Freitag, 05.03.2010
 
 
Ahmadinejads Mentor befürwortet Atombombe
 
Angesichts der jüngsten Verschärfung des internationalen Konflikts um das iranische Atomprogramm gewinnt die Frage nach der Stellung der Atombombe innerhalb der politischen Theologie der Islamischen Republik an Relevanz. Ein prominentes Beispiel für eine theologische Bejahung des Baus von Atomwaffen bietet der spirituelle Lehrmeister des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad.


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Der Friedensprozess mit den Palästinensern – Fragen und Antworten (14)



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(Bank of Israel, 05.03.10)


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Skorpiongift als Schmerzmittel – eine Alternative zu Morphium?

Das Gift von Skorpionen ist berüchtigt. Doch es könnte als wichtiger Ersatz für gefährliche und abhängig machende Schmerzmittel wie Morphium dienen. Dies ist die Ansicht von Prof. Michael Gurevitz von der Universität Tel Aviv.


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[UEBERSCHRIFT]
 
 


Der Friedensprozess mit den Palästinensern – Fragen und Antworten (14)
Das israelische Außenministerium hat einen aktuellen Katalog von 17 Fragen und Antworten zum Friedensprozess mit den Palästinensern zusammengestellt, der an dieser Stelle Stück für Stück präsentiert wird.

Rechtfertigt die Forderung der Palästinenser nach einem totalen und permanenten Siedlungsstopp ihre Verhandlungsverweigerung?

Seit April 2009 sind keine Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geführt worden, da letztere sich nach den israelischen Wahlen weigerten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Trotz der Tatsache, dass seit Beginn des Friedensprozesses in den 1990er Jahren keine Seite jemals Vorbedingungen für die Aufnahmen von Gesprächen stellte, hat der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, unilateral bestimmt, dass keine Verhandlungen stattfinden könnten, bevor Israel in eine völlige Beendigung der Siedlungsaktivitäten im Westjordanland und jüdischer Bautätigkeit in Ostjerusalem einwilligt.

Die plötzliche Auferlegung dieser Vorbedingung ist unbegründet, da in allen Abkommen, die die PA mit Israel unterzeichnet hat, vereinbart wurde, dass die Siedlungsfrage eine Sache für die Endstatusverhandlungen sei, nicht eine Vorbedingung für Gespräche.

Israel kann der Auferlegung einseitiger Vorbedingungen für ein Einverständnis, überhaupt zu verhandeln, ohne Frage nicht zustimmen, insbesondere wenn es um seine Hauptstadt, Jerusalem, geht. Auch Israel könnte als Vorbedingung für die Wiederaufnahme von Verhandlungen die palästinensische Einwilligung bei bestimmten Angelegenheiten fordern, die es für wichtig erachtet. Wenn es aber Fortschritt geben soll, müssen beide Seiten die Gespräche wieder aufnehmen, ohne dem Frieden neue Steine in den Weg zu legen.

Trotz der neuen Forderungen der Palästinenser hat die israelische Regierung am 25. November 2009 entschieden, als vertrauensbildende Maßnahme ein 10-monatiges Moratorium über neue Bautätigkeiten und Baubewilligungen in jüdischen Siedlungen im Westjordanland zu verhängen. Diese dramatische und präzedenzlose Bekundung von gutem Willen wurden von den Palästinensern geradeheraus zurückgewiesen, noch bevor sie offiziell bekannt gegeben worden war.

Israels Bereitschaft, sich in Zurückhaltung zu üben, wenn es um die Siedlungen geht, ist nicht neu. Noch vor der Moratoriumsentscheidung hatte Israels langjährige Politik darin bestanden, keine neuen Siedlungen zu bauen oder weiteres Land für die bereits gebauten zu enteignen. Die Bedeutung dieser Politik liegt darin, dass es keine Veränderung in der Disposition des Landes gab. Bautätigkeiten innerhalb bestehender Gemeinden – wie der Bau von Schulen, Synagogen und Kliniken, die den Bewohnern ein normales Leben ermöglichen -
verändern die Tatsachen vor Ort in keiner Weise und nehmen auch nicht vorweg, was letztlich in einem endgültigen Friedensabkommen vereinbart wird.

Zu diesen Erwägungen kommt noch die Tatsache, dass Israel bereits Siedlungen geräumt hat. Doch statt Fortschritt im Friedensprozess zu sehen, musste es eine Verschlimmerung der Lage erleben. So machte Israel den Palästinensern bspw. 2005 ein einseitiges Zugeständnis und zog  sich komplett aus dem Gaza-Streifen zurück. Alle 21 Siedlungen im Gaza-Streifen – und weitere vier im Westjordanland – wurden in der Hoffnung auf Frieden geräumt. Doch statt den Frieden zu fördern trat das Gegenteil ein. Als Gegengabe für sein Opfer sah sich Israel mit dem Beschuss seiner südlichen Städte und Ortschaften mit tausenden palästinensischen Raketen konfrontiert.

