintergrund, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt, die ein authentisches Bild vermitteln können. Sie wird damit zu einem selbstverständlichen Teil der Erinnerungskultur. Zugleich ist uns sehr daran gelegen, im Schulunterricht beider Länder ein zeitgemäßes Bild von der Politik, Gesellschaft, Religion und Kultur aufzuzeigen.“

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Filmvorführung
„Step by Step Sauwa Sauwa“



Benefizveranstaltung am
28.10.13 in Mainz


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1 € – 4.8741 NIS (+0.702%)
1 CHF – 3.9623 NIS (+0.755%)
1 £ – 5.7095 NIS (+0.518%)
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(Bank Israel, 24.08.13)



Sonnig

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Tel Aviv: 17/26°C
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Ein Gedi: 22/29°C
Eilat: 19/32°




Theodor Kranz ist „Gerechter unter den Völkern“
Lehrer beschäftigen sich mit Israelbild in deutschen Schulbüchern
Ministerpräsident Netanyahu trifft US-Außenminister Kerry in Rom

Vor dem Treffen nahm MP Netanyahu Stellung zum Iran und den Friedensverhandlungen.  weiter
Kommunalwahlen: Barkat siegt in Jerusalem, Huldai in Tel Aviv

Bei den landesweiten Kommunalwahlen am Dienstag triumphierten zumeist die Amtsinhaber.  weiter
 
 


Zusammenarbeit der Gedenkstätte Yad Vashem mit deutschen Bildungseinrichtungen

Der israelische Bildungsminister Shain Piron empfing gestern in Jerusalem die Delegation der Kultusministerkonferenz unter der Leitung des KMK-Präsidenten Stephan Dorgeloh. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Unterzeichnung einer wegweisenden Erklärung für die Zusammenarbeit der Gedenkstätte Yad Vashem mit der Kultusministerkonferenz und deutschen Bildungseinrichtungen. Damit wurde zum ersten Mal eine länderübergreifende Zusammenarbeit der beiden Seiten vereinbart, die über die schon bestehenden Vereinbarungen zwischen Yad Vashem und einzelnen Bundesländern hinaus geht, und die einen besonderen Schwerpunkt auf die Fortbildung von Lehrern und die Ausbildung von Lehramtsstudenten in Deutschland legt.


KMK-Präsident Dorgerloh und Avner Shalev, Direktor von Yad Vashem (links) am Dienstag vor dem Children"s Memorial in Yad Vashem (Foto: KMK)

KMK-Präsident Dorgerloh sagte: „Es bleibt unser tiefempfundenes Anliegen, das Andenken an die Shoa gerade auch bei jungen Menschen und künftigen Generationen zu bewahren, um sie dafür zu sensibilisieren, dass Menschenrechte, Toleranz und Demokratie Werte sind, die es täglich auf das Neue zu verteidigen gilt, und die Denken und Handeln jedes Einzelnen prägen müssen. Die Geschichte des Holocaust muss in den deutschen Schulen weiter vertieft werden –insbesondere vor dem Hintergrund, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt, die ein authentisches Bild vermitteln können. Sie wird damit zu einem selbstverständlichen Teil der Erinnerungskultur. Zugleich ist uns sehr daran gelegen, im Schulunterricht beider Länder ein zeitgemäßes Bild von der Politik, Gesellschaft, Religion und Kultur aufzuzeigen.“


KMK-Präsident Stephan Dorgerloh, Minister Shai Piron und Avner Shalev (Yad Vashem) unterzeichnen die gemeinsame Erklärung (Foto: Bildungsministerium)

Die Erklärung wurde neben den Ministern Stephan Dorgerloh und Shai Piron auch vom Leiter der Gedenkstätte Yad Vashem unterzeichnet. Zu den gemeinsamen Zielen heißt es darin, man wolle „eine ständige und umfassende Zusammenarbeit mit dem Ziel fördern, Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden Unterricht über die Geschichte des jüdischen Vorkriegslebens in Europa sowie des Holocaust in einer altersangemessenen und wirksamen Weise im Rahmen von Bildungsinstitutionen in ganz Deutschland angedeihen zu lassen.“

