Mittwoch, 10.02.2010
 
 
Sie zeigen uns den Finger
 
Von Ronen Bergman

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Donnerstag ganz überraschend seinen Außenminister, Manouchehr Mottaki, zur Münchener Sicherheitskonferenz geschickt. Die Veranstalter widmeten ihm eine spätabendliche Sondersitzung, in der Hoffnung, er würde etwas sagen, das den Westen beschwichtigen würde.



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Lieberman in Aserbaidschan
Der Friedensprozess mit den Palästinensern – Fragen und Antworten (7)

„Auf den Spuren des Zionismus“

Reise von Israel Bonds im April
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1 € - 5.1528 NIS (+0.853%)
1 CHF -3.5157 NIS (+0.887%)
1 £ - 5.8569 NIS (+0.783%)
1 $ - 3.7490 NIS  (+0.563%)

(Bank of Israel, 10.02.10)


Schöne Aussichten.

Jerusalem: 10/15 °C
Tel Aviv: 12/20 °C
Haifa: 12/20°C
Be’er Sheva: 9/21 °C
Ein Gedi: 13/24 °C
Eilat: 10/23 °C



Gruppe von Afghanen im Galillee College

Erstmals hat eine Gruppe von Afghanen an einem Intensivkurs des Galilee College im israelischen Moshav Nahalal teilgenommen. Das College wurde von der UN-Behörde, die das Programm zur regionalen Gemeindeentwicklung finanziert, ausgewählt, obwohl keine diplomatischen Beziehungen zwischen Afghanistan und Israel bestehen.

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Lieberman in Aserbaidschan

Israels Außenminister Avigdor Lieberman ist am Dienstag nach Baku gereist, wo er von Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev und seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Elmar Mammadyarov zu Gesprächen empfangen wurde.


Lieberman mit Mammadyarov (Foto: MFA)

Lieberman vertrat in Baku seine Einschätzung, dass in Kürze indirekte Verhandlungen mit den Palästinensern beginnen würden, und verlieh seinem Wunsch Ausdruck, dass seine Gastgeber gegenüber dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, die Notwendigkeit der Wiederaufnahme direkter Verhandlungen mit Israel betonen werden.

Mit Außenminister Mammadyarov sprach Lieberman über den Ausbau der bilateralen Beziehungen in verschiedenen Bereichen.

(Außenministerium des Staates Israel, 09.02.10)
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Der Friedensprozess mit den Palästinensern – Fragen und Antworten (7)
Das israelische Außenministerium hat einen aktuellen Katalog von 17 Fragen und Antworten zum Friedensprozess mit den Palästinensern zusammengestellt, der in den kommenden Wochen an dieser Stelle Stück für Stück präsentiert wird.


Warum soll Israel als der jüdische Nationalstaat anerkannt werden?

Während Israel darum gebeten wird, einen Staat für das palästinensische Volk anzuerkennen, sollte man auch von den Palästinensern erwarten dürfen, dass sie Israel voll als den Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennen.

Die Rechtfertigung versteht sich von selbst. Der Staat Israel ist ein jüdischer Staat, vor allem anderen wegen der 3500 Jahre alten historischen Beziehung zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel (d. i. Eretz Israel/Palästina/das Heilige Land). Darüber hinaus haben die Juden, wie alle anderen Völker, ein Recht auf Selbstbestimmung. Bezeichnenderweise gibt es kein anderes Land, in dem die Juden dieses Recht ausüben können, da es kein anderes Land gibt, auf das die Juden einen souveränen Anspruch erheben können; oder in dem sie ihr Leben voll gemäß ihren eigenen Bräuchen und Überzeugungen, ihrer Sprache und ihrer Kultur, ihren Zielen und Plänen für die Zukunft ausleben können. Bei all dem wahrt Israel seine Identität als sowohl jüdischer wie demokratischer Staat, mit Freiheit für alle seine Bürger und völliger Gleichheit vor dem Gesetz unabhängig von Religion, Geschlecht oder ethnischem Hintergrund.

