Mittwoch, 03.12.2008
 
 
NATO ratifiziert Kooperationsabkommen mit Israel
 

Tzipi Livni mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer (Foto: NATO)

Die NATO hat am Dienstag auf ihrem jährlichen Außenminister-treffen in Brüssel das Individuelle Kooperations-programm (ICP) mit Israel ratifiziert. Das Abkommen beinhaltet die Stärkung und den Ausbau der Arbeitsbeziehungen der Organisation mit Israel Im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik.

U. a. soll die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und nukleare Proliferation intensiviert werden.

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Israel: EU muss Beziehungen zu Syrien überdenken
Peres beklagt Terroropfer von Mumbai

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(Bank of Israel, 03.12.08)



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Raketenangriffe in Südisrael


Die Raketenangriffe palästinensischer Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf Südisrael sind heute abermals eskaliert. Bis zum Nachmittag gingen bereits vier Kassam-Raketen und 109 Mörsergranaten im Kreis Sha’ar Hanegev nieder. Zu Sach- oder gar Personenschaden kam es jedoch nicht.

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NATO ratifiziert Kooperationsabkommen mit Israel

Die NATO hat am Dienstag auf ihrem jährlichen Außenministertreffen in Brüssel das Individuelle Kooperationsprogramm (ICP) mit Israel ratifiziert. Das Abkommen beinhaltet die Stärkung und den Ausbau der Arbeitsbeziehungen der Organisation mit Israel Im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik.

U. a. sollen die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und nukleare Proliferation, sowie gemeinsame Manöver und der Austausch von Geheimdienstinformationen und Sicherheitsexpertise intensiviert werden.

Israels Außenministerin Tzipi Livni, die an dem Treffen teilnahm, kommentierte die Vertiefung der Kooperation wie folgt:

„Israels Verteidigungsfähigkeiten sind weltberühmt, und wir betrachten das Ankurbeln der Zusammenarbeit zwischen Israel und internationalen Sicherheitskörperschaften als strategisches Ziel, das zu Israels Stärke beiträgt. Die Beziehungen zwischen Israel und den NATO-Staaten sind von höchster Wichtigkeit, und die Umsetzung von gegenseitigen Einverständnissen in konkrete Sicherheitskooperation hat ernstzunehmende operative Implikationen.

Alle freien Nationen der Welt, die das Wesen der terroristischen Bedrohung verstehen, sehen die Notwendigkeit, eine vereinte Front gegen sie zu bilden. Israels Stellung in Bezug auf militärische Schlagkraft und Anti-Terror-Fähigkeiten wird von der ganzen Welt anerkannt und ist nun durch die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Israel und der NATO, die wir heute Morgen besiegelt haben, in treffender Weise deutlich geworden.

Das Abkommen ist ein praktischer Ausdruck der Werte und des Verantwortungsbewusstseins, dass die freien Nationen in Bezug auf die Erhaltung der Weltsicherheit teilen; es bezeichnet eine wirkliche Anerkennung von Israels besonderem Beitrag zum internationalen Kampf gegen Extremismus.“

(Außenministerium des Staates Israel, 03.12.08)

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Israel: EU muss Beziehungen zu Syrien überdenken

Israel hat die Europäische Union dazu aufgerufen, eine Normalisierung der Beziehungen zu Syrien nicht zu überstürzen. Hintergrund ist die Absicht der EU, am 14. Dezember ein Assoziationsabkommen zu paraphieren, das die Beziehungen zu Damaskus formalisieren soll. Damit würde Syrien in ein ähnliches Verhältnis zur EU gestellt werden wie andere Mittelmeerländer einschließlich Israels.

Im israelischen Außenministerium warnte Pressesprecher Yossi Levy davor, den Syrern ein Geschenk zu machen, „dass sie in diesem Stadium nicht verdienen“: „Es besteht eine unerträgliche Diskrepanz zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie tun“, so Levy. „Sie reden von Frieden und Ruhe, aber statten die Hisbollah mit Waffen aus, beherbergen in ihrer Hauptstadt die Hauptquartiere von Terrororganisationen und sind in verschiedene unheilvolle Aktivitäten im Nahen Osten verwickelt.“

Das europäisch-syrische Abkommen stand auch auf der Tagesordnung des Brüsselbesuchs von Außenministerin Livni im Rahmen des NATO-Ministertreffens. Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses des EU-Parlaments sah sie sich harschen Fragen zu Israels Politik im Gaza-Streifen und im Westjordanland ausgesetzt. Der Grüne Daniel Cohn-Bendit etwa fragte die Ministerin, ob sie es normal fände, dass palästinensische Kinder wegen Straßensperren einen 90minütigen Schulweg hätten. Sie antwortete, dass die palästinensischen Kinder womöglich einen langen Schulweg hätten, die Kinder in der israelischen Stadt Sderot und ihrer Umgebung aber manchmal überhaupt nicht zur Schule gehen könnten, da ihre Schulen und Kindergärten mit Raketen angegriffen würden.

(The Jerusalem Post, 03.12.08)

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Peres beklagt die Terroropfer von Mumbai

Israels Präsident Shimon Peres hat am Dienstag in Kfar Chabad bei der Beerdigung von Opfern des Terroranschlags auf das Chabad-Haus in Mumbai gesprochen. Dabei nahm er seinen Ausgang vom Schicksal des ermordeten Ehepaares Gavriel und Rivka Holtzberg und ihrem verwaisten Sohn Moishe und ging dann zu allgemeinen Aspekten über.

