Mittwoch, 22.08.2007
 
 
Arabische Staaten treiben Atomprojekte voran
 

Mehrere arabische Staaten haben in den letzten Monaten ihre Atomprogramme angekurbelt. Experten sehen darin eine Reaktion auf das aggressive Bestreben des Iran, sich Atomwaffen zu beschaffen.

Während die betreffenden Staaten - Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Marokko, Libyen und der Jemen – durchweg behaupten, dass sie die Entwicklung von Nukleartechnologie für friedliche Zwecke betreiben, weisen Analysen darauf hin, dass einige von ihnen über reiche Ölvorkommen und damit kostengünstige Energiequellen verfügen und somit die kostenaufwendige Erschließung von Atomenergie überflüssig wäre. Abgesehen davon können auf der Grundlage friedlicher Nukleartechnologie leicht Atomwaffenprojekte aufgebaut werden.
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Yad Vashem erhält Dokumente des NS-Opferarchivs in Bad Arolsen

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(Bank of Israel, 22.08.07)



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Fatah und Hamas - Kein Dialog in Sicht


„Wir lehnen alles, was die Hamas getan hat, grundsätzlich ab und betrachten es als Verbrechen gegen das palästinensische Volk. Es wird keinerle...  weiter

 
 


Yad Vashem erhält Dokumente des NS-Opferarchivs in Bad Arolsen

Die Jerusalemer Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem hat vorgestern 12 Millionen Dokumente von dem NS-Opferarchiv des Roten Kreuzes in Bad Arolsen erhalten. Die Dokumente beinhalten Listen, die die Nazis in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau und Groß-Rosen angelegt haben.

Avner Shalev, der Vorsitzende von Yad Vashem, verspricht sich von dem neuen Quellenmaterial Aufklärung über die Identität hunderttausender Juden, die während der Shoa ermordet wurden: „Dem jüdischen Volk fehlen insgesamt etwa drei Millionen Namen von Ermordeten. Ich bin mir sicher, dass wir nun einen Teil davon und sogar weitere Einzelheiten herausfinden können.“

Das Archiv in Bad Arolsen enthält Informationen über ca. 17.5 Millionen Menschen. Über 60 Jahre hinweg war es unter Verschluss. Im Mai letzten Jahres haben sich die elf Mitgliedsstaaten des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes dazu entschlossen, es zu öffnen.

(Maariv, 22.08.07)

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Fatah und Hamas - Kein Dialog in Sicht (II)

„Wir lehnen alles, was die Hamas getan hat, grundsätzlich ab und betrachten es als Verbrechen gegen das palästinensische Volk. Es wird keinerlei Dialog mit der Hamas geben, trotz des Drucks, der auf mich ausgeübt wird. Es ist jedoch unsere Pflicht, Gaza nicht im Stich zu lassen und daher werden wir uns weiterhin um seine vitalen Interessen kümmern.“

„Sie (der Gaza-Streifen und das Westjordanland) werden wieder vereint werden. Wir werden auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene dafür kämpfen, dass die von der Hamas geschaffene Teilung rückgängig gemacht wird.“

(Mahmoud Abbas im staatlichen italienischen Fernsehen, 10.07.07)

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Arabische Staaten treiben Atomprojekte voran

Mehrere arabische Staaten haben in den letzten Monaten ihre Atomprogramme angekurbelt. Experten sehen darin eine Reaktion auf das aggressive Bestreben des Iran, sich Atomwaffen zu beschaffen.

Während die betreffenden Staaten - Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Marokko, Libyen und der Jemen – durchweg behaupten, dass sie die Entwicklung von Nukleartechnologie für friedliche Zwecke betreiben, weisen Analysen darauf hin, dass einige von ihnen über reiche Ölvorkommen und damit kostengünstige Energiequellen verfügen und somit die kostenaufwendige Erschließung von Atomenergie überflüssig wäre. Abgesehen davon können auf der Grundlage friedlicher Nukleartechnologie leicht Atomwaffenprojekte aufgebaut werden.