Konkret bedeutet dies: „die Übermittlung und den Austausch von Informationen und Gedanken zwischen Yad Vashem und deutschen pädagogischen Einrichtungen, Hochschulen, Holocaust-Gedenkstätten, Museen und Organisationen in allen sechzehn Ländern in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern; die professionelle Entwicklung von Programminhalten für deutsche Pädagogen, insbesondere aus denjenigen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland, die noch keine professionelle Arbeitsbeziehung mit Yad Vashem pflegen, zu fördern;
die Möglichkeit der koordinierten Ausrichtung einer Konferenz über Lehrmethoden in Bezug auf den Holocaust und jüdisches Vorkriegsleben zu prüfen; den Unterricht zum Thema Holocaust in den Lehrplänen aller sechzehn Länder in der Bundesrepublik Deutschland weiter zu verankern.“

Den Wortlaut der gesamten Erklärung finden Sie hier: http://bit.ly/YadVashem-KMK

An dem Gespräch mit Bildungsminister Shai Piron nahmen neben Minister Dorgerloh unter anderem auch Ministerin Dr. Martina Münch (Brandenburg), Senator Ties Rabe (Hamburg) und Staatsministerin Brunhild Kurth (Sachsen) teil. Weitere Themen waren neben der Erklärung mit Yad Vashem die Vermittlung eines zeitgemäßen Bildes von Israel im deutschen Schulunterricht, die Förderung des deutsch-israelischen Schüler-, Jugend- und Lehreraustausches, die deutsch-israelische Schulbuchkommission, die Umwelterziehung und der Austausch über gemeinsame Wertvorstellungen und bildungspolitische Maßnahmen für die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in beiden Ländern.

(Botschaft des Staates Israel/Presseerklärung KMK, 23.10.13)

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Theodor Kranz ist „Gerechter unter den Völkern“

„Ohne seine Hilfe hätten wir nicht überlebt“,  sagt der fast neunzigjährige Walter Frankenstein. Er spricht von Theodor Kranz, der der jüdischen Familie Frankenstein half, den Holocaust im Untergrund zu überleben. 

Walter Frankenstein war zu einer Feierstunde, die zu Ehren seines Retters am vergangenen Montag in der israelischen Botschaft in Berlin stattfand, aus Stockholm angereist. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat Theodor Kranz posthum mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Yad Vashem ehrt mit diesem Titel nichtjüdische Menschen, die während des Holocaust versucht haben, unter Gefahr für das eigene Leben Juden zu retten und die dafür keine Gegenleistung erhielten. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nicht-Juden vergibt.


Botschafter Hadas-Handelsman, Walter Frankenstein und Karola Mehlhorn (Foto: Botschaft)

Im Rahmen der Feierstunde überreichte der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman die Yad Vashem-Medaille und Urkunde an Karola Mehlhorn, die Großnichte von Theodor Kranz. Sie erinnerte in sehr persönlichen Worten an ihren „Onkel Theo“, dessen menschliches Handeln für sie stets eine Vorbildfunktion habe. An Walter Frankenstein wandte sich Frau Mehlhorn mit den Worten: „Von dir und Leonie haben wir bereits ein Geschenk empfangen – eure Lebensgeschichte –, welche auf alle Ewigkeit untrennbar mit der meiner Vorfahren verbunden ist.“
Theodor Kranz’ Name wird nun auf der „Wall of Honor“ – der Ehrenwand im Garten der Gerechten unter den Völkern in Yad Vashem in Jerusalem – verewigt.

Die Rettungsgeschichte


Die zwanzigjährige Leonie Rosner und der siebzehnjährige Walter Frankenstein begegnen sich erstmals 1941 im jüdischen Auerbach‘schen Waisenhaus in Berlin. Sie heiraten im Februar 1942. Beide müssen zu dem Zeitpunkt schon Zwangsarbeit leisten. Im Januar 1943 wird ihr Sohn Peter Uri geboren.

