Dienstag, 24.06.2008
 
 
Wieder Raketen auf Südisrael
 

Während offiziell Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas herrscht, haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen heute wieder Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen.

Insgesamt landeten drei Raketen in Sderot und Umgebung, eine davon beschädigte die Struktur eines Hauses. Verletzt wurde dabei niemand, zwei Frauen mussten sich jedoch wegen Schocks behandeln lassen.



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Sarkozy: Atomarer Iran inakzeptabel
Olmert: Beziehungen zur Diaspora neu definieren

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(Bank of Israel, 24.06.08)



Die Hitze zieht noch einmal an.

Jerusalem: 20-30°C
Tel Aviv: 23-29°C
Haifa: 23-30°C
Be’er Sheva: 21-35°C
Ein Gedi: 28-40°C
Eilat: 27-41°C




[UEBERSCHRIFT1]
[INHALT1]
[UEBERSCHRIFT2]
[INHALT2]
 
 


Sarkozy: Atomarer Iran inakzeptabel

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat Israel am Montag in der Knesset seine Unterstützung gegen das iranische Atomprogramm zugesichert.

„Ich wiederhole hier in der klarsten Art und Weise: Was Frankreich angeht, ist ein atomarer Iran völlig inakzeptabel“, erklärte Sarkozy und unterstrich: „Frankreich ist Israels Freund und wird ihm immer zur Seite stehen, wenn seine Sicherheit oder Existenz bedroht werden.“ Diejenigen, die skandalös zur Zerstörung Israel aufrufen, werden Frankreich immer, immer, als Blockade auf ihrem Weg vorfinden.“

Gleichzeitig betonte der französische Staatschef jedoch: „Frankreich ist entschlossen, gemeinsam mit seinen Partnern eine Politik zu verfolgen, die graduell zu intensivierende Sanktionen mit Offenheit verbindet, für den Fall, dass der Iran sich entscheidet, seine internationalen Verpflichtungen zu respektieren.“

(The Jerusalem Post, 23.06.08)

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Olmert: Beziehungen zur Diaspora neu definieren

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Sonntag vor dem Direktorium der Jewish Agency zu einem grundlegenden Wandel im Verhältnis zwischen Israel und der Diaspora aufgerufen. Dabei hatte er vor allem den finanziellen Aspekt im Auge, wenn er betonte, dass die „Situation, in der Diasporajuden die Philanthropen sind und Israel der Empfänger, nicht andauern“ könne.

Olmert sagte weiter, dass die Diasporajuden Israel die vergangenen 60 Jahre über gefördert hätten und es in den kommenden sechs Jahrzehnten nun an Israel sei, das jüdische Volk zu fördern. „Israel und die Diasporajuden müssen vereint sein, nicht nur in früheren Erfolgen, sondern auch in der Bewahrung der Zukunft.“

Er erläuterte eine Reihe von Programmen und Projekten, die die Regierung plant, um junge Juden zum Besuch Israels zu ermuntern, Israelis zum Einsatz als Erzieher in jüdischen Schulen im Ausland auszusenden und israelische „Kulturhäuser“ auf der ganzen Welt einzurichten. Diese Projekte würden erheblich größere Investitionen als in der Vergangenheit erforderlich machen. Die israelische Regierung habe bis dato etwa 120 Millionen in derlei Initiativen investiert.

Der Ministerpräsident bemerkte dabei, dass die Jewish Agency grundsätzliche Änderungen an ihrer Organisationsstruktur vornehmen müsste. Er schlug vor, die Organisation von „Jewish Agency for Israel“ in „Agency for Israel and the Jewish People“ umzubenennen.

(Haaretz, 23.06.08)

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Wieder Raketen auf Südisrael

Während offiziell Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas herrscht, haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen heute wieder Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen. Insgesamt landeten drei Raketen in Sderot und Umgebung, eine davon beschädigte die Struktur eines Hauses. Verletzt wurde dabei niemand, zwei Frauen mussten sich jedoch wegen Schocks behandeln lassen.

Der Islamische Jihad hat die Verantwortung für den Beschuss übernommen.

Ministerpräsident Ehud Olmert bezeichnete die Raketenangriffe in einer ersten Reaktion als „eklatante und eindeutige Verletzung der Übereinkünfte, die als Teil der Waffenruhe erzielt wurden“.

(Yedioth Ahronot, 24.06.08)

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Was treibt Ahmadinejad an?

