Montag, 14.07.2008
 
 
Livni auf dem Mittelmeer-Gipfel
 

Foto: F. de la Mure/MAEE

Israels Außenministerin Tzipi Livni  hat am Sonntag auf dem Mittelmeer-Gipfel in Paris vor arabischen und europäischen Amtskollegen gesprochen. 

42 Regierungschefs waren in die französische Hauptstadt gereist, um die ‚Mittelmeerunion’ zu gründen.



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(Bank of Israel, 14.07.08)



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Tel Aviv baut mehr Kindergärten


Die Stadt Tel Aviv hat die Eröffnung von 27 neuen städtischen Kindergärten beschlossen.

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Tel Aviv baut mehr Kindergärten

Die Stadt Tel Aviv hat die Eröffnung von 27 neuen städtischen Kindergärten beschlossen. Wie Oberbürgermeister Ron Huldai mitteilte, sind bereits in diesem Jahr 23 zusätzliche städtische Kindergärten eröffnet worden. Damit beläuft sich ihre Zahl inzwischen auf 370. Innerhalb der vergangenen vier Jahre sind 2006 Kinder neu in das kommunale Kindergartensystem aufgenommen worden.

Erziehungsexperten, Eltern und Stadtbeamten zufolge sind die Gründe für den großen Zuwachs an Kindergartenkindern im Überwechseln von Kindern von teuren privaten in billigere öffentliche Kindergärten, im Zuzug junger Familien nach Tel Aviv und im natürlichen Wachstum zu suchen.

(Haaretz, 11.07.08)

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2500 Jahre alter Marmor-Diskus entdeckt

Ein Rettungsschimmer hat beim Tauchen im Mittelmeer einen antiken Marmor-Diskus entdeckt. Der Fund in dem archäologischen Areal von Yavne-Yam nahe dem Strand Palmahim wird auf das 5. bis 4. Jh. v. d. Z.  datiert.

Der weiße Diskus, der auf der einen Seite flach und auf der anderen Seite konvex ist, hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern. In der Mitte gibt es eine Perforation sowie die Überreste von zwei Kreisen, die um das Zentrum herum gemalt sind. Das Objekt wurde als Pupille eines Auges identifiziert, das den Bug eines antiken Kriegs- oder Frachtschiffs geschmückt hat. Bislang sind erst vier solcher Stücke im gesamten Mittelmeer gefunden worden.


Foto: IAA

Kobi Sharvit, der Leiter der Meeresabteilung der Israelischen Altertumsbehörde, kommentierte: „Wir wissen sowohl aufgrund von Zeichnungen auf Tongefäßen, Pithoi und antiken Münzen, als auch aufgrund von historischen Quellen aus dem 5. Jh., dass dieses Modell auf den Bugen von Schiffen sehr verbreitet war und dazu diente, vor dem bösen Blick und Neid zu schützen. Es war als Navigationshilfe gedacht und als Augenpaar, das voraus blickte und vor Gefahren warnte. Diese Dekoration ist auch heute noch auf modernen Booten in Portugal, Malta, Griechenland und im Fernen Osten verbreitet.“

Die einstmalige Hafenstadt Yavne-Yam – heute auf halbem Weg zwischen Ashdod und Tel Aviv - wurde erstmals in der mittleren Bronzezeit besiedelt und war bis zum Mittelalter bewohnt. Neben der Ausgrabungsstätte ist ein natürlicher Ankerplatz, der von einem Kurkar-Riff im Westen und zwei Kaps im Norden und Süden geschützt ist. Unzählige Fundstücke zeugen von der regen Handelaktivität des antiken Hafens.


Ausführliche Informationen über die Ausgrabungen in Yavne-Yam finden sich unter dem folgenden Link: http://www.tau.ac.il/~yavneyam/index.html

(Außenministerium des Staates Israel, 13.07.08)

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Livni auf dem Mittelmeer-Gipfel

Israels Außenministerin Tzipi Livni  hat am Sonntag auf dem Mittelmeer-Gipfel in Paris vor arabischen und europäischen Amtskollegen gesprochen.  42 Regierungschefs waren in die französische Hauptstadt gereist, um die ‚Mittelmeerunion’ zu gründen.