Um der drohenden Deportation durch die Nazis zu entgehen, tauchen Leonie und Walter Frankenstein im März 1943 mit ihrem sechs Wochen alten Sohn unter. Zunächst verstecken sie sich in Leipzig bei Leonies Mutter Beate und ihrem zweiten Ehemann Theodor Kranz in deren Wohnung. Der 1897 geborene Theodor Kranz ist evangelisch. Der Hilfsarbeiter ist ein überzeugter Gegner der Nazis. Im Jahr 1934 heiratet er die geschiedene Jüdin Beate. Das Ehepaar lebt in Leipzig in so genannter „privilegierter Mischehe“. Die Nazis drängen „Arier“, sich von ihren jüdischen Ehepartnern scheiden zu lassen, doch das kommt für Theodor Kranz nicht in Frage. Weil er zu seiner jüdischen Frau steht, verliert er immer wieder seine Arbeit. Er riskiert viel, als er Leonie und Peter Uri mehrere Monate illegal in seiner Wohnung versteckt und sie versorgt. Die Wohnung ist zu klein, daher organisiert Theodor Kranz für Walter in Leipzig ein Versteck bei einem Freund.


Theo und Beate Kranz 1941 (Foto: Walter Frankenstein)

Theodors Ehefrau Beate wird im August 1943 denunziert und verhaftet. Sie wird nach Auschwitz deportiert und dort im Januar 1944 ermordet.

Leonie, Peter Uri und Walter können nicht in Leipzig bleiben. Sie verstecken sich in Berlin und an anderen Orten – mal zusammen, mal getrennt voneinander. Nie können sie lange in einem Versteck bleiben, aus Angst entdeckt oder denunziert zu werden. Über zwei Jahre lang, von März 1943 bis zur Befreiung im Mai 1945, müssen Leonie und Walter Frankenstein mit einem Kind und später sogar mit zwei Kindern – Sohn Michael wird im September 1944 geboren - im Untergrund leben. Mit viel Mut, Entschlossenheit und Optimismus – und mit der Hilfe von mutigen Unterstützern wie Theodor Kranz – gelingt es der vierköpfige Familie Frankenstein zu überleben.

Nach dem Krieg emigrieren die vier nach Israel und von dort nach Schweden.

Das Buch über die Geschichte der Familie Frankenstein

Klaus Hillenbrand: Nicht mit uns - Das Leben von Leonie und Walter Frankenstein, Suhrkamp Verlag 2008

Berichterstattung

Jüdische Allgemeine, 22.10.13
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/17356

taz, 21.10.13
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=a2&dig=2013%2F10%2F21%2Fa0031&cHash=902daf48f954d4fedd648b783402facc

Der Tagesspiegel, 18.10.13
http://www.tagesspiegel.de/berlin/erinnerung-an-die-juden-deportation-in-grunewald-eine-nuechterne-und-traenentreibende-abschiedsstunde/8955934.html

Berliner Morgenpost, 13.10.13
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article120867446/Deportationen-in-Berlin-Weisse-Rosen-gegen-das-Vergessen.html

Yad Vashem: Die Gerechten unter den Völkern
http://www.yadvashem.org/yv/de/righteous/index.asp

(Botschaft des Staates Israel, 22.10.13)

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Lehrer beschäftigen sich mit Israelbild in deutschen Schulbüchern

Seit 2011 analysiert die Deutsch-Israelische Schulbuchkommission Schulbücher beider Länder. Nachdem im vergangenen Jahr erste Untersuchungsergebnisse durch die Wissenschaftler vorgestellt worden waren, kamen nun Praktiker in Berlin zusammen, um über das Thema zu diskutieren.

Auf Einladung des Berliner Bildungssenats, des Brandenburgischen Bildungsministeriums, des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), der Gedänkstätte Yad Vashem und der Botschaft des Staates Israel versammelten sich Lehrkräfte und Multiplikatoren zur Konferenz "Israel im Schulbuch und in der schulischen Praxis".


