Dienstag, 12.08.2008
 
 
Rettungsmaßnahmen für georgische Juden
 


Georgische Juden bei ihrer Ankunft in Tel Aviv (Foto: Jewish Agency)

In Jerusalem wurden gestern Rettungsmaßnahmen für die georgischen Juden besprochen. Die Evakuierung der etwa 250 bis 400 Israelis, die derzeit in Georgien weilen, ist bereits eingeleitet worden. Bisher ist keiner von ihnen durch die Kampfhandlungen zu Schaden gekommen.

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(Bank of Israel, 12.08.08)



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Ausgaben für Erziehungswesen höher als in OECD-Staaten


Die nationalen Ausgaben für das Erziehungswesen in Israel sind aktuellen Angaben des Zentralamts für Statistik zufolge im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 5% angestiegen. Insgesamt beliefen sie sich auf 56.2 Milliarden Shekel. Dies sind 8.5% des israelischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

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Die globale Reichweite der Hisbollah


Von Jonathan D. Halevi und Ashley Perry

Die Hisbollah ist integraler Bestandteil des islamischen Revolutionsregimes in Teheran...  weiter

Rakete in Sderot


Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben erneut eine Kassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert.

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Rettungsmaßnahmen für georgische Juden

In Jerusalem wurden gestern Rettungsmaßnahmen für die georgischen Juden besprochen. Die Evakuierung der etwa 250 bis 400 Israelis, die derzeit in Georgien weilen, ist bereits eingeleitet worden. Bisher ist keiner von ihnen durch die Kampfhandlungen zu Schaden gekommen.

Einwanderungsminister Eli Aflalo (Bild) traf sich am Montag mit dem Vorsitzenden der Jewish Agency, Zeev Bielski, und Vertretern des Außenministeriums, um die Lage der etwa 12 000 Juden  Georgiens zu diskutieren. Sie vereinbarten, dass die Repräsentanten der Jewish Agency alle georgischen Juden unterstützen sollen, die nach Israel ziehen wollen. Letztere werden ein Jahr länger als gewöhnlich die Sonderzuwendungen für Einwanderer wie Mietzuschüsse und Hebräisch-Unterricht erhalten.

Die Mehrzahl der georgischen Juden lebt in der Hauptstadt Tiflis und anderen Regionen, die bisher noch nicht von den Kämpfen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Von den 200 Juden, die im Krisengebiet leben, sind die meisten von der Jewish Agency lokalisiert worden; 50 von ihnen haben bereits ihren Wunsch nach Einwanderung nach Israel geäußert.

(Haaretz, 12.08.08)

Eine Erklärung von Zeev Bielski zu den Aktivitäten der Jewish Agency in Georgien findet sich unter dem folgenden Link:
http://www.jewishagency.org/JewishAgency/English/Home/About/
Chairman/Archive/2008/aug11.htm?variety=hp_text

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Ausgaben für Erziehungswesen höher als in OECD-Staaten

Die nationalen Ausgaben für das Erziehungswesen in Israel sind aktuellen Angaben des Zentralamts für Statistik zufolge im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 5% angestiegen. Insgesamt beliefen sie sich auf 56.2 Milliarden Shekel. Dies sind 8.5% des israelischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Laut Veröffentlichungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt der Anteil der Erziehungsausgaben am BIP in Israel damit höher als in allen OECD-Mitgliedsstaaten. In den USA bspw. beläuft sich der Anteil auf 7.4%, in Deutschland gar nur auf 5.1% (Angaben von 2004).

Die nationalen Ausgaben für das Erziehungswesen umfassen die laufenden Ausgaben für alle öffentlichen und privaten Erziehungseinrichtungen (von der Vorschule bis zur höheren Bildung), Privatunterricht,  Lehrbücher, Mobiliar u. ä.

(Haaretz, 12.08.08)

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Die globale Reichweite der Hisbollah

Von Jonathan D. Halevi und Ashley Perry

Bei dem Versuch, vor einem Angriff auf seine Nuklearanlagen abzuschrecken, ist das Säbelrasseln des Iran jüngst eskaliert. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat im vergangenen Monat damit gedroht, dass die iranische Armee ihren Feinden „die Hände abhacken“ würde, bevor deren Finger den Abzug berühren könnten. Während viele dies als einen Präventiv-Raketenschlag aus dem Iran interpretieren, gibt es eine sogar noch teuflischere Möglichkeit.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat Irans Stellvertreterin Hisbollah ihren Einfluss weit ausgedehnt. Bei seiner gewagten Politik gegenüber dem Westen hat der Iran viel von den beiden Golfkriegen nebenan gelernt. Anders als Saddam Hussein, dessen Drohung einer umfassenden Attacke gegen den Westen weitgehend rhetorisch war, folgt der Iran einer globalen Perspektive und betreibt eifrig den Aufbau terroristischer Netzwerke auf der ganzen Welt, die dann auf Befehl zur Tat schreiten können.

Die Hisbollah ist integraler Bestandteil des islamischen Revolutionsregimes in Teheran. Die führende religiöse Autorität des Iran hat Hassan Nasrallah den Titel des libanesischen „Repräsentanten“ verliehen und ihn dadurch zu einem essentiellen Teil der iranischen Revolution gemacht.

Die Hisbollah erhält jährlich Millionen von Dollars aus dem Iran. Nach dem zweiten Libanonkrieg erhielt sie noch mehr Gelder zur Kompensation ihrer militärischen und zivilen Verluste und für den Wiederaufbau der Schiitendörfer, die sie unterstützt hatten. Das iranische Kapital wird der Hisbollah von der al-Quds-Truppe der Revolutionswächter, dem iranischen Außenministerium und staatlichen Einrichtungen mit Niederlassungen im Libanon überwiesen.