Die folgenden Entwicklungen bringen den atomaren Trend in der Region beispielhaft zum Ausdruck:

- Der jemenitische Energieminister hat Anfang dieser Woche die Absicht seines Landes mitgeteilt, seinen ersten Atomreaktor für friedliche Zwecke erwerben zu wollen.

- Der jordanische Außenminister äußerte im vergangenen Monat gegenüber der Ha’aretz, dass sein Land ein gemäß den Richtlinien der Internationalen Atomenergiebehörde transparentes Programm zur Gewinnung von Kernenergie betreibe.

- Ägypten hat bereits im letzten Jahr verkündet, sein Atomprogramm wiederaufnehmen zu wollen, jedoch hinsichtlich der Details einen zweideutigen Standpunkt beibehalten.

- Auf dem Gipfel im saudi-arabischen Riad im Dezember 2006 hat der Kooperationsrat der Golfstaaten seine Absicht erklärt, die gemeinsame Forschung zur friedlichen Verwendung von Uran voranzutreiben.

- Die Vereinigten Arabischen Emirate haben im letzten Monat erklärt, ein bereits 1980 geschlossenes und dann wieder eingefrorenes Abkommen mit Frankreich über die Errichtung eines Atomreaktors zu erneuern. Staatsoberhaupt Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan hat darüber im Juli in Paris mit dem französischen Präsidenten Sarkozy verhandelt.

- Algerien hat mit den USA und Russland Abkommen zur Erntwicklung eines Atomprogramms unterzeichnet und unterhält in dieser Angelegenheit Kontakte mit Frankreich.

- Libyen hat mit Frankreich ein Abkommen über die Errichtung einer Meerwasserentsalzungsanlage geschlossen, dass auf Atomenergie basiert.

(Ha’aretz, 22.08.07)

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Eine Gefahr für die ganze Welt

Von Reuven Pedatzur

Das Interesse der Staaten im Nahen Osten an Atomprogrammen rührt von der Furcht vor der nuklearen Aufrüstung des Iran her. Eine iranische Atombombe wird die Entwicklung von Kernwaffen in einer Vielzahl von – nicht nur arabischen – Staaten in der Region beschleunigen.

Der ernsthafteste Kandidat zum Eintritt in den nuklearen Rüstungswettlauf ist die Türkei. Ankara sieht in einem nuklearen Iran einen gefährlichen Rivalen, der auf Kosten der Türkei eine regionale Hegemonie anstrebt und dabei ihre vitalen Interessen verletzt. Auch Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Marokko und womöglich selbst Jordanien werden versuchen, Atomwaffen zu entwickeln. Viele glauben nicht an den dringenden „Bedarf“ an Kernenergie, den sie 60 Jahre nach der ersten Atombombe plötzlich anmelden, obwohl sie über enorme Ölvorkommen verfügen.

Das Problem liegt darin, das der Atomwaffensperrvertrag (Treaty on the Non-proliferation of Nuclear Weapons, NPT), den alle betreffenden Staaten unterzeichnet haben, im Zusammenhang mit zivilen Nuklearprogrammen viele Schritte erlaubt, die für die Entwicklung von Atomwaffen nötig sind. So gestattet der Vertrag beispielsweise sogar die Urananreicherung – eine wesentliche Komponente bei der Herstellung von Kernwaffen.

Je mehr der Iran mit seinen Plänen voranschreitet, desto intensiver wird die Beschäftigung mit Atomprogrammen in der Region. Bereits 2004 hat Saudi-Arabien mitgeteilt, dass es den Erwerb eines Kernreaktors von Pakistan oder China erwägt. Zuvor hat Ägypten bekannt gegeben,  dass es eine Urananlage zur Wasserentsalzung entwickelt und dafür „sensible Technologie“ aus Libyen erhalten habe. Auch Syrien hat seine Absicht zur Urananreicherung verkündet, während in Algerien ein zweiter nuklearer Forschungsreaktor errichtet und Russland in der Angelegenheit beteiligt wird.

