Dienstag, 03.08.2010
 
 
Israel beschließt Teilnahme an UN-Untersuchung zur Gaza-Flottille
 

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag mitgeteilt, dass Israel sich an dem Ausschuss beteiligen wird, durch den die UNO die Vorgänge um die Gaza-Flottille untersuchen lassen will.

Der Entscheidung gingen eine Beratung im engeren Kabinett sowie diplomatische Kontakte voraus, welche sicherstellten, dass die Kommission ein ausgewogenes und fair formuliertes Mandat hat.


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Mehr Hilfslieferungen nach Gaza
Die Palästinenser – allein

1 € - 4.9725 NIS (+0.946%)
1 CHF -3.6219 NIS (+0.430%)
1 £ - 5.9885 NIS (+0.451%)
1 $ - 3.7530 NIS  (+0.425%)
 
(Bank of Israel, 03.08.10)


Hitzewelle.

Jerusalem: 22/34 °C
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Israelische Soldaten an libanesischer Grenze beschossen

Eine Einheit der israelischen Armee ist heute Mittag an der Grenze zum Libanon von Soldaten der libanesischen Armee  beschossen worden.
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Im Fadenkreuz des Globalen Jihad

Von Avi Issacharoff


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Israel beschließt Teilnahme an UN-Untersuchung zur Gaza-Flottille
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag mitgeteilt, dass Israel sich an dem Ausschuss beteiligen wird, durch den die UNO die Vorgänge um die Gaza-Flottille untersuchen lassen will.

Der Entscheidung gingen eine Beratung im engeren Kabinett sowie diplomatische Kontakte voraus, welche sicherstellten, dass die Kommission ein ausgewogenes und fair formuliertes Mandat hat.

Israel wird dem Ausschuss Berichte der israelischen Untersuchungskommission vorlegen, die von dem pensionierten Richter am Obersten Gerichtshof Jacob Turkel geleitet wird.

Netanyahu betonte am Montag nach seinem Gespräch mit Ban: „Israel hat nichts zu verbergen. Das Gegenteil ist der Fall. Es liegt im nationalen Interesse des Staates Israel, sicherzustellen, dass die tatsächliche Wahrheit über die gesamten Flottillenvorgänge weltweit ans Licht kommen, und das ist genau das Prinzip, dem wir folgen.“

(Außenministerium des Staates Israel,02.08.10)
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Mehr Hilfslieferungen nach Gaza
Die Ausweitung des Betriebs an den Übergangen zum Gaza-Streifen zur Steigerung der Hilfslieferungen im Anschluss an einen Beschluss der israelischen Regierung vom 20. Juni dauert an. Allein am Montag wurden 200 Lastwagen am Übergang Kerem Shalom abgefertigt.


Foto: IDF

Auf beiden Seiten der Grenze ist die Infrastruktur an den Übergängen in den vergangenen Wochen erheblich ausgebaut worden. Organisiert wird dies vom Koordinator für die Regierungsaktivitäten in den Gebieten, Generalmajor Eitan Dangot, und seiner Behörde (COGAT).

Der COGAT-Sprecher teilt mit, dass auch die Lieferung von Baumaterial für die 31 international finanzierten humanitären Projekte im Gaza-Streifen weitergeht.

(Außenministerium des Staates Israel, 02.08.10)
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Die Palästinenser – allein

Efraim Karsh, Professor für Nahoststudien am Londoner King’s College, tritt in einem Artikel für die New York Times der verbreiteten Annahme entgegen, dass das Wohlergehen der Palästinenser der arabischen Welt am Herzen liege. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass es einem Frieden im Nahen Osten dienlich wäre, wenn die Palästinenser begreifen würden, dass sie im Konflikt mit Israel weitgehend auf sich allein gestellt sind.