„Seit einigen Tagen bereits muss die ganze Welt auf die Fragen eines kleinen Kindes, Moishe, antworten, das fragt: ‚Wo ist meine Mutter?’. Wir alle müssen klar auf diese Frage antworten können, warum die Mutter des kleinen Moishe ermordet worden ist. Die Welt wird keine Ruhe haben und keine Welt der Ruhe und des Friedens, keine Welt der Gläubigen, keine Welt anständiger Menschen sein können, bis wir eine klare Antwort auf die Frage Moishes geben können.“


Moishe auf der Beerdigung seiner Eltern (Foto: Reuters)

„Wir müssen den Terror an seiner Wurzel ausreißen, ohne Zögern und ohne Ausflüchte. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, einen Staat wie den Iran zu akzeptieren, der ein Nest und einen Nährboden für den Terror darstellt und zur Zerstörung Israels, einem Mitglied der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen, aufruft. Wenn die  Welt nicht wie ein Mann mit einer starken, bedeutungsvollen Haltung auftreten kann, und wenn die Welt nicht einen Krieg der Boykotte gegen alle Orte, wo Geld ist zur Terrorfinanzierung, kämpfen wird, dann werden der Frieden und die Ruhe der Welt in Gefahr sein. Der Terror stellt eine Epidemie dar, die aufhören muss und die wir ausrotten müssen.

Wir, das jüdische Volk, haben Traurigkeit und Märtyrertum gekannt. Wir haben nie unsere Menschlichkeit verloren und nie Mord unterstützt. Der Terror ist nicht nur ein Problem für das jüdische Volk oder für den Staat Israel; er ist ein Problem und eine Gefahr für die ganze Welt. Von hier muss ein klarer Aufruf zum Stopp dieses Wahnsinns ausgehen, zum Stopp des Terrors und zu einer klaren Antwort an Moishe. Die Antwort an Moishe muss von der ganzen Welt gegeben werden, da wir andernfalls nicht in einer Welt von Frieden und Sicherheit werden leben können. Die Welt muss darauf antworten, warum eine wundervolle Frau wie Rivky ermordet wurde, warum ein heiliger Mann wie Gavriel ermordet wurde und warum Moishe als Waisenkind zurückbleibt.“

Die vollständige Rede findet sich in englischer Sprache unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Terrorism-+Obstacle+to+Peace/Palestinian+terror+since+
2000/Terror_attack_Mumbai_Chabad_House-Nov+2008.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 02.12.08)

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Raketenangriffe in Südisrael

Die Raketenangriffe palästinensischer Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf Südisrael sind heute abermals eskaliert. Bis zum Nachmittag gingen bereits vier Kassam-Raketen und 109 Mörsergranaten im Kreis Sha’ar Hanegev nieder. Zu Sach- oder gar Personenschaden kam es jedoch nicht.

Die Verantwortung für die Angriffe hat der Islamische Jihad übernommen.

Chaim Yalin von der Kreisverwaltung Eshkol klagt: „Es herrscht keine Waffenruhe; hier ist ein Zermürbungskrieg im Gange; ein Krieg, der seit acht Jahren läuft und nur schlimmer wird. Wir versuchen hier, unter ständigem Raketen- und Mörserfeuer die normale Alltagsroutine aufrechtzuerhalten.“

Gestern waren zwei Raketen im westlichen Negev eingeschlagen.

(Yedioth Ahronot, 03.12.08)

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Roter Davidstern erhält Gemälde von Matisse

Die israelische Rettungsorganisation Magen David Adom (Roter Davidstern) hat eine Spende der besonderen Art erhalten: ein Ölgemälde des berühmten französischen Malers Henri Matisse, das die Nazis einst einer deutsch-jüdischen Familie geraubt hatten.

Die Odyssee des Bildes „Le Mur Rose“ (1898) ist eine „wunderbare und in mancher Hinsicht Gänsehaut erregende Geschichte“, meint Stuart Glyn, der Vorsitzende der britischen Unterstützer von Magen David Adom, nachdem er das Bild von der französischen Kulturministerin Christine Albanel überreicht bekommen hatte.


Le Mure Rose

Das Gemälde gehörte ursprünglich dem deutsch-jüdischen Kunstsammler Harry Fuld aus Frankfurt, Nach seinem Tod im Jahr 1932 ging es an seinen Sohn über, der fünf Jahre später aus Deutschland fliehen musste; die große Familiensammlung wurde daraufhin von den Nazis beschlagnahmt, obwohl Fuld bereits ein Transportunternehmen mit der Ausfuhr beauftragt hatte. Danach geriet es in den Besitz des SS-Offiziers Kurt Gerstein, in dessen Tübinger Haus es 1948 von den französischen Besatzungsbehörden gefunden wurde. Es gelangte schließlich in das Pariser Museum für Moderne Kunst.

Harry Fuld jr. starb 1963 und vermachte seinen Besitz Gisela Martin, deren Rolle im Unklaren bleibt. Sie wiederum hinterließ das Erbe bei ihrem Tod im Jahr 1992  dem britischen Zweig von Magen David Adom. Stuart Glyn schätzt, dass das Bild „eine gute sechsstellige Summe“ wert ist.

(Yedioth Ahronot, 25.11.08)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 892 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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