Freitag, 15.02.2008
 
 
A.B. Yehoshua zur Lage im Nahen Osten
 

Der berühmte israelische Schriftsteller A.B. Yehoshua hat sich in einem Interview mit der Haaretz zum israelisch-arabischen Konflikt und dem zweiten Libanonkrieg geäußert. Angesichts der aktuellen Situation im Gaza-Streifen zweifelt der 71jährige zunehmend am Willen der Palästinenser, eine Zwei-Staaten-Lösung herbeizuführen.

Dabei verweist er vor allem anderen auf das Verhalten der Hamas, die nach der Abkoppelung vom Gaza-Streifen ihren andauernden Beschuss auf Israel fortsetze, anstatt zu sagen: „Seht, sie haben sich sogar ohne ein Abkommen zurückgezogen, sind geflüchtet. Jetzt nehmen wir Gaza und bauen es auf und investieren hier Gelder.“ Dies hätte Israel einen Anreiz gegeben, auch Judäa und Samaria zu verlassen.

Yehoshua beharrt trotz allem auf der Zwei-Staaten-Lösung, da es sich hier um „zwei völlig verschiedene Völker“ handele, in Bezug auf „Religion, Kultur und Sprache“. „Es sind zwei Existenzen, zwischen denen in wirtschaftlicher Hinsicht ein Abgrund besteht, die beide auch mit dem Ausland verbunden sind. Die Palästinenser mit der arabischen Welt, wir mit der jüdischen Welt. Ein binationaler Staat ist das Rezept für die Vernichtung des israelischen Staates.“


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Israel auf der Berlinale


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1 € - 5.2612 NIS (-0.469%)
1 CHF- 3.2684 NIS (-0.284%)
1 £ - 7.0608 NIS (-0.901%)
1 $ - 3.5910 NIS (-0.664%)

(Bank of Israel, 15.02.08)



Nur in der Wüste scheint die Sonne.

Jerusalem: 4-9°C
Tel Aviv: 8-16°C
Haifa: 8-15°C
Be’er Sheva: 8-16°C
Ein Gedi: 11-20°C
Eilat: 10-20°C




Monopoly – Jerusalem will mitspielen


Die Spielzeug-Firma Hasbro bereitet derzeit die Weltausgabe von Monopoly vor und sucht dafür die 22 wichtigsten Städte der Welt.

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Monopoly – Jerusalem will mitspielen

Die Spielzeug-Firma Hasbro bereitet derzeit die Weltausgabe von Monopoly vor und sucht dafür die 22 wichtigsten Städte der Welt. Die Öffentlichkeit ist dazu aufgerufen, 20 Städte aus einer vorgegebenen Liste von 68 Städten weltweit auszuwählen. Dazu gehört auch die israelische Hauptstadt Jerusalem. Zusätzlich können zwei weitere Städte frei gewählt werden.

Das israelische Außenministerium ruft dazu auf, mitzuspielen und dafür zu stimmen, dass Jerusalem in den Kreis der umspielten Weltstädte aufgenommen wird. Die Frist läuft noch bis zum 29. Februar.

Monopoly ist das erfolgreichste Brettspiel der Welt, das in 103 Ländern der Erde und in 37 Sprachen gespielt wird. Die klassische Version um Besitz und Geld wurde 1934 in Pennsylvania erfunden. Seitdem sind 200 Millionen Spiele verkauft worden.

An der Abstimmung teilnehmen kann man unter dem folgenden Link: http://www.hasbro.com/games/de_DE/kid-games/monopoly/

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A.B. Yehoshua zur Lage im Nahen Osten

Der berühmte israelische Schriftsteller A.B. Yehoshua hat sich in einem Interview mit der Haaretz zum israelisch-arabischen Konflikt und dem zweiten Libanonkrieg geäußert. Angesichts der aktuellen Situation im Gaza-Streifen zweifelt der 71jährige zunehmend am Willen der Palästinenser, eine Zwei-Staaten-Lösung herbeizuführen.

