Mittwoch, 01.08.2007
 
 
Vor 60 Jahren – die Tragödie der ‚Exodus’
 
Heute Abend wird auf einer Veteranenfeier in Tel Aviv der 60. Jahrestag der Irrfahrt der ‚Exodus’ begangen. Das Flüchtlingsschiff wurde im Juli 1947 von den britischen Behörden auf dem Weg ins Land Israel gestoppt, um die Einwanderung der 4500 an Bord befindlichen jüdischen Flüchtlinge aus Europa zu verhindern. Nach einem verzweifelten Verteidigungskampf der Passagiere, bei dem zwei Immigranten ums Leben kamen, verfrachtete die britische Mandatsmacht die Flüchtlinge auf Schiffe, die sie nach Europa zurückbrachten.

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Zwischen Teheran und Jerusalem

„Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ – Ausstellung im Auswärtigen Amt

Heute Abend wird Staatsminister Gernot Erler im Lichthof des Auswärtigen Amts in Berlin eine Ausstellung mit dem Titel  „Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ eröffnen, die vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem konzipiert wurde.

 


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(Bank of Israel, 01.08.07)



Es soll etwas kühler werden.

Jerusalem: 20-31°C
Tel Aviv: 25-31°C
Haifa: 25-32°C
Be’er Sheva: 23-35°C
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Eilat: 28-41°C




[UEBERSCHRIFT1]
[INHALT1]
[UEBERSCHRIFT2]
[INHALT2]
Assad rasselt mit dem Säbel

Während der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert die Gemüter zu beruhigen sucht und erklärt, dass in diesem Sommer kein Krieg ausbrechen werde, zieht es sein syrischer ‚Kollege’ Bashar Assad vor, kriegerische Äußerungen von sich zu geben. Dies wird offenbar in einer Grußbotschaft an die Soldaten der syrischen Armee, die der Präsident zum 62. Jahrestag von deren Bestehen verfasst hat.

In seinem Schreiben warnt der syrische Staatspr...  weiter

 
 


Zwischen Teheran und Jerusalem

Von David Guvrin

Der letztwöchige Besuch der Außenminister von Ägypten und Jordanien als offizielle Repräsentanten der Arabischen Liga war ein historisches Ereignis. Dieser Besuch, der das erste Treffen mit Mitgliedern des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset beinhaltete, ist dazu angetan, die arabische Friedensinitiative voranzubringen und es beiden Seiten zu ermöglichen, sich in Richtung der Verwirklichung der Vision von zwei Staaten - einem israelischen und einem palästinensischen – zu bewegen, die in Frieden nebeneinander leben.

Die saudische Initiative, die 2001 bekannt gegeben und von den Mitgliedsstaaten der arabischen Liga bekräftigt wurde, ist die erste Friedensinitiative in der Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts, die die Staaten der Arabischen Liga vorgeschlagen haben. Bis zuletzt schien es, dass diese Initiative nicht zur Anwendung kommen würde, unter anderem weil Israel in ihr keine Basis für Verhandlungen erkannte. Nun kann es sein, dass sie in eine neue Ära eintritt, nachdem das arabische Kollektiv auf dem Gipfel von Riad erstmals einen Gesprächskanal mit Israel in Bezug auf die Initiative geschaffen hat.

Die zwei Außenminister besuchten Israel vor dem Hintergrund der Entstehung einer neuen geostrategischen Realität, die von einer wachsenden Involvierung des Iran in die Region gekennzeichnet ist. Wenige Wochen vor ihrem Besuch ergriff die Hamas die Macht über den Gaza-Streifen. Diese vom Iran unterstützte Machtergreifung wurde als ein weiteres Glied in der Kette der Erfolge radikal-islamistischer Elemente im Nahen Osten begriffen.

Die Herrschaft der Hamas im Gaza-Streifen stellt nicht nur Israel vor eine neue Herausforderung, sondern auch Jordanien und Ägypten. In diesen beiden Ländern fungieren die Organisationen der Muslim-Brüder, der Mutterbewegung der Hamas, als Opposition zum Regime. Die Aussicht, dass der Sieg der Hamas in Gaza die radikal-islamistischen Bewegungen in Jordanien und Ägypten, in den Golfstaaten und im Maghreb beflügeln kann, geht deren Herrschern nicht aus dem Sinn.