„Es ist seit langem die gängige Meinung, dass die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts eine Voraussetzung für Frieden und Stabilität im Nahen Osten sei. Da Araber und Muslime dem Palästinaproblem so leidenschaftlich zugetan seien, so das Argument, schüre der israelisch-palästinensische Stillstand regionale Wut  und Verzweiflung, verleihe Terrorgruppen wie Al-Qaida und dem Aufstand im Irak mehr Legitimation und verhindere die Bildung einer regionalen Koalition, die Irans Streben nach Atomwaffen abblocken würde.“

„Die Wahrheit ist aber, dass die arabische Politik seit Mitte der 1930er Jahre ein anders Bild nahelegt. Während die ‚Palästinafrage‘ lange zentral für die innerarabische Politik gewesen ist, haben die arabischen Staaten sich sehr viel weniger um das Wohlergehen der Palästinenser als um ihre eigenen Interesen gekümmert.“

„Vor diesem Hintergrund ist es ein positives Zeichen, dass so viele Araber dem palästinensisch-israelischen Konflikt offensichtlich zunehmend gleichgültig gegenüberstehen. Denn wenn der eigennützige Interventionismus der arabischen Regimes den Palästinensern das Recht auf Selbstbestimmung verweigert hat, dann liegt die größte, tatsächlich einzige Hoffnung für einen Frieden zwischen Arabern und Israelis in der Zurückweisung der falschen Verbindung zwischen dieser speziellen Frage und anderen regionalen und globalen Problemen.

Je eher die Palästinenser erkennen, dass ihre Sache allein ihre Sache ist, desto eher werden sie sich mit der Existenz des Staates Israels abfinden und die Notwendigkeit eines verhandelten Abkommens verstehen.“

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.nytimes.com/2010/08/02/opinion/02karsh.html?_r=2

(The New York Times, 01.08.10)
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Israelische Soldaten an libanesischer Grenze beschossen
Eine Einheit der israelischen Armee ist heute Mittag an der Grenze zum Libanon von Soldaten der libanesischen Armee  beschossen worden. Die Soldaten befanden sich auf einer Routinepatrouille auf israelischem Territorium, in der Zone zwischen der „blauen Linie“ (der international anerkannten Grenze zwischen Israel und dem Libanon) und dem Sicherheitszaun. Die israelische Seite erwiderte daraufhin das Feuer.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 03.08.10)


Foto: Channel2


Israel betrachtet den Beschuss aus dem Libanon auf eine Patrouille der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die entlang der Grenze in Koordination mit UNIFIL operierte, als einen schweren Verstoß gegen die UN-Sicherheitsratsresolution 1701.

Außenminister Avigdor Lieberman hat Israels Delegation bei den Vereinten Nationen angewiesen, vor dem UN-Generalsekretär und dem Sicherheitsrat Beschwerde einzulegen.

Der jüngste Vorfall ist einer von vielen Verstößen gegen die Resolution 1701; die schwerste davon ist die massive Wiederaufrüstung der Hisbollah, einschließlich von Hisbollah-Einheiten im Südlibanon.

Israel betrachtet die libanesische Regierung als verantwortlich für den schweren Vorfall und warnt vor den Konsequenzen für den Fall, dass er Fortsetzung findet.

(Außenministerium des Staates Israel, 03.08.10)
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Im Fadenkreuz des Globalen Jihad
Von Avi Issacharoff

Von ägyptischem Territorium aus auf den Golf von Eilat und Akaba abgefeuerte Grad-Raketen haben am Montag einen jordanischen Bürger getötet und drei weitere verletzt. Eine Rakete schlug im Norden Eilats ein, drei im Hotelbezirk Akabas, eine wahrscheinlich im Meer und eine noch auf dem Sinai.

Im Armeeradio machte sich am Montagmorgen ein bekannter Komiker darüber lustig, dass die Raketenwerfer schlecht gezielt und Akaba versehentlich getroffen hätten. Aber die Täter, wahrscheinlich Mitglieder der als Globaler Jihad bekannten Gruppe, beabsichtigten Akaba nicht weniger als Eilat zu treffen. Sie betrachten das Hashemitische Königreich als ein ebenso legitimes Ziel wie Israel, wenn nicht sogar mehr als das.

Akaba ist in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Reiseziel für europäische, amerikanische und sogar israelische Touristen geworden, und damit auch eine wichtige Einkommensquelle für Jordanien. Hunderte Millionen Dollar sind in die neuen Hotels in dem Bezirk investiert worden, was ihn attraktiv für Terroristen macht.

Es ist dies nicht das erste Mal, dass Akaba auf der Landkarte des islamischen Terrors erscheint. Erst im April wurden zwei Grad-Raketen auf Eilat und Akaba abgefeuert, wobei niemand verletzt wurde. Jordanien selbst hat mehrere Terroranschläge erlitten, den tödlichsten davon in Amman, wo drei Selbstmordattentäter sich gleichzeitig in die Luft sprengten und fast 60 Menschen ermordeten.

