Dienstag, 25.09.2007
 
 
Livni: Der Iran bedroht die ganze Welt
 

Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat am Montag an der zentralen Protestkundgebung gegen den für morgen geplanten Auftritt des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad vor der UN-Vollversammlung teilgenommen. Insgesamt hatten sich 30 000 Demonstranten auf den Aufruf großer jüdisch-amerikanischer Organisationen hin vor dem New Yorker UN-Gebäude versammelt. Im Folgenden die Rede Livnis im vollständigen Wortlaut:

„Liebe Freunde,
hinter uns stehen die Vereinten Nationen, ein Gebäude, das auf der Grundlage des Versprechens ‚Nie wieder’ errichtet wurde. Heute rufen wir die Vereinten Nationen dazu auf, dieses Versprechen einzuhalten. Wir rufen die UNO dazu auf, Ahmadinejad den Zutritt zu verwehren – mit einem Zeichen, dass sagt, Sie haben keinen Platz unter den freien Nationen. Lassen Sie ab von Ihrem Hass, Ihrer Hetze, Ihrem Terror und Ihren Atomwaffen-Ambitionen, und dann können Sie eintreten. Bis dahin – scheren Sie sich hinaus, und bleiben Sie draußen!

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Ahmadinejad genießt die Show - Von Yossi Melman
Der Staat Israel ist keine Folge der Shoa

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(Bank of Israel, 25.09.07)



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Israelis blicken optimistisch ins neue Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres gibt sich die israelische Bevölkerung mehrheitlich zuversichtlich. Aus einer aktuellen Umfrage der Beratungs- und Meinungsforschungsfirma Keevoon geht hervor, dass 74 Prozent der Israelis damit rechnen, dass das kommende Jahr für sie ein besseres sein wird als das vergangene.   weiter
Kassam-Raketen auf Sderot

Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben am Montagabend wieder zwei Kassam-Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot abgeschossen. Die Raketen landeten auf freiem Feld außerhalb der Stadt.   weiter
 
 


Livni: Der Iran bedroht die ganze Welt

Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat am Montag an der zentralen Protestkundgebung gegen den für morgen geplanten Auftritt des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad vor der UN-Vollversammlung teilgenommen. Insgesamt hatten sich 30 000 Demonstranten auf den Aufruf großer jüdisch-amerikanischer Organisationen hin vor dem New Yorker UN-Gebäude versammelt. Im Folgenden die Rede Livnis im vollständigen Wortlaut:

„Liebe Freunde,
hinter uns stehen die Vereinten Nationen, ein Gebäude, das auf der Grundlage des Versprechens ‚Nie wieder’ errichtet wurde. Heute rufen wir die Vereinten Nationen dazu auf, dieses Versprechen einzuhalten. Wir rufen die UNO dazu auf, Ahmadinejad den Zutritt zu verwehren – mit einem Zeichen, dass sagt, Sie haben keinen Platz unter den freien Nationen. Lassen Sie ab von Ihrem Hass, Ihrer Hetze, Ihrem Terror und Ihren Atomwaffen-Ambitionen, und dann können Sie eintreten. Bis dahin – scheren Sie sich hinaus, und bleiben Sie draußen!

Liebe Freunde,
ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie gekommen sind. Ich weiß, dass einige von Ihnen auf der Demonstration an der Columbia-Universität sein wollten, wo diesem Mann ein Podium zum Sprechen gegeben wurde. Und wissen Sie was – ich meine, Ahmadinejad sollte zur Universität gehen – aber nicht, um einen Vortrag zu halten, sondern um zu lernen. Dieser Mann muss noch viel über Geschichte lernen – vor allem über den Holocaust und den Sieg der Allliierten! Er muss über die Demokratie und ihre wahren Werte lernen. Und er muss daran erinnert werden, wie diejenigen, die seine Art von Hassideologie vorangetrieben haben, geendet sind.

Meine Freunde,
man darf sich nicht täuschen. Der Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, und nicht nur eine Bedrohung für seine Nachbarn, sondern eine Bedrohung für die ganze Welt. Und heute fragen wir – wo ist die Welt? Wo sind ihre Werte? Warum zögert sie – während der Iran seinen dunklen Schatten des Terrors über die Welt wirft, während sein Präsident den Holocaust verhöhnt und Hass verbreitet? Wir sind hier, um von der Welt zu fordern – um von der Welt zu erbitten -, dass sie aufwacht, bevor es zu spät ist!! Wir sind hier, um zu fordern, dass die terroristischen Verbündeten des Iran – Hamas und Hisbollah – unsere Söhne Eldad Regev, Udi Golwasser und Gilad Shalit freilassen, und zwar jetzt! Wir sind hier, um die Demokratie - die wahre Demokratie – vor denen zu schützen, die sie missbrauchen, um Terror und Tyrannei voranzutreiben. Und wir sind hier, um vereint für den jüdischen Staat einzustehen, meine Heimat, Israel – eine stolze und lebendige Demokratie, deren Rechte nicht geleugnet werden können und deren Wille nicht gebrochen werden kann.

