Freitag, 14.03.2008
 
 
Wieder Raketen auf Südisrael
 


Nach dem gestrigen Raketenhagel über dem westlichen Negev haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auch heute ihren Beschuss fortgesetzt.

Bis zur Mittagsstunde schlugen bereits vier Kassam-Raketen im Kreis Shaar Hanegev ein. Da sie auf offenem Feld landeten, wurde niemand verletzt, und es entstand auch kein Sachschaden.

Verantwortlich für den Beschuss war offensichtlich wieder der Islamische Jihad

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Die zionistische Pyramide

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US-Außenministerium warnt vor neuem Antisemitismus


Das US-Außenministerium hat dem Kongress einen neuen Bericht zum globalen Antisemitismus vorgelegt, der ein weltweites Anwachsen des Antisemitismus verzeichnet. „Heute, mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust, ist der Antisemitismus nicht lediglich ein Faktum der Geschichte, sondern ein aktuelles Geschehen“, heißt es dort u.a.

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[UEBERSCHRIFT]
 
 


Die zionistische Pyramide

Von Yair Sheleg

Der Angriff von Lev Leviev auf den säkularen Zionismus und das säkulare Judentum (Haaretz, 7.3.) spiegelt ein grundlegendes Missverständnis in Bezug auf das Wesen des Verhältnisses zwischen Zionismus und Judentum wider. Dieses Missverständnis sickert vom ultraorthodoxen Lager in Teile des nationalreligiösen Lagers und womöglich auch der traditionell orientierten Öffentlichkeit ein. Daher  sollte es geklärt werden.

In der jüdischen Identität sind nationale und religiöse Elemente zusammengeschweißt, und der Zionismus wollte die Pyramide ihres Verhältnisses umkehren – von einem Volk, dessen Basis die religiöse Identität ist, zu einem Volk, dessen Basis die nationale Identität ist: Sprache, Territorium, Staat, gemeinsames Schicksal.  Der Zionismus erkannte an, dass die Diaspora-Existenz vielleicht geistvoll, edel und einzigartig sei, glaubte aber, dass sie nicht natürlich – und daher unheilsschwanger - sei. Ganz so wie ein Mensch, der sich nur mit geistigen Angelegenheiten beschäftigen will, unter Vernachlässigung seines Körpers. Daher versuchten die Ideologen des säkularen Zionismus u.a. eine weltlich-nationale Version der Feiertage und einiger grundlegender Texte zu entwickeln.

Darüber kann man geteilter Meinung sein, aber eine Ignorierung des Judentums lag darin nicht. So geschah die Abtrennung vom Judentum nicht wegen des eigentlichen Ansatzes des säkularen Zionismus, sondern wegen der Unfähigkeit des letzteren, sich treu zu bleiben; wegen seines Einknickens vor dem Zeitgeist, der eine kapitalistische Konsumkultur mit sich brachte, die jede einzigartige Identität hinwegfegt.

Die zionistische Revolution hatte von Anfang an viele und mannigfaltige Feinde: eine Koalition von Ultraorthodoxen, Reformern und sozialistischen Revolutionären, die sich schwer damit taten, zugunsten „eines Staates unter anderen“ auf die einzigartige Prätention der ausschließlichen Beschäftigung mit dem Geist und der Weltverbesserung zu verzichten. Das Problem ist, dass diese Geisteshaltung den Zionismus und den Staat Israel noch heute begleitet. Auf der Rechten wie auf der Linken, und auch innerhalb der ultraorthodoxen Richtung, tun sich alle schwer damit, zugunsten schwerer und kontroverser Entscheidungen, die in der heutigen Welt von einem Nationalstaat gefordert sind, auf die einzigartige jüdische Hingabe an geistige und moralische Erwägungen zu verzichten.

Auf der Rechten fordert man von uns, an der „Heiligkeit des Landes“ zu kleben und uns von jeglicher realistischen Erwägung der Demographie und der Beziehungen zur Staatengemeinschaft fernzuhalten. Auf der Linken fordert man von uns, an der „jüdischen Moral“ zu kleben und uns von jeglicher realistischen Erwägung der Verteidigung des Lebens der israelischen Bürger fernzuhalten, und die Ultraorthodoxen sehen in der zionistischen Revolution überhaupt eine Entweihung der einzig würdigen jüdischen Pyramide.

