Donnerstag, 31.10.2013
 
 
Gute Nachbarschaft in der Botschaft
 
Die Botschaft öffnete ihre Türen für Gäste: am Dienstag tagte der Stadtrat des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in den Räumen der Botschaft des Staates Israel in der Auguste-Viktoria-Straße.

Eingeladen hatten der Botschafter Yakov Hadas-Handelsman und der Gesandte Emmanuel Nahshon – nicht nur um die gute Nachbarschaft zu pflegen, sondern auch, um die vielseitige Zusammenarbeit und die Verbundenheit des Bezirkes mit dem Staat Israel zu würdigen. „Wir wollen damit zeigen, dass wir Teil des Bezirks und Berlins sind“, sagte Botschafter Hadas-Handelsman. „Es war das erste Treffen und das sollten wir öfter machen.“ Der Gesandte Nahshon betonte: „Wir sind keine Diplomaten im Elfenbeinturm, sondern Teil des Bezirkes“.

Nach dem regulären wöchentlichen Sitzungsteil des Bezirksamtes gab es einen deutsch-israelischen Teil, bei dem es an Themen für einen angeregten Austausch nicht mangelte. Im Jahr 2015, dem Jahr des 60-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, werden auch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwei Jubiläen gefeiert: die Städepartnerschaft mit der Stadt Karmiel in Galiläa wird 30 Jahre, die zu Or Yehuda (bei Tel Aviv) sogar schon 60 Jahre bestehen.

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Präsident Peres trifft Prinz Frederik von Dänemark

„Ich habe nichts gegen Juden, aber...“

Was ist eigentlich
„moderner“ Antisemitismus?

Vortrag der DIG Stuttgart
Mittwoch, 6.11., 18 Uhr



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(Bank Israel, 31.08.13)



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[UEBERSCHRIFT]
1700 Jahre alter Fluch in Jerusalem entdeckt

In den Ruinen einer luxuriösen römischen Villa in der Jerusalemer Davidsstadt haben Archäologen einen 1700 Fluch entdeckt.
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28. Internationale Konferenz von Frauen in Führungspositionen

Die 28. Internationale Konferenz von Frauen in Führungspositionen wird vom 3. bis 8. November in Israel stattfinden.  weiter
 
 


Präsident Peres trifft Prinz Frederik von Dänemark
Am ersten Tag seines Israelbesuches war der dänische Prinz Frederik gestern zu Gast bei Präsident Shimon Peres. Im Mittelpunkt des Besuches steht die Erinnerung an die Rettung der jüdischen Gemeinde in Dänemark vor siebzig Jahren.


Kronprinz Frederik von Dänemark und Präsident Shimon Peres (Foto: Präsidialamt)

Präsident Peres dankte Prinz Frederik zu Beginn dafür, diesen Jahrestag zum Anlass für einen Besuch in Israel zu nehmen. Dänemark sei ein herausragendes Land, das auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Wohlfahrt gebaut sei und dafür auf der ganzen Welt bewundert werde. Peres sagte weiter: „Ich möchte meinen tiefen Dank dafür zum Ausdruck bringen, was Sie während der Schoa getan haben. Unter allen Ländern waren es die Dänen, die alles unternahmen, um die Leben der Juden im Land zu retten, indem sie sie versteckten, verteidigten oder ihnen den Weg nach Schweden ermöglichten. Die allermeisten von ihnen wurden gerettet und wir werden diese historische Tat nie vergessen.“

Kronzprinz Frederik betonte: „Für mich ganz persönlich ist es großartig, in Israel zu sein und das Museum zu besuchen, wo die Geschichte der dänischen Juden erzählt wird, die in kleinen Schiffen von der Küste Dänemarks aus nach Schweden gebracht wurden. Dies war eine mutige Tat aufrechter dänischer Bürger, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen und nicht zögerten zu handeln, als man handeln musste. Unsere beiden Länder gedenken dieser Tat heute und ich werde mich für immer an meinen Besuch hier erinnern.“

(Präsidialamt, 30.10.13)
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Gute Nachbarschaft in der Botschaft

Die Botschaft öffnete ihre Türen für Gäste: am Dienstag tagte der Stadtrat des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in den Räumen der Botschaft des Staates Israel in der Auguste-Viktoria-Straße. Eingeladen hatten der Botschafter Yakov Hadas-Handelsman und der Gesandte Emmanuel Nahshon – nicht nur um die gute Nachbarschaft zu pflegen, sondern auch, um die vielseitige Zusammenarbeit und die Verbundenheit des Bezirkes mit dem Staat Israel zu würdigen.


Botschafter Hadas-Handelsman, Bürgermeister Naumann und Gesandter Nahshon (Foto: Botschaft)

„Wir wollen damit zeigen, dass wir Teil des Bezirks und Berlins sind“, sagte Botschafter Hadas-Handelsman. „Es war das erste Treffen und das sollten wir öfter machen.“ Der Gesandte Nahshon betonte: „Wir sind keine Diplomaten im Elfenbeinturm, sondern Teil des Bezirkes“.

