Montag, 22.09.2008
 
 
Peres nimmt Olmerts Rücktritt entgegen
 

Foto: GPO

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Sonntag Staatspräsident Shimon Peres sein Rücktrittsschreiben überreicht. Peres würdigte im Anschluss die „respektvolle Art und Weise“, in der er seine Amtsgewalt übergeben habe.

„Dies ist keine leichte Entscheidung, und ich bin überzeugt, dass dies kein leichter Abend für ihn ist.


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1 € - 5.0962 NIS (+1.613%)
1 CHF- 3.1898 NIS (+1.415%)
1 £ - 6.4372 NIS (+1.362%)
1 $ - 3.4860 NIS (-1.302%)

(Bank of Israel, 22.09.08)



Wieder sommerlich heiß.

Jerusalem: 18/31°C
Tel Aviv: 22/32°C
Haifa: 23/32°C
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Ein Gedi: 26/40°C
Eilat: 25/39°C




Irans Wirtschaft anfällig für Sanktionen


Die wirtschaftliche Lage des Iran macht das Land anfällig für Sanktionen.

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EuroBasket 2009: Vier israelische Trainer


Wie durch ein Wunder hat sich Israels Basketball-Nationalmannschaft für die  Europameisterschaft in Polen 2009 qualifiziert.

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Irans Wirtschaft anfällig für Sanktionen

Die wirtschaftliche Lage des Iran macht das Land anfällig für Sanktionen. Während sich die politische Führung darauf konzentriert, der internationalen Gemeinschaft die Stirn zu bieten, weicht sie der inneren Situation aus. Dabei wird die Mehrheit der Bevölkerung weitaus mehr von der wirtschaftlichen Notlage umgetrieben als von der Frage, ob und wann die Islamische Republik in den Besitz von Atomwaffen gelangt.

Der Außenhandel des Iran schrumpft weiter; die ausländischen Investoren flüchten das Land; die Inflation galoppiert; die Arbeitslosigkeit greift um sich; die Preise schnellen in die Höhe und reißen ein Loch in die Taschen der 70 Millionen Bürger.

Laut Angaben der iranischen Zentralbank hat die Inflation im August eine Rate von 27.6% erreicht, inoffizielle Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass sie mehr als 30% beträgt. Wenn die Preise für Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Reis, Milch und Brot nicht noch immer subventioniert werden würden, hätten sie sich bereits verdoppelt.

Eine vierköpfige Familie, die den Mindestlohn von etwa 215 $ im Monat verdient, muss beinahe 80% der Einnahmen für Nahrungsmittel ausgeben. Der iranischen Zeitung  Etemad zufolge haben sich die Nahrungsmittelausgaben einer solchen Familie im vergangenen Jahr von 90 auf 188 $ pro Monat verdoppelt.

Die Mehrheit der Iraner ist zwischen 15 und 30 Jahre alt. Viele tun sich schwer damit, Arbeit zu finden. Die Regierung beziffert die Arbeitslosigkeit mit 15%, die wirkliche Rate ist Schätzungen zufolge freilich doppelt so hoch. Mitunter scheint es, als ob die Jugendlichen im Iran mit einem Gefühl der Verzweiflung leben und sich mit der Lage ihres Landes abfinden. Andererseits wird jedoch möglicherweise eine weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Not sie dazu anspornen, auf eine Veränderung der Lage hinzuwirken, um ihre Zukunft abzusichern.

Wie es scheint, liegt die Fähigkeit, wirtschaftlichen Druck auf den Iran auszuüben – und damit vielleicht seine politische Lage zu verändern -, derzeit in den Händen der europäischen Staaten. Diese rufen Teheran einerseits dazu auf, einen Dialog mit der internationalen Gemeinschaft über sein Atomprogramm zu führen, während sie andererseits bis zum Hals in wirtschaftlichen Interessen im Iran stecken und jenen keine signifikanten Beschränkungen auferlegen, die Geschäfte mit dem Iran betreiben.

(Yedioth Ahronot, 19.09.08)

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EuroBasket 2009: Vier israelische Trainer

Wie durch ein Wunder hat sich Israels Basketball-Nationalmannschaft für die  Europameisterschaft in Polen 2009 qualifiziert. Die Spieler und ihr Trainer Zvi Sherf werden jedoch nicht die einzigen Israelis bei dem großen Sportereignis sein.

Außer dem israelischen Team werden noch drei weitere Mannschaften mit einem israelischen Trainer ins Feld ziehen: Polen mit Muli Katzurin, Russland mit David Blatt und Bulgarien mit Pini Gershon. Damit ist jeder vierte Trainer bei dem Turnier Israeli. So viele Israelis gab es bei einer Basketballmeisterschaft noch nie.

(Yedioth Ahronot, 20.09.08)

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Peres nimmt Olmerts Rücktritt entgegen

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Sonntag Staatspräsident Shimon Peres sein Rücktrittsschreiben überreicht. Peres würdigte im Anschluss die „respektvolle Art und Weise“, in der er seine Amtsgewalt übergeben habe.