Dabei verweist er vor allem anderen auf das Verhalten der Hamas, die nach der Abkoppelung vom Gaza-Streifen ihren andauernden Beschuss auf Israel fortsetze, anstatt zu sagen: „Seht, sie haben sich sogar ohne ein Abkommen zurückgezogen, sind geflüchtet. Jetzt nehmen wir Gaza und bauen es auf und investieren hier Gelder.“ Dies hätte Israel einen Anreiz gegeben, auch Judäa und Samaria zu verlassen.

Yehoshua beharrt trotz allem auf der Zwei-Staaten-Lösung, da es sich hier um „zwei völlig verschiedene Völker“ handele, in Bezug auf „Religion, Kultur und Sprache“. „Es sind zwei Existenzen, zwischen denen in wirtschaftlicher Hinsicht ein Abgrund besteht, die beide auch mit dem Ausland verbunden sind. Die Palästinenser mit der arabischen Welt, wir mit der jüdischen Welt. Ein binationaler Staat ist das Rezept für die Vernichtung des israelischen Staates.“

In Anbetracht der palästinensischen Praxis von Selbstmordanschlägen meint der Schriftsteller dabei, dass Juden und Araber verschiedenen moralischen Codes folgen würden: „Ich glaube nicht, dass es während des Holocaust jemanden gegeben hat, der dies [sich in die Luft zu sprengen] seinem Sohn gesagt hätte. Und ich rede hier noch nicht einmal von der Ermordung deutscher Kinder, sondern lediglich davon, sich innerhalb der deutschen Armee in die Luft zu sprengen, die einen ermorden wollte. Wir wollen sie nicht vernichten, und sie verteilen Süßigkeiten in Gaza. Nachdem sie gesehen haben, dass sie Kinder und Alte getötet haben, verteilen sie Süßigkeiten?! Ihr Selbstmord rührt nicht etwa nur von hier her. Man sieht ihn im Irak, man sieht in an allen möglichen Orten. Sie ermorden ihre Brüder, ihre eigenen Leute ermorden sie.“

Ungeachtet der Tatsache, dass Yehoshua am Ende des zweiten Libanonkriegs gemeinsam mit den Schriftstellern Amos Oz und David Grossman zu einem Waffenstillstand aufgerufen hatte, lässt er nach wie vor keinen Zweifel daran, dass er die israelische Offensive grundsätzlich und von Anfang an unterstützt hat: „Auf jeden Fall habe ich zugestimmt. Eine militärische Organisation, die keinen Staat kontrolliert, die Tausende Raketen abgefeuert und verkündet hat, den Staat Israel zu vernichten, entführt zwei Soldaten, tötet acht, lässt Katyushas regnen. Was soll ich da tun? Was soll ich da tun?“

Auch das Ergebnis des Krieges bewertet er positiv: „Es kamen alles in allem gute Dinge dabei heraus. Eine internationale Truppe ist an der Grenze stationiert. Dass deine Armee schwach ist? Dass plötzlich große Probleme in der Armee offensichtlich werden? Es lässt sich sagen: Gut, dass dies in diesem begrenzten Krieg entdeckt wurde. Aber grundsätzlich wurde der libanesischen Regierung übermittelt: Meine Herren, es kann nicht angehen, dass ihr eine Organisation habt, die ihr nicht kontrolliert. D.h. ihr sitzt in Beirut und spielt dort im Kasino, und alles ist nett, ihr habt dort schöne Kabarette und all das, und es gibt hier irgend so eine wahnsinnige Organisation.  Man stelle sich vor, wir würden den Arabern sagen: Seht, wir sind ein friedliebendes Land, aber wir haben eine Luftwaffe, die verrückt ist, und hin und wider holt sie ihre Flugzeuge raus und bombardiert euch.“

Diese Woche ist Yehoshuas neues Buch „Ahizat Moledet“ (‚Festhalten an der Heimat’) erschienen, eine Sammlung von Essays und Vorträgen.

(Haaretz, 15.02.08)

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Israel besorgt über heilige Stätten im Westjordanland

Die israelische Regierung wird erneut den Schutz der jüdischen heiligen Stätten im Westjordanland anmahnen, die nach der Übergabe unter palästinensische Kontrolle verwahrlost sind. Dies teilte Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni gestern mit.