In Anbetracht der Realitäten vor Ort, zu denen auch bereits bestehende große israelische Bevölkerungszentren im Westjordanland gehören, ist es unrealistisch zu erwarten, dass Israel die palästinensischen Forderungen in der Sieldlungsfrage als Unterpfand dafür, überhaupt erst mit Verhandlungen zu beginnen, vollends akzeptieren wird. Israel ruft die Palästinenser dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um ernsthaft und gemeinsam mit Israel ein für beide Seiten akzeptables Friedensabkommen zu erzielen.


(Außenministerium des Staates Israel, 30.12.09)
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Skorpiongift als Schmerzmittel – eine Alternative zu Morphium?
Das Gift von Skorpionen ist berüchtigt. Doch es könnte als wichtiger Ersatz für gefährliche und abhängig machende Schmerzmittel wie Morphium dienen. Dies ist die Ansicht von Prof. Michael Gurevitz von der Universität Tel Aviv.



Die natürlichen Komponenten des Skorpiongifts haben Millionen Jahre der Evolution durchlaufen und weisen hohe Wirksamkeit und Spezifität für bestimmte Komponenten des menschlichen Körpers auf, ohne dabei Nebenwirkungen mit sich zu bringen. Wie Gurevitz erkannt hat, interagieren die Peptid-Giftstoffe des Skorpiongifts mit Natriumkanälen im Nerven- und Muskelsystem – und einige dieser Natriumkanäle übermitteln Schmerz. Sollte es gelingen, die Interaktionen auf molekularer Ebene nachzuvollziehen, könnten sich chemische Derivate entwickeln lassen, die als neuartige Schmerzmittel das Skorpiongift imitieren würden.



Prof. Gurevitz konzentriert sich bei seiner Forschjung auf den israelischen gelben Skorpion, der als einer der potentesten Skorpione weltweit gilt. Sein Gift enthält mehr als 300 Peptide, von denen bislang nur eine kleine Zahl erforscht ist. Als Vorbild dienen dem israelischen Biologen uralte Methoden der traditionellen chinesischen Medizin.

(Universität Tel Aviv, 16.02.10)
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Ahmadinejads Mentor befürwortet Atombombe
Angesichts der jüngsten Verschärfung des internationalen Konflikts um das iranische Atomprogramm gewinnt die Frage nach der Stellung der Atombombe innerhalb der politischen Theologie der Islamischen Republik an Relevanz. Ein prominentes Beispiel für eine theologische Bejahung des Baus von Atomwaffen bietet der spirituelle Lehrmeister des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad.

Der ultra-konservative Ayatollah Mohammad Taqi Yazdi gilt als einer der führenden Theologen im Iran und hat sich wiederholt für Ahmadinejad und dessen radikalen Kurs eingesetzt. Zur Zeit der iranischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2005 veröffentlichte der Mullah ein Buch über die islamische Revolution, in welchem er sich in recht deutlichen Worten für eine atomare Bewaffnung der Islamischen Republik ausspricht:

„Wir können nicht sicher wissen, wann die wölfischen Elemente, die in vielen Ländern an der Macht sind, verschwinden und vom Erdboden ausgelöscht sein werden oder wann sie ihren mörderischen Stil ändern werden. Daher sollten wir der Verteidigungspolitik nicht indifferent gegenüberstehen und müssen unsere inneren Kräfte stärken… Die Erfahrung zeigt, dass solch eine [indifferente] Einstellung falsch ist und wir immer nach der Stärkung der militärischen und Abwehrsysteme streben müssen. Wir müssen die höchstentwickelte Waffe innerhalb des Landes produzieren, selbst wenn unsere Feinde es nicht mögen. Es besteht kein Grund, dass sie das Recht dazu haben, eine besondere Art von Waffe herzustellen, und andere Länder dieses Recht nicht haben.“

„Göttlicher, messianischer Beistand ist der entscheidende Faktor beim Erfolg des iranischen Regimes während verschiedener Zeiten der Prüfung gewesen, die es seit seiner Gründung geplagt haben… Wir dürfen uns von temporären Schwierigkeiten nicht brechen lassen; sie werden vorübergehen, und die Muslime müssen geduldig sein und dürfen sich nicht von materiellen oder wirtschaftlichen Engpässen abschrecken lassen, denn wenn sie das tun, könnten sie dadurch vom [Islam] getrennt werden.“

Wenn Yazdi von „Spezialwaffen“ spricht, bezieht er sich damit ganz offensichtlich auf Atomwaffen; denn diese Terminologie wird im inneriranischen Diskurs häufig zu ihrer Bezeichnung verwendet, was Iran-Experten und Farsi-Kenner bestätigen.

Die pro-atomaren Äußerungen des Ayatollahs sind nicht zuletzt deswegen von Bedeutung, da im Iran von offizieller Seite behauptet wird, der Islam verbiete die Entwicklung von Atomwaffen.

(Intelligence and Terrorism Information Center, 02.03.10)
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Events

Woche der Brüderlichkeit



Am heutigen Freitag beginnt die Woche der Brüderlichkeit, die der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit alljährlich ausrichtet.

Das Programm zur Eröffnung gibt es unter dem folgenden Link: http://www.deutscher-koordinierungsrat.de/02_01_mehr.php?pNUM=1&mID=52
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1350 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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