Dienstag, 08.06.2010
 
 
Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, Israel zu dämonisieren
 
Bernhard-Henri Lévy

Die Welle der Scheinheiligkeit und Böswilligkeit, die in den Medien weltweit scheinbar nur auf die Mavi Marmara gewartet hat, ist in keiner Weise akzeptabel.

Dabei wird immerwährend wiederholt, die Blockade sei „von Israel“ verhängt worden. Allerdings erfordert es ein Mindestmaß an Ehrlichkeit, deutlich zu machen, dass die Blockade sowohl von Israel als auch von Ägypten gemeinsam entlang der Grenzen, die die beiden Länder mit dem Gaza-Streifen teilen, und mit der wenig verschleierten Zustimmung aller gemäßigten arabischen Regime, aufrecht erhalten wird. Zu sagen, die Blockade sei von Israel allein verhängt worden, kann nur als Fehlinformation bezeichnet werden. Die gemäßigten arabischen Regime sind natürlich nur zu glücklich, dass jemand anderes den Einfluss dieser bewaffneten Expansion, dieses vorgezogenen Stützpunktes und vielleicht eines Tages, dieses Flugzeugträgers des Irans in der Region, eindämmt.

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Kritik an Reuters nach Bildmanipulation
Fragwürdige Friedensmission
Israelische Studenten planen eigene Flotte
Ahmadinejad: „Gaza-Flotilla-Angriff ist ein Schritt in Richtung Vernichtung Israels“

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(Bank of Israel, 08.06.10)
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Sommerlich, leicht bewölkt.

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Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, Israel zu dämonisieren
Bernhard-Henri Lévy

Die Welle der Scheinheiligkeit und Böswilligkeit, die in den Medien weltweit scheinbar nur auf die Mavi Marmara gewartet hat, ist in keiner Weise akzeptabel.

Dabei wird immerwährend wiederholt, die Blockade sei „von Israel“ verhängt worden. Allerdings erfordert ein Mindestmaß an Ehrlichkeit, deutlich zu machen, dass die Blockade sowohl von Israel als auch von Ägypten gemeinsam entlang der Grenzen, die die beiden Länder mit dem Gaza-Streifen teilen, und mit der wenig verschleierten Zustimmung aller gemäßigten arabischen Regime, aufrecht erhalten wird. Zu sagen, die Blockade sei von Israel allein verhängt worden, kann nur als Fehlinformation bezeichnet werden. Die gemäßigten arabischen Regime sind natürlich nur zu glücklich, dass jemand anderes den Einfluss dieser bewaffneten Expansion, dieses vorgezogenen Stützpunktes und vielleicht eines Tages, dieses Flugzeugträgers des Irans in der Region, eindämmt.

Allein die Vorstellung, es handele sich um eine „totale und gnadenlose“ Blockade (Laurent Joffrins Leitartikel in der französischen Liberation am 5. Juni), die die „Menschlichkeit [in Gaza] in Geiselhaft nimmt“ (der ehemalige französische Ministerpräsident Dominique de Villipin in Le Monde am selben Tag), basiert ebenfalls auf Fehlinformationen. Wir dürfen nicht müde werden, andere zu erinnern: Die Blockade betrifft nur Waffen und Materialen, die zu ihrer Herstellung benötigt werden. Sie unterbindet nicht die tägliche über Israel kommende Lieferung von 100 bis 120 LKW-Ladungen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und jeglicher Art humanitärer Güter. Die Menschlichkeit ist nicht „in Gefahr“ im Gaza-Streifen und es ist eine Lüge zu behaupten, Menschen würden in den Straßen von Gaza „verhungern“.

Es lässt sich darüber streiten, ob eine militärische Blockade der richtige Weg ist, die islamistisch-faschistische Regierung von Ismail Haniyeh zu schwächen und, eines Tages, zu stürzen. Aber es ist unbestrittene Tatsache, dass die Israelis, die Tag und Nacht an den Grenzübergängen zwischen den Gebieten Wache halten, die ersten sind, die die einfache, aber wesentliche Unterscheidung zu treffen haben zwischen dem Regime (das sie zu isolieren versuchen) und der Bevölkerung (wobei sie genau darauf achten, sie nicht mit dem Regime zu verwechseln, und sie nicht zu bestrafen, da – wie gesagt – die Hilfe fortwährend nach Gaza gelangt).

Fehlinformation: Das völlige Schweigen in der ganzen Welt angesichts des unglaublichen Verhaltens der Hamas, jetzt, da die Flottille ihre symbolische Pflicht erfüllt hat – den jüdischen Staat in eine Falle zu locken und erneut, wie nie zuvor, mit der Dämonisierung zu beginnen. Mit anderen Worten, jetzt, da die Israelis ihre Inspektionen abgeschlossen haben und die Hilfsgüter zu denen gebracht haben, für die sie angeblich gedacht waren, wird dem Vorgehen der Hamas, die Hilfsgüter am Kerem Shalom Übergang festzuhalten, und langsam vergammeln zu lassen, mit Schweigen begegnet.

