Dienstag, 13.01.2009
 
 
Militäroperation in Gaza geht weiter
 

Foto: IDF

Am 18. Tag der israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen ist heute ein Offizier der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) bei einer Explosion schwer verletzt worden. Zwei Soldaten trugen leichte Verletzungen davon.


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Militäroperation in Gaza geht weiter

Am 18. Tag der israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen ist heute ein Offizier der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) bei einer Explosion schwer verletzt worden. Zwei Soldaten trugen leichte Verletzungen davon.

Einheiten der verschiedensten Waffengattungen haben auch über Nacht ihre Operationen gegen Ziele der Hamas im gesamten Gaza-Streifen fortgesetzt. Abermals hatten sich Mitglieder der Terrororganisation u. a. in Moscheen und Schulen verschanzt und von dort auf israelische Truppen geschossen. Nahe dem Sicherheitszaun im nördlichen Gaza-Streifen wurden zwei Tunnel ausgehoben, die zum Waffenschmuggel dienten.

Der Haaretz-Reporter Amos Harel, der israelische Truppen bei ihrem Einsatz begleiten konnte, berichtet von der großen Motivation der Soldaten. So sagte etwa Tomer, ein Angehöriger der Givati-Brigade aus Ra’anana: „Die Eltern machen sich Sorgen, aber wir fühlen, dass sie hinter ihren Kindern stehen. Jeder weiß, dass wir das Richtige tun.“

Gur Rosenblatt und Guy Ohaion, zwei Infanterieoffiziere der Reserve, betrachten ihren Einsatz als eine nationale Mission. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, Israels Abschreckungspotential wieder herzustellen.“ Die Soldaten seien bestens auf diese Mission vorbereitet worden.

(Haaretz, 13.01.09)

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Humanitäre Hilfe für Gaza

Am gestrigen Montag sind 3129 Tonnen mit humanitären Hilfsgütern von Israel in den Gaza-Streifen transferiert worden. Diese bislang größte Lieferung seit Beginn der Militäroperation enthielt Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Equipment. Insgesamt passierten 120 Lastwagen mit Hilfstransporten die Übergänge Kerem Shalom und Karni.

Zusätzlich flossen 27 Tonnen Getreide und Tierfutter über das Förderfließband in Karni in den Gaza-Streifen. Seit Beginn der Militäroperation sind 926 Lastwagen mit 22 046 Tonnen Hilfsgütern in den Gaza-Streifen gefahren.

Am heutigen Dienstag werden voraussichtlich 100 bis 150 Lastwagen den Übergang Kerem Shalom passieren


Unter dem folgenden Link lassen sich die Vorgänge am Übergang Kerem Shalom live verfolgen: http://w3.castup.net/castup/Kerem-Shalom/

Unter dem folgenden Link gibt es einen kleinen Kurzfilm: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ai=58&ar=humanitarian120109V&ak=null

(Außenministerium des Staates Israel, 12/13.01.09)


Zu der Behauptung, dass sie am 08.01. Lastwagen der UN-Hilfsorganisation UNRWA beschossen hätten, teilen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) mit:

„In Bezug auf gestern aufgestellte Behauptungen, wonach eine ZAHAL-Einheit einen UN-Lastwagen beschossen haben soll, hat eine Untersuchung von ZAHAL ergeben, dass die israelischen Truppen nicht auf den Lastwagen geschossen haben. Im Gegenteil dazu möchten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte betonen, dass die bei dem Vorfall Verwundeten vom Roten Kreuz evakuiert und später zur ärztlichen Behandlung nach Israel gebracht wurden.“

(Außenministerium des Staates Israel, 12.01.09)

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Raketenangriffe auf Israel

Bis zum frühen Nachmittag haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen mindestens elf Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert. In Ashkelon schlug eine Rakete in einem Erziehungsinstitut ein.

Neben den Raketen landeten auch zahlreiche Mörsergranaten auf israelischem Territorium.


(Yedioth Ahronot, 13.01.09)

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Stellungnahmen und Kommentare
Israel weist UN-Menschenrechtsratsresolution zurück

Israel hat die gestrige Resolution des UN-Menschenrechtsrats, in der dieser die Militäroperation in Gaza verurteilt, als irrelevant und einseitig zurückgewiesen. Auch kein westliches oder demokratisches Land unterstützte die Resolution.