„Ich weiß, dass Konflikt für einige Teilnehmer dieser Konferenz als Hindernis auf dem Weg der Projektförderung betrachtet wird. Ich akzeptiere das nicht, und stimme dem nicht zu. Ein Treffen zwischen Personen zur Förderung der Zusammenarbeit bei anstehenden Herausforderungen trägt bei zur Fähigkeit politischer Führer, Entscheidungen zu treffen.

Ich blicke auf meine Nachbarn – nicht nur meine Nachbarn in diesem Saal, sondern auch meine Nachbarn in der Region -, und ich sehe vor allem anderen Menschen. Menschen, die eine Menge gemeinsam haben, die mehr gemeinsame Herausforderungen als Konflikte haben, und der einzige Weg, mit diesen Herausforderungen umzugehen, führt über die Zusammenarbeit.

Nehmen Sie den Völkern in der Region nicht die Fähigkeit zur Zusammenarbeit, und halten Sie sie nicht als Geiseln politischer Erwägungen.

Israel fördert den Friedensprozess mit seinen Nachbarn nicht, weil es dazu gezwungen ist, und nicht, weil am Ende Normalisierung stehen wird, sondern weil wir den Frieden um seiner selbst willen wollen. Frieden entspricht unserem Traum und unseren Werten.

Israel ist stolz auf das, was es bisher erreicht hat, und will zu jedem Projekt, das allen hilft, beitragen, ohne Einschränkungen, wer auch immer davon profitieren mag. Alle unsere Nachbarn sollten sich diese Ansicht zu Eigen machen, und auf diese Weise werden wir fähig sein, die Basis für einen Konsens zu schaffen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 13.07.08)


Bereits im Vorfeld der Veranstaltung haben Ägypten und die Arabische Liga betont, dass die ‚Mittelmeerunion’ keinen Rahmen für eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel darstellen werde. Dies stellte der Sprecher des ägyptischen Außenministeriums Saliman Ouad klar. Niemand könne die arabischen Staaten zu gemeinsamen Projekten mit Israel zwingen, der einzige Weg zu einer Normalisierung führe über den vollständigen Rückzug Israels von dem ‚1967 besetzten arabischen Boden’.

Auch der Generalsekretär der Arabischen Liga versicherte, die ‚Mittelmeerunion’ werde nicht als „Hintertür“ für die Normalisierung der Beziehungen mit Israel fungieren.

(Al-Ahram, 13.07.08)

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Gaza war nicht eingeladen

Von Zvi Bar’el

„Wir Araber haben es nicht geschafft, zwischen uns Einheit herzustellen, wie könnten wir also zu einer Einigkeit mit Schottland, Skandinavien oder Israel gelangen?“ Man muss zugeben, dass Muammar Gadhafi, der diese Worte vergangene Woche äußerte, über eine scharfe Urteilskraft verfügt. Seine Worte waren direkt gegen den Gipfel „Union für das Mittelmeer“ gerichtet, der am Sonntag mit großem Pomp in Paris zusammentreten ist.

Nicolas Sarkozys Vorzeigeprojekt hat bereits den Zorn von halb Europa – wegen der Sorge vor einer Spaltung der Union – und dem halben Nahen Osten – wegen der Teilnahme Israels - auf sich gezogen. In erster Linie richtet sich die Behauptung Gadhafis aber gegen die seiner Ansicht nach kolonialistische Einstellung, die Frankreich repräsentiert: Die Aufsplitterung von Teilen des Nahen Ostens und Teilen Afrikas, um einen Rahmen zu schaffen, der de facto von den europäischen Staaten bestimmt wird.

