Montag, 06.09.2010
 
 
Netanyahu resümiert Friedensgipfel in Washington
 

Foto: GPO
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettssitzung eine Bilanz der Friedensgespräche gezogen, die er in der vergangenen Woche in Washington mit Palästinenser- präsident Mahmoud Abbas führte. Dabei bekräftigte er erneut seine Bereitschaft zu einem historischen Kompromiss zwischen Israel und den Palästinensern.



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(Bank of Israel, 06.09.10)


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Ernennung Yoav Galants zum Generalstabschef bestätigt

Nun ist es amtlich: Yoav Galant wird der nächste Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL).

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Rakete aus Gaza

Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben am Samstag wieder eine Rakete auf israelisches Territorium abgefeuert.

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Netanyahu resümiert Friedensgipfel in Washington
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettssitzung eine Bilanz der Friedensgespräche gezogen, die er in der vergangenen Woche in Washington mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas führte. Dabei bekräftigte er erneut seine Bereitschaft zu einem historischen Kompromiss zwischen Israel und den Palästinensern.

„Am Freitag bin ich aus Washington zurückgekehrt, von der ersten Runde direkter Friedensgespräche mit dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Abu Mazen [Mahmoud Abbas]. Ich möchte US-Präsident Barack Obama, Außenministerin Hillary Clinton, Senator George Mitchell und dem gesamten Team der US-Administration danken, für die herzerwärmende Gastfreundschaft und vor allem die wichtige Rolle, die sie dabei gespielt haben und spielen, den Prozess voranzubringen.

Ich möchte auch Ägyptens Präsident Mubarak und Jordaniens König Abdallah II. danken, für die Teilnahme an der Veranstaltung und für ihre konstante Bereitschaft, den Frieden zwischen uns und den Palästinensern und – ich würde sagen – zwischen uns und der gesamten arabischen Welt zu fördern. Wenngleich wichtige Länder innerhalb der arabischen Welt sich noch hinter den Friedensprozess stellen müssen, geht mein Eindruck dahin, dass der Wille von Präsident Mubarak und König Abdallah, trotz der Attacken teilzunehmen, ein Gefühl der Bereitschaft in der arabischen Welt widerspiegelt, dass dies die Zeit ist, um ein Friedensabkommen zwischen uns und den Palästinensern zu vollenden zu versuchen und es in einen größeren Kreis des Friedens auszuweiten. Meiner Einschätzung nach rührt dieses Gefühl von dem Verständnis bezüglich der Bedeutung der Alternativen und von der Erkenntnis her, dass sie einfach Frieden mit Israel schließen müssen.

Nach eineinhalb Jahren, in denen ich zu direkten Gesprächen ohne Vorbedingungen aufgerufen habe, hatte ich in Washington die Chance, ein langes, privates Gespräch mit Abu Mazen zu führen. Ich hoffe sehr, dass dieses Gespräch und noch kommende uns ermöglichen werden, eine direkte, kontinuierliche und zuverlässige Verbindung zu eröffnen, was unabdingbar für unsere Fähigkeit ist, ein Friedensabkommen zwischen unseren beiden Völkern zu formulieren. Ich schlug für, dass wir uns alle zwei Wochen zu so einem privaten Gespräch treffen, da ich glaube, was im Moment nötig ist, um den Friedensprozess voranzubringen, ist nicht ein Überfluss an Teams, sondern Entscheidungen von Führern. Ich glaube, dass der Start der Washingtoner Gespräche ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Rahmenabkommen zwischen uns und den Palästinensern war. Wir sind uns der Schwierigkeiten bewusst. Sie liegen noch vor uns, sowohl kurz- als auch mittelfristig, aber wir werden unsere Bemühungen um ein Abkommen fortsetzen.

Wie ich in meiner Rede an der Bar-Ilan-Universität [vom 14. Juni 2009] gesagt habe, sind die Anker des Friedens die Anerkennung des Staates Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes, die Anerkennung unserer historischen Verbindung zu unserer Heimat, ein Ende des Konflikts mit uns und ein Ende der Forderungen sowie praktische Sicherheitsvorkehrungen vor Ort, die mit der neuen Realität Schritt halten, die hier im vergangenen Jahrzehnt geschaffen worden ist und der wir auch im kommenden Jahrzehnt gegenüberstehen. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden gewährleisten, dass es keine Wiederholung dessen geben wird, was nach unserem Rückzug aus dem Libanon und dem Gaza-Streifen passiert ist.

