Freitag, 07.05.2010
 
 
50 Jahre danach: Eichmann-Entführer erinnern sich
 

Eichmann in Jerusalem (Foto: J. Milli/GPO)
Am 11. Mai 1960 wurde der Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann von israelischen Agenten in Argentinien entführt und anschließend nach Israel gebracht, wo er zwei Jahre später nach einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess hingerichtet wurde.

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Entführung des SS-Obersturmbannführers erinnern sich drei der vier seiner noch lebenden Entführer – Rafi Eitan, Avraham Shalom und Yaakov Gat – in der Haaretz an ihre spektakuläre Aktion.


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Botschafter Ben-Zeev wünscht sich Frieden

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(Bank of Israel, 07.05.10)


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Israel-Tag auf der EXPO in Shanghai

Im israelischen Pavillion auf der gegenwärtigen Weltausstellung 2010 in Shanghai ist am Donnerstag ein Israel-Tag zelebriert worden. Der Schwerpunkt lag dabei auf israelischen Errungenschaften in den Bereichen Unternehmertum, Innovation und Kreativität. Als Gäste waren u. a. Finanzminister Yuval Steinitz und Umweltschutzminister Gilad Erdan angereist.

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Persischer Golf: Iran heizt Spannungen an

Zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich jüngst die Auseinandersetzungen über die umstrittenen Golf-Inseln Abu Musa, Tunb Kuchek und Tunb Bozorg erhöht. So verurteilte der Außenminister der Emirate in ungewohnt scharfen Tönen die iranische Besatzung der drei Inseln, insbesondere die Drangsalierung der Bewohner von Abu Musa.

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50 Jahre danach: Eichmann-Entführer erinnern sich
Am 11. Mai 1960 wurde der Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann von israelischen Agenten in Argentinien entführt und anschließend nach Israel gebracht, wo er zwei Jahre später nach einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess hingerichtet wurde.

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Entführung des SS-Obersturmbannführers, der als Leiter des Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt für die Deportation und Ermordung von Millionen europäischer Juden mitverantwortlich war, erinnern sich drei der vier seiner noch lebenden Entführer – Rafi Eitan, Avraham Shalom und Yaakov Gat – in der Haaretz an ihre spektakuläre Aktion.

Rafi Eitan (84), zuletzt Minister für Seniorenangelegenheiten im Kabinett Ehud Olmerts, beschreibt, wie er den frisch gefassten Eichmann identifizierte:

„Woran ich mich erinnere ist, dass ich bereits im Auto nach den beiden Narben suchte, von denen ich wusste, dass ich sie fühlen muss, und schnell fand ich eine unter der Achselhöhle. Das war die Narbe seiner SS-Nummer. Dann kam die andere, auf dem Bauch, eine Blinddarmnabe von einer groben Operation. Ich entdeckte all das in den ersten zwei Minuten. Dann nahm ich meine Hand von Eichmanns Bauch und nahm die Hand von Zvi Malkin und deutete ihm mit meinem Kopf an, dass dies der Mann sei. Ich erinnere mich, wie erhoben ich mich nach dem Händedruck mit Zvika fühlte. Stell Dir vor, sagte ich zu mir selbst, ein jüdischer Offizier hat den Nazi in den Händen, der sechs Millionen Juden auf die Schlachtbank führte.“



Zu seinem damaligen Eindruck von Eichmanns Persönlichkeit sagt Eitan (Bild): „Meine größte Überraschung war, dass ich einen Offizier von absolut mittelmäßigem Niveau gefunden hatte, der sich vom ersten Moment, da wir ihn in den Händen hatten, völlig ergab. Es war ein Fall der Unterwerfung und Ergebenheit gegenüber seinen neuen Herren. Ich fand eine weniger als mediokre Person, und du sagst dir, es war das Schicksal des jüdischen Volkes, unter diesem Technokraten vernichtet zu werden. Als Technokrat war er offensichtlich talentiert.“

Die drei Agenten im Ruhestand ziehen nach 50 Jahren in unterschiedlicher Weise Schlüsse aus ihrer damaligen Operation.

