Donnerstag, 17.09.2009
 
 
Goldstones Unterlassungssünden
 
Die britische Tageszeitung The Guardian hat einen kritischen Kommentar zu dem Bericht der UN-Untersuchungsmission zur israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen veröffentlicht. Er bemängelt nicht zuletzt, dass die Kriegsführung der Terrororganisation Hamas und ihre Strategie der menschlichen Schutzschilde nicht in das Gesamturteil mit einbezogen worden ist.

„Richard Goldstones lang erwarteter Bericht hat den Verdacht bestätigt, dass seine Untersuchung von einer Agenda der Isolierung Israels geleitet wurde. Der possenhafte Untersuchungsprozess hat einen Bericht hervorgebracht, der Israel diffamiert, aber kaum zu einem besseren Verständnis des Gaza-Konflikts beiträgt.

Zu Recht ist viel von dem einseitigen Mandat der Untersuchung die Rede gewesen, das die Schuldhaftigkeit der Hamas ausgelöscht hat. Das Gremiumsmitglied Christine Chinkin hat Israels Operation in Gaza noch vor Beginn der Untersuchung als „Kriegsverbrechen“ gebrandmarkt. Infolgedessen hat die israelische Regierung die Menetekel richtig erkannt und ist dem Goldstone-Prozess ferngeblieben.“


weiter
weitere Themen:
Lieberman in Belgrad



Berlin-Marathon 2009

Laufen für Gilad Shalit

weiter


1 € - 5.5204 NIS (+0.579%)
1 CHF -3.6286 NIS (+0.471%)
1 £ - 6.2018 NIS (+0.436%)
1 $ 3.7500 NIS (+0.267%)

(Bank of Israel, 17.09.09)


Abkühlung vorhergesagt.

Jerusalem: 18/25 °C
Tel Aviv: 23/29 °C
Haifa: 25/29 °C
Be’er Sheva: 22/33 °C
Ein Gedi: 27/36 °C
Eilat: 25/37 °C



[UEBERSCHRIFT1]
[INHALT1]
[UEBERSCHRIFT2]
[INHALT2]
 
 


Lieberman in Belgrad
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich am Mittwoch in Belgrad mit seinem serbischen Amtskollegen Vuk Jeremic getroffen und mit ihm ein Abkommen zum gegenseitigen Visumverzicht unterzeichnet. In der anschließenden Pressekonferenz lobte er die historischen Beziehungen zwischen Israel und Serbien.



„Unsere beiden Nationen haben eine Geschichte freundlicher Beziehungen, die weit in die Zeit vor der Gründung unserer Staaten zurückreichen. In der schlimmsten Periode der menschlichen Geschichte, während des Zweiten Weltkriegs, haben Serben und Juden gemeinsam, Schulter an Schulter gegen die Nazis gekämpft.

Minister Jeremic und ich hatten ein sehr offenes und freundliches Treffen. Ich unterrichtete den Minister über Entwicklungen in unserer Region, hauptsächlich die Herausforderungen, denen Israel gegenübersteht, um seinen Bürgern Sicherheit und ein normales Leben zu gewährleisten. In Hinsicht auf die palästinensische Angelegenheit habe ich die Schritte unterstrichen, die Israel unternommen hat, um das Leben der Bevölkerung zu verbessern, und unsere Bereitschaft, ohne Aufschub in direkte Verhandlungen einzutreten.

