Montag, 17.03.2008
 
 
Angela Merkel zu Besuch in Israel
 

 

MP Olmert und Bundeskanzlerin Merkel am 16.3.08 am Ben Gurion Flughafen (Foto: GPO)


Seit gestern, Sonntag den 16. März, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem dreitägigen Besuch in Israel.
Am ersten Tag ihres Besuches legte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Kranz am Grab David Ben-Gurions nieder und besuchte gemeinsam mit Israels Staatspräsident Shimon Peres den Kibbutz Sde Boker.
Heute, am zweiten Tag ihres Besuches, legte sie einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nieder.
Anschließend fanden die ersten Regierungskonsultationen statt, die dieses Jahr anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels aufgenommen werden.
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(Bank of Israel, 17.03.08)



Sonnig und ungewöhnlich warm für die Jahreszeit.

Jerusalem: 12-22°C
Tel Aviv: 12-25°C
Haifa: 12-26°C
Be’er Sheva:14-27°C
Ein Gedi: 18-30°C
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Überreste aus der Zeit des Ersten Tempels bei Ausgrabungen am Tempelberg freigelegt

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Angela Merkel zu Besuch in Israel

Seit gestern, Sonntag den 16. März, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem dreitägigen Besuch in Israel.
Am ersten Tag ihres Besuches legte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Kranz am Grab David Ben-Gurions nieder und besuchte gemeinsam mit Israels Staatspräsident Shimon Peres den Kibbutz Sde Boker.
Heute, am zweiten Tag ihres Besuches, legte sie einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nieder: „Das Bewusstsein und die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Erinnerung an den Holocaust sind beiden Regierungen, der deutschen und der israelischen, gemeinsam“, so die Kanzlerin, die versicherte, dass Deutschland sich dem auch weiterhin verpflichtet fühle.
Anschließend fanden die ersten Regierungskonsultationen statt, die dieses Jahr anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels aufgenommen werden. Hierbei äußerte Ministerpräsident Ehud Olmert: „Deutschland ist in vielen gemeinsamen Kämpfen, die für die gesamte Welt von größter Bedeutung sind, unser Verbündeter.“

Die deutsche Kanzlerin wird in den nächsten Tagen mit einer Reihe von diplomatischen Treffen und politischen Reden beschäftigt sein. Doch infolge einer Initiative von Israels Staatspräsident Shimon Peres und dem Vorsitzenden des Ramat-Negev-Regionalrates, Shmuel Rifman, besuchte die Kanzlerin zuerst das Grab von Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion und dessen Frau Paula.
Merkel stand am Grab und lauschte den Worten des Präsidenten, der von der Bedeutung Ben-Gurions für ihn persönlich und für den Staat Israel sprach und über die Wichtigkeit, die Wüste fruchtbar zu machen und darüber, wie dies zur Friedensvision Ben-Gurions passte.
Nachdem Merkel den Kranz am Grab niedergelegt hatte, besichtigten sie und Peres Ben-Gurions bescheidenes Heim. Sie wurde daran erinnert, dass der ehemalige deutsche Kanzler Konrad Adenauer Ben-Gurion 1952 im Kibbutz Sde Boker besuchte und dass dieses Treffen zur Erneuerung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach der Schoah führte. „Hier begannen die Gespräche mit Deutschland, mit einem anderen Deutschland“, erläuterte Peres gegenüber Merkel und sprach vom Besuch des früheren deutschen Kanzlers Konrad Adenauer in Ben-Gurions Haus. Merkel war beeindruckt von der Bescheidenheit des Heims. Als sie die kleine Küche betrat, fragte sie, ob Ben-Gurion im Gemeinschaftsspeisesaal des Kibbutz gegessen habe. Ihr wurde mitgeteilt, dass Ben-Gurions Ehefrau Paula darauf bestanden hatte, eine kleine Küche zu bekommen, weil sie die einzige gewesen sei, die wusste, was Ben-Gurion gerne aß.