Meine Freunde,
dies ist keine Kundgebung der Angst – dies ist eine Kundgebung der Entschlossenheit. Dies ist eine Kundgebung derjenigen, die an Frieden und Koexistenz glauben. Aber dies ist auch eine Kundgebung derjenigen, die von den Vereinten Nationen und den Staaten der Welt erwarten, dass sie ihr Versprechen halten. Dass sie sagen: Genug ist genug! Dass sie ihre Werte verteidigen! Dass sie ihre Heuchelei beenden! Wir werden nicht ruhen, bis sie dies tun. Wir werden stark und vereint gegen das Böse zusammenstehen. Und wir werden uns durchsetzen!
Shana tova“

(Israelisches Außenministerium, 24.09.07)

Unter dem folgenden Link findet sich eine Videoaufzeichnung der Rede Livnis: http://www.youtube.com/watch?v=2i6SXS_m97I&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Ejpost%2Ecom%2Fservlet%2FSatellite%3Fcid%3D1189411476127%26pagename%3DJPost%252FJPArticle%252FShowFull

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Ahmadinejad genießt die Show

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad liebt Fußball und war selbst Spieler bei seiner Universitätsmannschaft. Vor Fernsehkameras hat er als Staatspräsident gezeigt, dass er keinen schlechten linken Fuß hat. Gestern hat er bewiesen, dass er auch schmettern kann. Vor allem, wenn man ihm den Ball vorlegt.

Die leichten Fragen der Moderatoren an der Columbia-Universität ermöglichten ihm, seine altbekannten Mantren zu wiederholen und gleichzeitig offen für einen Dialog und bereit zum Überzeugen und auch Überzeugtwerden zu erscheinen. Jedoch besteht keinerlei Aussicht, einen Ideologen zu überzeugen, dessen Weltanschauung so klar ist wie die von Ahmadinejad, der der radikalsten und messianischsten Strömung innerhalb der religiösen Führung seines Landes angehört. Sein Extremismus zeigt sich darin, dass sein spiritueller Mentor Ayatolah Mohammed Taghi Mesbah Yazdi ist, ein Mann, den selbst Ayatollah Ruhollah Musavi Khomeini, der Führer und Initiator der iranischen Revolution von 1979, wegen seines aktivistischen Messianismus unter Hausarrest gestellt sehen wollte.

Ahmadinejad sagte, dass er als Akademiker – er führt einen Doktortitel in Transportingenieurwesen – an den wissenschaftlichen Imperativ glaube, nachdem alles angezweifelt und auf seine Verlässlichkeit überprüft werden sollte. Er sagte dies als Antwort auf die Frage, warum er den Holocaust leugne. Auch auf die Frage, ob er Israels Existenzrecht anerkenne, wich er einer direkten Antwort aus und wiederholte seine Assoziation des Holocaust mit der Gründung des Staates Israel und dem Unrecht, das den Palästinensern zugefügt worden sei.

Die Fragen und seine Einladung nach Columbia zeugen von etwas, das sich zwischen Naivität und Liberalität bewegt und typisch ist für die amerikanischen Akademiker. Diese tun sich schwer damit, zu verstehen, dass ein Dialog zwischen religiösen Fanatikern und Menschen, die wirklich an Informationsfreiheit und Menschenrechte glauben, beinahe unmöglich ist. Was dies angeht, hat Ahmadinejad die Naivität, die ihm auf dem Podium dargeboten wurde, ohne dass er es verlangt hätte, voll und ganz ausgenutzt. Seine Einladung ist aus eigener Initiative der Universität erfolgt und zeigt, was passiert, wenn man etwas Aussichtslosem eine weitere Gelegenheit gibt.

Bei all dem herrschte bei seinem Auftritt kein Mangel an komischen Momenten, die bewiesen, dass er kein schlechter Bühnendarsteller ist, und andererseits die große kulturelle Kluft zwischen ihm und dem Westen offenbarten. Diese Kluft hat ihre Ursache nicht zuletzt darin, dass er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten des Irans vor zwei Jahren noch kein einziges Mal ein westliches Land besucht hatte. So brach das Publikum in schallendes Gelächter aus, als er sagte, dass es im Iran keine Homosexuellen gebe „wie bei euch“, und darauf beharrte, dass Menschrechte, Redefreiheit und vor allem die Rechte der Frauen unbeschränkt seien.

