Donnerstag, 01.10.2009
 
 
Die letzte Etappe
 
Von Ari Shavit

Die Grundtatsachen haben sich nicht verändert: Der Iran galoppiert auf die Atombombe zu. Die iranische Uhr tickt im Rhythmus von drei Kilogramm angereichtem Uran pro Tag. Trotz eindrucksvoller Erfolge im Bereich des Vereitelns vereitelt die Vereitelung die iranische Bombe nicht, sondern zögert nur den Zeitpunkt ihres Zusammenbaus hinaus. Der Aufschub ist wichtig, aber er reicht nicht aus. Tatsache: Wieder und wieder ist es den Iranern geglückt, die zu überlisten, die sie aufzuhalten versuchen.


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Israels UN-Botschafter in Genf kritisiert Goldstone-Bericht

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(Bank of Israel, 01.10.09)


Sommerliche Aussichten.

Jerusalem: 16/25 °C
Tel Aviv: 19/28 °C
Haifa: 19/29 °C
Be’er Sheva: 17/30 °C
Ein Gedi: 25/34 °C
Eilat: 23/34 °C



 
 


Israels UN-Botschafter in Genf kritisiert Goldstone-Bericht
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Aharon Leshno Yaar, hat in einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats zu dem Bericht der Goldstone-Kommission Stellung genommen, der Israel einseitig wegen seiner Militäroperation im Gaza-Streifen anprangert.


Foto: UN Photo/Jean-Marc Ferre

„Dies ist ein Bericht – von 575 Seiten -, in dem das Recht auf Selbstverteidigung nicht erwähnt wird, in dem der Waffenschmuggel nach Gaza durch Hunderte von Tunneln mit keinem Wort erwähnt wird.

Ein Bericht, der auf vorweg gefilterte palästinensische Zeugen basiert, von denen nicht einer über die terroristischen Aktivitäten der Hamas oder den Missbrauch von Zivilisten, Krankenhäusern und Moscheen für terroristische Angriffe befragt worden ist.

Ein Bericht, der auf sorgsam ausgewählten Vorfällen basiert, die für den politischen Effekt handverlesen wurden. Wie Richter Goldstone in einem öffentlichen Schriftwechsel offenbarte: ‚Wir haben uns nicht mit den Problemen der Durchführung von Militäroperationen in bewohnten Gebieten befasst. Wir haben dies bei den von uns untersuchten Vorfällen zu vermeiden beschlossen.’“

„Anders als die Hamas-Terroristen, die sich über jeden zivilen Todesfall freuen, betrachtet Israel jeden zivilen Todesfall als Tragödie, fühlt sich Israel verpflichtet, jedem Vorwurf eines Fehlverhaltens voll nachzugehen. Nicht wegen, sondern trotz des Berichts.

Damit kein Zweifel besteht. Dieser Bericht wird das Leben der Einwohner von Sderot und Gaza-Stadt, von Kiryat Shmona und Jenin in keiner Weise erleichtern. Indem er terroristische Taktiken unterstützt und rechtfertigt, ist er ein Verrat an Israel und den gemäßigten Palästinensern gleichermaßen.“

Die vollständige Rede Leshno Yaars gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Speeches+-+statements/Amb_Leshno_Yaar_UN_Human_Rights_Council_29-Sep-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 29.09.09)
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Die letzte Etappe
Von Ari Shavit

Die Grundtatsachen haben sich nicht verändert: Der Iran galoppiert auf die Atombombe zu. Die iranische Uhr tickt im Rhythmus von drei Kilogramm angereichtem Uran pro Tag. Trotz eindrucksvoller Erfolge im Bereich des Vereitelns vereitelt die Vereitelung die iranische Bombe nicht, sondern zögert nur den Zeitpunkt ihres Zusammenbaus hinaus. Der Aufschub ist wichtig, aber er reicht nicht aus. Tatsache: Wieder und wieder ist es den Iranern geglückt, die zu überlisten, die sie aufzuhalten versuchen. Sobald ihre Depots erstes Rohmaterial für 30 Atombomben und fortgeschrittenes Rohmaterial für eine Atombombe enthalten werden, steht die schiitische Großmacht an der Schwelle. Ihr Abstand zur vollen Atomisierung schwankt zwischen einem Jahr im schlimmsten und drei, vier Jahren im günstigsten Fall.