Auf dem Rasen vor dem Gemeinschaftsspeisesaal wurde Merkel von Kibbutzkindern begrüßt. Sie sprach mit Kibbutzmitgliedern über das jüdische Fest Purim, das in Kürze stattfindet, wobei ein Mitglied erklärte, dass das Fest an die Errettung der Juden von den Vernichtungsplänen des Persers Haman erinnere und hinzufügte, man wünsche sich von Deutschland, Israel vom modernen Haman, Mahmoud Ahmadinejad, zu erretten.
Bundeskanzlerin Merkel hielt hier eine Rede, in der sie sich für den Frieden und für Deutschlands Partnerschaft bei der Urbarmachung der Wüste aussprach.
(Yedioth Ahronoth, Haaretz, 16.03.2008)

Bei den ersten gemeinsamen Regierungskonsultationen heute Nachmittag wurde ein Bilaterales Abkommen unterzeichnet, welches die klare Absicht beinhaltet, die strategischen Beziehungen Deutschlands und Israels in allen Bereichen wie Außenbeziehungen, militärische Kooperation, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Jugend, Umwelt, Wassermanagement, Innere Sicherheit, Justiz, Soziale Kontakte und Parlamentsbeziehungen, auszubauen:
http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Bilateral+relations/Bilateral+agreements+reached+at+first+Israeli-German+intergovernmental+consultations+17-Mar-2008.htm (englische Version)

 

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"Merkels Besuch hat große symbolische Bedeutung"

Interviews mit Diplomaten der Botschaft des Staates Israel zum Israelbesuch von Angela Merkel

Alexander Krahe hat vor dem Hintergrund der Israelreise von Kanzelrin Merkel am Montagmorgen, den 17.03.08, ein Interview mit dem israelischen Gesandten Ilan Mor auf Inforadio mit Fragen zur Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen geführt:
„Wir müssen gemeinsame Projekte finden, um die Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen. Die Tatsache, dass wir darüber sprechen, ist an sich ein Schritt in die gemeinsame (..) Zukunft der Beziehungen. (…) Die deutsche Regierung spielt eine wichtige Rolle auch innerhalb der Europäischen Union, und die Europäische Union hat für sich die Verantwortung übernommen, um den Palästinensern zu helfen. Israel begrüsst diese Bemühungen, und wird mitmachen“, so der Gesandte Ilan Mor. 
Das vollständige Interview finden Sie hier:
http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/016/239016_article.shtml

Auch die B.Z. am Sonntag vom 16.03.2008 hat das Sonntags-Interview von Autor Friedemann Weckbach-Mara der Reise Angela Merkels nach Israel gewidmet und ein Gespräch mit Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev geführt, in dem es um die Symbolik, Inhalte und Zukunft der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ging:
„Schon heute besteht in Kenntnis der Vergangenheit bereits eine tiefe Freundschaft zwischen beiden Ländern. Diese Freundschaft ist das Markenzeichen der Kanzlerin. Sie hat das bevorstehende Treffen mit den regelmäßigen Konsultationen angeregt. Sie ist eine wunderbare Frau. Wir setzen ihre Idee jetzt nur um“, so Botschafter Yoram Ben-Zeev.
Das vollständige Gespräch finden Sie hier:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?SubjectID=3050&MissionID=88&LanguageID=190&StatusID=0&DocumentID=-1

 

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Deutschland gratuliert - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in der BILD

Israel wird 60 – ein ganz besonderer Geburtstag für uns Deutsche.

Mit keinem anderen Land sind wir so untrennbar verbunden: zunächst auf furchtbare Weise durch das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, dem Holocaust an den Juden Europas. Aber auch durch eine Entwicklung, die man getrost „wunderbar“ nennen kann: die Freundschaft, die zwischen der Bundesrepublik und dem jüdischen Staat Israel seitdem gewachsen ist.
Wir dürfen dankbar sein, dass Israel uns heute zu seinen engsten Verbündeten und Freunden zählt.
Inzwischen ist ein dichtes Netz persönlicher Beziehungen gewachsen. Es gibt fast 100 Städtepartnerschaften. Jedes Jahr nehmen 5000 Jugendliche beider Länder an Austauschprogrammen teil. Jede Begegnung ist Teil des Fundaments, auf dem wir unsere gemeinsame Zukunft bauen.

Ein neues Kapitel schlagen wir auf, wenn sich unsere beiden Regierungen diese Woche erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung treffen.
Wir haben konkrete Projekte im Gepäck. Das Auswärtige Amt wird zwei Zentren für Deutschlandstudien an den Universitäten Jerusalem und Haifa finanzieren. Und ich wünsche mir, dass noch in diesem Jahr ein gemeinsames Zukunftsforum beider Länder die Arbeit aufnimmt und uns künftig noch enger verbindet – wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell.

Mein Gruß kommt von Herzen: Alles Gute, Israel – Mazal Tov! 

BILD vom 16.3.08  http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/
2008/03/16/kommentar,geo=4029984.html

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Überreste aus der Zeit des Ersten Tempels bei Ausgrabungen am Tempelberg freigelegt

Die Überreste eines Gebäudes aus der Zeit des Ersten Tempels wurden bei einer archäologischen Ausgrabung westlich des Jerusalemer Tempelberges freigelegt, teilte die Israelische Altertumsbehörde am Sonntag mit.

Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte der archäologischen Ausgrabungen in Jerusalem ein Gebäude aus der Zeit des Ersten Tempels entdeckt, das so nahe am Tempelberg liegt. Auf Grund religiöser Empfindsamkeiten wurden bisher keine Ausgrabungen am Tempelberg selbst vorgenommen.

Bereits vor einigen Monaten wurde ein beispielloser Fund im nordwestlichen Teil des Platzes an der Westmauer, weniger als 100 Meter entfernt vom Tempelberg, entdeckt, sagte Archäologe Alexander Onn, der an der Ausgrabung teilgenommen hatte. Es handelte sich dabei um die Überreste einer wunderbaren Säulengang-Straße aus der spätrömischen Periode (2. Jahrhundert n. d. Z.).
Es stellte sich nun heraus, dass diese Straße direkt auf den Überresten eines Gebäudes aus der Zeit des Ersten Tempels gebaut worden war. Dieser war 586 v. d. Z. von den Babyloniern zerstört worden.

Ein weiteres Artefakt, das bei dieser Ausgrabung gefunden wurde, stellt ein persönliches Siegel dar, das aus einem wertvollen Stein gefertigt wurde und einen hebräischen Schriftzug trägt. Offenbar war dieses Siegel Teil eines Rings. Das Siegel ist ca. 1,1 cm mal 1,4 cm groß und mit vier Granatäpfeln verziert. Der Schriftzug lautet „Für Netanyahu Ben Yaush“. Der Name Netanyahu erscheint mehrere Male in der Bibel während der Name Ben Yaush aus den Lachish-Briefen bekannt ist. Die Besitzer von Siegeln waren normalerweise Personen, die ranghohe Regierungsposten inne hatten, wobei die Kombination dieses Namens bisher unbekannt war.

Außer diesem persönlichen Siegel wurde bei der Ausgrabung eine Anzahl von Tongefäßen gefunden. Auf einem dieser Gefäße befand sich eine hebräische Schrift, die wie folgt lautet: Dem König von Hebron.
(The Jerusalem Post, 16.03.2008)

 

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Israel geht gegen Treibhausgasemissionen vor
Israels Regierung und Industrie haben kürzlich durch die Veranstaltung eines internationalen Workshops die Absicht gezeigt, ihren Teil zur Bekämpfung des globalen Klimawandels beizutragen. Für Israel lautete die Mission, einen freiwilligen Mechanismus zu starten, um Wirtschaft und Handel zu helfen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

An der zweitägigen Veranstaltung, die im Februar in der Nähe von Jerusalem stattfand, nahmen internationale Gäste aus den USA, Deutschland und Mexiko teil. Es wurde über Möglichkeiten diskutiert, in Israel einen effizienten und effektiven Mechanismus für Treibhausgasemissionen zu etablieren.

Eine Woche vor dieser Veranstaltung sicherten 15 israelische Städte zu, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken. Und nur einen Tag vor Beginn des Workshops unterzeichneten Israels Umweltschutzminister und der deutsche Botschafter in Israel ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel.

Franzjosef Schafhausen, Ministerialrat im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sagte während der Konferenz, der Klimawandel bedrohe den globalen Frieden und die Sicherheit. Er drückte die Hoffnung aus, dass die Unterzeichnung des Abkommens zu einer engeren Zusammenarbeit mit Israel führen werde.

Es gibt verschiedene Treibhausgase. Das berühmteste ist Kohlendioxid. Das israelische Unternehmen EcoTraders hilft, alternative Wege zur Reduzierung von solchen Gasen zu finden, z. B. durch die umweltschonende Verbrennung von Deponiegas, was dazu beiträgt, Treibhausgase, Gerüche und Explosionen an Müllhalden zu reduzieren. Ein Teil des Gases wird als Brennstoffersatz an die örtliche Industrie verkauft, wodurch der Einsatz fossiler Brennstoffe vermindert und die Luftqualität verbessert werden kann.