Botschafter Yakov Hadas-Handelsman sprach ein Grußwort (Foto: Botschaft)

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman drückte in seinem Grußwort die Freude darüber aus, dass dieses Thema vertieft diskutiert wird, denn „Israel wird sehr oft verzerrt und einseitig dargestellt – auch in Schulbüchern.“ Der Berliner Staatssekretär für Bildung, Mark Rackles, erhoffte sich für den Tag eine Sensibilisierung bei den Lehrkräften. Der Direktor des LISUMs, Dr. Götz Bieber, zeigte sich überzeugt, dass eine Konferenz wie diese Vorurteile abbauen könne, denn Israel würde zu häufig nur mit dem Nahost-Konflikt in Verbindung gebracht. 


Dr. Dirk Sadowski während seines Vortrages (Foto: Botschaft)

Für Dr. Dirk Sadowski vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, der die Kommission mit seinem israelischen Kollegen Arie Kizel koordiniert, war die Konferenz eine Gelegenheit, erste Ergebnisse mit Pädagogen zu diskutieren. Wie wirken Bilder auf Jugendliche? Wie empfänglich sind sie für Emotionen? Wie wird man der Multiperspektivität gerecht?

Anwesende Pädagogen sahen durchaus Schwierigkeiten im Umgang mit deutschen Schulbüchern in Bezug auf Israel. „Manche Abbildungen sind zu komplex für meine Schüler“, berichtete ein Lehrer. Andere bescheinigten, dass „die Kontextualisierung enorm wichtig sei.“ Es stehe nichts Falsches in den Büchern, aber es stehe nicht immer alles im richtigen Kontext.


Kleingruppenarbeit mit Frank Langner, Mitglied der Schulbuchkommission (Foto: Botschaft)

In einem zweiten Teil der Konferenz beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Werten, die Deutschland und Israel verbinden, sowie mit Best-Practice-Beispielen aus dem pädagogischen Bereich. Prof. Dr. Doron Kiesel legte seine Überlegungen zur Wertegemeinschaft zwischen Deutschland und Israel dar. Ein Hauptaugenmerk lag auf den Themen Einwanderung und Vielfalt, bei denen „Israel als Lernlabor für Deutschland“ dienen könne.

Ein Ansatz, der auch für Schulbuchverlage interessant sein könnte. Denn dies wäre eines von vielen Themen, das die israelische Realität aus anderem Blickwinkel darstellt und den Schülern einen umfassenderen Blick auf das Land bieten würde.

(Botschaft des Staates Israel, 24.10.2013)

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Ministerpräsident Netanyahu trifft US-Außenminister Kerry in Rom

Zu Beginn des mehrstündigen Gespräches sagte Ministerpräsident Binyamin Netanyahu:

„Das wichtigste Sicherheitsproblem vor dem wir stehen, ist, wie Sie gesagt haben, das Streben des Iran nach Atomwaffen. Dies zu verhindern ist das gemeinse Ziel von Ihnen, Präsident Obama und mir und Sie haben zurecht gesagt, dass der Iran gar nicht die Möglichkeit zur Herstellung von Atomwaffen haben sollte, was bedeutet, dass sie weder über Zentrifugen noch über Anreicherungsmöglichkeiten verfügen sollten. Dasselbe gilt für Schwerwasser-Reaktoren zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium. Sie sollten fortgeschrittenes spaltbares Material aufgeben und keine unterirdischen Nuklearanlagen besitzen, die nur deshalb unterirdisch sind, weil sie für militärische Zwecke genutzt werden.

