Montag, 17.05.2010
 
 
Lieberman kritisiert palästinensische Führung
 

Foto: Reuters/Archiv
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich gegenüber der Haaretz von Japan aus telefonisch zum gegenwärtigen Stand des Nahostfriedensprozesses geäußert.

Dabei verlieh er seinem Unmut darüber Ausdruck, dass die palästinensische Führung nicht angemessen auf das Entgegenkommen von israelischer Seite reagiert habe.


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Rückkehranreize für Auslandsisraelis

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1 $ - 3.7780 NIS  (+0.505%)

(Bank of Israel, 17.05.10)


Es zieht sich zu.

Jerusalem: 16/28 °C
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Be’er Sheva: 18/31 °C
Ein Gedi: 27/36 °C
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Hamas zerstört Häuser in Gaza

Polizeieinheiten der Hamas haben am Sonntag Dutzende von Häusern in Rafiah im südlichen Gaza-Streifen niedergerissen. Deren Bewohner wurden zuvor auf brutale Weise vor die Tür gesetzt. Die Hamas-Machthaber teilten mit, die Häuser seien illegal auf Regierungsbesitz errichtet worden.

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Lieberman kritisiert palästinensische Führung
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich gegenüber der Haaretz von Japan aus telefonisch zum gegenwärtigen Stand des Nahostfriedensprozesses geäußert. Dabei verlieh er seinem Unmut darüber Ausdruck, dass die palästinensische Führung nicht angemessen auf das Entgegenkommen von israelischer Seite reagiert habe.

„Ich denke, wir haben viele Gesten gemacht, und alles, was wir dafür bekommen haben, sind Schläge ins Gesicht. Wie Sie sich erinnern, sind wir den einseitigen Schritt gegangen, ein Moratorium zu beschließen, eine Einfrierung der Bautätigkeiten in Judäa und Samaria. Wir haben zwei Staaten für zwei Völker anerkannt. Wir haben eine dramatische Zahl von Straßensperren entfernt und der Fatah das Abhalten einer Konferenz in Bethlehem erlaubt.

Die Zusammenarbeit mit Tony Blair hat zu einem Wirtschaftswachstum von acht bis neun Prozent in Judäa und Samaria geführt, während sich der Rest der Welt in einer Krise befand. Ich denke, wir haben zahllose Gesten gemacht, und was haben wir als Gegenleistung bekommen? Die Verherrlichung des Terrors, Straßen, die nach [den Terroristen] Yihyeh Ayash und Dalal Mughrabi benannt wurden. Und sie versuchen auf jedem internationalen Forum gegen uns zu hetzen und uns schlecht zu machen.

An dem Tag vor Israels Aufnahme in die OECD wandte sich [der palästinensische Ministerpräsident] Salam Fayad an Dutzende von Staaten mit einem Gesuch, um diese Aufnahme zu sabotieren. Sie machen weiter mit ihren Geschichten über Kriegsverbrechen während der Operation Gegossenes Blei in Gaza. Schließlich hat uns [der palästinensische Präsident] Mahmoud Abbas selbst angerufen und darum gebeten, ja gedrängt, den Feldzug fortzusetzen und die Hamas zu stürzen. Und wie viele Tage später beschwerte er sich beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag? Und sie machen weiter damit.“

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://www.haaretz.com/misc/article-print-page/lieberman-israel-s-gestures-to-palestinians-met-with-slaps-in-the-face-1.290038?trailingPath=2.169%2C2.225%2C2.226%2C

(Haaretz, 13.05.10)
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Rückkehranreize für Auslandsisraelis
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag auf der wöchentlichen Kabinettssitzung einen Plan vorgestellt, der die vielen im Ausland lebenden Israelis zu einer Rückkehr in ihr Heimatland animieren will.

„Die Regierung wird heute einen besonderen Plan verabschieden, um die Rückkehr von Israelis, die im Ausland residieren, zu fördern. Es gibt ungefähr 750 000 im Ausland lebende Israelis, und unser Ziel ist es, wenigsten 15 000 von ihnen pro Jahr nach Hause zurückzubringen. Zu diesem Zweck wird der erwähnte Plan u. a. Steuervergünstigungen, Erziehungsbeihilfen, medizinische Versorgung und Vorsorgeleistungen enthalten.