Zur Hölle mit allen Waren, die durch die Hände des jüdischen Zolls gewandert sind! Schmeißt die „Spielsachen“ weg, die die guten europäischen Seelen zu Tränen gerührt haben, aber unrein wurden, nachdem sie zu viele lange Stunden im israelischen Hafen von Ashdod zugebracht haben! Die Kinder von Gaza sind nicht mehr als menschliche Schutzschilde für die islamistische Bande, die vor drei Jahren gewaltsam die Macht übernahm, oder Kanonfutter oder Vorzeigeobjeke für die Medien. Die Spiele der Kinder oder ihre Wünsche sind das letzte, für das sich irgendwer im Gaza-Streifen interessiert, aber wer spricht das schon aus? Wer zeigt den geringsten Anschein von Entrüstung?

(...)
Noch mehr Fehlinformationen: Das Gejammer der nützlichen Idioten, die, bevor es Israel tat, in die Fänge dieser eigenartigen „Menschenrechtler“ gegangen sind, die im Falle der IHH Anhänger des Dschihads, anti-israelische und anti-jüdische apokalyptische Fanatiker sind, sowohl Männer als auch Frauen – von denen einige nur wenige Tage vor dem Zwischenfall, den Wunsch äußerten, als „Märtyrer zu sterben“. (The Guardian, 3. Juni; Al Aqsa TV, 30. Mai).

Wie kann ein Schriftsteller vom Format des Schweden Henning Mankell es zulassen, auf diese Art missbraucht zu werden? Wenn er uns mitteilt, er denke darüber nach, die Übersetzung seiner Bücher ins Hebräische zu verbieten, wie kann er allen Ernstes die unantastbare Unterscheidung vergessen zwischen einer dummen oder schlechten Regierung und den Massen, die sich mit ihr nicht identifizieren? Wie kann eine Kino-Kette in Frankreich (Utopia) gleichsam entscheiden, die Veröffentlichung eines Films zu streichen, „A Cinq heures des Paris“, aus dem einfachen Grund, dass sein Autor, Leonid Prudovsky, israelischer Staatsangehöriger ist?

Und schließlich desinformieren auch die Herden der Heuchler, die es bedauern, dass Israel den Ruf nach einer internationalen Untersuchung ablehnt. Die Wahrheit ist, mal wieder, sehr viel einfacher und logischer: Was Israel ablehnt, ist eine Untersuchung durch den UN Menschenrechtsrat, in dem solch großartige Demokraten wie die Kubaner, die Pakistaner und die Iraner das Sagen haben. Was Israel nicht möchte, ist ein Vorgehen, wie es zum berühmten Goldstone-Bericht nach der Operation Gegossenes Blei in Gaza geführt hat. Die fünf Richter dieser sympathischen Kommission – von denen vier aus ihrem militanten Anti-Zionismus nie ein Hehl gemacht haben – haben 575 Seiten mit Interviews mit palästinensischen Kämpfern und Zivilisten, durchgeführt unter den aufmerksamen Blicken der politischen Beauftragten der Hamas (eine absolute und nie dagewesene Ketzerei bei solch einem Vorgang) in einigen wenigen Tagen runtergerissen.

Solch eine verpfuschte Untersuchung wäre eine Verballhornung des internationalen Rechts, was Israel einfach nicht hinnehmen kann. Ihre Aussagen würden von Vornherein feststehen und wären nur dazu da, die einzige wirkliche Demokratie der Region, wie üblich und vollkommen einseitig, in die Ecke zu drängen.

(Haaretz, 08.06.10)
Vollständiger Artikel: http://www.haaretz.com/print-edition/news/it-s-time-to-stop-demonizing-israel-1.294833

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.

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Kritik an Reuters nach Bildmanipulation
Die Nachrichtenagentur Reuters ist dafür kritisert worden, Bildmaterial von der „Mavi Marmara“ manipuliert zu haben. Es sollen Bilder beschnitten worden seien, auf denen mit Waffen wedelnde Aktivisten und Blutlachen sowie verwundete israelische Soldaten zu sehen waren.

Reuters wies am Montag die Anschuldigung der einseitigen Berichterstattung zurück. Vielmehr fügte die Nachrichtenagentur hinzu, sie hätte sofort auf die Originalfotos zurückgegriffen als sie davon erfahren hatte, dass die Ränder der bereits veröffentlichten Bilder beschnitten worden waren.

Ein Reuters-Sprecher sagte Haaretz: “Reuters ist der genauen und objektiven Berichterstattung verpflichtet. Alle Bilder, die über unseren Kanal gehen, durchlaufen eine strenge redaktionelle Evaluation und Auswahlprozess.“

„Die fraglichen Aufnahmen wurden in Istanbul bereitgestellt, nachdem sie den üblichen redaktionellen Prozess durchlaufen haben, zu dem auch die Beschneidung der Bildränder gehört. Als wir realisierten, dass der Dolch versehentlich mit dem Bildrand abgeschnitten worden war, hat Reuters sofort auf die Originale zurückgegriffen.“

Dies ist nicht das erste Mal, dass Reuters kritisiert wurde, Bilder gegen die Gunsten Israels eingesetzt zu haben. Während des 2. Libanonkrieges im Jahr 2006 gab die Nachrichtenagentur zu, dass eines ihrer Bilder durch ein Bildbearbeitungsprogramm manipuliert worden war.

