Dienstag, 28.04.2009
 
 
61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel
 


Heute Abend beginnen auf dem Herzl-Berg in Jerusalem die offiziellen Feierlichkeiten zum 61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Mit der Staatsgründung im Jahre 1948 wurde die politische Souveränität des jüdischen Volkes nach 2000 Jahren wieder hergestellt.


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Israels Bevölkerung nach 61 Jahren

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(Bank of Israel, 28.04.09)


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61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel
Heute Abend beginnen auf dem Herzl-Berg in Jerusalem die offiziellen Feierlichkeiten zum 61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Mit der Staatsgründung im Jahre 1948 wurde die politische Souveränität des jüdischen Volkes nach 2000 Jahren wieder hergestellt.



Im Land Israel hat das jüdische Volk vor 4000 Jahren begonnen, seine Religion und Kultur zu entwickeln, und seitdem eine fortdauernde physische Präsenz aufrecht erhalten, über Jahrhunderte als souveräner Staat, zu anderen Zeiten unter fremder Herrschaft. Während ihrer langen Geschichte ist die Rückkehr nach Israel das zentrale Anliegen von Juden auf der ganzen Welt geblieben.
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Grußworte

Grußwort von Israels Präsident Shimon Peres an die Diasporagemeinden

„Der Vorabend von Israels 61. Unabhängigkeitstag ist - neben den Feierlichkeiten - eine Zeit zur Besinnung und für Gebete für das Wohlergehen des jüdischen Volkes in Israel und auf der ganzen Welt. Es ist auch die Zeit, die Banden zwischen dem Staat Israel und den jüdischen Gemeinden im Ausland zu festigen und zu stärken. Denn wir sind ein Volk mit einem gemeinsamen Erbe, vereint in Zeiten von Freude und vereint in dunkleren Stunden.

Das vergangene Jahr hat die Operation Gegossenes Blei gesehen, die von Israel in Selbstverteidigung begonnen wurde und nur das einzige Ziel hatte, den bösartigen und nicht zu rechtfertigenden Raketenbeschuss auf Israels Bürger – unschuldige Männer, Frauen und Kinder – zu beenden, der in den vergangenen acht Jahren Verwüstung und Schmerz angerichtet hat.

Der Iran hat weiterhin zu Israels Zerstörung aufgerufen und strebt danach, Atomwaffen zu entwickeln, die Israels schiere Existenz gefährden. Die dunklen Wolken der Wirtschaftskrise, die die Welt einhüllen, haben auch einen langen Schatten auf Israel geworfen und Auswirkungen auf Tausende von Haushalten im ganzen Land gehabt. Der Antisemitismus in Form des Antiisraelismus wächst, und Gilad Shalit wird noch immer gefangen gehalten.

Seit seiner Gründung hat Israel stets mit komplexen Sachverhalten ringen müssen. Und immer hat sich Israel durchgesetzt. Auch heute wird Israel sich durchsetzen. Das Land hat enormes menschliches Potential, und seine Kreativität floriert. Unsere Vision einer strahlenden und hoffnungsvollen Zukunft für das jüdische Volk wankt nicht. Um sie zu verwirklichen, müssen wir heute intensiv in die zukünftigen Generationen investieren, durch Bildung von der Wiege bis zum Erwachsenenalter. Wir müssen weiterhin Hervorragendes leisten und eine Führungsrolle in Forschung und Technik, Medizin und erneuerbarer Energie übernehmen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der wachsende Wassermangel durch geeignete Entsalzungsprojekte behoben, die Wüste begrünt und die Ernährung gesichert werden. Arbeitsplätze müssen geschaffen und soziale Klüfte geschlossen werden. Jegliche Teilung in unserer Gesellschaft muss überbrückt werden, und unser Streben nach Frieden muss weitergehen.

Dies ist unsere Mission. Wir sind aus der Asche auferstanden, und am Beginn des siebten Jahrzehnts der Existenz des Staates Israel gibt es viele Gründe dankbar und stolz zu sein.