Das Recht des jüdischen Volkes auf Verwirklichung seiner Selbstbestimmung im Land Israel wurde 1922 erstmals von der internationalen Gemeinschaft durch den Völkerbund (dem Vorläufer der Vereinten Nationen) offiziell unterstützt. Im Jahr 1947, kurz nach der Gründung der Vereinten Nationen, verabschiedete die UN-Vollversammlung die Resolution 181, die zur Errichtung sowohl eines jüdischen als auch eines arabischen Staates im Mandatsgebiet Palästina aufrief.  Das Ziel der UN-Resolution war die Gründung von zwei Nationalstaaten für zwei Völker, eine Konzept, das von der jüdischen Bevölkerung akzeptiert, aber von den arabischen Ländern zurückgewiesen wurde, die sofort einen Vernichtungskrieg gegen den jüdischen Staat im Werden vom Zaun brachen.

Die lange Geschichte des Streits sowie die gegenwärtigen Schwierigkeiten zeigen, dass der Konflikt tatsächlich in der Weigerung der Palästinenser und der arabischen Welt begründet liegt, das Recht des jüdischen Volkes auf einen Staat in seinem historischen Heimatland anzuerkennen. Die Araber haben Vorschlag um Vorschlag zu einer Teilung des Landes zurückgewiesen – vom UN-Teilungsplan 1947 bis hin wiederholten Friedensangeboten Israels, insbesondere denen von Camp David und Taba im Jahr 2000 -, die zur Gründung eines palästinensischen Staates neben dem jüdischen geführt hätten. Leider haben die Palästinenser stets mehr Anstrengungen darauf verwandt, den jüdischen Staat zu zerstören, als darauf, einen eigenen Staat aufzubauen.

Die Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes ist nicht einfach eine Frage des Prinzips oder der historischen Korrektheit – sie liegt im Kern einer Konfliktlösung, denn nur so kann Israels Fortexistenz garantiert werden.

Israel hat Verhandlungen nie von der Anerkennung Israels als jüdischen Staat abhängig gemacht. Dennoch ist eine wirkliche Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes der Schlüssel zu einem wahren Frieden.


(Außenministerium des Staates Israel, 30.12.09)
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Gruppe von Afghanen im Galillee College
Erstmals hat eine Gruppe von Afghanen an einem Intensivkurs des Galilee College im israelischen Moshav Nahalal teilgenommen. Das College wurde von der UN-Behörde, die das Programm zur regionalen Gemeindeentwicklung finanziert, ausgewählt, obwohl keine diplomatischen Beziehungen zwischen Afghanistan und Israel bestehen.

Die israelische Botschaft in Neu-Dehli stellte den Teilnehmern nach umfassender Untersuchung Einreisevisa aus.

Für die Gäste wurde von der College-Direktion ein Shabbat-Abendessen im Kibbutz Ginegar veranstaltet, wo sie mit hebräischen Liedern und Volkstänzen unterhalten wurden. Die afghanischen Teilnehmer würden von jedermann auf das Wärmste begrüßt und erhielten Applaus, als sie in traditioneller tracht den Raum betraten.

Die College-Direktion hofft, dass der Kurs einen Durchbruch bei der Kooperation mit afghanischen Einrichtungen darstellen wird.



Informationen zum Galillee College gibt es unter dem folgenden Link: http://www.galilcol.ac.il/index.asp

(Galillee College, 04.02.10)
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Sie zeigen uns den Finger
Von Ronen Bergman

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Donnerstag ganz überraschend seinen Außenminister, Manouchehr Mottaki, zur Münchener Sicherheitskonferenz geschickt. Die Veranstalter widmeten ihm eine spätabendliche Sondersitzung, in der Hoffnung, er würde etwas sagen, das den Westen beschwichtigen würde.