Die Resolution enthält Elemente, die für Israel völlig inakzeptabel sind. Sie ignoriert den Terrorismus, der gegen Israel ausgeübt wird, die Verantwortung der Hamas für die Geschehnisse, die Tatsache, dass israelische Bürger seit Jahren dem Raketen- und Mörserfeuer von Seiten der Hamas und anderer Terrororganisationen ausgesetzt sind, den gegen das internationale Recht verstoßenden Missbrauch von Zivilisten als menschliche Schutzschilde durch die Hamas und ihre absolute Unwilligkeit, dem politischen Prozess und den wahren Interessen von Israelis und Palästinensern gleichermaßen Folge zu leisten.

Weitere Informationen hierzu: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/MFA+
Spokesman/2009/Spokesman+statements/
Israel_rejects_resolution_UN_Human_Rights_Council_12-Jan-2009.htm

Der UN-Botschafter Israels in Genf, Aharon Leshno-Yaar, hat sich vor der Sondersitzung des Menschenrechtsrats am Montag direkt an die palästinensische Delegation gewandt:

„Ich würde gerne meinen palästinensischen Kollegen fragen: Habt ihr nichts aus der 60jährigen Geschichte des Konflikts gelernt? Habt ihr irgendwelche Schlüsse gezogen? Gibt es irgendwelche Lektionen für euch? Stecken wir in der Realität von 1948 fest?

Begreift ihr nicht endlich, dass es in der wirklichen Welt - nicht der Traumwelt dieses Rates - keinen sinnvollen Konsens ohne Israel geben kann?“

Die vollständige Rede gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/MFA+Spokesman/
2009/Spokesman+statements/
Israel_rejects_resolution_UN_Human_Rights_Council_12-Jan-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 12.01.09)


Livni besorgt über Antisemitismus

Israels Außenministerin Tzipi Livni hat die Beunruhigung Israels angesichts der gegenwärtigen Welle antisemitischer Übergriffe in verschiedenen Teilen der Welt zum Ausdruck gebracht.

„Mit großer Sorge und Abscheu haben wir unzählige Berichte über physische, moralische, verbale und andere Manifestationen antisemitischer Attacken gegen Juden und Israelis in vielen Teilen der Welt erhalten. U. a. kam es zu physischen Übergriffen, Gewalt und Missbrauch gegenüber Juden, zur Schändung von Friedhöfen und Synagogen, antisemitischer Hetze auf pro-palästinensischen Demonstrationen und antisemitischen Graffitis an jüdischem Eigentum. Auch Karikaturen, Kommentare und Presseberichte erinnern an jene, die in den dunkelsten Tagen des frühen 20. Jahrhunderts in gewissen Ländern erschienen. Israel und das jüdische Volk sind entsetzt über die Ausdrücke von Hetze, Hass und krassem Extremismus.“

Die vollständige Erklärung findet sich unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/MFA+Spokesman/
2009/Spokesman+statements/Israel-expresses-concern-about-Antisemitism-12-Jan-2008.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 12.01.09)


Mor: Proteste in Europa sind unfair

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat im Interview mit der Zeitung Der Sonntag in Freiburg die gegenwärtige israelische Militäroperation im Gaza-Streifen gerechtfertigt und dabei auch seinen Eindruck der Proteste in Europa gegen eben diese geschildert.

„Ich betrachte sie als unfair. Gegen Israel zu demonstrieren, während wir das Recht auf Israel ausüben – das ist für mich eine Enttäuschung. In Europa gibt es ein grundsätzliches Missverständnis: Es kann nicht sein, dass wenn wir gegen Terroristen vorgehen, man von Israel verlangt, nicht reagieren zu dürfen. Für uns ist diese Haltung aber nicht neu. Als Anfang der 90er Jahre während des ersten Golfkriegs 42 irakische Langstreckenraketen auf Israel niederprasselten, saß ich mit meinen zwei kleinen Kindern im Schutzbunker – und in Europa wurde gegen Israel demonstriert. Israel ist gezwungen, militärisch zu reagieren. Meinen sie, es macht uns Spaß, gegen Palästinenser zu kämpfen, überhaupt zu kämpfen?“

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/153009.pdf


(Der Sonntag in Freiburg, 11.01.09)

Gazas wahre ‚Unverhältnismäßigkeit’

Der in Kuba geborene spanische Autor Carlos Alberto Montaner hat sich im Diskussionsforum der Washington Post gegen die internationale Kritik an der vermeintlichen ‚Unverhältnismäßigkeit’ von Israels Militäroperation im Gaza-Streifen gewandt.