Die Furcht der gemäßigten arabischen Staaten vor einer Ausweitung des Einflusses des Iran mittels seiner Bundesgenossen in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), dem Irak und dem Libanon, schafft neuerdings eine Interessenidentität zwischen ihnen und Israel: die Sicherung der Stabilität und die Abwendung eines Bürgerkriegs in der PA sowie die Sicherung einer ethnischen Versöhnung und eines politischen Rahmens im Irak und im Libanon. Von hier zeichnen sich verschiedene operative Schritte ab, unter ihnen die Förderung politischer Initiativen, die die Stellung der gemäßigten Elemente und der ihnen zuzurechnenden zentristischen Regierungen und Sicherheitsapparate stärken.

Diese Entwicklungen vollziehen sich vor dem Hintergrund dessen, was als „kalter Krieg“ zwischen dem sunnitischen und dem shiitischen Lager in der arabischen Welt erscheint. Die Shiiten, die etwa 10-15 Prozent der Muslime innerhalb der arabischen Welt ausmachen, sehen in der Stärkung des Iran eine Gelegenheit, das Kräftegleichgewicht zwischen ihnen und der sunnitischen Mehrheit herauszufordern. Die Überführung des Irak unter die Kontrolle der Shiiten – zum ersten Mal in seiner Geschichte – stellt in ihren Augen einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer Veränderung des Gleichgewichts der gesamten Region dar. Die Übersetzung ihrer demographischen Mehrheit in eine signifikante politische Repräsentation innerhalb der libanesischen Regierung unter Fuad Seniora oder ersatzweise deren Sturz durch die Hisbollah und ihre Getreuen, passen gut zu dieser Strategie. Diese Aussicht besorgt die sunnitische Führung, vor allem Saudi-Arabien.

Gerade vor dem Hintergrund der Ausbreitung des islamischen Radikalismus in der Region sehen die sunnitischen Regime Israel mehr und mehr als Teil der Lösung und nicht als Teil des Problems. Dennoch scheint eine Kluft zu bestehen zwischen den arabischen Herrschern, die daran interessiert sind, - wenn auch ohne formale Anerkennung - regionale Initiativen mit Israel voran zu bringen, und der öffentlichen Meinung. Die muslimischen Kreise und die säkularen arabisch-nationalistischen Elemente schöpfen gleichermaßen Zuversicht aus dem Ausgang des Libanonkriegs, dem, was als Scheitern der USA im Irak begriffen wird, und der iranischen Politik der Resistenz gegen den Westen, und verfechten die Strategie des „Widerstands“ gegen Israel.

Gerade unter diesen Umständen häufen sich in der arabischen Welt die Stimmen gegen diese Schule des „Widerstands“, den Todeskult und die Kultur des Hasses, die sich in den Racheakten, Misshandlungen und der Erniedrigung widerspiegeln, die Hamas-Leute an Fatah-Leuten verübt haben. Die liberalen kreise in den arabischen Staaten verstehen gut, dass den radikalen Kräften nicht gestattet werden darf, die Tagesordnung und die Werte der arabischen Gesellschaft zu bestimmen. Es scheint, dass diese Kreise die Anerkennung und Unterstützung der westlichen Staaten und Israel erwarten, da nur ein gemeinsamer Kampf die Bedingungen für Verständigung, Versöhnung und Stabilität im Nahen Osten schaffen kann.

David Guvrin ist Leiter der Islam-Abteilung im israelischen Außenministerium.

(Ha’aretz, 31.07.07)

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Vor 60 Jahren – die Tragödie der ‚Exodus’

Heute Abend wird auf einer Veteranenfeier in Tel Aviv der 60. Jahrestag der Irrfahrt der ‚Exodus’ begangen. Das Flüchtlingsschiff wurde im Juli 1947 von den britischen Behörden auf dem Weg ins Land Israel gestoppt, um die Einwanderung der 4500 an Bord befindlichen jüdischen Flüchtlinge aus Europa zu verhindern. Nach einem verzweifelten Verteidigungskampf der Passagiere, bei dem zwei Immigranten ums Leben kamen, verfrachtete die britische Mandatsmacht die Flüchtlinge auf Schiffe, die sie nach Europa zurückbrachten. Nach einem Zwischenstopp vor der Küste Frankreichs, das ihnen die Einreise verweigerte, wurden die heimatlosen Flüchtlinge in DP-Lager nach Deutschland transportiert. Später ließen sich fast alle Passagiere des Schiffs in Israel nieder. Einige mussten sich mit der Einwanderung allerdings bis zur Staatsgründung im Mai 1948 gedulden.

Das dramatische Schicksal der ‚Exodus’ führte der Weltöffentlichkeit die dringende Notwendigkeit des jüdischen Staates vor Augen und beschleunigte dadurch das Ende der britischen Mandatsmacht.

