Donnerstag, 02.07.2009
 
 
Netanyahu: Band zwischen Israel und USA unzerreißbar
 
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch an der Feier des amerikanischen Unabhängigkeitstages in der Residenz des US-Botschafters in Herzliya teilgenommen. Wegen des Shabbat wurde der ‚4. Juli’ in Israel vorverlegt.

„Wir haben ein enges Verhältnis mit den Vereinigten Staaten, das Präsident Obama in seiner Rede als unzerbrechlich bezeichnet hat, und es ist in der Tat unzerbrechlich“, sagte Netanyahu, der die USA als Symbol von Freiheit und Werten bezeichnete. In Israel werde das Land hoch geschätzt. Mehrere Straßen in Jerusalem seien nach amerikanischen Präsidenten benannt.

Auch US-Botschafter James Cunningham bekräftigte die engen Bande zwischen seinem Land und Israel; Washington sei der Sicherheit Israels und seiner Bürger verpflichtet.



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Strenge Liebe - Von Ari Shavit
Israel zufrieden mit Holocaust-Vermögens-Konferenz

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(Bank of Israel, 02.07.09)


Etwas milder.

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Gilad Shalit Ehrenbürger Roms

Dem vor drei Jahren von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen verschleppten und seitdem als Geisel gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit ist die Ehrenbürgerwürde Roms verliehen worden. Sein Vater Noam nahm die Urkunde am Mittwoch an seiner statt im Rathaus der Stadt entgegen.

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Netanyahu: Band zwischen Israel und USA unzerreißbar
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch an der Feier des amerikanischen Unabhängigkeitstages in der Residenz des US-Botschafters in Herzliya teilgenommen. Wegen des Shabbat wurde der ‚4. Juli’ in Israel vorverlegt.

„Wir haben ein enges Verhältnis mit den Vereinigten Staaten, das Präsident Obama in seiner Rede als unzerbrechlich bezeichnet hat, und es ist in der Tat unzerbrechlich“, sagte Netanyahu, der die USA als Symbol von Freiheit und Werten bezeichnete. In Israel werde das Land hoch geschätzt. Mehrere Straßen in Jerusalem seien nach amerikanischen Präsidenten benannt.

Auch US-Botschafter James Cunningham bekräftigte die engen Bande zwischen seinem Land und Israel; Washington sei der Sicherheit Israels und seiner Bürger verpflichtet.

Zu dem Empfang erschienen auch Verteidigungsminister Ehud Barak, Außenminister Avigdor Lieberman, der Minister für strategische Angelegenheiten Moshe Yaalon und Sozialminister Yitzhak Herzog.

(Yedioth Ahronot, 01.07.09)
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Strenge Liebe
Von Ari Shavit

Sieben Monate nach Barack Obamas Sieg bei den Präsidentschaftswahlen ist weiter unklar, was das neue strategische Ziel der USA ist: das iranische Atomprogramms zu stoppen oder sich mit einem atomaren Iran abzufinden. Auch ist unklar, was die neue amerikanische Vision für den Nahen Osten ist: ein realistischer Teilfrieden oder ein voller und unrealistischer Frieden. Noch ist unbekannt, ob die Vereinigten Staaten Obamas beabsichtigen, die Extremisten des Nahen Ostens zu isolieren oder sie anzuspornen. Unbekannt ist ihr Verhältnis zu Hamas, Hisbollah, Syrien und dem Iran. Auch ist unbekannt, ob sie als Sieger oder Besiegte aus dem Irak abziehen werden. In einem Punkt allerdings gibt es keinen Zweifel: In allem, was mit Israel zu tun hat, haben sich die Vereinigten Staaten die Strategie der strengen Liebe zu Eigen gemacht.