Nach dem regulären wöchentlichen Sitzungsteil des Bezirksamtes gab es einen deutsch-israelischen Teil, bei dem es an Themen für einen angeregten Austausch nicht mangelte. Im Jahr 2015, dem Jahr des 60-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, werden auch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwei Jubiläen gefeiert: die Städepartnerschaft mit der Stadt Karmiel in Galiläa wird 30 Jahre, die zu Or Yehuda (bei Tel Aviv) sogar schon 60 Jahre bestehen. „Zu den Jubiläen der Partnerschaften 2015 wollen wir mit der Botschaft gemeinsame Aktionen überlegen“, sagte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, der Israel jedes Jahr anlässlich des Tanzfestivals in Karmiel im Sommer besucht. Aber auch sonst gibt es einen regen Austausch: je 15 israelische und deutsche Jugendliche besuchen jedes Jahr die Partnerstädte und auch Kommunalangestellte und Fachkräfte beider Seiten besuchen jeweils die andere Seite – zuletzt waren vier israelische Sozialarbeiter bei ihren Kollegen in Berlin.


Otto Jogmin im Jahr 1984 (Foto: Marion Neiss)

Ein neues Projekt ist dem Andenken des aufrechten Charlottenburger Hausmeisters Otto Jogmin (1894-1989) gewidmet, der in den Jahren der nationalsozialistischen Verfolgung Juden in einem geheimen Zimmer versteckte und so vor der Ermordung rettete. Er wurde von der Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Nun sollen Schüler der Charlottenburger Sophie-Charlotte-Oberschule in einem Schulprojekt seine Geschichte erforschen und die Erinnerung weiter bewahren.

(Botschaft des Staates Israel, 31.10.13)

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1700 Jahre alter Fluch in Jerusalem entdeckt
In den Ruinen einer luxuriösen römischen Villa in der Jerusalemer Davidsstadt haben Archäologen einen 1700 Fluch entdeckt.


Ein Fragment der gefundenen Bleiplatte (Foto: IAA)

Doron Ben-Ami und Yana Tchekhanovets von der Altertumsbehörde in Israel entdeckten bei ihren Ausgrabungen eine aufgerollte Bleiplatte, die im Labor in Israel geöffnet wurde. Dr. Robert Walter Daniel von der Universität Köln, die mit der israelischen Behörde kooperiert, entzifferte und analysierte die Tafel. In der Inschrift, so Dr. Daniel, erbitte eine Frau mit Namen Kyrilla den Beistand von sechs Göttern verschiedener Traditionen, um einen Mann mit Namen Jennis zu verfluchen – genannt werden der römische Gott Pluto ebenso wie die griechischen Götter Hermes und Persephone und der mesopotamische Gott Ereshkigal. Der Wissenschaftler vermutet, dass Kyrilla sich mit dem Verfluchten in einem Rechtsstreit befand und ihn mithilfe der von einem Magier angefertigten Tafel gewinnen wollte.

Solche Amulette waren in der römischen Welt nicht ungewöhnlich und wurden beispielsweise bei Ausgrabungen in Caesarea in großer Zahl entdeckt. Nicht immer wenden sich die Flüche gegen Menschen: manche zielten auf Pferde in der Hoffnung, diese würden erblinden oder sich ein Bein brechen. Damit sollten vermutlich Konkurrenten in einem Pferderennen geschwächt werden.

(Haaretz, 31.10.13)
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28. Internationale Konferenz von Frauen in Führungspositionen
Die 28. Internationale Konferenz von Frauen in Führungspositionen wird vom 3. bis 8. November in Israel stattfinden. Unter den 50 erwarteten Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt finden sich Ministerinnen (aus Burkina Faso, Costa Rica, Rumänien, Papua-Neuguinea und Samoa) ebenso wie Parlamentsabgeordnete, Wissenschaftlerinnen und leitende Vertreterinnen von Einrichtungen der Vereinten Nationen.

Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit UN Women und dem United Nations Development Programme (UNDP) statt und bietet ein Forum für Begegnung und Dialog, mit einem besonderen Fokus auf Genderthemen und Frauenrechte.
Am 3. November wird die Konferenz in Haifa mit einem Festakt eröffnet, an dem sich auch die israelische Kultur- und Sportministerin Limor Livnat und der Bürgermeister von Haifa, Yona Yahav beteiligen werden.

Die 28. Konferenz dieser Art wird vom Golda Meir Mount Carmel International Training Center (MCTC) gesponsort, einer Einrichtung der israelischen Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (MAHSAV).

