Mittwoch, 05.08.2009
 
 
Angespannte Lage im Norden
 
Drei Jahre nach dem Ende des zweiten Libanonkriegs besteht die Befürchtung, dass es infolge der aggressiven Aufrüstung der Hisbollah wieder zu einem Ausbruch der Feindseligkeiten an der israelisch-libanesischen Grenze kommen könnte.

Die libanesische Terrororganisation hat bis zu 40 000 Raketen nahe der Grenze stationiert und bildet ihre Kämpfer zudem im Umgang mit Boden-Boden- und Flugabwehrraketen aus.



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(Bank of Israel, 05.08.09)


Konstant heiß.

Jerusalem: 22/30°C
Tel Aviv: 25/31 °C
Haifa: 26/33 °C
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Eilat: 29/41 °C



Israelische Wirtschaftsdelegation in Indonesien

Erstmals hat eine offizielle Delegation israelischer Unternehmer Indonesien besucht, das keine diplomatischen Beziehungen mit Israel unterhält.

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Israelische Wirtschaftsdelegation in Indonesien
Erstmals hat eine offizielle Delegation israelischer Unternehmer Indonesien besucht, das keine diplomatischen Beziehungen mit Israel unterhält. Die Reise wurde vom israelischen Institut für Export und internationale Zusammenarbeit und dem israelischen Handelsattaché in Singapur organisiert.

Es handelte sich um den Gegenbesuch zu der Visite einer Delegation der indonesischen Industrie- und Handelskammer (KADIN) in Israel, die 2006 stattfand.

„Wir haben in den vergangenen Jahren beständig darauf hingearbeitet, die Kontakte zwischen den Wirtschaftssektoren beider Länder zu stärken“, sagt Anat Katz, Israels Handelsattaché in Singapur, wobei sie hinzufügt: „Die Herausforderung von ‚Außenaktivitäten’ in einem Staat, mit dem wir keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, ist gigantisch.“

(Yedioth Ahronot, 04.08.09)
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Amos Kenan gestorben
Der bekannte israelische Schriftsteller, Journalist, Maler und Bildhauer Amos Kenan ist am Mittwoch im Alter von 82 Jahren gestorben. Mit seiner vielfältigen Kreativität begleitete der den Staat Israel seit seiner Gründung.



Kenan wurde 1927 in Tel Aviv geboren. Er war Mitglied der Jugendbewegung Hashomer Hatzair und schloss sich 1946 der Bewegung der Kananäer an, deren Zeitschrift „Alef“ er mitbegründete. 1949 veröffentlichte er sein erstes Buch.

Nach seinem Eintritt in die LEHI-Miliz kämpfte er im Unabhängigkeitskrieg unter dem Kommando von Yitzhak Sadeh. Zwischen 1954 und 1962 lebte er in Paris, wo er als Bildhauer tätig war und mehrere Bühnenstücke veröffentlichte. Gleichzeitig schrieb er Kolumnen für Ha’olam Hazeh und Yedioth Ahronot, aber auch Artikel für die New York Times.

Nach dem Sechs-Tage-Krieg gehörte er zu den ersten Kritikern der israelischen Besatzung im Westjordanland und den Mitbegründern des Israelisch-Palästinensischen Rates. Später trat er Areil Sharons Partei Shlomtzion bei, die nach einer von Kenans Töchtern benannt war. Im Auftrag des israelischen Außenministeriums interviewte er Intellektuelle wie Jean-Paul Sartre, Herbert Marcuse und Noam Chomsky. Für sein künstlerisches Werk wurde er mit vielen, auch internationalen Preisen ausgezeichnet.

Amos Kenan, der seit Jahren an Alzheimer gelitten hatte, hinterlässt seine Frau, die Literaturwissenschaftlerin Nurit Gertz, und seine beiden Töchter, die Journalistin Shlomtzion und die Sängerin Rona Kenan.

(Haaretz/Achbar Ha’ir, 04.08.09)
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Lieberman resümiert Lateinamerikareise
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat im israelischen Fernsehsender Channel 9 eine Bilanz seines soeben beendeten Besuchs in mehreren südamerikanischen Staaten gezogen. Eingangs kritisierte er die Tatsache, dass vor ihm 23 Jahre lang kein israelischer Außenminister dorthin gereist war.



„Sie haben uns stets eingeladen. Diese Missachtung eines gesamten Kontinents ist schlechthin erschreckend. Denken wir nur an ein Land wie Brasilien. Es hat eine Bevölkerung von annähernd 200 Millionen auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie die Europas. Brasiliens Wirtschaft entwickelt sich in rasantem Tempo. Sein Präsident ist einer der am meisten respektierten politischen Führer auf der Welt. Solch eine Missachtung ist fragwürdig, gelinde gesagt. Im Laufe unseres Gesprächs sagte mir Präsident Lula zweimal ‚Was erwarten Sie? Sie haben seit 23 Jahren nicht mit uns gesprochen“. Danach erwähnte dies der brasilianische Außenminister dreimal: „Was erwarten Sie? Wie können Sie von gegenseitigem Verständnis sprechen? Sie sind 23 Jahre nicht hier gewesen.“