Auch die strategische Bedeutung der Grundtatsachen hat sich nicht verändert: Wenn Mahmoud Ahmadinejad eines Morgens bekannt geben wird, dass er eine Atombombe in den Händen hält, wird die Welt, in der wir leben, eine andere Welt sein. Der morgendliche Kaffee in Florentin wird nicht der gleiche Kaffee sein, und der Kir Royal am Place de la Bastille wird nicht mehr denselben Champagnergeschmack haben. Auch angenommen, dass Teheran rational agieren und nicht gleich Gebrauch von der Waffe des jüngsten Gerichts machen wird, wird seine Atomisierung die Atomisierung des gesamten Nahen Ostens in Gang setzen. Gleichermaßen wird die Atomisierung des Iran das Kräftegleichgewicht zwischen Extremisten und Gemäßigten im Nahen Osten verändern. Sie wird den Nahen Osten in ein multipolares Nuklearsystem verwandeln, unter dessen Oberfläche eine brodelnde und instabile Region Blasen bilden wird. Kein Präzedenzfall aus der Zeit des Kalten Krieges wird dieser neuen Situation ähneln. Ein atomarer Iran bedeutet ein atomares Saudi-Arabien und ein atomares Ägypten und eine atomare Türkei und eine atomare Welt. Ein atomarer Iran bedeute, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Schreckens wird.

Gleichwohl hat sich etwas Grundlegendes verändert: Die Ereignisse der letzten Woche haben bewiesen, dass der Westen des Herbstes 2009 in Bezug auf den Iran nicht der Westen des Frühjahrs 2009 ist. Die Pittsburgh-Erklärung von Obama, Sarkozy und Brown wird nur die ins Auge stechende Spitze des Eisbergs sein. Unter der Wasseroberfläche haben die Vereinigten Staaten in den letzten Monaten eine energische und spannende Diplomatie betreieben. Die Nähe der Führungsriege der demokratischen Regierung zu Europa erlaubt ihr, das nordatlantische Bündnis erneut enger zusammenzuschweißen. Ihre Bereitschaft Russland zu umwerben und zu beschwichtigen ermöglicht ihr, eine gewisse Zusammenarbeit von Seiten Moskaus zu erreichen. Auch in China absolvieren die Amerikaner nicht wenig Laufarbeit.
Wenn es also zu Anfang des Sommers noch nicht klar war, ob sich Obama das iranische Problem zu Herzen nehmen würde oder nicht, ist das Bild heute klar. Mit großer Verspätung versuchen der US-Präsident, Frankreichs Präsident, Großbritanniens Premierminister und die deutsche Bundeskanzlerin, den Iran wirklich diplomatisch zu belagern. Sie tun alles, was mit diplomatischen Mitteln getan werden kann, um die verhängnisvollen Zentrifugen in Natanz und Qom zu stoppen.

Bei diesem Stand der Dinge besteht kein wirklicher Anlass zur Furcht vor einem unmittelbaren israelischen Angriff auf den Iran. Dies hat fünf Gründe: Der optimale Zeitpunkt für einen militärischen Angriff ist vorüber; der letztmögliche Zeitpunkt für einen militärischen Angriff ist noch nicht gekommen; die internationale Gemeinschaft ist endlich aufgewacht; das iranische Regime ist politisch und wirtschaftlich stark geschwächt; die gegenwärtige israelische Führung ist eine verantwortungsvolle Führung, die keinen Kriegsgöttern huldigt und den Finger nicht am Abzug hat.