Ende 2006 entschieden Saudi-Arabien und die fünf Mitglieder des Kooperationsrates am Golf eine Expertenkommission zu ernennen, die die Möglichkeiten einer Nutzung von Kerntechnologie zu friedlichen Zwecken erkunden soll. Selbst Jordaniens König Abdallah hat im Januar 2007 verkündet, dass sich die Bedingungen im Nahen Osten in Bezug auf die Atomfrage verändert hätten. Im März des Jahres rief die Arabische Liga ihre Mitglieder dazu auf, die „Nutzung von Kernenergie zu friedlichen Zwecken auszuweiten“.

Im Gegensatz zu Israel wird der Iran als gefährlicher Staat betrachtet, gegen den man sich wappnen muss. Die Botschaft Israels an die europäischen Staaten, die zögern, scharfe Schritte gegen den Iran einzuleiten, muss betonen, dass die Verbreitung von Atomwaffen im Nahen Osten nicht nur Israel gefährdet, sondern die ganze Welt.

(Ha’aretz, 22.08.07)

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Rakete trifft Kindergarten in Sderot

Eine der beiden Kassam-Raketen, die palästinensische Terroristen am gestrigen Nachmittag aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf die südisraelische Kleinstadt Sderot abgeschossen haben, ist in einer Kindertagesstätte eingeschlagen und hat Schaden an dem Gebäude verursacht. Ein Anwohner berichtet: „An dem Zentrum werden zur Zeit Befestigungsarbeiten vorgenommen, und daher waren keine Kinder vor Ort. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Zentrum geöffnet gewesen wäre.“

Sderots Bürgermeister Eli Moyal, dessen ungeschütztes Amt sich nahe dem Ort des Raketeneinschlags befindet, teilte mit: „Die Raketen fallen weiterhin Tag für Tag auf Sderot. Heute ist eine auf eine leere Kindertagesstätte gefallen, aber irgendwann werden diese Raketen jemanden töten. Dafür feuern die Palästinenser sie ab – um zu töten.“

Kurz nach Mitternacht und heute Morgen sind erneut Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert worden. Eine landete in einer Fabrik nahe Sderot und verursachte Sachschaden. Die zweite landete im Kreis Shaar Hanegev. Über Personen- oder Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.

(Yedioth Ahronot, 21./22.08.07)

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Peres kritisiert Europarat für Investitionen im Iran

Israels Präsident Shimon Peres hat bei seinem Treffen mit dem Präsidenten der parlamentarischen Versammlung des Europarats, René van der Linden, schärfste Kritik an der Entscheidung des Europarats geübt, zehn Milliarden Dollar in die Entwicklung von Ölfeldern im Iran zu investieren. Er sagte, dass das iranische Regime diese Investitionen ohne Zweifel als klare Unterstützung seiner Politik auslegen würde, und rief dazu auf, von diesem Vorhaben abzurücken. Europa könne einen Krieg mit dem Iran verhindern und müsse, was die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran angehe, seine Politik mit den USA und Russland abstimmen.

(Kol Israel/Reshet Bet, 21.8.07)

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Israel Chemicals profitiert von Pottasche-Absatz

Die Firma Israel Chemicals hat heute ihren Finanzbericht für das zweite Quartal von 2007 vorgelegt. Das Unternehmen verbucht Einnahmen von 962.9 Millionen Dollar und damit ein Wachstum von 13.6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Das Wachstum ist auf die gestiegenen Verkäufe von Pottasche (Kaliumcarbonat) und Düngemitteln sowie die höheren Marktpreise zurückzuführen.

Der Bruttogewinn von Israel Chemicals beläuft sich für das letzte Quartal auf 349 Millionen Dollar und ist damit um 26 Prozent gestiegen. Der Nettogewinn stieg von 92.3 Millionen auf 125.8 Millionen Dollar.

(Globes, 22.08.07)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 406 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 406 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 423 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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