Der Ärger Gahdafis hat eine Basis. Der überzeugendste Beweis dafür ist ausgerechnet die Türkei. Die Türkei betrachtet den Gipfel als französisches Manöver, das darauf abzielt, ihren Beitritt zur Europäischen Union zu verhindern, und das nicht von ungefähr. Sarkozy ist der Bannerträger der Gegner des Beitritts eines großen, weitgehend in Asien gelegenen islamischen Staates mit großer Arbeitslosigkeit zum reichen christlichen Europa. Er versuchte auch eine Gesetzgebung zu initiieren, wonach die Bürger Frankreichs in einer Volksabstimmung über den Beitritt von Staaten zur Europäischen Union entscheiden sollten, in der Annahme, dass sie gegen die Aufnahme weiterer Muslime sein würden. Die kulturellen Gräben zwischen Europa und der Türkei, sagte er, seien der Grund dafür, dass ein Rahmen außerhalb der EU, der auch einige Araber in sich vereint, eher zur Türkei passen würde als eine volle Mitgliedschaft in der Union selbst.

Der Islam ist die Antithese der Demokratie, erklärt Frankreich selbstgerecht, und die islamischen Staaten sollten ihren Platz kennen. Und wer ist gleichwohl der Stützpfeiler der Demokratie in der Türkei? Wenn Sarkozys Außenminister Bernard Kouchner von der türkischen Armee spricht, bezeichnet er sie als „Kraft für die Demokratie in der Türkei und für die Trennung von Religion und Staat“. In der Türkei ist die Armee verantwortlich für den Schutz der säkularen Verfassung Atatürks, und die Tatsache, dass die türkische Armee bereits drei Militärputsche ausgeführt hat und nun hinter der Forderung steht, die Regierungspartei zu verbieten, stört Frankreich dabei nicht. Auch nicht die militärische Invasion der säkularen Türkei auf Zypern im Jahr 1974. Denn wenn der Eintritt des Islam nach Europa verhindert werden muss, darf man auch einige Seiten aus den Geschichtsbüchern ausreißen und beiseite legen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Türkei dem Mittelmeer-Gipfel sehr skeptisch gegenübersteht.

Nun wird ausgerechnet das antiislamische Frankreich als Freund der arabischen Staaten betrachtet. Sarkozy hat zwar wegen seiner Unterstützungsreden für Israel und anderen „Liebesbeweisen für die Zionisten“ Kritik in der arabischen Presse geerntet. Das aber hindert Bashar Assad nicht daran, in ihm einen wahren Freund zu sehen, Mubarak nicht, Paris zu besuchen, und den Libanon nicht, ihn als Bündnispartner anzunehmen. Religiöser Glaube und „kulturelle Gräben“ sind eine Sache, Interessen eine andere.

Die Rede ist nicht lediglich von Verträgen und Geld, die bekanntlich weder Farbe noch Geruch besitzen, sei es religiös oder national. Frankreich gilt als Freund der Araber, da Amerika der Freund Israel ist.  Der historische Kolonialismus Frankerichs wird jetzt ad acta gelegt, da der amerikanische Kolonialismus in der Region angekommen ist. Er hat den Irak und Afghanistan besetzt, und er hält die Hand Israels, das die Palästinenser einem Besatzungsregime unterwirft. Dieser Lesart nach ist Frankreich zwar nicht heilig – es fürchtete den Islam und seine Bürger betrachten die Araber als innere Bedrohung -, aber im Vergleich zu Washington ist Paris die reine Unschuld.

Dieser klaren Teilung – zwischen Israel und den Arabern, zwischen Amerika und Frankreich – droht nun „Gefahr“. Sarkozys Union für das Mittelmeer droht diese Gleichung zu zerstören, Israel einem Raum näher zu rücken, in dem die arabischen Staaten sich in außenpolitischer Hinsicht relativ sicher gefühlt haben. Von ihnen wird verlangt, Israels Hand zu schütteln, bevor es seine Probleme mit den Palästinensern, den Syrern und den Libanesen gelöst hat.  Sie sind in dem mediterranen Zirkel mit Israel gefangen, während der arabische Zirkel, zu dem sie mit weit größerer Macht gehören, von ihm bedroht wird.