Dennoch sollte die Tatsache, dass Israel sich gegenwärtig in Zurückhaltung übt, nicht täuschen. Heute erreicht das diplomatische Engagement zwischen der westlichen Welt und dem Iran seine letzte Etappe. In den vorigen Runden im Stadion hat der iranische Athlet sich sowohl als schneller als auch entschlossener erwiesen als seine faulen und verwöhnten Gegner. Diesmal muss das Ergebnis anders aussehen. Sobald sich die Gespräche ausgereizt haben, müssen die westlichen Mächte sofortige und aggressive Sanktionen gegen Teheran verhängen. Sie müssen die Unrechtmäßigkeit des iranischen Regimes und die Verletzlichkeit des iranischen Marktes voll ausschöpfen, um die Produktion von Atomwaffen zu verhindern.

Wenn die internationale Gemeinschaft jetzt keine harte Diplomatie betreibt, wird sie selbst vor dem unmöglichen Dilemma Bombe oder Bombardierung stehen. Wenn es dazu kommt, werden Obama-Sarkozy-Brown-Merkel persönliche Verantwortung für die Schaffung nicht nur eines anderen Nahen Ostens, sondern auch einer anderen Welt tragen.

(Haaretz, 01.10.09)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Stanpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Israel entlässt weibliche palästinensische Gefangene
Das Sicherheitskabinett der israelischen Regierung hat am Mittwoch beschlossen, gemäß einem Vorschlag des Verhandlungsteams für die Befreiung des entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit 20 weibliche palästinensische Sicherheitshäftlinge freizulassen. Israel soll im Gegenzug aktualisierte und eindeutige Beweise dafür erhalten, dass Shalit noch am Leben ist.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu lobte die israelische Verhandlungsdelegation unter Leitung von Haggai Hadas für ihre professionelle und diskrete Arbeit und sagte: „Es ist wichtig, dass die ganze Welt weiß, dass Gilad Shalit noch am Leben und die Hamas verantwortlich für sein Wohlergehen und für sein Schicksal ist.“

Das Sicherheitskabinett entschied sich, als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen der indirekten Verhandlungen auf die ägyptische Initiative einzugehen. All dies geschieht im Vorfeld der entscheidenden Phasen innerhalb der Verhandlungen über Gilad Shalits Freilassung und auf Grundlage der Entschlossenheit von Israels Regierung, ihn schnell nach Hause zurückzubringen und gleichzeitig die existentiellen Sicherheitsinteressen Israels zu wahren.

Weitere Informationen, auch zu den 20 palästinensischen Terroristinnen, gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2009/Security_Cabinet+_Communique_30-Sep-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 30.09.09)
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Rakete im westlichen Negev


Abermals haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen am Mittwochabend eine Kassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Sie schlug nahe einem Kibbutz im Kreis Sha’ar Hanegev ein und verursachte weder Sach- noch Personenschaden.

Die israelische Luftwaffe bombardierte in Reaktion darauf zwei Schmuggeltunnel im südlichen Gaza-Streifen.

Die Sicherheitslage im Süden hat sich in der letzten Zeit nach einer Phase der relativen Ruhe wieder verschärft.

(Yedioth Ahronot, 01.10.09)
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Deutsches Solarunternehmen steigt in israelischen Markt ein
Der deutsche Solarenergiesystemhersteller Solon SE hat mit der israelischen Firma Pretium Renewable Energy ein Kooperationsabkommen geschlossen, um in den israelischen Photovoltaikmarkt einzusteigen.

Solon ist das letzte Glied in einer Reihe deutscher Unternehmen, die Solarenergieprojekte in Israel aufbauen wollen. Zu den weiteren gehören Siemens, die Solar Millenium AG und Bosch.

Pretium wird SOLON in der Rolle als Generalunternehmer in Israel repräsentieren, und die beiden Unternehmen werden gemeinsam maßgeschneiderte Kraftwerkslösungen für Investoren anbieten.

