Mittwoch, 22.04.2009
 
 
Zurück zur zionistischen Lehre
 
Von Yair Sheleg

Zu einem besorgniserregenden Zeitpunkt ist am Montag, am Vorabend des Holocaustgedenktages, die UN-Menschrechtskonferenz ‚Durban II’ eröffnet worden. Die Dämonie, die das Naziregime den Juden zugeschrieben hat, kennzeichnet auch das Verhältnis von vielen der Menschenrechtsritter, die in Genf zusammengekommen sind, gegenüber dem Staat Israel.



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Mor in Stuttgart

am 23. April

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(Bank of Israel, 22.04.09)


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Arabische Kritik an Hisbollah-Unterstützern

Der Chefredakteur der arabischen Tageszeitung Asharq Alawsat hat in einem Kommentar die Verbindungen beschrieben, über die die Hisbollah innerhalb der arabischen und muslimischen Welt verfügt.

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Zurück zur zionistischen Lehre
Von Yair Sheleg

Zu einem besorgniserregenden Zeitpunkt ist am Montag, am Vorabend des Holocaustgedenktages, die UN-Menschrechtskonferenz ‚Durban II’ eröffnet worden. Die Dämonie, die das Naziregime den Juden zugeschrieben hat, kennzeichnet auch das Verhältnis von vielen der Menschenrechtsritter, die in Genf zusammengekommen sind, gegenüber dem Staat Israel.

Es scheint so, dass viele von ihnen nur allzu gerne die Arbeit Hitlers fortsetzen würden. Dies ist keine Paranoia. Schließlich ist einer der Ehrengäste der Konferenz der iranische Präsident, Mahmoud Ahmadinejad, der wiederholt über sein Streben nach der Vernichtung Israels gesprochen hat. Auch der Boykott des Kongresses ist nicht die Hauptsache zu einer Zeit, da auch die Vereinigten Staaten, die Führungsmacht der freien Welt, in einen „Dialog“ mit diesem von Vernichtungsabsichten beseelten Führer treten will.

So kehrt der Westen im selben Jahrzehnt, in dem die internationale Beschäftigung mit der Shoa und der Erinnerung an sie einen Höhepunkt erreicht hat, zu der Beschwichtigungspolitik der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die Stimme ist die Stimme Churchills, und die Hände sind die Hände Chamberlains.

Aus jüdischer Sicht legen diese Umstände eine Rückkehr zu der zionistischen Lehre aus der Shoa nahe; jener Lehre, die nach ihr selbstverständlich war und sich über die Jahre abgenutzt hat. Die Lehre hat sich auch abgenutzt, weil sie in jenen frühen Tagen Überheblichkeit gegenüber den Überlebenden beinhaltete. Aber der Großteil des Verschleißes hat sich in den vergangenen Jahrzehnte im intellektuellen Diskurs über die Shoa ereignet: Der postzionistische Diskurs hat versucht, diejenigen verächtlich zu machen, die im Namen der zionistischen Lehre nach Auschwitz reisen, insbesondere jene, die sich in israelische Flaggen wie in einen Tallit einwickeln. Derselbe Diskurs meint, dass die zionistische Schlussfolgerung insofern gescheitert ist, als es heute keinen gefährlicheren Ort für Juden gibt als Israel.

Die zionistische Lehre aus der Shoa sollte so klar und selbstverständlich sein, dass es fast peinlich ist, sie wieder und wieder wiederholen zu müssen. Die Shoah wurde auch dadurch verursacht, dass die Juden als fremde Minderheit lebten, und sie wurde dadurch ermöglicht, dass die Juden eine wehrlose Minderheit waren. Israel ist heute ein gefährlicher Ort für Juden, da ein beträchtlicher Teil der Menschheit nicht bereit ist, Juden als Minderheit in einem fremden Staat zu akzeptieren und nicht als in einem unabhängigen Staat Lebende.  Von den beiden Möglichkeiten ist diejenige vorzuziehen, die die Pflege der einzigartigen Identität und das Standhalten gegenüber dem Feind ermöglicht. Wenn das jüdische Individuum sich nur um seine eigene kleine Welt kümmert, ist es angenehmer in New York zu leben; das jüdische Volk braucht aber einen eigenen Staat.

Im Judenstaat gibt es offensichtlich keinen Bedarf an der Wiederholung dieser Einsichten. Nicht von ungefähr wird der postzionistische Diskurs von der breiten Öffentlichkeit nicht aufgenomKursivmen, und er erweckt größtenteils Verachtung und Abscheu an den Universitäten und bei Intellektuellen insgesamt. Dieser Diskurs bedient sich des Leids der Überlebenden an der Arroganz ihnen gegenüber, aber es ist zu bezweifeln, dass es mehr als einige vereinzelte Überlebende gibt, die sich mit seinen Schlussfolgerungen identifizieren.