Die relative Ruhe, die derzeit an der libanesisch-israelischen Grenze herrscht, darf nicht als Abkühlen des Enthusiasmus der Hisbollah missverstanden werden.  Vielmehr dient sie dazu, den Fokus der Hisbollah auf ihre beiden Hauptziele zu tarnen: die libanesische Verfassung zu ändern und eine größere schiitische Präsenz im libanesischen Parlament sicherzustellen, mit dem Blick auf eine eventuelle Machtübernahme im Libanon durch Ausnutzung des demokratischen Prozesses, um ihn dann in ein radikal-schiitisches islamisches Land wie den Iran zu verwandeln.

Dabei greift die Mission der Hisbollah jedoch weit über den Libanon hinaus. Innerhalb der arabischen Welt, selbst bei Sunniten, ist die Hisbollah sehr populär und ein wichtiger Faktor bei der Rekrutierung der Massen für den Heiligen Krieg (Jihad). Die Organisation ist denen behilflich, die ihre jeweilige Regierung ins Visier nehmen, durch die Schwächung der sunnitischen Opposition und die Schaffung einer strategischen Allianz mit allen Zweigen der Muslimbrüderschaft auf der Welt, auch in den palästinensischen Gebieten.

Diese Aktivitäten stehen mit dem 50-Jahresplan der iranischen Führung im Einklang, der Ende der 90er Jahre bekannt gegeben wurde. Laut eines iranischen Dokuments besteht der Plan darin, die Islamische Revolution durch Predigten, die Ermunterung schiitischer Emigration, den Immobilienerwerb, den Aufbau politischer Organisationen, die Infiltrierung der lokalen politischen Apparate und die Übernahme verschiedener Parlamente und Schaltzentralen politischer Macht in die Nachbarstaaten und darüber hinaus zu exportieren.

Fußspuren von Iran und Hisbollah findet man in verschiedenen afrikanischen und südamerikanischen Ländern. In Nigeria operiert die Hisbollah bspw. unter schiitischen Exillibanesen und der lokalen Bevölkerung. Der Führer der schiitischen Eingeborenen in Nigeria, Sheikh Zakzaky, hat einen Götzendienst für Hassan Nasrallah und die Führer des Iran ins Leben gerufen.

In Venezuela und anderen südamerikanischen Ländern betreibt die Hisbollah eine langjährige Kampagne zur schiitisch-islamischen Missionierung der eingeborenen Indianer. Teodoro Rafael Darnott, auch bekannt als „Kommandant Teodor“, hat kürzlich verkündet: „Wenn die Vereinigten Staaten den Iran, das einzige von Gott regierte Land, angreifen, werden wir in Lateinamerika zurückschlagen und selbst innerhalb der Vereinigten Staaten selbst. Wir haben die Mittel dazu, und wir wissen, was wir zu tun haben. Wir werden die Lieferung von Öl aus Lateinamerika in die USA sabotieren. Ihr seid gewarnt worden.“

Am 29. Juni hat die kuwaitische Tageszeitung al-Siasa berichtet, dass die Hisbollah junge Männer aus Venezuela in ihren Militärlagern im Südlibanon ausbildet, um sie für Attacken auf amerikanische Einrichtungen vorzubereiten. Außerdem haben Hisbollah und Iran geheime Zellen im Ausland für die Durchführung von Terroranschlägen aufgebaut. Solche Zellen waren für die Anschläge auf die israelische Botschaft und das jüdische Zentrum AMIA in Buenos Aires in den frühen 90er Jahren verantwortlich und ebenso für die Anschläge in Kuwait und Saudi-Arabien sowie die Anschlagsversuche in London und Thailand.

In der Zwischenzeit hat ABC berichtet, dass amerikanischen und kanadischen Nachrichtendiensten Informationen über Schläferzellen der Hisbollah in Kanada vorliegen, die Geheimdienstinformationen über israelische und jüdische Ziele in Ottawa und Toronto für mögliche Anschläge sammeln sollten.

Die Verästelungen des Einflussbereichs der Hisbollah sind es, die eine reale Bedrohung in vielen Ecken der Welt darstellen. Der Iran hat verstanden, dass er, um den Westen wirklich bedrohen und als Geisel halten zu können, eine vielschichtige Gefahr für die Bürger der westlichen Staaten und ihre Interessen schaffen muss. Das Netzwerk von Terrorzellen der Hisbollah dient genau diesem Zweck.

Die Regierung Großbritanniens ist weltweit eine der wenigen, die diese Bedrohung voll erkennt; vor kurzem hat sie den militärischen Flügel der Hisbollah für illegal erklärt. Es ist Zeit, dass mehr westliche Staaten es ihr gleichtun, wenn sie Irans Stellvertreter und Joker im Falle eines Angriffs auf das iranische Atomprogramm neutralisieren wollen.

Oberstleutnant d. Res. Jonathan D. Halevi ist Senior Researcher am Jerusalem Center for Public Affairs und früherer Berater des Planungsstabs des israelischen Außenministeriums.

Ashley Perry ist Redakteur am Jerusalem Center for Public Affairs.

(Yedioth Ahronot, 10.08.08)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.

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Rakete in Sderot

Am Montagnachmittag haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen erneut eine Kassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Die Rakete schlug unweit eines Kindergartens in der Kleinstadt Sderot ein. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.

Obgleich offiziell Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel herrscht, hat der Raketen- und Mörserbeschuss aus dem Gaza-Streifen nicht völlig aufgehört. Zuletzt war am Samstag eine Kassam-Rakete im westlichen Negev gelandet.

(Yedioth Ahornot, 11.08.08)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 776 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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