„Dies ist keine leichte Entscheidung, und ich bin überzeugt, dass dies kein leichter Abend für ihn ist.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um dem Ministerpräsidenten für seinen Dienst an der Bevölkerung und dem Staat während vieler Jahre öffentlicher Tätigkeiten zu danken: als Bürgermeister von Jerusalem, als Regierungsminister und als Ministerpräsident Israels. Die Sicherheit des Staates Israel und die Wohlfahrt seiner Bürger standen im Zentrum seiner Handlungen als Ministerpräsident. Einige davon werden unbekannt bleiben.

Beginnend mit dem heutigen Abend habe ich – bevor ich das Land zur Vollversammlung der Vereinten Nationen verlasse - alle Fraktionen der Knesset zu Konsultationen geladen, um die Verantwortlichkeit für die Bildung der nächsten Regierung so bald wie möglich einem Mitglied der Knesset zu übertragen.

Der Staat Israel steht heute komplizierten nationalen, sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen gegenüber, was eine konstante Führung erforderlich macht.

Israel ist ein starkes Land und eine gefestigte Demokratie, und auch die Auswechslung des Ministerpräsidenten wird seiner Stärke, seiner Entschlossenheit zum Schutz seiner Bürger und seiner Verpflichtung gegenüber dem Frieden keinen Abbruch tun.“

(Außenministerium des Staates Israel, 21.09.08)

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Botschafter Ben-Zeev im Tagespiegel

Der Tagesspiegel hat in seiner heutigen Ausgabe ein persönlich gehaltenes Porträt von Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, veröffentlicht. Dessen „Talent als Friedensvermittler“ wird darin mit dem „Charme einer von innen lächelnden Persönlichkeit“ in Beziehung gesetzt.

Der Artikel findet sich unter dem folgenden Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Israel-Ben-Zeev-Diplomatie;art270,2619575

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Militärgeheimdienst: Iran auf dem Weg zur Atombombe

Der israelische Militärgeheimdienst (AMAN) verfolgt die Entwicklungen im Iran mit großer Sorge. Brigadegeneral Yossi Baidatz hat der Regierung in der allwöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag die aktuelle Lage erläutert. „Der Iran verfügt über die Technologie zur Urananreicherung und galoppiert auf die Atombombe zu“, lautet sein Fazit.

Baidatz wies darauf hin, dass die Kluft zwischen dem Fortschritt des Iran beim Bau der Atombombe und dem internationalen Druck zum Stopp dieses Prozesses immer größer werde. Die israelische Einschätzung, dass die Islamische Republik sich auf die Urananreicherung konzentriere, decke sich mit dem jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Der Iran verbessert derzeit das Zentrifugenaufgebot in seiner Anreicherungsanlage in der Wüstenstadt Kashan. Teheran hat bisher 4000 Zentrifugen in Betrieb genommen, die 60 Gramm von waffentauglichem Uf-6-Gas pro Stunde produzieren. Baidatz bemerkte, dass der Iran bereits über 480 Kg von auf niedriger Ebene angereichertem Uran verfüge – etwa ein Drittel bis die Hälfte von spaltbarem Material, das zum Bau einer einzelnen Atombombe vonnöten ist.

„Wir glauben, dass die Zeit bis zum Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, immer knapper wird“, sagte Baiditz. „Die internationale Front gegen den Iran ist schwach und nicht gefestigt und übt nicht genug Druck auf das Regime aus, damit dieses die Urananreicherung einstelle.

(Haaretz, 22.09.08)

Irans Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Sonntag (21.09.) bei einer Militärparade abermals Israel und die USA attackiert – die er als „Feinde der Menschheit“ bzw. „die globale Arroganz“ jedoch nicht bei ihrem Namen nennt  -  und ein Festhalten am atompolitischen Kurs verkündet.

„Die Feinde der Menschheit und die globale Arroganz haben gedacht, sie könnten militärische Angriffe und wirtschaftliche und wissenschaftliche Sanktionen dazu nutzen, unsere Revolution, unser Volk, die göttlich bestimmte Bewegung zu zermalmen und das Licht auszulöschen. Für mehr als 25 Jahre ist dies ihre Agenda gewesen. Sie haben geplant und investiert. In den letzten drei bis vier Jahren haben sie – da ihr bösartig-tückisches Ziel sie enttäuscht – alle ihnen zur Verfügung stehende Kraft mobilisiert, um das Entstehen eines kraftvollen und stolzen Iran zu verhindern.“

„Ihre 60 Jahre alten Institutionen haben angesichts unzähliger Fragen ihre Daseinsberechtigung verloren. Ihre militärischen, politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Ziele stehen ernsthaften Herausforderungen gegenüber. Selbstverständlich erleben sie all diese Rückschläge als Ergebnis der Weisheit, der Unabhängigkeit, der Ausdauer und des Glaubens der iranischen Nation und seiner listigen und mutigen Führung. Es ist nur natürlich, dass sie an Ketten nagen, Obszönitäten ausstoßen und alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel anwenden, um das leuchtende Gesicht des Iran zu trüben, das das Antlitz der Sonne ist. Sie sollten wissen, dass die iranische Nation nun resoluter, entschiedener und noch inbrünstiger ist, als sie am 22. September 1980 (dem Tag der irakischen Invasion in den Iran) war. Heute strömen die Lehren des Imam und des Führers durch das Leben der iranischen Nation und in den Ader der nachfolgenden Generationen. Heute hat die iranische Nation eine klarere Vision und Entschlossenheit.“

(Terrorgence, 22.09.08)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 820 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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