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Tausende unterzeichnen Petition gegen britisches Boykottvorhaben

Mehr als zehntausend Akademiker haben eine Petition unterzeichnet, die aufs Schärfste den vor einigen Wochen beschlossenen antiisraelischen Boykottaufruf der britischen Dozentengewerkschaft UCU verurteilt. In der von der unabhängigen Organisation „Scholars for Peace in the Middle East“ (SPME) initiierten Petition heißt es u.a.: „Um unsere Solidarität mit unseren israelischen Kollegen zu zeigen, erklären wir, die Unterzeichneten, uns hiermit zu israelischen Akademikern zu Zwecken eines akademischen Boykotts. Wir werden uns als israelische Akademiker betrachten und die Teilnahme an jeder Aktivität verweigern, von der israelische Akademiker ausgeschlossen werden.“

Unter den Unterzeichneten sind bisher 32 Nobelpreisträger und 53 Universitätsrektoren, u.a. die der Stanford University, des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der University of California in Los Angeles (UCLA) und der John Hopkins University. Der renommierte Rechtsgelehrte Alan Dershowitz (Harvard University), der die Petition maßgeblich entworfen hat, erklärt: „Wenn die Gewerkschaft mit ihrem unmoralischen Aufruf fortfährt, wird dies die britischen Universitäten zerstören. Wir werden sie vom Rest der Welt isolieren.“

Die Petition und weitere Informationen finden sich unter dem folgenden Link: http://www.spme.net/cgi-bin/display_petitions.cgi?ID=9

(Ha’aretz, 31.07.07)

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Assad rasselt mit dem Säbel

Während der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert die Gemüter zu beruhigen sucht und erklärt, dass in diesem Sommer kein Krieg ausbrechen werde, zieht es sein syrischer ‚Kollege’ Bashar Assad vor, kriegerische Äußerungen von sich zu geben. Dies wird offenbar in einer Grußbotschaft an die Soldaten der syrischen Armee, die der Präsident zum 62. Jahrestag von deren Bestehen verfasst hat.

In seinem Schreiben warnt der syrische Staatspräsident die Feinde seines Landes mehr als implizit, dass sie nicht an deren militärischer Stärke zweifeln sollten: „Wir sind heute, dank unseres Volkes und unserer Armee, stärker als je zuvor und fähiger und entschlossener, an unseren nationalen Grundsätzen festzuhalten, ohne Beziehung zur Kontrolle dieser oder jener Seite über die internationale Entscheidung“, so Assad.“ Die Gewalt wird die Rechte der Völker nicht zunichte machen, sie werden nicht verjähren, und historische Tatsachen beweisen, dass der Wille der Völker stark ist und er es ist, der am Ende siegt.“

Des Weiteren verkündete er: „Die Ereignisse der letzten Jahre und die mit ihnen einhergehenden Entwicklungen haben bewiesen, dass Syrien sich nicht durch Druck beeinflussen lässt und dass es sich nicht vor Bedrohungen fürchtet, ebenso wenig wie es Verführungen erliegt, die die Gerechtigkeit und die Rechte verletzten. Die Rechte unserer Heimat und die Interessen unseres Volkes sind das Ziel und der Maßstab, sie stehen am Anfang und am Ende, und nur an ihnen richten wir unsere Bewegungen, Standpunkte und Entscheidungen aus.“

Konkret bezog er sich dabei auf die Golan-Höhen, die Syrien als „besetzt“ betrachte und nie aufgeben werde. Ein Frieden mit Israel sei nur im Austausch für die Übergabe des gesamten Golan möglich. „Unser Wille nach Frieden hat nie einen Verzicht auf unsere Rechte bedeutet. Syrien, als Führung, als Armee und als Volk wird nicht ruhen, bis der Golan voll und ganz bis zu den Grenzen des 4. Juni 1967 zurückgegeben sein wird“, so der Präsident, der gleichzeitig Oberbefehlshaber der syrischen Armee ist.

(Maariv, 01.08.07)

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„Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ – Ausstellung im Auswärtigen Amt


Heute Abend wird Staatsminister Gernot Erler im Lichthof des Auswärtigen Amts in Berlin eine Ausstellung mit dem Titel  „Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ eröffnen, die vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem konzipiert wurde.

Die Ausstellung wird im Anschuss in verschiedene deutsche Städte weiter wandern.

Weiter Informationen finden sich unter dem folgenden Link: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/AAmt/Ausstellungen/Antisemitismus-Ausstellung/Uebersicht.html

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 385 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 385 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 402 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.banim.org/en/German.html


Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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