Der Plan wird vom Einwanderungsministerium, dem Finanzministerium und dem Ministerpräsidentenamt betrieben werden. Ich danke jedem, der hieran beteiligt gewesen ist. Dies ist sehr wichtig, da diese Menschen vor allem anderen unser Fleisch und Blut sind. Die Absorption und wirtschaftliche Integration bei ihrer Rückkehr verlaufen gewöhnlich sehr schnell. Schließlich haben sie denselben nationalen Hintergrund und kennen die Sprache und Kultur. Sie sind auch vertraut mit anderen Kulturen, schöpferischen Begabungen und Arbeitsstandards, die hier zu adaptieren wir manchmal sehr interessiert sind.

Gegenwärtig zeichnet sich ein gewisser Wendepunkt ab. Viele von ihnen haben Israel aufgrund des Fehlens von Möglichkeiten verlassen, und nun würden einige dank des Vorhandenseins von Möglichkeiten gern zurückkommen, da die israelische Wirtschaft besser abschneidet als manch andere, einschließlich derer entwickelter Staaten. Daher heißen wir sie willkommen und werden uns nun einen Plan zu Eigen machen, der – für begrenzte Zeit – die erwähnten Vergünstigungen bietet. All jene, die Verwandte im Ausland haben (ich wage zu sagen, dass trifft auf beinahe alle von uns zu), mögen ihre Verwandten über die heutige Entscheidung in Kenntnis setzen und ihnen sagen, dass es nicht nur richtig, sondern lohnenswert ist, ins Land zurückzukehren, und sie mögen sie zurückbringen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 16.05.10)
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Hamas zerstört Häuser in Gaza
Polizeieinheiten der Hamas haben am Sonntag Dutzende von Häusern in Rafiah im südlichen Gaza-Streifen niedergerissen. Deren Bewohner wurden zuvor auf brutale Weise vor die Tür gesetzt. Die Hamas-Machthaber teilten mit, die Häuser seien illegal auf Regierungsbesitz errichtet worden.

Die Palästinenser kritisieren Israel seit Jahren dafür, dass es nicht genehmigte Häuser zerstört. Nun, klagen die Bewohner Rafiahs, tue ihre eigene Hamas-Regierung dasselbe.

„Sie haben Reform und Wandel versprochen – stattdessen zerstörten sie unsere Häusern“, schreit Miasar Gan, eine 54-jährige Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann ihr Haus verlor. Ihre Nachbarin, die 56-jährige Nazira Abu Jara, berichtet, wie verschleierte Polizistinnen mit Knüppeln auf sie eingeschlagen hätten, bis sie ihr Haus verließ.

Anwohner berichten, zwischen 30 und 40 Häuser seien mit Bulldozern niedergerissen worden, von Wellblechhüten bis zu Betonhäusern. Wie viele Menschen genau davon betroffen sind, bleibt unklar, da die Hamas Journalisten den Zugang zu dem Gebiet verwehrt hat. Man geht davon aus, dass die Häuserzerstörungen am heutigen Montag fortgesetzt werden.

(Yedioth Ahronot, 17.05.10)
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Neue Methode zur Erhöhung der Spermienmotilität
Israelische Forscher vom Meir-Krankenhaus und der Bar-Ilan-Universität haben herausgefunden, dass sichtbare Lichtstahlen die Beweglichkeit von Spermien erhöhen und dadurch die Ergebnisse von In-vitro-Fertilisationen verbessern könnten. Ihre Forschungsergebnisse wurden vergangene Woche auf der Jahreskonferenz der Israel Fertility Association präsentiert.

In den letzten Jahren sind 40% der Fälle von Unfruchtbarkeit unter Behandlung suchenden Paaren minderwertigen Spermien zugeschrieben worden. Daher konzentrierten die Forscher ihre Bemühungen auf die Prüfung der Spermienmotilität.

Die Wissenschaftler setzten Sperma-Proben für drei Minuten einer Lichtwellenbestrahlung aus und stellten dabei fest, dass die Strahlung, deren Wellenlänge von 400 bis 700 Nanometer reichte, die Beweglichkeit der Spermien verbesserte.

Die Lichtwellen geben als Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) bekannte Sauerstoffpartikel ab, kleine Moleküle, die Sauerstoffionen und -peroxide enthalten, welche offensichtlich die Spermienmotilität erhöhen.

Sollten sich die Untersuchungsergebnisse nach weiteren Tests bestätigen, könnte dies zu verbesserten Behandlungen für Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen führen.

Im Jahr 2007 wurden in Israel insgesamt 26 679 Runden von In-Vitro-Fertilisation bei Paaren vorgenommen. 4585 davon – also 17% -  resultierten in der Geburt eines Babys.

(Haaretz, 17.05.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1422 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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