„Zweifellos fühlen sie sich missachtet. Es gibt eine große jüdische Gemeinde in Brasilien. Allein in Sao Paulo gibt es 60 000 Juden. Sie haben solide Stellungen im politischen Establishment und in der Wirtschaft. Sao Paulo ist die ökonomische Hauptstadt Südamerikas, vergleichbar mit New York. Es hat eine Bevölkerung von 16 Millionen. Daher denke ich, dass es ein großer Fehler war. Und wir haben noch nicht einmal andere Länder wie Kolumbien und Peru erwähnt, wo Israel in höchsten Ehren gehalten wird. 1947 stimmten die meisten lateinamerikanischen Staaten in der UNO für die Gründung Israel, und seit 1948 haben sie diplomatische Beziehungen mit Israel unterhalten.“

„[Auf dem südamerikanischen Kontinent] haben sich zwei Achsen herausgebildet. Auf der einen Seite die linksgerichtete pro-iranische Achse bestehend aus Venezuela, Bolivien, Nicaragua und bis zu einem gewissen Grad Ecuador. Auf der anderen Seite Panama, Chile, Peru und vor allem anderen Kolumbien, das der wichtigste Außenposten gegen den iranischen Einfluss ist. Gegenwärtig operierten Hisbollah-Aktivisten offen in Südamerika, und es gibt eine starke iranische Präsenz. Ich kann unseren Mangel an Kontakt mit diesen beiden Staaten, Kolumbien und Peru, in Anbetracht ihrer Involvierung in den Konflikt nicht verstehen. In Israel betrachten manche Leute Kolumbien als etwas, was so ähnlich ist wie Gaza und mit Drogenabhängigen zu tun hat. In Wahrheit ist das ein riesiges Land mit 48 Millionen Einwohnern, der Fläche nach 47mal so groß wie Israel. Es ist ein Land mit einer sich rasant entwickelnden Wirtschaft. Bogota ist eine angenehme moderne Stadt. Die Haltung gegenüber Israel ist sehr freundlich; es ist schwer, irgendwo auf größere Wertschätzung zu stoßen. Die Regierung ist sehr interessant und besteht aus jungen Leuten in ihren 40ern, alle mit Doktorabschluss von Oxford, Cambridge und Harvard. Sie besitzen ein exzellentes Verständnis der Welt, und es ist faszinierend, sich mit ihnen zu unterhalten.“


Lieberman (rechts) mit Perus Präsident Alan Garcia

(Foto: Reuters)


Auf die Frage, was Israel Südamerika anbieten könne, entgegnete Lieberman:

„Sie brauchen unsere Technologien in Bereichen wie Landwirtschaft, Satellitenkommunikation und Medizin. Offensichtlich brauchen sie unsere Zusammenarbeit im Krieg gegen den Terror, unsere Waffen und Methodologien. Für sie ist der Krieg gegen den Terror keine Show, die man sich im Fernsehen anguckt. Zusammenstöße mit den FARC, die von Venezuela und dem Iran unterstützt werden, gibt es fast täglich. Es gibt dort recht aktive muslimische Terrorzellen. Für sie wie für uns ist es ein tagtäglicher Kampf. Insofern haben wir ihnen eine Menge zu bieten.“

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Foreign_Minister/Speeches/Interview-with-FM-Liberman-on-Israel-Channel-9-4-Aug-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 04.08.09)
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Angespannte Lage im Norden
Drei Jahre nach dem Ende des zweiten Libanonkriegs besteht die Befürchtung, dass es infolge der aggressiven Aufrüstung der Hisbollah wieder zu einem Ausbruch der Feindseligkeiten an der israelisch-libanesischen Grenze kommen könnte. Die libanesische Terrororganisation hat bis zu 40 000 Raketen nahe der Grenze stationiert und bildet ihre Kämpfer zudem im Umgang mit Boden-Boden- und Flugabwehrraketen aus.

Der stellvertretende Kommandant des Nordkommandos der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Brigadegeneral Alon Friedman, hat der Londoner Times mitgeteilt, dass der Frieden der vergangenen drei Jahre „jede Minute explodieren“ könnte. Seine Sorge rührt auch von den jüngsten Drohungen der Hisbollah-Führung her.

Der Generalsekretär der Terrororganisation, Hassan Nasrallah, hatte vor kurzem mit der Reichweite seiner Raketen bis Tel Aviv geprahlt. Sein Stellvertreter Naim Qassem sagte in einem Times-Interview: „und wenn die Israelis glauben, sie werden uns mehr Schaden zufügen, wissen sie, dass wir ihnen auch mehr Schaden zufügen können.“

Die Londoner Times hat dem Thema einen längeren Artikel gewidmet: http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article6739175.ece

(The Times, 05.08.09)


Innerhalb der internationalen Gemeinschaft, die erpicht darauf ist, Zeichen von Ruhe und Fortschritt im Libanon zu erkennen, sind der Wahlsieg der Bewegung „14. März“ und Hinweise auf eine diplomatische ‚Normalisierung’ zwischen Syrien und dem Libanon als positive Signale der Hoffnung und Stabilität empfunden worden. Die Realität im Libanon ist jedoch zutiefst beunruhigend und lässt sich, trotz des Wunschdenkens vieler internationaler Akteure, immer schwerer ignorieren.

Die bereits zuvor kraftlosen und unüberzeugenden Leugnungen der Tatsache, dass die Hisbollah sich erneut aggressiv im Südlibanon festgesetzt hat, haben am 14. Juli einen schweren Rückschlag erlitten, als eine Reihe von Explosionen ein Waffenlager der Terrororganisation in Khirbat Salim, einem Schiitendorf südlich des Litani-Flusses aufgerissen hat.

Weitere Informationen zur explosiven Lage im Südlibanon gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Behind+the+Headlines/Warning_bells_in_Lebanon_30-Jul-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 30.07.09)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1139 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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