Mittwoch, 20.10.2010
 
 
Peres: Ermordung Rabins darf nicht vergessen werden
 
Israel gedenkt heute seines früheren Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, dessen Ermordung sich am Mittwoch nach dem hebräischen Kalender zum 15. Mal jährt. Am 4. November 1995 wurde der Friedensnobelpreisträger von dem jüdischen Ultranationalisten Yigal Amir nach einer großen Friedenskundgebung in Tel Aviv auf offener Straße erschossen.

Die Gedenkveranstaltungen wurden am Dienstagabend mit einer offiziellen Zeremonie im Haus des Präsidenten in Jerusalem eröffnet.


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Israels neuer UN-Botschafter spricht vor dem Sicherheitsrat

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(Bank of Israel, 20.10.10)


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Peres: Ermordung Rabins darf nicht vergessen werden
Israel gedenkt heute seines früheren Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, dessen Ermordung sich am Mittwoch nach dem hebräischen Kalender zum 15. Mal jährt. Am 4. November 1995 wurde der Friedensnobelpreisträger von dem jüdischen Ultranationalisten Yigal Amir nach einer großen Friedenskundgebung in Tel Aviv auf offener Straße erschossen.



Die Gedenkveranstaltungen wurden am Dienstagabend mit einer offiziellen Zeremonie im Haus des Präsidenten in Jerusalem eröffnet. Präsident Shimon Peres mahnte in seiner Rede, die Ermordung seines Weggefährten und dessen historisches Vermächtnis nicht dem Vergessen anheimfallen zu lassen.

„Dieser Mord war ein Verbrechen, das nicht vergessen oder ausgelöscht werden darf. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Zeit, die Entleerung, der Hochmut oder die Erschöpfung uns jemals von diesem Gebot  abkommen lässt. Wir halten jedes Jahr Gedenkzeremonien ab, da wir die Erinnerung nicht in Vergessenheit geraten lassen dürfen. Solch ein Vergessen ist der Feind der Menschheit, und es stellt eine Gefahr für die Demokratie dar.“

„Yitzhak war entschlossen, zum Frieden voranzuschreiten, obgleich er die Schwierigkeiten kannte, die ihm von innen wie von außen begegneten. Die Schwierigkeiten waren keine theoretischen. Er spürte den Rückenwind zu Hause und trat den wüsten Stürmen draußen entgegen. Er versuchte nicht, bittere Situationen zu versüßen; er versuchte nicht, ihnen aus dem Weg zu gehen. Er machte sich oder anderen nichts vor. Er wusste, dass die Konfrontation mit der neuen Realität ein großes Risiko barg, aber darin, manchmal nur darin, liegt die Gelegenheit für große Dinge.“

„Sein letzter Wille ist der Frieden.“

Das israelische Außenministerium hat unter dem folgenden Link eine Menge von Informationen zu Leben und Werk Yitzhak Rabins zusammengestellt: http://www.mfa.gov.il/MFA/History/Modern+History/Historic+Events/Yitzhak+Rabin+1922-1995.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 19.10.10)
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Israels neuer UN-Botschafter spricht vor dem Sicherheitsrat
Israels neuer Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Meron Reuben, hat am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat seine erste Rede im neuen Amt gehalten. Darin legte er noch einmal Israels grundsätzliche Positionen hinsichtlich des Friedensprozesses mit den Palästinensern, des Wiedererstarkens der Hisbollah im Libanon und der iranischen Bedrohung dar.



„In meiner ersten Rede als Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen stehe ich heute vor Ihnen und betone den tiefen und anhaltenden Wunsch meines Landes, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. Einen Frieden, der auf Sicherheit und gegenseitiger Anerkennung basiert. Einen Frieden, der unseren beiden Völkern Wohlstand garantieren wird.

Frieden kann nur durch direkte Verhandlungen und Kompromisse auf beiden Seiten erreicht werden.

Israel hat kontinuierlich gezeigt, dass es willens ist, für den Frieden beherzte Maßnahmen zu ergreifen und schwere Entscheidungen zu treffen. Zu diesem Zweck hat Israel dabei geholfen, das eindrucksvolle Wachstum der palästinensischen Wirtschaft anzukurbeln, und Hunderte von Straßensperren und Kontrollpunkten im Westjordanland entfernt. Wir taten dies trotz berechtigter Sicherheitsbedenken und des andauernden Terrorismus. Schweren Herzens legte sich Israel ein beispielloses zehnmonatigen Moratorium für den Siedlungsbau auf.