Von Jonathan Halevi und Ashley Perry

Der schiitische Iran strebt danach, die Position einer regionalen Supermacht zu erlangen, indem er eine wichtige Atommacht auf der internationalen Bühne wird. Der Iran fordert den Westen offen heraus, wenn er versucht, die Amerikaner und Briten aus dem Irak zu vertreiben und Hegemonie in der Golfregion zu erreichen, u. a. mittels seines in den letzten Jahren massiv vorangetriebenen Militärprogramms. Die iranische Führung spricht von einem „neuen Nahen Osten“ als Antwort auf den Westen und meint damit einen islamischen Nahen Osten, der von der Islamischen Revolution des Iran geprägt ist.

Die politischen Aspirationen des Iran werden von einem religiösen Eifer angetrieben. Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat wiederholt die „bevorstehende und offenkundige Liquidierung Israels“ beschworen, als Codewort für die messianische Inbrunst, die er mit seinem spirituellen Mentor, Ayatollah Mohammad Taghi Mesbah Yazdi, teilt, einem der radikaleren Ayatollahs, der  diplomatischen und militärischen Aktivismus vertritt, um die globale islamische Revolution voranzutreiben.

Der frühere Präsident Khatami, ein iranischer Reformer, hat Yazdi einmal als den „Theoretiker der Gewalt“ bezeichnet. 2006 erließ Yazdis führender Schüler, Mohsen Gharavian, eine Fatwa, die den Einsatz von Atomwaffen gegen andere Länder genehmigte. Dies steht im Widerspruch zu iranischen Diplomaten im Westen, die immer wieder sagen, dass Atomwaffen dem Islam zuwiderlaufen und daher nicht angestrebt werden sollen.

In einer Sprache, die an Ayatollah Khomeinis Fatwa gegen Salman Rushdie erinnert, bestimmte Ahmadinejads Mentor auch: „Wenn irgendjemand die Heiligkeit des Islam beleidigt, erlaubt der Islam, dass sein Blut vergossen wird, ohne dass rechtliche Verfahren notwendig wären.“

Gegenüber führenden Religionsgelehrten versuchte Ahmadinejad im November 2005 nicht seine wahren Motive und Absichten zurückzuhalten. Das grundlegende Ziel sei es, dem Mahdi, dem schiitischen Messias oder „entschwundenen Messias“ den Weg zu bereiten. Dabei betonte er, um dies zu erreichen, müsse der Iran ein islamisches Beispiel geben, eine starke Gesellschaft aufbauen und eine Regierungspolitik auf vielen Bereichen entwickeln, die sich um die Zielvision des Endes der Zeit mit der Ankunft des Mahdi bemüht.

Als Bürgermeister Teherans hat Ahmadinejad im Jahr 2004 offensichtlich heimlich die Stadtverwaltung angewiesen, eine große Allee für den Mahdi vorzubereiten. Ein Jahr darauf stellte er als Präsident 17 Millionen Dollar für eine blau-gekachelte Moschee in Jamkaran in Qum zur Verfügung, die eng mit dem Mahdi-Glauben (mahdaviat) verbunden ist. Er drängte auch zum Bau einer direkten Zuglinie zwischen Teheran und Jamkaran.

Der religiöse Eifer, der mit der Moschee verbunden ist, zeigt sich jeden Dienstag, wenn sich am für die Ankunft des Mahdi angesetzten Abend Tausende von Iranern am Schrein von Jamkaran tummeln. Sie schreiben Wünsche auf Zettel und werfen sie in einen Brunnen, in dem der Imam erschienen sein soll. Ahmadinejad hat einmal eine Liste der von ihm vorgeschlagenen Kabinettsmitglieder in einen nahe der Moschee gelegenen Brunnen geworfen, um – so wird erzählt – von der ihm zugeschriebenen göttlichen Verbindung zu profitieren.

Am meisten beunruhigt, dass Ahmadinejad offen den Glauben vertritt, seine Herrschaft sei der Vorbote des Mahdi. Seine Rede vor der UNO im Jahr 2006 in Anwesenheit vieler führender Politiker aus der ganzen Welt schloss er mit einem Gebet: „Oh mächtiger Gott, ich bete zu dir, das Erscheinen deines letzten Treuhänders zu beschleunigen, des Versprochenen, des perfekten und reinen menschlichen Wesens, desjenigen, der diese Welt mit Gerechtigkeit und Frieden erfüllen wird.“

Ein voriges Jahr im Libanon veröffentlichtes Buch mit dem Titel „Ahmadinejad und die nächste globale Revolution“ konzentriert sich auf Ahmadinejads schiitische Vision des Mahdi. Der Autor, Shadi Fakiya, stellt eine direkte Verbindung zwischen Ahmadinejad und dem Mahdi her. Fakiya behauptet, dass der gegenwärtige iranische Präsident der Beschreibung des Kommandanten der Mahdi-Truppen entspricht, die gemäß dem schiitschen Glauben Jerusalem befreiten.

