Dienstag, 02.11.2010
 
 
Ayalon eröffnet internationale Heimatschutz-Konferenz
 


Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon hat am Montag in Tel Aviv die erste internationale Konferenz zum Heimatschutz in Israel eröffnet. Die noch bis zum Donnerstag andauernde Veranstaltung wurde vom israelischen Exportinstitut in Kooperation mit mehreren Regierungsministerien organisiert.

Ayalon wies in seiner Rede auf die besondere Bedeutung der Konferenz angesichts der aktuellen Terrorbedrohungen hin.


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(Bank of Israel, 02.11.10)


Wieder sonnig.

Jerusalem: 16/22 °C
Tel Aviv: 16/26 °C
Haifa: 18/26 °C
Be’er Sheva: 14/28 °C
Ein Gedi: 22/31 °C
Eilat: 18/30 °C



 
 


Deutsche Politiker auf dem Israel-Kongress
An dem großen Israel-Solidaritätskongress, der am Sonntag in Frankfurt am Main stattfand, haben auch einige prominente Mitglieder des Deutschen Bundestages teilgenommen. Hier einige Momentaufnahmen:


Alle Fotos: Rafael Herlich/ILI



Gitta Connemann (CDU)


Jerzy Montag (Grüne)


Volker Beck (Grüne)

Unter dem folgenden Link gibt es weitere Fotos: http://www.botschaftisrael.de/kontakt/israelkongress2010/
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Obamas und Netanyahus Jahr der Entscheidung
Von Aluf Benn

Das kommende Jahr wird für Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und US-Präsident Barack Obama das „Jahr der Entscheidung“ werden, was die beiden ihnen gemeinsamen Aufgaben angeht: die Gründung des palästinensischen Staates und der Stopp des iranischen Atomprogramms. In diesem Jahr werden die beiden – gemeinsam und jeder für sich - entscheiden müssen, ob Israel seine Kontrolle über das Westjordanland lockern und einem unabhängigen Palästina Platz machen wird – und ob man gegen den Iran in den Krieg ziehen wird, um die bedrohlichen Nuklearanlagen lahm zu legen.

Obama hat ein Jahr politischer Zeit, bis der Wahlkampf von neuem beginnt oder er sich entscheidet, nicht wieder anzutreten und es bei einer Amtszeit bewenden zu lassen. In dieser Zeit hofft Obama die Errichtung Palästinas und seinen Beitritt in den Kreis der Nationen voranzutreiben, wie er es in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung versprochen hat. Netanyahu hat Verhandlungen zu einem israelisch-palästinensischen Rahmenabkommen im Laufe eines Jahres vorgeschlagen, und der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad versichert, die Vorbereitungen für die Unabhängigkeit im selben Zeitraum abzuschließen.

Der politische Zeitplan Netanyahus ist verworrener als der Obamas.  Die Verabschiedung des Zwei-Jahres-Haushalts im Dezember wird seine Macht festigen; seine Amtszeit nähert sich allerdings schon ihrer Mitte, und traditionell steigen damit die Anzeichen von Unruhe innerhalb der Koalition. Netanyahu hat es bisher geschafft, zwischen seinen Verbündeten auf der Rechten und Ehud Barak  zu manövrieren und alle am Kabinettstisch zu halten. Die Wahlen in Amerika bringen ihn der Entscheidung näher: ob er dem amerikanischen Druck nachgeben und erneut den Siedlungsbau einfrieren, oder ob er Obama Nein sagen und sich mit der Rechtskoalition und den republikanischen Verbündeten im Kongress  verschanzen soll, um „das Land Israel zu bewahren“ und mit dem Siedlungsbau fortzufahren.

Die Entscheidung Netanyahus in der Siedlungsfrage wird auch seine Entscheidung beeinflussen – und von ihr beeinflusst werden -, ob und wann man gegen den Iran vorgehen soll.  Das iranische Atomprogramm ist hinter den Erwartungen seiner Initiatoren und der Geheimdiensteinschätzungen zurückgeblieben, aber die Iraner nähern sich einem Punkt, an dem die Zerstreuung der Nuklearanlagen diese gegen einen ‚chirurgischen Eingriff‘ immun macht. Sollte es in den Krieg ziehen, bräuchte Israel amerikanische Unterstützung, wenn nicht auf dem Weg zum Angriff, dann ganz sicher auf dem Weg zurück, wenn Tel Aviv von Raketensalven aus dem Iran, aus dem Libanon, aus Gaza und vielleicht auch Syrien angegriffen wird. Obama ist gegen eine israelische Aktion, könnte aber seine Meinung ändern, wenn die Gegengabe die palästinensische Unabhängigkeit wäre. Netanyahu könnte zum Handeln verführt werden, während er  auf seine republikanischen Freunde baut, die die Administration zwingen werden, Israel bei einem Gegenangriff des Iran und seiner Anhänger beizustehen.