Ich denke, Sie haben ebenso recht darin, dass keine Vereinbarung besser ist als eine schlechte Vereinbarung. Ich meine, dass eine Teilvereinbarung, die dem Iran diese Möglichkeiten offen lässt, nichts wert ist. Klugerweise haben sich einer Teilvereinbarung mit Syrien verweigert – zurecht. Wäre Assad bereit gewesen, 90%, 50% oder 80% seiner chemischen Waffen aufzugeben – Sie hätten sich nicht darauf eingelassen. Dasselbe gilt für den Iran: es ist absolut notwendig, dass die Bestimmungen des Sicherheitsrates aufrecht erhalten werden, die ein Ende der Anreicherungen und der Möglichkeit zur Anreicherung, sowie eine Abschaffung von Schwerwasserreaktoren zur Herstellung von Atomwaffen fordern.

Wir stehen eng beieinander und ich stimme mit Ihnen darin überein, dass das Ziel friedlich erreicht werden sollte. Der beste Weg für einen friedlichen Erfolg bedeutet, den Druck auf den Iran aufrecht zu erhalten. Erst das hat sie in diese neue Verhandlungssituation geführt. Die Führung der Vereingten Staaten und ihr Präsident haben gezeigt, wie maßgeblich das Thema Sanktionen ist. Es wäre meiner Ansicht nach ein tragischer Fehler, jetzt aufzuhören, kurz bevor das Ziel erreicht wurde.

Das zweite Thema, über das wir ständig im Gespräch sind, ist das Voranbringen eines Friedens mit den Palästinensern – und ich verrate wohl kein Staatsgeheimnis, wenn ich sage, dass wir praktisch alle paar Tage über diese beiden Ziele sprechen. Jener Friede bedarf vorab einer gegenseitigen Anerkennung zweier Staaten für zwei Völker, des palästinensischen Staates für die Palästinenser und des jüdischen Staates für das jüdische Volk. Für jede Friedensvereinbarung bildet dies die Grundlage, darüber hinaus muss es ein Frieden sein, der, wie Präsident Obama sagte, von Israel selbst verteidigt werden kann, gegen jede mögliche Bedrohung. Ich denke, dies sind die beiden Säulen des Friedens und ich freue mich darauf, mit Ihnen zu diskutieren, wie wir diesen beiden Zielen in unseren Gesprächen heute und morgen näher kommen können.“

(Israelisches Außenministerium, 23.10.13)

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Kommunalwahlen: Barkat siegt in Jerusalem, Huldai in Tel Aviv

Bei den landesweiten Kommunalwahlen am Dienstag triumphierten zumeist die Amtsinhaber. Ron Huldai (Arbeitspartei) erhielt als regierender Bürgermeister von Tel Aviv 53,07% der Stimmen und damit deutlich mehr als sein aussichtsreichster Konkurrent Nitzan Horowitz (Meretz, 38,2%). Ebenso bleibt Nir Barkat, der sich knapp vor Moshe Lion durchsetzte, in Jerusalem im Amt. Beide gehören der Likud-Partei an. Nir Barkat sagte nach seiner Wiederwahl: „Wir haben eine breite Unterstützung bekommen, sicher aus dem traditionalistischen Lager und sogar von ultraorthodoxer Seite. Es war kein leichter Wahlkampf, aber letztlich haben uns die Jerusalemer das Mandat gegeben, Jerusalem auch in den nächsten fünf Jahren attraktiv für junge Menschen und Geschäftsleute zu machen.“


Im Amt bestätigt: Nir Barkat (links) und Ron Huldai (rechts, Fotos: wikicommons)

In Jerusalem gingen in den orthodoxen Vierteln 70% der Bevölkerung zur Wahl, in den säkularen Vierteln nur 30-50%. Weniger als 1% der arabischen Einwohner Jerusalems beteiligte sich an der Wahl. Auch im übrigen Land war die Wahlbeteiligung eher gering und bewegte sich zwischen 30 bis 45%.

Besonders knapp war der Ausgang in Beit Shemesh, das unter besonderer Beobachtung stand: der orthodoxe Bürgermeister Moshe Abutbul (Shas-Partei) konnte sich mit 51,9% der Stimmen gegen Eli Cohen durchsetzen (46,5%), der von einer Allianz säkularer und moderat und national-religiöser Gruppen unterstützt worden war.