Israel kann hingegen mit Befriedigung betonen, dass es ihm geglückt ist, noch einem Rahmen beizutreten, dem Araber angehören, dass Frankreich abermals ein enger Freund ist und seine außenpolitische Stellung nie besser war. Was Israel aber nach dem Ende des Gipfels erwartet, sind nicht Verträge zur Fischerei im Mittelmeer oder gemeinsame Seerettungsübungen. Gaza, Ramallah, die Golanhöhen, die Hisbollah und die Hamas werden nicht verschwinden, und sie waren bekanntlich nicht in den Präsidentenpalast Sarkozys geladen.

(Haaretz, 13.07.08)

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Mor warnt vor Euphorie

Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat sich am vergangenen Freitag in einem Interview zum aktuellen Stand des nahöstlichen Friedensprozesses geäußert. Der Diplomat redet darin einem nüchternen Realismus das Wort und warnt davor, bei der Kritik an Israel die Grenze zum Antisemitismus zu überschreiten.

„Man sollte realistisch sein, im Nahen Osten erst recht. Vor kurzem sprachen noch alle von neuen Friedensinitiativen und -chancen, nun hat uns das alte „Ping-Pong-Spiel“ wieder eingeholt. Raketen sind geflogen, und Israel musste reagieren, wieder wettert Teheran gegen Israel. Ich warne immer vor zu viel Euphorie in Nahost, denn damit wachsen auch die Enttäuschungen.”

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1879554

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Terror am Wochenende

Auch dieses Wochenende ist Israel nicht von palästinensischem Terror verschont geblieben.

In Jerusalem wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Grenzschützer und ein Polizist schwer bzw. mittelschwer verletzt, als ein unbekannter Attentäter am Löwentor das Feuer auf sie eröffnete. Der Täter flüchtete im Anschluss in Richtung eines nahe gelegenen Friedhofs, die herbeieilenden Sicherheitskräfte konnten ihn nicht fassen.

Es war dies bereits der zweite Anschlag in der israelischen Hauptstadt innerhalb von zehn Tagen. Avi Dichter, Israels Minister für Innere Sicherheit, sieht jedoch keinen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen. Es habe sich wohl abermals um einen Einzeltäter gehandelt.

Am Samstagmittag feuerten palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen erneut zwei Kassam-Raketen auf den westlichen Negev ab. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.

Zu einer zweiten Verletzung der gegenwärtigen Waffenruhe kam es am Sonntag, als zwei Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen abgefeuert wurden, die jedoch noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns landeten.

(Yedioth Ahronot, 12./13.07.08)

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Israel befürchtet Hisbollah-Anschlag

In Israel wächst die Sorge vor einem Terroranschlag der Hisbollah. Einschätzungen zufolge könnte die libanesische Terrororganisation die Vollendung des für diese Woche anberaumten Gefangenentauschs dazu nutzen, die ‚Spielregelen zu ändern’ und in diesem Sinne im Grenzgebiet aktiv zu werden. Äußerungen aus dem Umfeld der Hisbollah legen diese Vermutung nahe.

Die Schiitenmiliz sinnt nach dem Mord an ihrem Führungsmitglied Imad Mughniyeh im Februar dieses Jahres in Damaskus, dessen sie Israel beschuldigt, weiterhin auf Rache.

Die israelische Armee hat den Grad der Wachsamkeit an der Nordgrenze erhöht und bereitet sich zwei Jahre nach dem zweiten Libanonkrieg auf erneute Entführungs- und Infiltrierungsversuche der Hisbollah vor.

(The Jerusalem Post, 14.07.08)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 733 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 733 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 749 Tagen in den Gaza-Streifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit zwei Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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