Wir hoffen, dass auch die Palästinenser die Maßnahmen ergreifen werden, die für den Frieden nötig sind. Nachdem sie sich während des Moratoriums neun Monate lang geweigert hatten, in direkte Verhandlungen einzutreten, verlangen die Palästinenser – die die Geste anfangs kleingeredet hatten – nun seine Verlängerung als Vorbedingung für die Fortsetzung der Gespräche.

Die Siedlungen sind eine von vielen Fragen, die in Endstatusverhandlungen gelöst werden müssen. Die Geschichte hat gezeigt, dass sie einem Friedensschluss nicht im Wege stehen – man hat es bei den Friedensabkommen gesehen, die mit Ägypten und Jordanien erreicht wurden. Außerdem bekam Israel, als es alle seine Siedlungen im Gaza-Streifen räumte, als Gegenleistung Terrorismus und Raketenfeuer auf seine Städte und Gemeinden.

Israel begrüßt die überaus wichtigen Bemühungen der US-Regierung um die Förderung von Frieden und Sicherheit in der Region. In dieser Hinsicht stehen die USA in enger Verbindung mit Israel und anderen Parteien, um die direkten Gespräche wieder in Gang zu bringen.

Wenn wir nach vorne blicken, müssen wir jegliches zukünftige Abkommen auf den Prinzipien von gegenseitiger Anerkennung und Sicherheit gründen.“

Die vollständige Rede gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Speeches+-+statements/Ambassador-Meron-Reuben-addresses-the-UN-Security-Council-18-Oct-2010.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 18.10.10)
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Qumran-Rollen gehen online
Google macht’s möglich. Die lokale Niederlassung des Webgiganten und die Israelische Altertumsbehörde (IAA) werden die Schriftrollen vom Toten Meer frei im Internet zugänglich machen. Gemeinsam mit einer großen Menge zusätzlicher Daten in verschiedenen Sprachen sollen die digitalisierten Abbildungen der Schriften der Forschung neue Impulse verleihen.



Die Altertumsbehörde wird mit modernster Hochauflösung und Multispektrentechnologie die gesamte Sammlung der aus 30 000 Fragmenten bestehenden 900 Schriftrollenmanuskripte digitalisieren und ins Netz stellen. Die Texte werden durch Transkriptionen, Übersetzungen und eine Bibliographie ergänzt. Es ist dies das erste Mal seit 1950, dass die Rollen in ihrer Gesamtheit abfotografiert werden.

„Wir stellen eine bahnbrechende Verbindung zwischen dem Fortschritt und der Vergangenheit her, indem wir dieses einzigartige Erbe für zukünftige Generationen bewahren“, so Shuka Dorfman, der Direkter der IAA. „Wir sind stolz, ein Projekt zu starten, das unbegrenzten Zugang zu einem der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhundert bieten wird, der für Bibelstudien sowie die Geschichte des Judentums und frühen Christentums entscheidend ist.“

(Globes, 19.10.10)
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25 Jahre Freihandelsabkommen mit den USA
Der US-Handelsvertreter Ron Kirk und Israels Industrie- und Handelsminister Binyamin Ben-Eliezer haben sich am Montag anlässlich des 25jährigen Bestehens des Freihandelsabkommens zwischen beiden Ländern getroffen und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

„Vor 25 Jahren ließen wir das Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel in Kraft treten. Seitdem ist der Handelsverkehr angestiegen, haben die Investitionen zugenommen und sind unsere Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger geworden. US-amerikanischen und israelischen Firmen, Landwirten, Arbeitern und Konsumenten sind die Vorzüge der Ausweitung des Handels zuteilgeworden.

Heute treffen wir uns, um unsere Errungenschaften zu feiern und den Grund für die Zukunft zu legen. Der Handel zwischen unseren beiden Ländern ist erblüht. Zwischen 1985 und 2009 wurde der Handel zwischen den Vereinigten Staaten und Israel um 500 Prozent gesteigert, von 4.7 auf 28.3 Milliarden Dollar. Jeden Tag setzen wir annähernd 79 Millionen Dollar im bilateralen Handel um. Wir fühlen uns der Entwicklung neuer und kreativer Wege der Handelsförderung verpflichtet.“

Die vollständige Erklärung gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2010/25th-Anniversary-of-the-United-States-Israel-Free-Trade-Agreement+18-Oct-2010.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 18.10.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1578 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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