Shalom: „Ich bin immer mehr überzeugt davon, dass es ohne eine jüdischen Staat einen weiteren Holocaust geben würde. Hätten wir damals einen Staat gehabt, wäre der Holocaust nicht passiert.“

Gat: „Es ist hart sich vorzustellen, was wir taten, 11 000 Kilometer weit weg von hier, ohne Kommunikationsequipment, ohne Kontakt mit Israel. Es war eine außergewöhnliche Kühnheit. In meinem fortgeschrittenen Alter kann ich sagen, dass es heute sogar noch erstaunlicher aussieht als zuvor.“

Eitan: „Die Eichmann-Entführung hat mein Leben nicht verändert.“


Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.haaretz.com/magazine/friday-supplement/maybe-was-not-an-option-1.288771

(Haaretz, 06.05.10)
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Botschafter Ben-Zeev wünscht sich Frieden
Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat sich einem Interview mit den Westfälischen Nachrichten zu einer Reihe von Fragen zu den deutsch-israelischen Beziehungen und dem Nahostfriedensprozess geäußert. Dabei konnte er sich auch auf seine eigenen Erfahrungen als früherer Friedenskoordinator beziehen.

„In den 90er Jahren war ich der erste israelische Friedenskoordinator, und nun – siebzehn Jahre nach Oslo – sollten wir eigentlich den Frieden feiern, stattdessen sind wir noch nicht weitergekommen. Ich wünschte, wir hätten nicht nur indirekte Gespräche, sondern direkte. Ich wünsche mir endlich den Frieden. Doch ich bin optimistisch, dass es Schritt für Schritt weitergeht. Denn beide Seiten haben dem wichtigsten Punkt zugestimmt: der Zwei Staaten-Lösung. Das Problem ist noch, wie wir dahin kommen, wie wir dieses Ziel erreichen. Ich bin zuversichtlich, dass uns die Gespräche weiter bringen.“

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/178660.pdf

(Westfälische Nachrichten, 05.05.10)
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Israel-Tag auf der EXPO in Shanghai
Im israelischen Pavillion auf der gegenwärtigen Weltausstellung 2010 in Shanghai ist am Donnerstag ein Israel-Tag zelebriert worden. Der Schwerpunkt lag dabei auf israelischen Errungenschaften in den Bereichen Unternehmertum, Innovation und Kreativität. Als Gäste waren u. a. Finanzminister Yuval Steinitz und Umweltschutzminister Gilad Erdan angereist.



Die Errichtung des israelischen Staatspavillons war von einem aus Vertretern mehrerer Ministerien unter Führung des Außenministeriums zusammengesetzten Lenkungsausschuss betrieben worden. Sein einzigartiges Design und die zum Einsatz gekommenen Technologien machen ihn zu einem der aufregendsten und faszinierendsten Pavillons auf der gesamten EXPO, die 192 Staaten und 50 internationale Organisationen beherbergt.

Hier die offizielle Website des Pavillons: http://en.expo2010.cn/c/en_gj_tpl_32.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 06.05.10)
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Persischer Golf: Iran heizt Spannungen an
Zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich jüngst die Auseinandersetzungen über die umstrittenen Golf-Inseln Abu Musa, Tunb Kuchek und Tunb Bozorg erhöht. So verurteilte der Außenminister der Emirate in ungewohnt scharfen Tönen die iranische Besatzung der drei Inseln, insbesondere die Drangsalierung der Bewohner von Abu Musa.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für nationale Sicherheitsstudien an der Universität Tel Aviv (INSS) eine Analyse zum Thema veröffentlicht.

„Die drei vom Iran und den Vereinigten Arabischen Staaten beanspruchten Inseln sind aufgrund ihrer Lage nahe der Straße von Hormus, den internationalen Schifffahrtswegen im Persischen Golf und wichtigen Ölfeldern in der Region von besonderer strategischer Bedeutung.“

„Die Golfstaaten sind zu Recht in Sorge, dass Irans Drang, die Agenda im Golf zu beeinflussen – wie er von seinen graduellen, aber systematischen herausfordernden Schritte zur Stärkung seiner Kontrolle über die Inseln in den vergangenen Jahren illustriert wird -, in der Zukunft in wachsende Bemühungen münden könnte, die Agenda im Golf zu bestimmen und seine Einflusssphäre im Namen eines Exports der Revolution auszuweiten (auch mittels territorialer Expansion). Diese Sorge würde noch dringlicher, wenn der Iran eine militärische Nuklearkompetenz erwerben würde.“

Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=4003

(INSS, 06.05.10)

Unterdes hat die Islamische Republik zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ein Manöver im Persischen Golf begonnen, um ihre militärische Stärke unter Beweis zu stellen. Daran nahmen Zerstörer, Raketenschnellboote und U-Boote teil.

(The New York Times, 06.05.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1412 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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