Mittwoch, 12.11.2008
 
 
Barkat siegt bei Bürgermeisterwahlen in Jerusalem
 

Jerusalem bekommt wieder einen säkularen Bürgermeister. Der unabhängige Kandidat Nir Barkat setzte sich bei den gestrigen Kommunalwahlen in der israelischen Hauptstadt mit 52% gegen seinen ultraorthodoxen Rivalen Meir Porush (Yahadut Hatorah) durch, der aber immerhin 43% der Stimmen erhielt.

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Jerusalem rasiert sich
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am 24.11. in Berlin


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1 € - 4.8869 NIS (+1.117%)
1 CHF- 3.2759 NIS (+1.556%)
1 £ - 5.9421 NIS (+0.625%)
1 $ - 3.8760 NIS (+2.107%)

(Bank of Israel, 12.11.08)



Herbstlich.

Jerusalem: 13/20°C
Tel Aviv: 16/24°C
Haifa: 16/24°C
Be’er Sheva: 12/26°C
Ein Gedi: 19/28°C
Eilat: 18/30°C




Neuer Raketentest im Iran


Im Iran ist eine neue Generation von Boden-Boden-Raketen getestet worden.

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Nasrallah droht Israel


Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hat abermals mit rhetorischem Gift gespritzt.

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Barkat siegt bei Bürgermeisterwahlen in Jerusalem

Jerusalem bekommt wieder einen säkularen Bürgermeister. Der unabhängige Kandidat Nir Barkat setzte sich bei den gestrigen Kommunalwahlen in der israelischen Hauptstadt mit 52% gegen seinen ultraorthodoxen Rivalen Meir Porush (Yahadut Hatorah) durch, der aber immerhin 43% der Stimmen erhielt. Der russische Milliardär Arcadi Gaydamak landete mit 3.6% weit abgeschlagen auf dem dritten Platz.

In Tel Aviv konnte der bisherige Amtsinhaber Ron Huldai seinen Posten verteidigen. Er gewann mit 50% gegen Dov Chenin (Hadash), auf den 34% der Wählerstimmen entfielen. In Haifa bleibt Bürgermeister Yonah Yahav im Amt.

Ingesamt war die Beteiligung an den landesweiten Kommunalwahlen gering. Bei Schließung der Wahllokale stand sie bei lediglich 40%.

(Haaretz, 12.11.08)

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Jerusalem rasiert sich

Von Shahar Ilan

Die Wähler Barkats haben gestern versucht, den Bewohners Israels und auch sich selbst die Botschaft zu übermitteln: Unsere Stadt hat keinen Bart. Noch nicht. Dies ist keine ultra-orthodoxe Stadt. Noch nicht. Denn mehr als alles andere gingen die Wahlen um das Image der Stadt, um ihr Gesicht, und die Bewohner Jerusalems haben eine Stadt gewählt, die sich rasiert.

Das Zünglein an der Waage bei den Wahlen in Jerusalem waren gerade die Nichtwähler, d. h. die Säkularen, die Traditionellen (Masortim) und die Religiösen, die bei den vorherigen Wahlen nicht ihre Stimme abgaben. Nir Barkat konnte im Kreis derer, die beim letzten Mal wählten, nicht siegen, da es unter ihnen nicht genug Nicht-Orthodoxe gab. Meir Porush konnte im Falle hinzukommender Wählermassen nicht gewinnen, da es unter ihnen dann zu wenig Orthodoxe gegeben hätte.

Porush versuchte, die Gleichgültigkeit der Jerusalemer zu bewahren, indem er sein Antlitz verbarg und das Bild eines netten orthodoxen Onkels verbreitete. Anscheinend hatten sie trotzdem Angst.

Der orthodoxe Bürgermeister Uri Lupolianski versicherte vor fünf Jahren, er wolle der Bürgermeister für alle sein, bildete jedoch eine von den Orthodoxen beherrschte Koalition und ließ Barkat außen vor. Im Laufe von fünf Jahren fühlten die Säkularen und auch die Nationalreligiösen, dass sie aus Sicht der Stadtverwaltung kein Teil dieser Stadt waren. Sie waren nicht bereit, die Versicherungen Porushs zu prüfen, gerade er werde der Bürgermeister aller sein; insbesondere da klar war, dass dies die letzte Gelegenheit für einen säkularen Bürgermeister sein würde.

Es ist klar, was in der Ära Barkat nicht in Jerusalem passieren wird: Es wird nicht zu einer Stadt ohne Pause werden, das Anwachsen der Orthodoxie wird nicht gestoppt werden, und es wird auch nicht viele neue Arbeitsplätze geben. Auf der anderen Seite muss sich die Linke nicht sorgen. Auch das Viertel in Anata wird nicht so schnell gebaut werden, und Barkat wird am Tempelberg nicht überflüssige Streitigkeiten mit dem Waqf beginnen. Denn derart sind die Wahlen in Jerusalem beschaffen. Sie beschäftigen sich mit vielen Fragen, auf die die Stadt fast keinen Einfluss hat.