„Strenge Liebe“ ist ein beladener Begriff. Er hat  pädagogische, emotionale und mitunter erotische Konnotationen. Ihm wohnt der patriarchalische Glaube inne, dass der Erzieher besser weiß als der zu Erziehende, was gut für diesen ist.  Daher wird er traditionell mit geschlossenen Erziehungseinrichtungen, mit ausbeuterischen Herrschaftssystemen und bevormundendem Konservativismus identifiziert. Und doch hat die strenge Liebe jüngst gerade in liberalen Kreisen in Washington und New York Hochkonjunktur. Demokratische Meinungsführer – viele davon Juden – haben begonnen, mit leuchtenden Augen von der Notwendigkeit yu sprechen, Israel mit Strenge zu lieben. Es zu zähmen, es zu entwöhnen, ihm Grenzen aufzuzeigen. Es zu seinen Gunsten gegen seinen Willen zu zwingen.

Israel hat seinerseits nicht wenig dafür getan, um jenen in Hände zu spielen, die sich in strenger Erziehung üben. Die verwöhnte israelisch-amerikanische Prinzessin hat ihre Stellung als Augapfel Onkel Sams ausgenutzt. Jahrelang hat sie die amerikanische Regierung genarrt und sich mit Siedlungen, Kontrollpunkten und illegalen Außenposten ausgetobt. Mit ihrem zügellosen Verhalten hat sie jedes Joch abgeschüttelt und die Guten und Anständigen in der amerikanischen Hauptstadt erzürnt. Daher haben, als Barack Obama und Emanuel Rahm ins Weiße Haus einzogen, viele ihnen empfohlen, die Stürmische zu zügeln. Der Präsident und sein Stabschef haben die Empfehlung begeistert aufgenommen. Für die zwei starken Kerle aus Chicago klang die Idee, Israel hart und schmerzhaft zu lieben, cool.

Die Resultate kann man auf den Bildschirmen auf der ganzen Welt betrachten: eine amerikanische Politik englischer Erziehung. Eine Diplomatie öffentlicher Missachtung. Die neuen Vereinigten Staaten versuchen Israel seine schlechten Gewohnheiten mit dem Lineal des Lehrers abzugewöhnen. Während sie sich vor Saudi-Arabien verneigen und um die Ehre des Iran besorgt sind, erniedrigen sie Israel. Die Füße auf dem Tisch des Präsidenten sind die Botschaft. Das Ziel ist ein wohlerzogenes und gehorsames Israel.

Die USA sind eine Supermacht. Wenn sie Israel in Stücke gebrochen haben wollen, kriegen sie Israel in Stücke gebrochen. Die Kollision zwischen einem Panzer und einem Traktor. Zwischen einem Tarnkappenbomber und Segelflugzeug. Aber die Frage, die das Weiße Haus sich fragen muss, ist, ob ein Zertreten Israels ihm dient. Ob ein gebrochenes Israel im Interesse der USA liegt.

Die Antwort ist eindeutig: Nein, schon jetzt schadet die öffentliche Erniedrigung Israels Amerika. Sie sorgt dafür, dass die gemäßigten Araber nicht bereit sind, etwas zur Förderung des politischen Prozesses beizutragen. Ohne signifikanten arabischen Beitrag wird es keinen politischen Prozess geben. Eine Fortsetzung der strengen Erziehung Israels würde jedoch noch viel schwereren und unumkehrbaren Schaden anrichten. Ohne ein starkes Israel wird es keinen Frieden geben und wird kein Frieden überleben im Nahen Osten. Ohne ein starkes Israel wird der Nahe Osten in Flammen aufgehen. Daher sollten Amerikaner und Israelis, anstatt Machtspiele in Rekrutenart zu spielen, in Harmonie agieren. Sie müssen sich vom Schubladendenken verabschieden, um eine kreative Lösung zu initiieren, die auf gegenseitigem Zuhören und gegenseitigem Respekt beruht. Sie müssen gemeinsam einen wirklichen regionalen Frieden voranbringen.

Die Zeit ist knapp. Sowohl die Obama-Administration als auch die Regierung Netanyahu haben in den vergangenen Minuten schwere Fehler begangen.  Aber letztlich sind sowohl Obama als auch Netanyahu würdige Staatsmänner, die das Richtige tun wollen. Daher müssen beide das gefährliche Spiel, das sie spielen, beenden. Es ist Zeit, die strenge Liebe gegen eine reife und vernünftige Liebe einzutauschen.