Sein Artikel findet sich hier: http://newsweek.washingtonpost.com/postglobal/carlos_alberto_montaner/
2009/01/gazas_true_disproportion.html

(The Washington Post, 12.01.09)

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Reaktionen aus Deutschland

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Ulm/Neu-Ulm hat in einer Presseerklärung gefordert, dass die Hamas dem Terror gegen Israel ein Ende setzen müsse und es an der internationalen Gemeinschaft sei, die Lieferungen von Waffen, Munition und Sprengstoff an die Hamas zu unterbinden.

In einer Presseerklärung hat sich auch die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs an die Seite Israels gestellt und die Militäroperation im Gaza-Streifen unterstützt.

In einem offenen Brief an die Islamische Religionsgemeinschaft in Bremen kritisiert das Präsidium der Jüdischen Gemeinde Bremen den Missbrauch der islamistischen Propaganda:

„(…) Indem Sie sich bei den Aufrufen zu den Protestaktionen die propagandistischen Fälschungen und Unwahrheiten der Hamas zu eigen machen und medienwirksam verbreiten, gefährden Sie den Frieden in unserer Stadt. So haben Sie zwei Fotos, die zu den Klassikern der antiisraelischen Lügenpropaganda gehören, für die Herstellung der Plakate am 3.1.2009 verwendet. Auf dem einen werden Kinder gezeigt, die in großer Angst einen israelischen Soldaten anblicken. Das ist aber nur ein Fragment. Das komplette Foto zeigt, dass dieser Soldat diese Kinder vor der terroristischen Gefahr schützt. Auf dem anderen Foto werden Kinderleichen beweint, die vor Jahren von der Hisbollah von überall her zusammengetragen wurden, um ein angebliches Massaker zu inszenieren. Dieses Foto wird von Ihnen als aktuelles und wahres Abbild ausgegeben.
In der für den 9.1.2009 geplanten Aktion auf dem Bremer Marktplatz wollen Sie alle Opfer des Krieges auf der palästinensischen Seite als zivile Opfer sehen. In Ihrer Darstellung gibt es keine Terroristen, keine Charta der Hamas mit ihrem Hauptziel – Vernichtung des Staates Israel, keine Tausenden von Raketen, die vom Gazastreifen aus auf die zivile Bevölkerung Israels abgeschossen wurden, keine unmittelbare Bedrohung für Millionen Israelis, keine israelischen Opfer. (…) Sie (…) lassen sich instrumentalisieren von der islamistischen Propaganda des Terrors. Sie benutzen Trauer und das Elend der Palästinenser. Sie geraten gefährlich nah an die Grenze, die Toten zu missbrauchen und Antisemitismus zu schüren.

Zusätzlich zu den schrecklichen Bildern, die die Kriegsrealität tragischerweise schafft, wollen Sie neue Bilder medienwirksam erschaffen. Ihre Aktion steht einer Völkerverständigung entgegen. Sie stellt die Verbundenheit zu Deutschland, zur deutschen Gesellschaft und Geschichte in Frage. Sie verlässt den Rahmen des interkulturellen und interreligiösen Dialogs.

Wir erwarten selbstverständlich nicht, dass Sie unsere Sicht auf die momentanen Kriegshandlungen im Nahen Osten teilen. Wir verstehen sogar Ihre starke Betroffenheit. Doch wir bedauern zutiefst, dass Sie die von Ihnen unbedachten Folgen Ihrer Aktion nicht berücksichtigen und somit die verantwortungsvolle Beteiligung am sozialen Frieden in der Stadt aus den Augen zu verlieren scheinen.“


Fotos zu den Israel-Solidaritätsdemonstrationen in Berlin, München und Frankfurt/Main vom Wochenende:

Fotos aus Berlin: www.derberliton.de
Fotos aus München: http://www.il-israel.org/demo2009
Fotos aus Frankfurt: http://www.honestlyconcerned.info

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 933 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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