Ahmadinejad wird als entschlossen und direkt von Allah geführt dargestellt und im Glauben daran, dass die „Armee der Befreiung Jerusalems“ durch den Irak ziehen wird, ähnlich wie Ayatollah Khomeini, der behauptete, dass die Straße nach Jerusalem durch Karbala (eine heilige schiitische Stadt im Irak) führe würde.

Ahmadinejads Entschlossenheit, Atomwaffen zu gelangen, wird auch als Zeichen messianischer Erlösung ausgelegt, wenn er und sein Umkreis die Auseinandersetzung mit der internationalen Gemeinschaft über die Verhinderung der Entwicklung von Nukleartechnologie als einen der Wege, dem Erscheinen des Mahdi den Weg zu bereiten, betrachten.

Wie im Christentum wird auch dem schiitischen Messias ein ‚Anti-Christ’ bzw. im schiitischen Glauben der ‚Dajjal’ vorangehen. Die muslimische Tradition sagt voraus, dass am „Ende der Zeiten“ der Dajjal und seine Armee damit drohen werden, den gesamten Globus zu übernehmen, wobei der größte Teil mittels militärischer Macht erobert und andere mit materiellem Wohlstand verführt werden sollen. Dann wird der Mahdi erscheinen, um den Dajjal zu zerstören und sodann nach dem Gesetz der Sharia die Welt zu regieren.

Wenn auch historisch wenig über die Identität des Dajjal bekannt ist, behaupten mehr und mehr schiitische Imame, dass die Juden der Dajjal und seine Anhänger sind. Diese extremistischen Imame und ihre Gefolgsleute verweisen auf die antisemitischen ‚Protokolle der Weisen von Zion’ als Beweis dafür, dass die Juden die Welt regieren und den Islam korrumpieren.

Bereits in den 70er Jahren schrieb Ayatollah Khomeini in seinem Vilayat-i Faqih, dass die Juden den Islam pervertieren und daher göttliche Rache verdienen würden.

Ahmadinejads Obsession mit Israel führt viele dazu, davon auszugehen, dass er glaubt, Israel sei das absolut Böse und passe in die Rolle des vermeintlichen Dajjal. Des iranischen Präsidenten andere Obsession, die Leugnung des Holocaust, fügt sich ebenso in den Glauben ein, dass der Dajjal die Welt mit seinen Lügen irrezuführen vermöge.

Gemäß der Fakiya ist das gegenwärtige Zeitalter das „Zeitalter der Offenbarung“, in dem verschiedene Anzeichen das Erscheinen des Mahdi verkünden: Zuerst wird es eine Zusammenkunft der Juden in Palästina geben; danach wird der schiitsche Mahdi erscheinen und die entscheidende Schlacht zur Vernichtung der Juden führen. Dem wird die Errichtung eines islamischen Staates als erste Phase des weltweiten Imam-Staats folgen. Ein wichtiges Element stellt dabei ein dem Iran gegenüber loyales Regime im Irak dar.

Die Schilderung des Khorasani in der schiitschen Vision des Zeitenendes ist kompatibel mit Irans spirituellem Führer, Ayatollah Ali Khamenai, dem Staatsoberhaupt des Iran.  Der Khoransani wird die Fackel dem Mahdi übergeben und dann zum obersten Muslim werden.

Die Beschreibung des Shuyeb bin Salah passt auf Ahmadinejad. Shuyeb, auch bekannt als al-Shabi al-Salah, ist die Figur, die nach der schiitischen Tradition die Armee des Mahdis führen wird, also der Kommandant der muslimischen Truppen. Shuyeb wird als sonnengebräunt und dünn beschrieben, mit einem kurzen Bart, aus Teheran stammend, entschlossen und kriegerisch. Man geht davon aus, dass Ahmadinejad sich selbst in dieser Rolle sieht, da er der historischen Beschreibung zu entsprechen scheint.

Oberstleutnant d. Res. Jonathan D. Halevi ist Senior Researcher of the Middle East and radical Islam am Jerusalem Center for Public Affairs.

Ashley Perry ist politischer Analytiker und hat u. a. für das Büro des Ministerpräsidenten gearbeitet.

(Yedioth Ahronot, 17.06.08)

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NASDAQ: Israel überholt China

Was die Zahl der an der NASDAQ gehandelten Unternehmen angeht, hat Israel nun China überholt. Insgesamt sind 75 israelische und weitere 30 mit Israel verbundene Firmen an der NASDAQ registriert. Damit ist Israel die ausländische Nation mit den meisten NASDAQ-Unternehmen.

Israelische Firmen werden jedoch nicht nur an der NASDAQ gehandelt, sondern repräsentieren auch die NASDAQ-Börse OMX in Israel.

(Haaretz, 24.06.08)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 713 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 713 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 729 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit bald zwei Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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