Mittwoch, 19.08.2009
 
 
Peres und Medvedev besorgt über iranisches Atomprogramm
 


In der Sommerresidenz von Russlands Präsident in Sochi am Ufer des Schwarzen Meeres haben sich gestern Präsident Shimon Peres und sein Amtskollege Dmitry Medvedev zu einem Arbeitsgespräch getroffen.

In dem vierstündigen Gespräch wurden die Stärkung der russisch-israelischen strategischen Beziehungen, Russlands Einbeziehung in die regionalen Friedensbemühungen und das iranische Atomprogramm diskutiert.

Zu Beginn lobte Medvedev Israel als Partner und wahren Freund: „Russland möchte seine strategischen Beziehungen mit dem Staat Israel auf den gleichen Stand wie den der Beziehungen zu Deutschland, Frankreich und Italien ausbauen. Wir bewundern die positive Handhabung der Weltwirtschaftskrise in Israel und bewundern sehr die israelischen Errungenschaften in Bereichen der Technologie, Landwirtschaft und Wissenschaft.“ Er begrüßte zudem den Vorschlag von Peres für zukünftige gemeinsame Wirtschaftsprojekte.


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(Bank of Israel, 19.08.09)


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Die wolkenlose schwüle Hitze setzt sich fort.

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Internetseite für Guy Hever

Der israelische Soldat Guy Hever ist am 17. August 1997 spurlos auf den Golanhöhen verschwunden. Die Familie geht davon aus, dass er in Syrien fest...  weiter

 
 


Internetseite für Guy Hever

Der israelische Soldat Guy Hever ist am 17. August 1997 spurlos auf den Golanhöhen verschwunden. Die Familie geht davon aus, dass er in Syrien festgehalten wird.

Die Familie hat nun eine Internetseite gegründet, auf der sie die Öffentlichkeit bittet, Licht ins Dunkel über das mysteriöse Verschwinden von Guy vor zwölf Jahren zu bringen.

Die Internetseite www.guyhever.com bietet Informationen über das Verschwinden von Guy, verschiedene Berichte über diesen Fall und schildert die unermüdlichen Bemühungen der Familie, herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Die Familie bietet eine Belohnung für Informationen über seinen Verbleib.
(ynetnews, 19.8.09)

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Römische Villa in Jerusalem entdeckt

Bei Ausgrabungen der israelischen Altertumsbehörde in der David-Stadt am Rande der Jerusalemer Altstadt ist  jüngst ein großräumiges Wohnhaus aus der römischen Zeit freigelegt worden, das sich auf das 4. Jahrhundert n.d.Z. datieren lässt.

Nach Auskunft des Ausgrabungsleiters Dr. Doron Ben-Ami erstreckte sich das zweistöckige und mit einem Ziegeldach bedeckte Gebäude über 1000 Quadratmeter. In der Mitte des Hauses befand sich ein großer Innenhof mit Säulengängen.

Das Gebäude ist wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n.d.Z. errichtet worden und wurde dann im 4. Jahrhundert von einem Erdbeben zerstört, dessen Spuren sich noch heute im Areal der Ausgrabung erkennen lassen. In den Ruinen fanden die Archäologen Säulenreste, Mosaike und Freskenfragmente, die aus dem zweiten Stock hinabgestürzt waren. Die Münzen, die auf dem Boden der Anlage gefunden wurden, legen eine Datierung um das Jahr 360 n.d.Z. nahe. Es ist anzunehmen, dass es sich bei dem Erdbeben um das von 363 handelte.

Die Freilegung der Villa in der David-Stadt ist ein bedeutender Beitrag zum heutigen Wissen über das Ausmaß der römischen Stadt im 3. und 4. Jahrhundert. Sie bietet äußerst wichtige archäologische Hinweise auf das Wachstum der Ansiedlung am Ende der römischen Epoche. Vor allem widerlegt sie die unter Wissenschaftlern verbreitete Annahme, dass die David-Stadt außerhalb des römischen Siedlungsgebiets lag.

(Außenministerium des Staates Israel, 17.08.09)

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„Schockierendes Beispiel der Dämonisierung Israels“

Das israelische Außenministerium hat am Dienstag erbost auf einen Bericht in Schwedens auflagenstärkster Zeitung „Aftonbladet“ reagiert. In dem Artikel werden Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) beschuldigt, Palästinenser entführt zu haben um deren Organe zu stehlen. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, bezeichnete den Bericht als „rassistische Hysterie der schlimmsten Sorte“ und als Rückfall in die Zeiten der mittelalterlichen Ritualmordlegenden.

„Der Artikel ist eine Schande für die freie Meinungsäußerung und alle Schweden sollten diesen Bericht bedingungslos ablehnen“, sagte Palmor. Zweifellos animiere der Bericht zu gewaltsamen Übergriffen gegen Juden.

Die israelische Botschaft in Schweden sandte der schwedischen Regierung am Mittwoch eine deutlich formulierte diplomatische Protestnote.