Die Sorge vor möglichen Raketenangriffen und größeren Terroranschlägen hat die Jordanier zu einer engeren Sicherheitszusammenarbeit mit Israel angetrieben, trotz des Zerwürfnisses zwischen der israelischen Regierung und der jordanischen Monarchie im letzten Jahr. Während dieser Zeit haben beide Seiten sich in Sicherheitsfragen weiter abgestimmt; mehr als einmal ist durch gegenseitige Informierung ein Anschlag auf israelischem oder jordanischem Boden verhindert worden. Wahrscheinlich wissen nur wenige Leute in Israel, dass sie ihr Leben jordanischen Sicherheitskräften verdanken.

Die Behörden haben sich noch nicht darauf festgelegt, von wo die Grads abgefeuert wurden. Israelische Quellen deuten auf den Sinai, was die Ägypter rundweg leugnen. Die Ägypter sagen, dies hätte nicht passieren können, da ägyptische Sicherheitskräfte so wirksam im Sinai eingesetzt seien. Aber der Sinai war und ist ein Nährboden für den Globalen Jihad. Vom Sinai werden Waffen nach Gaza geschmuggelt, einschließlich von Grad-Raketen. Einige dieser Raketen werden wohl im Sinai zurückbleiben, bereit zum Abschuss.

Am Freitag wurde eine Grad-Rakete auf Ashkelon abgefeuert, ohne jemanden zu verletzen. Hinter beiden Anschlägen könnten radikal-islamistische Gruppen in Gaza stehen. Es gibt dort mindestens fünf Gruppen, die mit Al-Qaida oder dem Globalen Jihad identifiziert werden: Jaish al-Umma (Armee der Nation), im Juni 2007 erstmals in Gaza aufgetaucht, wenngleich offiziell bereits zwei Jahre zuvor gegründet; Jaish al-Islam (Armee des Islam), eine mit dem Dugmush-Clan assoziierte Gruppe; Jund Ansar Allah (Armee der Unterstützer Allahs), vor einem Jahr in Rafiah mit der Hamas aneinandergeraten, wobei die Hamas 24 Aktivisten der Gruppe tötete, nachdem sie – mit Unterstützung von nichtpalästinensischen Aktivisten des Globalen Jihad - ein islamisches Emirat in Gaza ausgerufen hatte; Jaish al-Momaminin (Armee der Gläubigen); Al-Qaida Palästina, verantwortlich für den Anschlag auf die amerikanische Schule in Gaza; und Kataib al-Suyuf al-Haq al-Islamiyah (Brigaden der Schwerter islamischer Gerechtigkeit).

Die Aktivisten des Globalen Jihad sind in den Gaza-Streifen gekommen, dort trainiert worden, haben sich bewaffnet und sind dann auf den Sinai zurückgekehrt, um Terroranschläge gegen Urlauber auf der Halbinsel und anderswo in Ägypten zu verüben. Das könnte auch dieses Mal der Fall gewesen sein.

(Haaretz, 03.08.10)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Philistertempel in Südisrael freigelegt
Archäologen von der Bar-Ilan-Universität haben an der Ausgrabungsstätte Tell es-Safi/Gath nahe Kiryat Gat im Süden Israels einen Tempel der Philister aus der Eisenzeit (10. Jh. v. Chr.) entdeckt.


Foto: Richard Wiskin

Ausgrabungsleiter Prof. Aren Maeir berichtet: „Interessanterweise erinnert die architektonische Gestaltung dieses Tempels mit seinen zwei zentralen Säulen an die architektonischen Beschreibungen aus der bekannten biblischen Geschichte von Samson und den Philistern, wo Samson den Tempel zu Fall bringt indem er zwischen den Säulen stehend diese niederreißt. Womöglich deutet das darauf hin, dass die Samson-Geschichte eine Tempelart widerspiegelt, die damals im Philisterland gängig war.“

Bei den Ausgrabungen in Tell es-Safi/Gath handelt es sich um ein langjähriges Ausgrabungsprojekt, das eine der wichtigsten antiken Stätten in Israel untersucht. Die dortigen Hügel waren seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. besiedelt.

(Außenministerium des Staates Israel, 28.07.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1500 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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