Die Überlebenden der Shoa verstehen die Bedeutung der zionistischen Lehre mehr als alle anderen. Die zionistische Lehre steht auch nicht im Widerspruch mit der universellen Lektion der Shoa, sondern ergänzt und balanciert sie: Man muss das Bild des Menschen schützen, aber ein untrennbarer Teil dieses Schutzes ist der kompromisslose Krieg gegen den Feind, der sich gegen einen erhebt.

Daher liegt die Gefahr des postzionistischen Diskurses nicht in Israel, sondern im Ausland. Dort interessieren sich nicht die Massen für diese Fragen, sondern nur die Eliten; und die Eliten verfolgen aufmerksam den Diskurs der israelischen Intellektuellen. Ihnen gegenüber ist es wichtig, auf intellektuellem Niveau, die zionistische Lehre zu wiederholen: Die Souveränität, die als nationales Grundrecht auch von Völkern gilt, die in ihrer Vergangenheit nicht besonders gelitten haben, ist ganz gewiss ein Grundrecht des jüdischen Volkes.

(Haaretz, 21.04.09)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Netanyahu dankt für Boykott von Durban II
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat den Staaten, die die UN-Rassismuskonferenz in Genf (‚Durban II’) boykottiert haben, brieflich für ihre Entscheidung gedankt. Er dankte auch jenen Ländern, deren Delegierte bei der Rede des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad den Saal verließen.

Der Ministerpräsident schrieb in seinem Brief:

„Da Israel den Holocaustgedenktag begeht, schreibe ich, um meine Wertschätzung Ihrer Entscheidung, nicht an der Durban II-Konferenz in Genf teilzunehmen, auszudrücken.

Diese Entscheidung hilft ein Maß an Vernunft in einer Welt wiederherzustellen, in der eine Konferenz gegen Rassismus dem Führer eines Regimes eine Plattform bietet, das den Holocaust leugnet und offen danach trachtet, durch die Zerstörung des jüdischen Staates einen neuen zu begehen.

Während die grundlegendsten Werte der Menschheit angegriffen werden, hat Ihre Regierung einen eindeutigen moralischen Standpunkt eingenommen. Es ist meine innigste Hoffnung, dass dieser Standpunkt, den Ihr Land und eine Handvoll von anderen eingenommen haben, einen Wendepunkt in dieser Schlacht bezeichnen und sich in der Weltpolitik wieder moralische Klarheit durchsetzen wird.“

(Außenministerium des Staates Israel, 22.04.09)
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Arabische Kritik an Hisbollah-Unterstützern
Der Chefredakteur der arabischen Tageszeitung Asharq Alawsat hat in einem Kommentar die Verbindungen beschrieben, über die die Hisbollah innerhalb der arabischen und muslimischen Welt verfügt.

Als die vier Hauptunterstützer der libanesischen Terrororganisation entlarvt Alhomayed Syrien, den Iran, die Hamas und die ägyptischen Muslimbrüder. Es sei dieses Quartett, das jede Krise anfache, die sich zwischen arabischen Ländern ereignet.

Den Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://aawsat.com/english/news.asp?section=2&id=16398

(Asharq Alawsat, 14.04.09)
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Entspannung auf dem Arbeitsmarkt
Auf dem israelischen Arbeitsmarkt scheint sich trotz der globalen Wirtschaftskrise eine Entspannung abzuzeichnen. Wie das zentrale Arbeitsamt nun mitteilte, sind im März mehr als 24 000 offene Arbeitsstellen gemeldet worden. Diese Zahlen bezeichnen einen Anstieg von 6.1% gegenüber dem Vorjahresmonat und von 15.9% gegenüber dem Februar 2009 (knapp 21 000 offene Stellen).

Der Generaldirektor des Arbeitsamts, Yossi Perachi, führt die vermehrte Stellenzahl auch auf den intensiven Einsatz seiner Behörde zurück, die noch mehr als zuvor als stabilisierenden Faktor auf dem Arbeitsmarkt fungiere.

Lediglich in Nordisrael hat es im März einen Schwund an offenen Stellen gegeben, was mit der Schließung dortiger Fabriken zusammenhängt.

(Haaretz, 20.04.09)
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Events

Mor in Stuttgart


Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, wird am Donnerstag (23.04.) auf Einladung der örtlichen Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Stuttgart zum Thema „Israel – eine politische Standortbestimmung“ sprechen.

Der Vortrag findet im DGB-Haus (Kleiner Saal, Willi-Bleicher-Str. 20) statt und beginnt um 19.30 Uhr.
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1032 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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