Israel, das keinen Vertreter höchster Ebene zur Konferenz schickte, protestierte scharf dagegen, dass Mottaki die wichtige Plattform überlassen wurde. Aber der Protest war unnötig. Mottaki brachte keine Neuigkeiten mit und präsentierte lediglich einen weiteren „neuen Deal“ Teherans, der in Wirklichkeit nur ein weiterer betrügerischer Trick ist, um mehr Zeit zu gewinnen.

Mottaki offerierte einen Handel, der nichts ändern würde in Hinsicht auf Irans Atomprojekt und keine genaue Überwachung dessen, was die Iraner tun, gestattet. Freilich, man kann nicht ständig jedermann zum Narren halten. Mottakis Lügenauftritt, der auch jegliche Zugeständnisse an der Menschenrechtsfront zurückwies, erntete heftigen Widerspruch von Konferenzteilnehmern.

Ahmadinejad hat den Wink verstanden. Wenn Mottaki das Zuckerbrot ist, dann ist Irans Präsident die Peitsche. Im Anschluss an die Reaktionen in München ordnete er am Sonntag den Start der Produktion von 20-prozentig angereichertem Uran an. Im Gegensatz zu dem Vorschlag der Weltmächte, der dem Iran Nukleartreibstoff an die Hand geben würde, den man nur schwerlich für eine Bombe verwenden könnte, hat Ahmadinejad die Art von Anreicherung angeordnet, die Teil eines Militärprogramms ist.

Der Iran behauptet, er benötige das Uran, um den Atomreaktor in Teheran zu betreiben, der ein kleiner Reaktor für Forschungs- und medizinische Zwecke ist. Der Iran behauptet, dass das einst von den USA gelieferte Uran ausgegangen sei und an seiner Stele nun neues Uran benötigt werde. Gegenwärtig verfügt er über 4 bis 5-prozentiges Uran.

Ahmadinejads Behauptung, das Uran werde für medizinische Zwecke benötigt, ist eine Lüge. In jedem Fall  würde der Vorschlag der Weltmächte, Uran für den Iran in Frankreich anzureichern und es nach seiner Verarbeitung zurück nach Teheran zu schicken (wodurch man seinen Missbrauch für andere Zwecke ausschließen würde), alles für einen medizinischen Reaktor Notwendige liefern.

Demzufolge hat der iranische Schritt zur Urananreicherung drei Implikationen: Die Iraner zeigen dem Westen weiter den Finger; der Iran treibt die Produktion von angereichertem Uran für Atomwaffen voran; und von dem Moment an, in dem seine Produktionsanlagen intensiv in Betrieb gehen, würde es sehr schwierig sein, sie zu überwachen.

(Yedioth Ahronot, 09.02.10)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Israelischer Soldat im Westjordanland ermordet
An der Tapuach-Kreuzung nahe Nablus im Westjordanland ist heute ein israelischer Soldat von einem Offizier der palästinensischen Zivilpolizei ermordet worden. Der Attentäter näherte sich dem in seinem Jeep sitzenden Opfer und stach ihm mit einem Messer ins Herz. Der Verletzte versuchte noch mit seinem Wagen zu flüchten, wobei er sich überschlug.

Ein herbeieilender Sicherheitsmann aus einer nahe gelegenen Siedlung überwältigte den Täter, wobei er ihn leicht verwundete. Das israelische Anschlagsopfer, Ihab Khadi, erlag später im Beilinson-Krankenhaus bei Tel Aviv seinen Verletzungen.

(Haaretz, 10.02.10)
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Events

„Auf den Spuren des Zionismus“ - Reise von Israel Bonds im April

Die Repräsentation von State of Israel Bonds in Deutschland bietet anlässlich des 150. Geburtstages von Theodor Herzl dieses Jahr eine ganz besondere Reise an. Unter dem Motto „Auf den Spuren des Zionismus“ werden vom 11. bis zum 23. April in zwei Etappen erst die Ukraine und dann Israel bereist.

Für genauere Informationen sowie Investitionsmöglichkeiten wende man sich an Amnon Rimon (0151-22607879) oder das Büro von State of Israel Bonds in Frankfurt (069-490470, israelbonds@t-online.de).
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1327 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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