Die Angelegenheit wurde Livni von der Ministerin ohne Geschäftsbereich Ruhama Avraham-Balila (Kadima) unterbreitet. Diese reagierte damit auf Beschwerden über den schlimmen Zustand des Josef-Grabs bei Nablus, das geplündert worden war, nachdem die israelische Armee sich im Oktober 2000 von dem Gelände zurückgezogen hatte.

Die Palästinensische Autonomiebehörde, so Avraham-Balila (Bild), habe sich zum Schutz dieser heiligen Stätte des Judentums verpflichtet, doch sei sie in den vergangenen fünf Jahren vernachlässigt und wiederholt entweiht worden.

(Yedioth Ahronot, 15.02.08)

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Raketen in Südisrael

Die Bewohner des westlichen Negev kommen nicht zur Ruhe. Im Laufe des gestrigen Abends gingen vier Kassam-Raketen in der Region nieder, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Eine davon landete noch gegen Mitternacht. Über Verletzte oder Sachschaden liegen keine Angaben vor.

(Yedioth Ahronot, 14./15.02.08)


Heute besucht eine Delegation aus Berlin Sderot, das seit Jahren im Fadenkreuz der terroristischen Raketenangriffe steht. Geleitet wird sie vom Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann (CDU), dessen Wahlbezirk Steglitz-Zehlendorf die deutsche Partnergemeinde der südisraelischen Kleinstadt ist.

Mit von der Partie ist auch BZ-Chefreporter Gunnar Schupelius, der sich heute in seiner Zeitung zum Anlass der Reise äußert: „Ich meine, es ist höchste Zeit, dass wir den Einwohnern einer Stadt, die ohne Grund tagtäglich unsäglicher Gewalt ausgeliefert ist, dieses Zeichen unserer Solidarität geben.“

Unter dem folgenden Link findet sich der vollständige Artikel: http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/topthemen/schupelius-kolumne/schupelius-kolumne.html

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Events
Israel auf der Berlinale

Auf den Internationalen Filmfestspielen, die derzeit in Berlin stattfinden, sind heute und in den nächsten Tagen noch die folgenden israelischen Beiträge zu sehen:


"Restless", Regie: Amos Kollek
Israel, Deutschland, Kanada, Frankreich, Belgien 2007, 100 min

"Moshe ist am Ende. Die vielen kleinen Geschäfte, die er in New York betreibt, laufen nicht mehr. Vor 20 Jahren war Moshe ein einigermaßen erfolgreicher Schriftsteller in Israel. Zu seinem Leidwesen war die öffentliche Resonanz auf seine Arbeit allerdings nicht so groß, wie er sie verdient zu haben glaubte. Als dann auch noch sein Sohn zur Welt kam, gewann das Gefühl, in eine Falle geraten zu sein, endgültig Oberhand. Enttäuscht verließ er das Land und ging nach Amerika. Tzach dient als Soldat in einer Elite-Einheit der israelischen Armee. Er ist ein Draufgänger, der bewusst das Risiko sucht. Dann stirbt eines Tages seine Mutter, und der junge Mann findet zwischen ihren Papieren die Adresse des Vaters, den er nie gesehen hat. Tzach entschließt sich, den Kontakt zu ihm aufzunehmen. Als Tzach sich bei ihm meldet, verändert das radikal Moshes Leben. Seine gesamte Existenz, die auf der Verleugnung der Vergangenheit beruht, gerät dadurch ins Wanken."

Freitag 20.00 Uhr International
Freitag 23.20 Uhr Urania

„Flipping out“, Regie: Yoav Shamir
Israel/Kanada 2007, 83 min., Hebräisch/Englisch mit engl. UT


Nach ihrem dreijährigen Wehrdienst in der Armee zieht es junge Israelis in Scharen ins Ausland, eine beträchtliche Anzahl von ihnen nach Indien. Yoav Shamir besucht zwei der meist frequentierten "Exilorte" im Norden Indiens und in Goa. Für die zum Teil unter permanentem Drogeneinfluss stehenden Aussteiger hat sich dort eine Infrastruktur aus vom israelischen Staat finanziertem Anti-Drogen-Zentrum und religiösen Einrichtungen entwickelt.
Samstag 22.20 Uhr CineStar 8
Sonntag 20.00 Uhr Cubix 9

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 583 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 583 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 600 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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