Freitag, 30.04.2010
 
 
Lieberman: Palästinenser müssen zur Besinnung kommen
 

Foto: Reuters
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat am Donnerstag in Jerusalem eine gemeinsame Pressekonferenz mit seinem kolumbianischen Amtskollegen Jaime Bermudez Merizalde abgehalten. Dabei betonte er abermals Israels Bereitschaft zu Verhandlungen mit den Palästinensern, sparte jedoch auch nicht mit Kritik an deren gegenwärtigem Verhalten.


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(Bank of Israel, 30.04.10)


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Clinton warnt Syrien

Vor dem Hintergrund von Berichten über die Lieferung von Scud-Raketen an die libanesische Terrororganisation Hisbollah hat US-Außenministerin Hillary Clinton Syrien vor einer Politik gewarnt, die zu einem Krieg im Nahen Osten führen könnte.

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Lieberman: Palästinenser müssen zur Besinnung kommen
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat am Donnerstag in Jerusalem eine gemeinsame Pressekonferenz mit seinem kolumbianischen Amtskollegen Jaime Bermudez Merizalde abgehalten. Dabei betonte er abermals Israels Bereitschaft zu Verhandlungen mit den Palästinensern, sparte jedoch auch nicht mit Kritik an deren gegenwärtigem Verhalten.

„Wir sind bereit, nicht nur Annäherungsgespräche zu eröffnen, sondern auch direkte Gespräche, und wir haben dies bereits vor einem Jahr gesagt. Wir sehen kein Problem oder irgendeinen Grund, die Annäherungsgespräche nicht aufzunehmen, trotz der Tatsache, dass wir vor vielen Zwickmühlen und vielen Fragen in Bezug auf das Verhalten der anderen Seite stehen, wie bspw. die gestrige präsidiale Anordnung, israelische Telefonprodukte zu boykottieren. Und wie ich es verstehe, werden die meisten Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde ihre israelischen Mobiltelefone und SIM-Karten aufgeben müssen, was unvernünftig ist, genauso unvernünftig wie von Frieden zu reden und gleichzeitig den Terrorismus zu verewigen, Straßen und Plätze nach blutrünstigen Terroristen zu benennen, die – wie Yihye Ayash oder Dalal Mugrabi - für die Ermordung Hunderter von Unschuldigen Menschen verantwortlich sind. Sie ermordeten Frauen und Kinder, einschließlich von Ausländern wie  amerikanischen und niederländischen Staatsangehörigen. Dies wirft naturgemäß eine Menge von Fragen auf. Ich hoffe, dass die andere Seite zur Besinnung kommen wird und wir einen Dialog starten und in der Lage sein werden, voranzukommen; nicht nur einen Dialog zu starten, sondern auch voranzukommen.“

„Ich denke, die Palästinenser haben verstanden, dass das Hinhalten sinnlos ist und kein Grund dafür besteht, Israel zu erpressen zu versuchen, da es keine weiteren Konzessionen geben wird. Ich denke, sie haben verstanden, dass wir auf unseren Interessen beharren werden und es keine Zugeständnisse von unserer Seite mehr geben wird, sondern nur Gespräche. Und nachdem sie verstanden hatten, dass wir stark genug sind, um jedem Druck zu widerstehen, waren sie schlau genug, zu den Gesprächen zurückzukehren.“

Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Foreign_Minister/Speeches/Press_conference_FM_Liberman_Colombian_FM_Bermudez_29-Apr-2010.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 29.04.10)
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Clinton warnt Syrien
Vor dem Hintergrund von Berichten über die Lieferung von Scud-Raketen an die libanesische Terrororganisation Hisbollah hat US-Außenministerin Hillary Clinton Syrien vor einer Politik gewarnt, die zu einem Krieg im Nahen Osten führen könnte.

 „Wir haben uns eindringlich zu den schweren Gefahren infolge von Syriens Waffenlieferung an die Hisbollah geäußert“, sagte Clinton auf einer Konferenz des American Jewish Committee in Washington. „Wir verurteilen dies auf die schärfste Art und Weise und haben unsere Besorgnis direkt der syrischen Regierung übermittelt.“

„Waffen – insbesondere Langstreckenraketen - an diese Terroristen zu liefern, stellt eine ernstliche Bedrohung für die Sicherheit Israels dar. Es würde einen schwer stabilisierenden Effekt auf die Region haben“, betonte die US-Außenministerin. „Alle Staaten müssen damit aufhören, Waffen an Terrororganisationen wie Hisbollah und Hamas zu liefern. Jede Rakete, die in den Südlibanon oder den Gaza-Streifen geschmuggelt wird, bedeutet einen Rückschlag für die Sache des Friedens.“

Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah ließ in Reaktion darauf am Abend verlauten: „Diese Anschuldigungen erhöhen nur die Selbstsicherheit unter den Libanesen und stärken den Glauben an die Kraft des Widerstands, der auf die Verteidigung des Libanon abzielt.“

(Haaretz, 30.04.10)
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Avigdor Arikha gestorben
Der weltberühmte israelische Maler Avigdor Arikha ist am Donnerstag einen Tag nach seinem 81. Geburtstag in Paris verstorben. Wenngleich er die meiste Zeit seines Lebens im Ausland verbrachte, gehörte er seit den 50er Jahren zu den Schlüsselfiguren der israelischen Kunstszene. Mit seinen Gemälden bildete er gleichsam eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der modernen Malerei.

Arikha wurde in Rumänien geboren, wo er bis zum Alter von elf Jahren eine behütete Kindheit in einem kultivierten Elternhaus verbrachte. Im Zweiten Weltkrieg wurde seine Familie ins Konzentrationslager geschickt. Sie floh und wurde erneut inhaftiert. Der junge Avigdor hielt die schlimmen Erfahrungen in seinem Notizblock fest.

1944 gelang ihm und seiner Schwester die Flucht ins damalige Mandatsgebiet Palästina, wo er einige Jahre im Kibbutz Hahamisha verbrachte, um dann an der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel zu studieren. Im Unabhängigkeitskrieg wurde er verletzt. 1949 erhielt er ein Stipendium für ein Kunststudium in Paris, das er dann zu seiner Heimat machte.


"Unabhängigkeitskrieg" (1948)

Obwohl Arikha nur kurze Zeit in Israel lebte, sprach er gut Hebräisch und bezeichnete sich selbst als israelischen Künstler. Die beiden wichtigsten Personen in seinem Leben waren die Dichterin Anne Atik, die er 1961 heiratete, und der irische Schriftsteller Samuel Beckett, auf dessen Bekanntschaft er seine Entscheidung in Paris zu bleiben zurückführte.


"Catherine Deneuve" (1990)


Arikha porträtierte u. a. die britische Königin und die französische Schauspielerin Catherine Deneuve. Im vergangen Jahrzehnt wurden große Retrospektiven seines Werks in Tel Aviv, London und Madrid gezeigt.

(Haaretz, 30.04.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1405 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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