Ich habe in Washington klar gemacht – wie ich es auch am Tag der Amtseinführung dieser Regierung gesagt habe -, dass Israel voll und ganz dem Frieden verpflichtet ist. Ich denke, wir haben bereits beweisen, dass wir bereit sind, einen langen Weg zu gehen, um zum Frieden zu gelangen. Aber diesmal werden wir, um Erfolg zu haben, die Lektionen der siebzehnjährigen Verhandlungsbemühungen lernen und eigenständiges Denken an den Tag legen, außerhalb des gewohnten Schemas denken müssen. Wir werden kreativ und auf neue Weise darüber nachdenken müssen, wie komplexe Probleme zu lösen sind. Um praktische Lösungen zu erreichen, werden wir über neue Lösungen für alte Probleme nachdenken müssen. Ich glaube, dass das möglich ist.

Ich bin willens, einen historischen Kompromiss mit unseren palästinensischen Nachbarn zu erzielen, solange er die nationalen Interessen des Staates Israel, vor allem anderen die Sicherheit, wahrt. Ich hoffe auch, dass Palästinenserpräsident Abu Mazen in Anbetracht der Prüfungen und Herausforderungen, vor denen wir schon jetzt stehen,  weiter diesen Weg mit mir gehen wird. Wir werden weiter arbeiten, damit wir zusammen das gemeinsame Ziel von Frieden, Sicherheit und Wohlstand für Israelis und Palästinenser erreichen können.“

(Außenministerium des Staates Israel, 05.09.10)
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Ernennung Yoav Galants zum Generalstabschef bestätigt
Nun ist es amtlich: Yoav Galant wird der nächste Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL). Das israelische Regierungskabinett folgte am Sonntag einer diesbezüglichen Empfehlung von Verteidigungsminister Ehud Barak und ernannte den Generalmajor. Er soll am 14. Februar 2011 Generalleutnant Gabi Ashekanzi ablösen.


Galant mit Soldatinnen (Foto: IDF)

Ministerpräsident Netanyahu bemerkte dazu: „Yoav Galant hat sich während seiner mehr als 33 Dienstjahre an vorderster Front von ZAHAL als tapferer Kämpfer, außergewöhnlicher Offizier und kluger und verantwortungsbewusster Kommandant in der Schlacht erwiesen. Er diente u.a. als Kommandant der Marinekommandoeinheit, als Kommandant der Jenin-Brigade, Kommandierender General der Gaza-Division, Militäradjutant des Ministerpräsidenten und Oberkommandierender des Südkommandos. Seine Ernennung wird die hervorragende Tradition fortsetzen, die der gegenwärtige Generalstabschef Generalleutnant Gabi Ashkenazi in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften gepflegt hat. Ich möchte ihnen beiden danken.“

(Außenministerium des Staates Israel, 05.09.10)
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Rakete aus Gaza


Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben am Samstag wieder eine Rakete auf israelisches Territorium abgefeuert. Sie landete auf freiem Feld im Kreis Sdot Negev. Verletzt wurde niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.

Die israelische Luftwaffe flog in der Nacht zum Sonntag einen Angriff auf drei Schmuggeltunnel im Süden des Gaza-Streifens. Dabei wurden nach Hamas-Berichten drei Menschen verletzt.

(Maariv, 04./05.09.10)
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Israelischen Forschern gelingt Durchbruch in der AIDS-Forschung
Ein Forschungsteam der Hebräischen Universität Jerusalem  hat eine Behandlungsmethode entwickelt, die HIV-infizierte menschliche Zellen in Laborkulturen vollständig zerstören kann. Davon berichtet ein Artikel in der Fachzeitschrift AIDS Research and Therapy.

Bislang hat es keine Therapie gegeben, die in der Lage ist, HIV-infizierte Zellen komplett zu zerstören. Bei der neuen Jerusalemer Methode bleiben zudem die umliegenden gesunden Zellen unbeschädigt. Sie stützt sich auf den Einsatz von eigens entwickelten Peptiden, die eine massive Anzahl von Replikationen des Genmaterials in die infizierte Zelle leiten, was zu deren Selbstzerstörung führt.

Gegenwärtige Behandlungsmethoden der Immunschwächekrankheit hemmen die Reproduktion des  Virus‘, was die Entwicklung von AIDS verzögert und dieses zu einer chronischen, aber kontrollierbaren Krankheit macht. Wenn die Behandlung mit dem sog. Cocktail unterbrochen wird oder der Virus dagegen immun wird, können jedoch wieder andere Zellen infiziert werden.

Im nächsten Schritt soll die Therapie an Tieren getestet werden und danach - bei erwiesener Wirksamkeit – an Menschen.

Weltweit sind etwa 33.4 Millionen Menschen HIV-infiziert. In Israel wurden 2008 390 neue Fälle gezählt.

Den Artikel zu den Jerusalemer Forschungsergebnissen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.aidsrestherapy.com/content/7/1/31

(Haaretz, 03.09.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1534 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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