Auch über die Bedrohung, die der Iran für die Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten sowie auf der ganzen Welt darstellt, haben wir ausführlich gesprochen. Irans Streben nach Atomwaffen ist eine globale Bedrohung, und die internationale Gemeinschaft sollte damit in einer ernstzunehmenden Weise umgehen. Unserer Ansicht nach ist es ein falsches Signal an die Führer in Teheran, die unverblümt internationale Beschlüsse und Normen ignorieren, ‚business as usual’ mit dem Iran zu betreiben.“

Den vollständigen Wortlaut von Liebermans Ausführungen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Foreign_Minister/Speeches/Press_conference_FM_Liberman_Belgrade_16_Sep_2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 16.09.09)
zum Anfang
diesen Artikel drucken



Goldstones Unterlassungssünden
Die britische Tageszeitung The Guardian hat einen kritischen Kommentar zu dem Bericht der UN-Untersuchungsmission zur israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen veröffentlicht. Er bemängelt nicht zuletzt, dass die Kriegsführung der Terrororganisation Hamas und ihre Strategie der menschlichen Schutzschilde nicht in das Gesamturteil mit einbezogen worden ist.

„Richard Goldstones lang erwarteter Bericht hat den Verdacht bestätigt, dass seine Untersuchung von einer Agenda der Isolierung Israels geleitet wurde. Der possenhafte Untersuchungsprozess hat einen Bericht hervorgebracht, der Israel diffamiert, aber kaum zu einem besseren Verständnis des Gaza-Konflikts beiträgt.

Zu Recht ist viel von dem einseitigen Mandat der Untersuchung die Rede gewesen, das die Schuldhaftigkeit der Hamas ausgelöscht hat. Das Gremiumsmitglied Christine Chinkin hat Israels Operation in Gaza noch vor Beginn der Untersuchung als „Kriegsverbrechen“ gebrandmarkt. Infolgedessen hat die israelische Regierung die Menetekel richtig erkannt und ist dem Goldstone-Prozess ferngeblieben.“

„Aber möglicherweise ist das, was fehlt, am aufschlussreichsten.  Beim Lesen des Berichts würde man in Unkenntnis über die Hamas-Strategie der menschlichen Schutzschilde verharren, die erheblich zu den zivilen Toden in Gaza beigetragen hat. Goldstone zieht es vor, das Offensichtliche zu ignorieren. Obgleich er feststellt: „Bewaffnete palästinensische Gruppen waren während der Militäroperationen in städtischen Gebieten präsent und haben aus städtischen Gebieten Raketen abgefeuert“, weicht er der logischen Schlussfolgerung in Bezug auf den massiven Einsatz menschlicher Schutzschilde aus. Einzuräumen, dass die Hamas Bürger Gazas gefährdet hat, würde freilich eine Alternative zur israelischen Schuld bieten. Doch statt die unangenehme Wahrheit festzustellen, bekräftigt der Bericht die im Voraus gefällte Annahme israelischer Schuldhaftigkeit.“

„Abermals sind es die Unterlassungssünden, die die Empfehlungen Goldstones wahrhaft unterminieren. Während er Israels Militäreinsatz verurteilt, tut Goldstone wenig dafür, Lösungen zu bieten. Er legt Lippenbekenntnisse zu den Komplexitäten asymmetrischer Kriegsführung ab, wobei er den leichten Weg der Kritik bevorzugt. Statt zu empfehlen, wie man Gruppen wie die Hamas und den Islamischen Jihad, die mutwillig Zivilisten ins Visier nehmen, stoppen könnte, optiert Goldstone für eine freimütige Anprangerung Israel.

Selbstverständlich sind dies dieselben Dilemmata wie die, denen das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten auf fremden Kampfschauplätzen gegenüberstehen.  Bis die Fragen ernsthaft angesprochen oder aber die Truppen in Afghanistan und im Irak derselben Kontrolle unterworfen werden, wird man Goldstone und die Nichtregierungsorganisationen und UN-Rahmenwerke, die ihr Gewicht für diese Mission in die Waagschale werfen, mit Misstrauen betrachten.“

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/sep/16/richard-goldstone-report-israel-gaza

(The Guardian, 16.09.09)
zum Anfang
diesen Artikel drucken
Israelische Armee entfernt 100 Straßensperren im Westjordanland
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Mittwoch mit der Entfernung von 100 Straßensperren in Judäa und Samaria begonnen. Diese Maßnahme wird erheblich zur Erleichterung des Verkehrs zwischen ländlichen Gebieten und Dörfern und den zentralen Transportrouten im Westjordanland beitragen.