In dem Bericht der schwedischen Zeitung unter der Überschrift „Sie plündern die Organe unserer Söhne“, der mit einem grausigen Foto illustriert ist, werden Palästinenser zitiert, die behaupten, IDF-Soldaten hätten ihre Söhne entführt und deren Organe gestohlen. Es wird dabei auch eine Verbindung zu der kürzlichen Festnahme von amerikanischen Juden in New Jersey hergestellt. Einem von ihnen wird unter anderem vorgeworfen, an einem illegalen Organhandel beteiligt gewesen zu sein.

Die schwedische Tageszeitung „Sydvenskan“ kommentierte den Bericht der Konkurrenzzeitung: „Wir haben diese Geschichte schon gehört, so oder ähnlich. Sie folgt dem traditionellen Muster der Verschwörungstheorie. Ein Flüstern im Dunkeln, anonyme Quellen, Gerüchte. Das ist alles, was es braucht. Schließlich wissen wir alle, wie die Juden sind: unmenschlich, verhärtet, zu allem fähig. Nun fehlt nur noch die Verteidigung, die ebenso vorhersehbar ist: Antisemitismus? Nein, nein, nur Kritik an Israel.“

Die schwedische Botschafterin in Israel, Elisabet Borsiin Bonnier, verurteilte den Aftonbladet-Artikel am Mittwoch in einer Presseerklärung: „Der Artikel ist für uns Schweden genauso schockierend und abstoßend wie für israelische Bürger.“

Der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ayalon reagierte ebenfalls entsetzt auf diesen Bericht: „Das ist reiner Antisemitismus, von dem ich auch die schwedische Regierung nicht freispreche.“

(The Jerusalem Post, Haaretz und Yediot Ahronot, 19.08.2009)

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Peres und Medvedev besorgt über iranisches Atomprogramm


In der Sommerresidenz von Russlands Präsident in Sochi am Ufer des Schwarzen Meeres haben sich gestern Präsident Shimon Peres und sein Amtskollege Dmitry Medvedev zu einem Arbeitsgespräch getroffen.

In dem vierstündigen Gespräch wurden die Stärkung der russisch-israelischen strategischen Beziehungen, Russlands Einbeziehung in die regionalen Friedensbemühungen und das iranische Atomprogramm diskutiert.

Zu Beginn lobte Medvedev Israel als Partner und wahren Freund: „Russland möchte seine strategischen Beziehungen mit dem Staat Israel auf den gleichen Stand wie den der Beziehungen zu Deutschland, Frankreich und Italien ausbauen. Wir bewundern die positive Handhabung der Weltwirtschaftskrise in Israel und bewundern sehr die israelischen Errungenschaften in Bereichen der Technologie, Landwirtschaft und Wissenschaft.“ Er begrüßte zudem den Vorschlag von Peres für zukünftige gemeinsame Wirtschaftsprojekte.

Das Thema Iran nahm einen großen Teil innerhalb des Gesprächs ein. Peres erklärte: „Das Problem mit dem Iran ist nicht nur sein Streben nach Atomwaffen sondern auch der Charakter des Regimes. Herr Präsident, ich bin Jude. Ein großer Teil meiner Familie wurde von den Nazis ermordet. Es ist mir unmöglich, sitzen zu bleiben und nichts zu tun, wenn ich den iranischen Präsidenten zur Zerstörung Israels aufrufen höre. Von meinem Standpunkt aus hat eine Atombombe in iranischen Händen nur eine Bedeutung – die eines fliegenden Todeslagers. Ich sage nicht, er wird es morgen früh tun, aber es besteht kein Zweifel, dass es geschehen wird. Die Tatsache, dass der Iran parallel zu seinem Atomprogramm Milliarden Dollar in die Entwicklung von Langstreckenraketen investiert, ist ein klarer Beweis dafür. Israel bedroht kein Land der Welt. Wir haben keine territorialen oder politischen Ambitionen. Wir wollen kein zusätzliches Land. Aber Iran bedroht nicht nur Israel ununterbrochen, sondern die gesamte Welt. Darüber hinaus ist es unmöglich vorher zu sagen, in wessen Hände die Waffen fallen werden. Terroristische Organisationen operieren rund um den gesamten Erdball und zögern nicht, wie Sie wissen, zu allen Mitteln zu greifen, die ihnen helfen.“

Auch der Verkauf von russischen Waffen und militärischem Equipment an israelfeindliche Staaten einschließlich des Iran wurde diskutiert. Präsident Peres betonte, wie sehr dies die empfindlichen Machtverhältnisse in der Region beeinträchtigen könnte und bat den russischen Präsidenten, seine Politik hinsichtlich dieses Aspektes zu überdenken. Er betonte in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass russische Waffen in den Händen von syrischen und iranischen Terrororganisationen seien, besonders in denen der Hisbollah und der Hamas.