Lassen Sie uns gemeinsam Israels 61. Geburtstag feiern, als ein vereintes jüdisches Volk mit unermüdlicher Hoffnung in unseren Herzen.

Yom Atzma’ut Sameach!”


Grußwort von Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu an die Diasporagemeinden

„Heute feiert Israel seinen 61. Geburtstag. Jedes Jahr, in dem wir die Wiedergeburt des jüdischen Staates nach Jahrhunderten des Exils markieren, ist ein großer Grund zum Feiern.

Nach Jahrhunderten der Machtlosigkeit ist das jüdische Volk auf die Bühne der Geschichte zurückgekehrt und an seinen rechtmäßigen Platz unter den Nationen. Durch die Wiedergeburt Israels sind wir abermals in der Lage, über unser eigenes Schicksal und über unsere eigene Zukunft zu bestimmen.

Die vergangenen 61 Jahre haben gezeigt, was eine freie und unabhängige jüdische Nation zu erreichen vermag. Mit spärlichen Bodenschätzen haben wir ein ausgedörrtes Land zu neuem Leben erweckt und Millionen von Einwanderern aufgenommen. Durch Innovation und Entschlossenheit hat die Genialität unseres Volkes uns zu einem Spitzenreiter in Landwirtschaft, Medizin und Wissenschaft gemacht; unsere Kreativität hat eine High-Tech-Industrie hervorgebracht, die die Welt weiter in Erstaunen versetzt. Wir haben Frieden mit Ägypten und Jordanien geschlossen, und wir werden weiter nach Frieden mit allen unseren Nachbarn streben.

All das wurde erreicht, obwohl Israel seit 61 Jahren unter ständiger Bedrohung lebt. Bedauerlicherweise bleibt Israel bedroht. Ein iranisches Regime, das fieberhaft nach Atomwaffen trachtet, ruft dreist zu unserer Zerstörung auf. Die Terrororganisationen an unserer Süd- und Nordgrenze werden stärker Tag für Tag. Und eine Flut von Antisemitismus überschwemmt die zivilisierte Welt.

Um diesen Herausforderungen in den kommenden Jahren zu begegnen, wird die Einheit unseres Volkes, sowohl innerhalb als auch außerhalb Israels, wichtiger sein als je zuvor. Daher ist es existentiell wichtig, dass wir die Bande zwischen Israel und der Diaspora weiter stärken. Diese Bande sind eine Quelle wechselseitiger Stärke und eine kraftvolle Erinnerung an die einzigartige Rolle, die Israel auf der Welt und in der Geschichte unseres Volkes spielt.

Lassen Sie uns an diesem Unabhängigkeitstag stolz sein auf all das, was wir erreicht haben, und nach vorn blicken in eine Zeit von Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Wenn wir als Brüder und Schwestern zusammenstehen, wenn wir mit Mut und Überzeugung zusammenstehen, wird diese Zeit gewiss kommen.

Chag Sameach!“


Grußwort von Israels Außenminister Avigdor Lieberman an die Diasporagemeinden

„Da wir unsere Freiheit und unsere 61-jährige Unabhängigkeit feiern, möchte ich mit Ihnen vor allem anderen meine tiefe und aufrichtige Sehnsucht nach Sicherheit, Frieden und Wohlergehen des jüdischen Volkes weltweit teilen.

Vor 61 Jahren einte die Unabhängigkeitserklärung das jüdische Volk, in Israel und auf der ganzen Welt, und jede andere Nation, die die Idee eines wiedergeborenen jüdischen Staates unterstützte. Der Geist des jüdischen Volkes half uns den Unabhängigkeitskrieg zu gewinnen und den Staat Israel zu gründen; er half uns über jene zu obsiegen, die uns zerstören wollten.

Wir haben einen hohen Preis für den Erhalt unserer Unabhängigkeit bezahlt. Ich spreche von den beinahe dutzendfachen Kriegen und den Tausenden von Terroranschlägen, die fast 25 000 Tote und Abertausende von Verletzten gefordert haben. Der Preis, den wir zahlen mussten, hat unsere Entschlossenheit gestärkt, unsere Feinde zu überwinden, und wir sind mehr denn je verpflichtet, die Bürger Israels zu schützen, wo immer sie leben.