Diejenigen, die sich wegen des Klimawandels sorgen und dagegen ankämpfen sind der Meinung, dass Firmen diesbezüglich nicht länger zögern dürfen. Sie müssen den Ausstoß ihrer Treibhausgase in Betracht ziehen. Der Workshop, der kürzlich in Israel stattfand, zeigte, dass diese kleine Nation von 7 Millionen Menschen ebenfalls ihren Teil zur Reduzierung der Treibhausgase beiträgt.
(Israel 21c, 16.03.2008)
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AM Tzipi Livni trifft AM Frank-Walter Steinmeier
Im Rahmen der Israelreise von Angela Merkel ist Außenministerin Tzipi Livni mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier zusammengetroffen, um über die Situation im Gazastreifen, die Bedrohung durch den Iran und über die entführten israelischen Soldaten zu sprechen.
„Die Verhandlungen selbst werden keine Veränderung der Situation im Gazastreifen hervorbringen. Die Hamas lehnt jedwede Existenz Israels ab und handelt entsprechend. Die Antwort liegt in der vollständigen Beendigung der Raketenangriffe und militärischen Aufrüstung durch die Hamas. Parallel zu den Verhandlung wird sich Israel daher dieser Bedrohungen erwehren müssen“, so Livni.
http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/MFA+Spokesman/2008/FM+
Livni+meets+with+German+FM+Steinmeier+17-Mar-2008.htm

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Demokratie unter Beschuss - Gastkommentar in Die Welt von Ilan Mor

Der Terror und Israels Antwort

Meist überwiegen in deutschen und europäischen Medien Bilder von Operationen der israelischen Armee im Gazastreifen; man sieht Tote und Verletzte. Die ständigen Raketenangriffe auf Städte und Dörfer in Südisrael, die die Ursache bilden für den Kampf der israelischen Armee gegen die Abschussbasen und Waffenlager in palästinensischem Gebiet, werden bestenfalls am Rande erwähnt.

Bei alldem ist oft von einem "Kreislauf der Gewalt" die Rede, und weltweit rufen Politiker beide Seiten zum Ende der Gewalt auf. So wird eine Gleichsetzung von nacktem und bewusstem Terror auf der einen und legitimen Schutzmaßnahmen gegen ebendiesen auf der anderen Seite impliziert. Die Hamas und andere Terrororganisationen fassen dies als intrnationales Verständnis dafür auf, dass Terroristen auf der gleichen Stufe stehen wie ein souveräner Staat.

Israel ist eine Demokratie unter Beschuss. Tagtäglich sieht es sich einer terroristischen Bedrohung durch Extremisten ausgesetzt, die nach seiner Vernichtung trachten. Diese Extremisten zielen auf israelische Zivilisten. Sie folgen dabei einer Denkweise, die einem Todeskult um jeden Preis frönt. Israel bemüht sich, seine Angriffe nur auf terroristische Ziele zu richten und die Verletzung von Zivilisten auf ein Minimum zu begrenzen. Dies wird freilich dadurch erschwert, dass sich die Hamas mutwillig innerhalb der Zivilbevölkerung verschanzt und Frauen und Kinder medienwirksam ins Schussfeld drängt. Israel ist sich schmerzhaft bewusst, dass die Terroristen das internationale Recht krass verletzen. Dies entbindet es zwar nicht von seiner Verantwortung, rechtliche Grundsätze bei seiner Reaktion zu befolgen (wie es in der Tat geschieht); seine Anstrengungen in dieser Hinsicht sollten jedoch nicht die letzte Verantwortung derjenigen vermindern, die kaltschnäuzig und absichtlich die Zivilbevölkerung als Schutzschild vor Angriffen missbrauchen, die unvermeidlich aus ihrem eigenen Handeln resultieren.

Es gibt kein Patentrezept im Kampf gegen den Terror, aber es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung. Wie würde die deutsche Regierung handeln, wenn tagtäglich Raketen aus einem feindlichen Gebiet auf eine grenznahe Stadt - sagen wir einmal: Karlsruhe, Saarbrücken oder Frankfurt an der Oder - abgefeuert werden würden? Sie würde es auch nicht untätig akzeptieren.

Israel hält weiter an der Vision der zwei Staaten für zwei Völker fest. Solange aber der Terror weitergeht, wird Israel ihn bekämpfen. Wir haben keinerlei Verlangen danach, im Gazastreifen zu operieren; wir tun dies nur, weil wir keine andere Wahl haben. Wir haben den Gazastreifen nicht verlassen, um wieder dorthin zurückzukehren. Um es bildhaft auszudrücken: Nicht Israel hat den Finger am Abzug. Es ist die Hamas.

Der Autor ist stellvertretender Botschafter des Staates Israel in Deutschland
http://www.welt.de/welt_print/article1807724/Demokratie_unter_Beschuss.html (17.03.08)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 614 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 614 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 631 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

 

Dieser Newsletter mit Mitteilungen der israelischen Regierung und aus israelischen Medien wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin/ Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen oder Fragen richten Sie bitte an:

- An- und Abmeldung: http://newsletter.israel.de/

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