Medvedev zeigte sich über die Vorstellung, dass Iran über Atomwaffen verfügen könne, ebenfalls sehr besorgt: „Wir haben keinen Zweifel daran, dass, sollte Iran in den Besitz von Atomwaffen kommen, es zu einem Wettrüsten mit anderen Staaten des Nahen Ostens kommt. Das ist ein sehr übles Szenario.“ Hinsichtlich der russischen Waffengeschäfte sagte er, dass er die israelische Bitte überdenken werde: „Russland lehnt Waffenhandel, der die empfindlichen Machtverhältnisse im Nahen Osten stören könnte, ab und wird seine Meinung dazu auch nicht ändern.“

Zum Thema des Friedensprozesses bot Medvedev seine Hilfe an, bei den Verhandlungen mit Syrien zu vermitteln, denn er habe das Gefühl, dass der syrische Präsident Assad zu direkten Gesprächen mit Israel bereit sei. Peres bestätigte auch Israels Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Syrien, wies jedoch darauf hin, dass Syrien islamistische Terrororganisationen beherberge, unterstütze und in deren Aktivitäten in Libanon involviert sei.

Auf die Bitte des israelischen Präsidenten, sich für die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit einzusetzen, sagte Medvedev seine Unterstützung zu.

Auch die Verpflichtungen der israelischen Regierung zur Zweistaatenlösung und zum Stop des Siedlungsbaus waren Thema, wobei Peres die Bemühungen um regionale Friedensinitiativen als einen großen Wechsel innerhalb der arabischen Welt begrüßte.

Peres bedankte sich bei Medvedev für die Gastfreundschaft und die guten Beziehungen zu Israel. Die beiden Präsidenten verabschiedeten sich mit der Zusage, diese direkten Gespräche zwischen Russland und Israel fortzusetzen.

(Sprecher des Präsidentenbüros, 19.08.09)

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Interne Quellen bestätigen: Hisbollah wird vom iranischen Regime gesteuert

Zwei hochrangige Vertreter des iranischen Regimes und der Terrororganisation Hisbollah haben sich jetzt über die Beziehungen zwischen dem iranischen Regime und der Hisbollah geäußert: Ali Akbar Velayati, außenpolitischer Berater des iranischen geistlichen Führers Khamenei, erklärte, das iranische Regime stelle den Terrororganisationen Hisbollah und Hamas volle und umfassende Unterstützung zur Verfügung. Die Hisbollah sei dem iranischen Regime deshalb verpflichtet. Scheich Naim Qassem, stellvertretender Generalsekretär der Hisbollah, betonte, Khamenei sei eine Quelle von Legitimität für seine Organisation. Die Hisbollah erhalte von ihm islamische Weisungen zu allen prinzipiellen Fragen, unter anderem auch zu Angriffen auf Israel.

Velayati tätigte seine Aussage am 25. Juli 2009 im TV-Sender „Al-Jazeera“. In einem Interview sagte er, das iranische Regime habe die Hisbollah im Zweiten Libanonkrieg 2006 umfassend unterstützt und die Verantwortung für die Hamas während der Kämpfe im Gaza-Streifen 2008/09 übernommen. „Ein Teil des Widerstandes der Palästinenser im Gaza-Streifen ist nur dank iranischer Hilfe und Unterstützung möglich“, so Velayati. 

Das iranische Regime betrachtet die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gaza-Streifen als zwei wichtige Machtzentren, die bei der Verfolgung der eigenen strategischen Ziele von Nutzen sein können. Dabei steht das Streben nach regionaler Hegemonie im Nahen Osten im Mittelpunkt. Das iranische Regime kann Hisbollah und Hamas dazu einsetzen, um Bevölkerungszentren im Norden und Süden Israels zu bedrohen, seinen Einfluss in der arabisch-muslimischen Welt zu vergrößern, die Friedensverhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde zu beschädigen und den Einfluss der prowestlichen sunnitischen Staaten zu untergraben.

In einem Interview mit der libanesischen Tageszeitung „Nahar al-Shahab“ bestätigte Scheich Naim Qassem am 30. Juli 2009 die Aussagen Velayatis. Die Hisbollah würde keinen Krieg gegen Israel führen ohne die Erlaubnis des obersten Rechtsgelehrten des Iran einzuholen, so der stellvertretende Generalsekretär der Hisbollah. Der oberste Rechtsgelehrte – ein Begriff, der für das iranische Staatsoberhaupt Khamenei benutzt wird – mische sich jedoch nicht in die Details der Ausführung seiner Weisungen ein. Die Wahl des Zeitpunktes und der einzusetzenden Waffen liege in der Hand der Hisbollah.

Qassem hatte bereits 2007 erklärt, die Hisbollah bestimme ihr politisches Programm nicht selbst. Die Organisation sei in allen Facetten des Kampfes gegen Israel abhängig von den religiösen Weisungen der iranischen Führung. Dies ist auch angesichts der Tatsache bemerkenswert, dass die Terrororganisation Hisbollah als Partei im libanesischen Parlament vertreten ist und sich bemüht, dort ein Vetorecht zu erlangen.

(Intelligence and Terrorism Information Center http://www.terrorism-info.org.il, 10.08.2009)

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(Bank of Israel, 19.08.09)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1151 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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