(Haaretz, 02.07.09)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Israel zufrieden mit Holocaust-Vermögens-Konferenz
Am Dienstag ist im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt die Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust (Holocaust Era Assets Conference) zu Ende gegangen. Die israelische Delegation brachte ihre Befriedigung mit den Ergebnissen der Konferenz und der Abschlusserklärung („Theresienstadt-Erklärung“) zum Ausdruck.

Die Erklärung hat Normen für die Rückerstattung privater und gemeinschaftlicher Vermögensbestände festgesetzt und erstmals die Notwendigkeit erwähnt, mit Eigentum ohne Erben umzugehen, und dies in Zusammenhang mit der Notwendigkeit, sich um das Wohlergehen der überlebenden Holocaust-Opfer zu kümmern.

Auf der Konferenz wurde die Gründung eines neuen Instituts in Theresienstadt, des European Shoah Legacy Institute, durch die tschechische Regierung unter Schirmherrschaft der Europäischen Union  beschlossen. Neben der EU sollen auch die USA und Israel eine wichtige Rolle spielen.

(Außenministerium des Staates Israel, 30.06.09)
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Gilad Shalit Ehrenbürger Roms
Dem vor drei Jahren von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen verschleppten und seitdem als Geisel gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit ist die Ehrenbürgerwürde Roms verliehen worden. Sein Vater Noam nahm die Urkunde am Mittwoch an seiner statt im Rathaus der Stadt entgegen.

Die Hauptveranstaltung zu Ehren Gilads fand am Kapitol statt, wo Bürgermeister Gianni Alemanno den Anwesenden von seinen Beziehungen zu Israel und der Familie Shalit erzählte. Er war Noam Shalit vor einigen Wochen im Rahmen eines Besuchs in Sderot begegnet.  

Alemanno rief die Bürgermeister aller europäischen Hauptstädte dazu auf, dem entführten Soldaten die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. „Wir müssen die Botschaft stärken und alle auf ein Ziel hinarbeiten: Gilad sicher und gesund zu seiner Familie zurückzubringen.“

Über der Piazza hing ein großes Foto Shalits, auf dem die Worte „Rom will seinen Bürger Gilad Shalit frei haben“ zu lesen waren.

Zuvor hatte sich Noam Shalit auch mit Italiens Außenminister Franco Frattini und den Präsidenten von Parlament und des Senat getroffen.

(Yedioth Ahronot, 02.07.09)
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Mosaik von Lod wird freigelegt
Dreizehn Jahre nach seiner Entdeckung wird in der Stadt Lod eines der eindrucksvollsten antiken Mosaike in Israel freigelegt. Am kommenden Wochenende wird die Öffentlichkeit Zugang zu der Fundstätte erhalten.


Foto: IAA

Der 1700 Jahre alte Mosaikfußboden ist ein wirkliches archäologisches Juwel und befindet sich in außergewöhnlich gutem Zustand. Es umfasst eine Fläche von etwa 180 Quadratmetern und enthält Detaildarstellungen von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Pflanzen sowie Schiffen, die zu jener Zeit in gebrauch waren. Die Funktion des Gebäudes, in dem der Mosaikfußboden gelegt wurde, ist unbekannt.

Der sensationelle Fund der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) hatte 1996 für eine Welle der Aufregung gesorgt. Nach breiter Medienberichtserstattung strömten Zehntausende von Besuchern zur Ausgrabungsstätte. Am Ende der Ausgrabung wurde der Mosaikfußboden zugedeckt, um ihn vor Beschädigung zu schützen, bis finanzielle und museale Fragen geklärt sein würden.

Nun hat eine großzügige Spende der Leon Levy Foundation und von Shelby White, dem Vorsitzenden der Friends of the Israel Antiques Authority, es der IAA ermöglicht, am Fundort das Lod Mosaic Archaeological Center zu gründen. Die Stadt im Zentrum Israels erhofft sich davon einen Imagegewinn.

(Außenministerium des Staates Israel, 01.07.09)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1103 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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