Foto: IDF

Die Entscheidung zu diesem Schritt wurde in Abstimmung mit Verteidigungsminister Ehud Barak und Generalstabschef Gabi Ashkenazi getroffen. Sie spiegelt die politische Linie der israelischen Regierung wider, wonach parallel zur Gewährleistung der Sicherheit die palästinensische Wirtschaft gefördert wird. Die Räumungsarbeiten sollen bis zum Eid ul-Fitr-Fest in der kommenden Woche abgeschlossen sein.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 16.09.09)
zum Anfang
diesen Artikel drucken



Exportzuwachs von 25%
Weiterhin mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich die israelische Wirtschaft von den Folgen der internationalen Finanzkrise erholt. So hat das Statistische Zentralamt nun mitgeteilt, dass die israelischen Exporte in den Monaten Juni bis August auf das Jahr umgerechnet um 25.6% angewachsen sind. Zwischen März und Mai war noch ein Rückgang von 0.4% zu verzeichnen gewesen.

Auch beim Import ist zwischen Juni und August ein Wachstum zu registrieren, und zwar von 10.4%. In den Monaten März bis Mai hatte es einen Rückgang von 24.5% gegeben.

Die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr wird anhand des Handelsdefizits besonders augenfällig. Während sich dieses 2008 noch auf 8.9 Milliarden Euro belief, wird es in diesem Jahr voraussichtlich nur 4 Milliarden betragen.

(Yedioth Ahronot, 16.09.09)
zum Anfang
diesen Artikel drucken

 
Events

Berlin-Marathon 2009 - Laufen für Gilad Shalit



Wenn an diesem Wochenende in Berlin einer der größten und wichtigsten Marathonwettkämpfe der Welt stattfindet, soll dabei auch ein Zeichen für die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit gesetzt werden: Auf Initiative des in Berlin lebenden Israelis Ron Segal sollen am 20. September 2009 insgesamt 1183 Läufer ein hellblaues Armband tragen – jeder Läufer soll für einen Tag stehen, den sich Shalit am Tag des Marathons in Gefangenschaft befinden wird.

Shalit war am 25. Juni 2006 von palästinensischen Terroristen auf israelischem Territorium entführt und in den Gazas-Streifen verschleppt worden. Die israelische Regierung bemüht sich seitdem um die Freilassung des heute 23 Jahre alten Soldaten. Besuche des Roten Kreuzes und medizinische Versorgung werden Shalit seit seiner Entführung verwehrt.

Alle, die sich für den Berlin-Marathon registriert haben, können sich kostenfrei für die Aktion anmelden: Im Rahmen der Abholung der Startnummern kann man sich am Flughafen Tempelhof am 17.9. (14 – 20 Uhr), 18.9. (12 – 21 Uhr) und 19.9. (9 – 18 Uhr) am Stand von „Run4Me“ melden und das Armband entgegennehmen.

Auch wer nicht laufen möchte, kann sich für die Freiheit von Gilad Schalit einsetzen: Am Tag des Marathons wird es von 09:30 bis 12:30 Uhr einen Informationsstand zu der Initiative am Innsbrucker Platz in Berlin geben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.run4me.com
zum Anfang
diesen Artikel drucken
Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1180 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
zum Anfang
diesen Artikel drucken


An- und Abmelden des Newsletters
Newsletter-ArchivIsrael Ministry of Foreign Affairs
Israel von A-ZIsrael Line - MFA Newsletter
Medienspiegel der deutschen Botschaft Tel AvivIsrael Defense Forces IDF
 www.facebook.com/IsraelinGermany
 www.twitter.com/IsraelinGermany
 www.youtube.com/botschaftisrael
 www.botschaftisrael.de


Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen und Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de.
Für den Inhalt externer Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Disclaimer

 
     


Zurück zum Newsletterarchiv