(Haaretz, 8.6.2010)

Zu den einander gegenübergestellten Fotos hier…

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Fragwürdige Friedensmission
Deutsche Linke in einem Boot mit türkischen Islamisten und Rechtsextremisten?

„Mehrere Bundestagsabgeordnete der Linken befanden sich auf dem Schiff, das Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen wollte und von der israelischen Armee beschossen wurde. Die Liste der Mitreisenden wirft aber viele Fragen auf.“

Video-Ausschnitt des REPORT MAINZ vom Montag, den 7.6.2010, in der ARD:
http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/report/-/id=4693976/did=6481392/pv=video/nid=4693976/7065ds/index.html
 


Unter den folgenden Links lassen sich weitere Pressestimmen zum Thema aufrufen:
http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2010/Gaza_flotilla_Selected_articles-June_2010.htm

http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/06/01/lesenswerte-artikel-zur-gaza-flottille/

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Israelische Studenten planen eigene Flotte
Die Israelische Studentenvereinigung plant eine aus hunderten Yachten bestehende Flotte, um auf See die nächste Hilfsflotte in Richtung Gaza zu treffen.

Laut Boaz Toporovsky, dem Vorsitzenden der Organisation, haben 400 Besitzer von Yachten ihr Interesse an der Aktion bekundet. Diese soll in den nächsten zwei Wochen durchgeführt werden.

„Unser Anliegen ist es, mit den Mitgliedern Flotte zu sprechen, zu sehen, ob sie mit uns sprechen möchten, und sie zu fragen, warum die Probleme Israels, in Gaza und den palästinensischen Gebieten, sie so beunruhigen“, sagte Toporovsky gestern Abend Haaretz. „Wir würden sie fragen, warum sie nicht über die Kurdenproblematik sprechen oder über die getöteten Armenier oder andere Probleme. Wir möchten die Wahrheit zutage bringen, und die Heuchelei und Absurdität entlarven.“

Obwohl es aus der Türkei, dem Iran und von europäischen Aktivisten Berichte gibt, dass eine neue Gaza-Flotte geplant sei, gibt es keine konkreten Anzeichen dafür, dass die Blockade in den kommenden zwei Wochen gebrochen werden könnte. Die Free-Gaza-Bewegung hat unterdessen begonnen, Gelder für eine neue Hilfsflotte einzuwerben.

Gleichzeitig versuchen die Israelische Studentenvereinigung und eine Nichtregierungsorganisation Gelder einzutreiben, um ein Schiff zu leasen. Dieses soll in Richtung Türkei aufbrechen, um vor Ort für die kurdische Minderheit zu demonstrieren. Toporovsky sagt, dass „wir über die Idee nachgedacht haben, in die südliche Türkei oder nach Nord-Zypern zu reisen, wo es eine hohe kurdische Bevölkerungskonzentration gibt.“

(Haaretz, 8.6.2010)
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Ahmadinejad: „Gaza-Flotilla-Angriff ist ein Schritt in Richtung Vernichtung Israels“
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Ende eines Gebetsgottesdienstes in einer Moschee in Istanbul am Montag zu den Gläubigen gesprochen und nach Angaben der IRNA (Islamic Republic News Agency) geäußert, dass „der Angriff des zionistischen Regimes auf die Gaza-Flotille ein wichtiger Schritt in Richtung der totalen Vernichtung Israels“ sei. Israel würde Verbrechen begehen, die in der Geschichte der Menschheit beispiellos seien. Die Zuhörer gaben Beifall und riefen „Tod Amerika“ und „Tod Israel“.
(ynetnews, 08.06.10)
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Solidarität mit Israel
Stellungnahme der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum Zwischenfall vor der Küste Gazas

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin bekundet ihr ausdrückliches Bedauern, dass bei den Ereignissen vor der Küste Gazas am 31. Mai 2010 Menschen ums Leben gekommen sind. Deshalb muss gründlich recherchiert und untersucht werden, welche Umstände zu diesem Vorfall geführt haben. Solange aber noch kein abschließendes Ergebnis vorliegt, wehren wir uns gegen eine einseitige und vorschnelle Vorverurteilung Israels. Mit Bedauern muss die Jüdische Gemeinde zu Berlin aber feststellen, dass ein überwiegender Teil der Berichterstattung genau dies tut: Israel an den internationalen Pranger zu stellen, während gleichzeitig Fakten über die Organisatoren dieser politischen Aktion ungenannt bleiben. Unter den Organisatoren befanden sich auch radikalislamische Organisationen. Denn es war nicht nur Ziel Hilfsgüter nach Gaza zu liefern, sondern auch eine gründlich geplante, der HAMAS, einer antisemitischen Terrororganisation in die Hände spielende, Propagandaaktion zu platzieren.
(07.07.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1444 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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