(Israelisches Außenministerium, 31.10.13)
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Konferenz zu Minderheiten in Israel

Am vergangenen Dienstag eröffnete Ministerpräsident Binyamin Netanyahu die Konferenz zur Förderung von Minderheiten in Israel. In seiner Rede betonte Netanyahu zu Beginn: „Ich möchte, dass alle Bürger Israels an diesem Wunder, das wir den Staat Israel nennen, teilhaben. Integration führt auch zu Wachstum und ein wesentlicher Teil des Wachstums hängt davon ab, ob die arabische Minderheit in Israel am Wirtschaftsleben beteiligt ist.“ 


Harel Locker während seiner Rede (Foto: Amt des Ministerpräsidenten)

Der Leiter des Amtes des Ministerpräsidenten, General Harel Locker, sagte: „Wenn es uns gelingt, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zwischen jüdischen Bürgern und Minderheiten anzugleichen, werden wir zu den 20 wohlhabendsten Ländern der Welt gehören. Es ist die Verpflichtung des Staates gegenüber seinen Bürgern, ihnen die besten Möglichkeiten als Individuen und als Gruppen zu geben und zugleich sozio-ökonomische Lücken zu schließen. Die Regierung Israel trägt für diese Aufgabe die größte Verantwortung, aber auch jüdische und arabische Unternehmer, Amtsträger und Vertreter des Dritten Sektors sind mitveranwortlich dafür. Wir müssen unsere Bedenkenträgerei aufgeben, um gemeinsame kommerzielle Initiativen zu stiften. Es ist Ausdruck der Bedeutung, die die Regierung dieser Aufgabe beimisst, dass die Investitionen im Minderheitensektor für den Zeitraum 2010-2016 die Rekordsumme von fünf Milliarden Schekel (etwa eine Milliarde Euro) erreichen werden. Die Integration der Minderheiten in die sozioökonomischen Aktivitäten Israels sind nicht nur ein Wachstumsmotor für die Wirtschaft, sondern der Schlüssel zu einem zukünftigen Zusammenleben in diesem Land. Die Investitionen sorgen dafür, dass wir nicht zwei parallele Wirtschaftssysteme und zwei Parallelgesellschaften haben, die einander nicht berühren, sondern eine starke und wachsende Gemeinschaft.“

(Amt des Ministerpräsidenten, 29.10.13)

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Events



„Ich habe nichts gegen Juden, aber...“
Was ist eigentlich „moderner“ Antisemitismus?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen Stuttgart 2013

Einladung
Vorträge und Diskussion
Lothar Galow-Bergemann, Sebastian Ostritsch
Moderation: Susanne Wetterich
Mittwoch, 6. November 2013 um 18 Uhr
Rathaus Stuttgart, Kleiner Sitzungssaal
(3. Obergeschoss)
Marktplatz 1, 70173 Stuttgart

Als im 19. Jahrhundert der Begriff des Antisemitismus entsteht, ist es nicht ungewöhnlich, dass auch gesellschaftlich angesehene Personen sich selbst offen als Antisemiten bezeichnen. Die Frage, ob man Antisemit sein könne oder gar müsse, gehört heutzutage glücklicherweise nicht mehr zum gesellschaftlich akzeptierten Diskurs. Niemand, der sich nicht ins soziale Abseits stellen will, wird sich daher freiwillig einen Antisemiten schimpfen lassen. Heißt dies aber auch, dass es heutzutage kaum noch Antisemiten und daher auch keinen echten Antisemitismus mehr gibt?

Wie diese Veranstaltung mit Lothar Galow-Bergemann und Sebastian Ostritsch (beide Vorstandsmitglieder der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Stuttgart und Mittlerer Neckar) zeigen möchte, wäre ein solcher Schluss ein Fehler: Das Phänomen des Antisemitismus treibt weiterhin sein Unwesen, allerdings nun unter dem Schutz sprachlicher Deckmäntel. Es ist geradezu typisch für den Antisemitismus unserer Tage, dass er seine Tiraden mit der Versicherung beginnt: „Ich habe nichts gegen Juden...“. Die beiden Referenten möchten in ihren Vorträgen dem „Aber“ nachspüren, das für gewöhnlich unmittelbar auf solche Bekundungen des reinen Gewissens folgt. Insbesondere möchten die Vortragenden zwei Themenfelder beleuchten, auf denen der moderne Antisemitismus regelrecht grassiert, ohne dass er den meisten seiner Träger bewusst ist. Zum einen ist das eine bestimmte Form der Kritik am Kapitalismus, die statt wirtschaftlicher Verhältnisse bestimmte Menschengruppen unter Verwendung alter antisemitischer Klischees angreift. Zum anderen ist das die deutsche „Israelkritik“, die von antijüdischen Vorurteilen getrieben und geprägt ist, dabei aber perverser Weise betont, lediglich aus einem aus dem Holocaust erwachsenden Pflichtgefühl zu handeln.

Im Anschluss an die Vorträge findet eine Diskussion statt. Eintritt frei.

Alle Informationen finden Sie auch hier: http://bit.ly/DIG-Stuttgart

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