Die Entscheidungen, vor denen Netanyahu und Obama stehen, sind nicht leicht und dazu angetan, das Gesicht des Nahen Ostens für immer zu verändern. Aber es kann auch sein, dass sie sich wie im vergangenen Jahr auch in diesem Jahr entscheiden werden, Entscheidungen und Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen, vor außenpolitischen Schritten oder entschlossenem militärischem Vorgehen zurückschrecken und sich damit begnügen, bequem die Zeit bis zum Ende ihrer Amtszeit durchzubringen – in der Hoffnung, dass die Wirklichkeit nicht vor ihren Augen explodiert.

(Haaretz, 02.11.10)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.
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Ayalon eröffnet internationale Heimatschutz-Konferenz
Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon hat am Montag in Tel Aviv die erste internationale Konferenz zum Heimatschutz in Israel eröffnet. Die noch bis zum Donnerstag andauernde Veranstaltung wurde vom israelischen Exportinstitut in Kooperation mit mehreren Regierungsministerien organisiert.

Ayalon wies in seiner Rede auf die besondere Bedeutung der Konferenz angesichts der aktuellen Terrorbedrohungen hin. Der Schlüssel zur effektiven Bekämpfung des Terrors sei ein vereintes Vorgehen der internationalen Gemeinschaft.

In diesem Sinne solle die Konferenz dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Staaten beim Informationsaustausch und im Bereich der Technologie zu stärken. Als Modell für eine erfolgreiche Kooperation nannte er die zwischen Israel und den USA, welche auch auf weitere Staaten ausgedehnt werden müsse.

(Außenministerium des Staates Israel, 01.11.10)


Der Direktor von Israels Allgemeiner Sicherheitsbehörde (SHABAK), Yuval Diskin, warnte auf der Heimatschutz-Konferenz vor den Gefahren, die sich aus der Verwendung des Internets und neuer Kommunikationstechnologien durch Terrororganisationen ergeben würden.

„Neben einem bequemen Leben ermöglichen es die Technologien auch dem Terror, viel globaler zu werden, über Grenzen und Kontinente hinweg“, so Diskin, der u.a. auf die erleichterte Informationsbeschaffung mittels der technologischen Innovationen hinwies, die sich Terroristen zunutze machen könnten.

Zugleich betonte der Chef von Israels Inlandsgeheimdienst, dass das 21. Jahrhundert von einem Wegfall psychologischer Hemmschwellen im Kreis von (potentiellen) Terroristen gekennzeichnet sei.

Dennoch erklärte Diskin: „Man kann den Terror erfolgreich bekämpfen und bei diesem Feldzug auch besiegen.“ Dafür sei jedoch globale Zusammenarbeit unabdingbar.

Bezüglich der Situation in Israel berichtete Diskin, dass im Jahr 2009 15 israelische Bürger bei Terroranschlägen ums Leben kamen; 2002 waren es noch 452. Im letzten Jahrzehnt habe man Hunderte von Terroristen verhaftet, darunter 120, die auf dem Weg waren, einen Terroranschlag zu verüben.

(Maariv, 01.11.10)
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Festkolloquium für Cannabis-Forscher Raphael Mechoulam
In Jerusalem findet derzeit eine große internationale Konferenz anlässlich des 80. Geburtstags des Chemikers Raphael Mechoulam statt. Prof. Mechoulam gilt als Vater der Erforschung von Cannabinoiden.


Foto: Douglas Guthrie

Die noch bis Donnerstag andauernde Konferenz „Cannabinoids in Biology and Medicine“ findet am Institute For Advanced Studies der Hebräischen Universität statt und wird von Prof. Itai Bab geleitet. Führende Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, Kanada, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz sind dafür nach Israel gereist.

Prof. Mechoulam, der im Jahr 2000 den Israel-Preis für Chemie erhielt, ist international bekannt als er der erste, der in den 60er Jahren die Cannabinoiden identifizierte, ihre chemische Struktur bestimmte und eines von ihnen, das THC, synthetisierte. Gleichzeitig machte er bahnbrechende Entdeckungen zum medizinischen Nutzen des Cannabis in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen.

Weitere Informationen: http://www.huji.ac.il/cgi-bin/dovrut/dovrut_search_eng.pl?mesge128860115832688760

(Hebräische Universität Jerusalem, 01.11.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1591 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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