Allen gemeinsam ist, dass sie die Früchte des Zionismus – die reale nationale Heimstätte - genießen wollen, ohne bereit zu sein, ihren Preis zu zahlen, den Preis eines Wertekompromisses. In diesem Sinne müssen wir Leviev antworten: Die Abtrennung vom Judentum ist in der Tat eine schmerzliche Erscheinung, und man muss an der Behebung dieses Schadens arbeiten. Die jüdische Identität hat zwei Stockwerke. Man darf das geistig-kulturelle Stockwerk nicht vernachlässigen, aber in der gleichen Weise darf der Kampf zur Reparatur des geistigen Aspekts nicht in Form einer Schlammschlacht und einer Beschädigung des nationalen Erdgeschosses geführt werden. Dieses Stockwerk wird ohnehin bereits von so vielen Richtungen angegriffen, dass die Gefahr eines Einsturzes droht. Und dann wäre die jüdische Existenz wirklich in Gefahr.

(Haaretz, 13.03.08)

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US-Außenministerium warnt vor neuem Antisemitismus

Das US-Außenministerium hat dem Kongress einen neuen Bericht zum globalen Antisemitismus vorgelegt, der ein weltweites Anwachsen des Antisemitismus verzeichnet. „Heute, mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust, ist der Antisemitismus nicht lediglich ein Faktum der Geschichte, sondern ein aktuelles Geschehen“, heißt es dort u.a.

Der Bericht betont, dass sich neben dem fortdauernden traditionellen antijüdischen Vorurteil auch neue Formen entwickelt hätten: „Das charakteristische Merkmal des neuen Antisemitismus ist die Kritik am Zionismus oder israelischer Politik, die – ob gewollt oder ungewollt – den Effekt hat, das Vorurteil gegen alle Juden zu befördern, in dem sie Israel und die Israelis dämonisiert und die vermeintlichen Fehler Israels seinem jüdischen Charakter zuschreibt.“ Dies sei im Nahen Osten und in muslimischen Gemeinden in Europa verbreitet, werde aber sogar von einigen Aktivitäten der UNO ermutigt.

Das US-Außenministerium führt Beispiele von Regierungen und Politikern auf, die das „Feuer des antisemitischen Hasses in ihren Gesellschaften und selbst über die Grenzen hinaus schüren“. Ausdrücklich genannt werden dabei der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad, Venezuelas Präsident Hugo Chavez, aber auch Syrien und Weißrussland. In Saudi-Arabien und Ägypten dienten staatliche Medien der Verbreitung des antisemitischen Diskurses.

Der traditionelle Antisemitismus bleibe vor allem in osteuropäischen Staaten wie Russland und der Ukraine ein Problem. Antisemitische Gewalt sei jedoch auch in Frankreich, Deutschland und Großbritannien sowie in steigendem Maße auch in Argentinien, Australien, Kanada und Südafrika besorgniserregend.

(Yedioth Ahronot, 14.03.08)

Der ausführliche Bericht des US-Außenministeriums findet sich unter dem folgenden Link: http://www.state.gov/documents/organization/102301.pdf

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Wieder Raketen auf Südisrael

Nach dem gestrigen Raketenhagel über dem westlichen Negev haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auch heute ihren Beschuss fortgesetzt. Bis zur Mittagsstunde schlugen bereits vier Kassam-Raketen im Kreis Shaar Hanegev ein. Da sie auf offenem Feld landeten, wurde niemand verletzt, und es entstand auch kein Sachschaden.

Verantwortlich für den Beschuss war offensichtlich wieder der Islamische Jihad, der bereits die Verantwortung für einen Teil der Raketen übernommen hat. Gestern gingen mindestens 28 Raketen über Südisrael nieder und setzten damit der trügerischen Ruhe der Vortag ein Ende.

(Yedioth Ahronot, 14.03.08)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 611 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 611 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 628 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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