Auch in Haifa und Beersheva bleiben mit Yona Yahav beziehungsweise Ruvik Danilovich jeweils die amtierenden Bürgermeister für eine weitere Legislaturperiode im Amt. 

(Ynet, 23.10.13)

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Shimon Peres erhält Goldene Victoria für sein Lebenswerk – Genscher hielt Laudatio

Am Dienstag wurde auf der Publisher’s Night des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres mit der „Goldenen Victoria für das Lebenswerk“ in feierlichem Rahmen gewürdigt. Die Laudatio auf Präsident Peres hielt Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher. Der Botschafter des Staates Israel, Yakov Hadas-Handelsman, richtete darauf im Namen von Shimon Peres Dankesworte aus.


Peres wurde der Preis bereits in Jerusalem übergeben (Foto: horizont.net)

Den Preis des VDZ erhielt der neunzigjährige Shimon Peres bereits knapp zwei Monate zuvor in Jerusalem vom VDZ-Präsidium durch Dr. Rudolf Thiemann. Nach langjähriger erfolgreicher Kooperation mit dem Israel Trade Center in Berlin ist Israel 2013 Partnerland des VDZ, der deshalb diesen Spätsommer im Zuge einer gemeinsam initiierten Delegationsreise mit Vertretern verschiedener Verlage das Land besuchte.

Der ehemalige Außenminister Genscher betonte in seiner Laudatio, dass Peres zu den großen und gestaltenden Persönlichkeiten des Staates Israel gehöre und berichtete den zahlreich erschienenen Gästen in der Telekom-Hauptstadtrepräsentanz, keine Rede einer herausragenden ausländischen Persönlichkeit vor dem deutschen Bundestag habe ihn so berührt und aufgewühlt, wie jene, die Shimon Peres am 27. Januar 2010, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, hielt.

Genscher zitierte Peres mit den damals formulierten Sätzen: „Die Jugend muss sich erinnern; sie darf nicht vergessen und muss wissen, was geschehen ist. Sie darf niemals, wirklich niemals etwas anderes glauben, sich andere Ziele setzen als Frieden, Versöhnung und Liebe.“

Lesen Sie weiter auf der Seite des Israel Trade Center: http://bit.ly/itrade31

(Israel Trade Center, Botschaft des Staates Israel, 24.10.13)

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Events

Filmvorführung "Step by Step Sauwa Sauwa"



Das Leo Baeck-Zentrum hat mit der Ein Mahel-Schule im Jahre 2011 das arabisch-jüdische Musical “Step by Step Sauwa Sauwa” gestaltet, um ein Zeichen für Versöhnung zu setzen. 40 muslimische und jüdische Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren beweisen eindrucksvoll, dass Zusammenarbeit und  Koexistenz zwischen Juden und Arabern im Nahen Osten möglich ist. Ein Dokumentarfilm zeigt, mit welchen Konflikten die Jugendlichen umgehen mussten und beschreibt, wie sich ihr Verhältnis von der ersten Begegnung bis zu ihrer gemeinsamen Tour ins Ausland entwickelt hat. Ein spannender Einblick hinter die  Kulissen dieses einmaligen Friedensprojektes. Die Maria Ward-Schule pflegt zusammen mit dem Bischöflichen Willigis-Gymnasium seit 25 Jahren freundschaftliche Beziehungen mit dem Leo Baeck-Zentrum. Jährlich treffen sich Schülerinnen und Schüler beider Schulen in Haifa und Mainz. Mit dieser Benefizveranstaltung soll dieses Friedensprojekt gefördert werden. Bei freiem Eintritt wird um eine Spende gebeten.

Benefizveranstaltung der Maria Ward-Schule und des Leo Baeck-Zentrums in Haifa/Israel
Montag, 28. Oktober 2013
um 18.00 Uhr
Sporthalle Maria Ward-Schule
Ballplatz 1-3
55116 Main

Mehr Informationen zu dem Projekt unter: http://leobaeckzentrumhaifa.org/?page_id=6

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