Jetzt ist die Zeit für Einheit, daheim wie auch im Ausland, denn nur gemeinsam werden wir den Bedrohungen durch Terrorismus, antiisraelischen Hass und Antisemitismus begegnen können.

Wir müssen gemeinsam und solidarisch handeln, um die Fortdauer der Rechte und der Lebenskraft des jüdischen Volkes sowie seines Beitrags zur Verbesserung der Welt, in der wir leben, zu gewährleisten.

Trotz seiner geringen Größe ist Israel ein Land mit enormem Potential und unglaublichen Errungenschaften. Israel hat bewiesen, dass es ein globaler Pionier in einer Vielzahl von Bereichen geworden ist, von Wissenschaft und Wirtschaft bis zu internationaler Zusammenarbeit, und eine pulsierende Demokratie mit seiner Rede- und Religionsfreiheit. Gemeinsam verfügen der Staat Israel und die Juden der Diaspora über ein gewaltiges Potential, um zur Förderung des Wohlstands in globalem Maßstab beizutragen, und können auf der Grundlage unseres Erbes, unserer Werte und unseres Respekts vor jedermann die jüdische Existenz festigen.

Gewiss müssen wir einen friedlichen Umgang untereinander und einen wirklichen Frieden mit unseren Nachbarn vorantreiben. Gleichzeitig müssen wir die Maßnahmen ergreifen, die für den Schutz jüdischen Lebens,  wo immer es sein mag, für den Schutz von Israels Sicherheit und für den Schutz der Rechte des jüdischen Volkes in seinem Heimatland notwendig sind. Wir müssen die nächste Generation jüdischer Führungskräfte ermutigen und unterstützen, da wir seit der Gründung des Staates Israel Partner im zionistischen Unternehmen sind und nun Partner dabei sein müssen, unser Volk in eine strahlende und hellere Zukunft zu führen.

Ganz persönlich kann ich Ihnen aus erster Hand von der Stärke des zionistischen Unternehmens erzählen, und ich möchte jeden einzelnen von Ihnen einladen, sich uns hier in Israel anzuschließen, wo wir absolut an Träume glauben und sie wahr werden lassen.

Ich freue mich darauf, Sie in Ihren Gemeinden zu treffen und hier in Jerusalem, der ewigen und ungeteilten Hauptstadt des Staates Israel und des jüdischen Volkes.

Chag Sameach!“


(Außenministerium des Staates Israel, April 2009)
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Israels Bevölkerung nach 61 Jahren
Am 61. Unabhängigkeitstag beläuft sich Israels Bevölkerung auf etwa 7 411 000 Einwohner. Vor einem Jahr waren es rund 7 282 000 gewesen, bei Staatsgründung lediglich 806 000.



75.5% der Einwohner sind Juden (5 593 000) und 20.2% Araber (1 498 000). 4.3% der Bevölkerung (320 000) setzen sich aus Einwanderern und deren Nachkommen zusammen, die nicht als Juden registriert sind.

Seit dem letzten Unabhängigkeitstag sind in Israel 154 000 Babys geboren worden. 12 000 Neueinwanderer haben ihren Weg ins Land gefunden. Alles in allem ist die israelische Bevölkerung um 1.8% bzw. 125 0000 Personen gewachsen.

70% der jüdischen Bevölkerung wurden in Israel geboren; 1948 waren es lediglich 35%.

Im Jahr der Unabhängigkeit gab es nur eine einzige Stadt in Israel, die mehr als 100 000 Einwohner zählte – Tel Aviv-Yafo (248 0000). Heute haben ganze 14 Städte mehr als 100 000 Einwohner, davon fünf sogar mehr als 200 000: Jerusalem, Tel Aviv, Haifa, Rishon Letzion und Ashdod.

(Zentralamt für Statistik, 27.04.09)

Weitere statistische Angaben finden sich unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2000_2009/2009/Israel_at_61-A_statistical_glimpse.htm
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1038 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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