(Ha’aretz, 25.09.07)

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Der Staat Israel ist keine Folge der Shoa

Zu der Behauptung, dass der Staat Israel und das Elend des palästinensischen Volkes eine Folge der Shoa seien, wie sie der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad gestern an der Columbia-Universität erneut von sich gegeben hat, hat sich der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, heute Morgen gegenüber dem Radiosender Reshet Bet wie folgt geäußert:

„Dies ist eine der schrecklichsten Lügen, die sich immer mehr in Kreisen der Öffentlichkeit festsetzt, eine ganz schreckliche Lüge. Die gesamte Forschung beweist, dass der Staat Israel nicht wegen der Shoa entstanden ist. Der Staat Israel ist ein Landstreifen für ein Volk, dessen natürliche Rechte gleich denen jedes anderen Volkes sind. Dem jüdischen Volk steht eine eigene Heimat zu, und der Prozess der Rückkehr in die Heimat und des Aufbaus der Heimat begann bekanntlich bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierte hier bereits eine etablierte Ansiedlung auf ihrem eigenen Land, die von der UNO beim Teilungsplan anerkannt worden war; dies darf für keinen Moment vergessen werden. Und die Entscheidung der Vereinten Nationen vom November 1947 wurde nicht wegen der Shoa gefällt, die gesamte Forschung beweist dies. Stalin hat sich nicht auf die Shoa bezogen, es war dies kein moralischer Faktor für ihn, im Gegenteil, er trachtete danach, Juden zu schaden und sie zu vertreiben, und hätte viele von ihnen vernichtet, wenn er noch weiter gelebt hätte. Ein großer Teil derjenigen, die für Israel stimmten, taten dies aufgrund sachlicher und anderer Erwägungen. Die Shoa stand am Rand, wenn sie auch sicherlich einen gewissen Einfluss auf einen Teil der europäischen Staaten ausübte, die für Israel stimmten.“

(Israelisches Außenministerium, 25.09.07)

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Israelis blicken optimistisch ins neue Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres gibt sich die israelische Bevölkerung mehrheitlich zuversichtlich. Aus einer aktuellen Umfrage der Beratungs- und Meinungsforschungsfirma Keevoon geht hervor, dass 74 Prozent der Israelis damit rechnen, dass das kommende Jahr für sie ein besseres sein wird als das vergangene. Nur 7 Prozent glauben, dass es ein schlechteres Jahr werden wird, während 12 Prozent glauben, es werde sich gleich bleiben. In Bezug auf den Staat Israel glauben die Befragten zu 56 Prozent, dass es aufwärts gehen wird, während 20 Prozent davon ausgehen, dass sich die Lage verschlechteren und 16 Prozent davon, dass sie gleich bleiben wird.

Mitchell Barak, der Geschäftsführer von Keevoon, kommentiert die Analyse seiner Firma folgendermaßen: „Israelis sind alles in allem optimistisch, sowohl auf persönlicher als auch auf nationaler Ebene, und das obwohl viele wegen der Sicherheitslage, der politischen Situation, des Friedensprozesses und der Korruption besorgt sind. Wir waren erstaunt, dass die Ergebnisse dieses Jahres genau die gleichen waren wie im Oktober 2006.“

Die optimistischste Bevölkerungsgruppe sind überraschenderweise die Studenten und die Soldaten, die sich persönlich zu 90 bzw. 85 Prozent ein besseres Jahr versprechen. Dabei sind die Bewohner Tel Avivs und Südisraels wesentlich zuversichtlicher (71%) als die Jerusalemer (66%).

Politisch betrachtet erwarten sich die Anhänger nationaler und religiöser Parteien in weit größerem Maße ein gutes Jahr für den Staat als die Anhänger links-liberaler weltlicher Parteien. So liegt der Prozentsatz nationalreligiöser Optimisten bei 82 Prozent, während Wähler der Meretz-Partei nur zu 40 Prozent davon ausgehen, dass das nächste Jahr besser wird als das letzte.

(Yedioth Ahronot, 24.09.07)

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Kassam-Raketen auf Sderot

Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben am Montagabend wieder zwei Kassam-Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot abgeschossen. Die Raketen landeten auf freiem Feld außerhalb der Stadt. Zu Personen- oder Sachschaden kam es nicht.

(Yedioth Ahronot, 24.09.07)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 440 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 440 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 457 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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