Auch in der Ära Barkat werden die Orthodoxen wahrscheinlich Teil der Koalition bleiben, da es beinahe unmöglich ist, die Stadt ohne Yahadut Hatorah und Shas zu verwalten. Was wird sich also ändern in Jerusalem? Es wird wieder eine Stadt wie alle Städte werden. Eine Stadt, deren Bürgermeister sich nicht mit dem Rabbi Elishav bespricht, eine Stadt, deren Bürgermeister möchte, dass in ihr Sakuläre bleiben (auch wenn er in der Sache nicht viel ausrichten kann), eine Stadt, in der Kultur- und Jugendzentren nicht weniger wichtig sind als Synagogen. Dies ist nicht wenig. Und selbstverständlich werden die Bewohner des Großraums Tel Aviv (Gush Dan) den Jerusalemern in den kommenden Jahren nicht sagen können, dass Jerusalem bereits verloren ist.

(Haaretz, 12.11.08)

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Abbas hält am Friedensprozess fest

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, hat bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Außenministerin Tzipi Livni betont, dass die Friedensverhandlungen im Vorfeld der anstehenden Wahlen in Israel und des Amtsantritts des neuen US-Präsidenten Obama fortgesetzt würden, sowohl zwischen ihm selbst und Olmert und Livni als auch zwischen den beiden Verhandlungsteams.

(Al-Jazeera, 09.11.08)

Seinem Pressesprecher zufolge hat Abbas das Treffen des Nahost-Quartetts in Sharm el-Sheik von vergangener Woche als wichtig beurteilt. Er rief das Quartett zu verstärktem Engagement auf und unterstrich die Notwendigkeit eines baldigen Abkommens, das alle Kernfragen klären müsse.

(Wafa, 09.11.08)

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Neuer Raketentest im Iran

Im Iran ist eine neue Generation von Boden-Boden-Raketen getestet worden. Dies berichtete heute das staatliche Fernsehen der Islamischen Republik. Dem iranischen Verteidigungsminister Mohammad Najjar zufolge handelt es sich dabei um eine schelle Rakete namens Sejil, die von der iranischen Luftfahrtindustrie produziert worden sei.

Zwar teilte er weder mit, wann die Rakete getestet worden sei, noch was für eine reichweite sie besitze, doch erzählte er, die Rede sei von einer „Zwei-Stufen-Rakete mit zwei mit Festbrennstoff betriebenen Motoren“ und einer „höchst ungewöhnlichen Leistungskraft“.

Die iranische Armee hat in den vergangenen Monaten wiederholt Manöver abgehalten, was mit dem internationalen Konflikt über seine atomaren Ambitionen in Verbindung gebracht wird.

(Yedioth Ahronot, 12.11.08)

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Nasrallah droht Israel

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hat abermals mit rhetorischem Gift gespritzt. Auf einer Kundgebung anlässlich des ‚Tags des Märtyrers’ bezichtigte der Generalsekretär der schiitischen Terrororganisation Israel zahlreicher Spionageaktivitäten im Libanon und verkündete, dass „die israelischen Hände, die den Libanon angreifen, abhackt“ werden würden.

Im gleichen Atemzug verurteilte Nasrallah die interreligiöse UN-Konferenz unter Teilnahme Israels und rief die arabischen Staaten dazu auf, Präsident Shimon Peres aus der UNO zu vertreiben.

(Haaretz, 12.11.08)

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Touristenrekord in Tel Aviv

Während die globale Finanzkrise weltweit das Tourismusgeschäft in Mitleidenschaft zieht, scheint Tel Aviv davon unberührt zu bleiben. Wie nun mitgeteilt wurde, verbucht die israelische Küstenmetropole dieses Jahr sogar ein Rekordhoch an Touristenzahlen.

Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2000, in dem auch der damalige Papst Johannes Paul II Israel besuchte, ist die Zahl der Touristen in Tel Aviv 2008 bisher um 34% gestiegen. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt Urlauber aus Russland und Deutschland, die in immer größeren Scharen in die Stadt streben.

„Der Tourismus aus Deutschland wurde während des zweiten Libanonkriegs unterbrochen, aber in den vergangen Monaten ist ein erneuter Anstieg von Touristen aus diesem Land zu fühlen“, meint Eli Ziv vom Tel Aviver Hotelverband.

(Yedioth Ahronot, 11.11.08)

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Events
Koordinierungskonferenz deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus

Am 24. November findet im Centrum Judaicum (Großer Saal, Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin) von 14.00  Uhr bis 18.00 Uhr die Zweite Koordinierungskonferenz deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus statt.

Prof. Gert Weisskirchen wird ein Referat über den Stand der Bundestagsberatungen und gegebenenfalls zum Inhalt des neuen Bundesberichts zur Antisemitismusbekämpfung  sowie zum Verfahren seiner Erarbeitung unter Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen halten.

Grußworte werden u. a. der Botschafter des Staates Israel, Yoram Ben-Zeev, sowie die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Frau Lala Süsskind, Mitglied des Präsidiums des Zentralrats der Juden in Deutschland, sprechen. Prof. Dr. h.c. Arno Lustiger wird im Anschluss an die Grußworte einen Vortrag zu dem Thema „Antizionismus und Antisemitismus in unserer Zeit“ halten.

Wer teilnehmen möchte, möge dies möglichst bis zum 17. 11.2008 beim Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, Am Neuen Markt 8, 14467 Potsdam (Fax: 0331 2809450, E-Mail: moses@mmz.uni-potsdam.de) bestätigen.

Ausführliche Informationen: http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KA1208&Category=ka&Subcategory=20

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 871 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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