Die angekündigte Ausweitung des bestehenden Einspeisetarifes für Aufdachanlagen auf große Freiflächenanlagen bis zu 5 MWp installierter Leistung eröffnet ein großes Marktpotential in Israel. Die Zusammenarbeit mit Pretium als einem lokal etablierten und ausgezeichnet vernetzten Partner versetzt SOLON in eine gute Ausgangsposition zum Einstieg in den israelischen Markt für große Freiflächenanlagen.

(Globes, 30.09.09)
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Events

Jüdische Filmtage in Saarbrücken


Zwischen dem 11. und 16. Oktober finden in Saarbrücken die Jüdischen Filmtage statt.

Mit dem Programm möchten die Veranstalter Synagogengemeinde Saar und Kino Achteinhalb verschiedene Facetten des jüdischen Alltags z.B. in Israel vorstellen. In zwei längeren Dokumentarfilmen aus Israel, YOLKI PALKI und THE BEETLE, werden auf humorvolle Weise sowohl die Integration der Neueinwanderer aus Russland, der Streit um unterschiedliche Sichtweisen und Werte im heutigen Israel, die Sehnsucht nach Freiheit und das Zusammenleben der Juden und Araber in dieser Region thematisiert. Als Vorfilm an vier Abenden läuft der Videokunstbeitrag SABBATH 2008 von Nira Pereg.

Hervorzuheben ist die Präsentation der Filmschule des Sapir Colleges in Israel mit einem Filmprogramm und einer Ausstellung. Das College befindet sich unweit der Grenze zum Gaza-Streifen, in einer Region, in der Juden nordafrikanischer Herkunft, Beduinen, russische und mittelasiatische Immigranten und Palästinenser in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Mehr als 350 Studierende sind in den vier Fachrichtungen der Filmschule − Film, Fernsehen, Animation und Filmmusik − eingeschrieben. Das Studium zielt nicht allein auf die berufspezifische Ausbildung der Studierenden, sondern richtet den inhaltlichen Fokus auf sozialpolitische Fragestellungen. In den sieben Jahren ihres Bestehens hat die Hochschule viele kulturelle und soziale Projekte initiiert, u. a die Errichtung einer Cinemathek, des Festivals CINEMA SOUTH und Kino-Gemeinden im Süden des Landes.

Vom 11. bis 14. 10., 18.30 bis 20.00 Uhr wird eine Installation von Animations- und Experimentalfilmen im N.N. (Nauwieserstr. 19, SB) einen Überblick über die Aktivitäten und Ausbildungsmöglichkeiten des Sapir College geben. Während der gesamten Filmtage, insbesondere zur Vorstellung des Kurzfilmprogramms der Hochschule, werden die Regisseure Kathy Rivkin (MELTDOWN), Danny Geva (SALEM, DAVID), Efrat Corem (YOUR YOUNGER DAUGTHER RACHEL) sowie Uzi Adam (Filmemacher und Leiter der Abteilung für Filmtechnik und Produktion) und Emily Noy (Animationsfilmemacherin und Studentin) anwesend sein.

Das detaillierte Programm und weitere Informationen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mein-israel.eu/files/reisen/juedflyer.pdf


Ausstellungen erhältlich


Die Botschaft des Staates Israel in Berlin bietet den Verleih rund eines Dutzends von Ausstellungen über Israel an. Von November an ist etwa die folgende Ausstellung für etwa drei Monate verfügbar:

Our Country

Diese Ausstellung von Werken des Fotografen Alex Levac zeigt die verschiedenen Gesichter Israels in ihrer natürlichen Umwelt und ihrem kulturellen Umfeld. Diese einmaligen Einsichten in die Seele der israelischen Gesellschaft, gebannt auf Schwarz-Weiß-Film, entsprechen höchsten künstlerischen Ansprüchen und zeigen den Facettenreichtum der in Israel lebenden Menschen.

Informationen zum Verleih sind in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit erhältlich: 030-89045-422 oder -425; pubsec@berlin.mfa.gov.il
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1194 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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