Freitag, 26.10.2007
 
 
Sanktionen oder Militärgewalt
 

Leitartikel der Ha’aretz-Redaktion

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown haben während der Besuche von Ministerpräsident Ehud Olmert in dieser Woche eine entschiedene und koordinierte Haltung in Bezug auf die Notwendigkeit, Irans Atomprogramm zu stoppen, eingenommen.

Sarkozy, der in den letzten Monaten daran gearbeitet hat, Handelsbeziehungen zwischen französischen Firmen und dem Iran zu drosseln, versucht gegenwärtig, die Europäische Union dazu zu bringen, dem Iran ihre eigenen Sanktionen aufzuerlegen und damit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gegen den Iran Nachdruck zu verleihen. Brown nannte Irans Verhalten „inakzeptabel“ und versprach, nach der Veröffentlichung eines Berichts über Irans atomare Aktivitäten durch die Internationale Atomenergiebehörde im nächsten Monat härtere internationale und europäische Sanktionen zu unterstützen.

weiter

weitere Themen:
Israelisches Duo an der DJ-Weltspitze

1 € - 5.7363 NIS (-0.106%)
1 CHF- 3.4279 NIS (-0.320%)
1 £ - 8.2097 NIS (-0.190%)
1 $ - 3.9920 NIS (-0.349%)

(Bank of Israel, 26.10.07)



Es bleibt mild.

Jerusalem: 15-23°C
Tel Aviv: 19-26°C
Haifa: 18-27°C
Be’er Sheva: 18-28°C
Ein Gedi: 23-32°C
Eilat: 22-33°C




USA beschließen Sanktionen gegen den Iran
13 Jahre Frieden zwischen Israel und Jordanien
 
 


Israelisches Duo an der DJ-Weltspitze

Das israelische DJ-Duo Amit Duvdevani und Erez Eisen, besser bekannt unter der Bezeichnung Infected Mushroom, ist von der britischen Musikzeitschrift DJ Mag zum besten Trance-Act des Jahres 2007 gekürt worden. Das Magazin, das zu den wichtigsten seiner Art in Großbritannien gehört, hat das Duo außerdem auf Platz 9 seiner Liste der einflussreichsten Künstler im Bereich der elektronischen Musik gesetzt.

Für die beiden Israelis bedeutet dies einen wichtigen Schritt in ihrer Karriere. Ein Platz auf der Liste des DJ Mag garantiert für gewöhnlich die hohe Nachfrage von Klubbesitzern und Partyveranstaltern auf der ganzen Welt.

(Yedioth Ahronot, 25.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Sanktionen oder Militärgewalt

Leitartikel der Ha’aretz-Redaktion

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown haben während der Besuche von Ministerpräsident Ehud Olmert in dieser Woche eine entschiedene und koordinierte Haltung in Bezug auf die Notwendigkeit, Irans Atomprogramm zu stoppen, eingenommen. Sarkozy, der in den letzten Monaten daran gearbeitet hat, Handelsbeziehungen zwischen französischen Firmen und dem Iran zu drosseln, versucht gegenwärtig, die Europäische Union dazu zu bringen, dem Iran ihre eigenen Sanktionen aufzuerlegen und damit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gegen den Iran Nachdruck zu verleihen. Brown nannte Irans Verhalten „inakzeptabel“ und versprach, nach der Veröffentlichung eines Berichts über Irans atomare Aktivitäten durch die Internationale Atomenergiebehörde im nächsten Monat härtere internationale und europäische Sanktionen zu unterstützen.

Olmert stellte sich hinter die Schritte seiner Gastgeber und sagte, es sei möglich, den Iran zu stoppen indem man die wirtschaftliche Elite des Landes durch Druck davon überzeuge, sich gegen das Regime auszusprechen und somit eine Änderung der Politik herbeizuführen. Nach Olmerts Ansicht wird dies ein langer  Prozess sein, doch sei es zu früh, die Hoffnung aufzugeben und sich entweder mit einem atomaren Iran abzufinden oder militärische Gewalt gegen ihn auszuüben. „Sanktionen können effektiv sein, und sie waren bereits effektiv“, sagte er in Paris und London.

Vor dem Hintergrund einer merklichen Verschärfung der Rhetorik ranghoher amerikanischer Regierungsbeamter gegenüber dem Iran versuchen Sarkozy und Brown, der Diplomatie eine weitere Chance zu geben und „sanfte Gewalt“ auszuüben. Sie stehen dabei der Herausforderung gegenüber, zwei weitere europäische Staaten, die eine Schlüsselrolle spielen –Deutschland und Italien -, davon zu überzeugen, sich der französischen Initiative für verstärkte Sanktionen anzuschließen und ihren boomenden Handel mit dem Iran zu verringern.

Die Europäische Union ist Irans größter Handelspartner. Europäische Firmen sind in Irans Energiesektor aktiv und liefern Ausrüstung und Geld für Fabriken sowie Bau- und Infrastrukturprojekte. Frankreich hat vorgeschlagen, den europäischen Firmen zu verbieten, sich um iranische Regierungsaufträge zu bewerben und den Handel mit iranischen Banken zu begrenzen. Sarkozy drängt auch französische Öl- und Gasfirmen, nicht um neue Projekte im Iran zu kämpfen, und ruft zur Einschränkung der Geschäfte zwischen französischen und iranischen Banken auf.

Deutschland und Italien lehnen Sarkozys Initiative ab, wobei sie die üblichen Entschuldigungen vorbringen, nach denen Sanktionen nicht effektiv seien und der Iran Europa einfach durch Russland und China ersetzen werde, sollte Europa keinen Handel mit ihm treiben. Russland und China würden dann auf Kosten europäischer Firmen den Profit kassieren. Deutschlands Exporte in den Iran und die Transaktionen zwischen deutschen Banken und iranischen Banken haben im letzten Jahr abgenommen. Doch die deutsche Regierung ergreift keine Initiative und zeigt keine feste Haltung wie die französischen und britischen Regierungen. Sie zieht es vor, sich hinter dem UN-Sicherheitsrat zu verstecken und vor einem parallelen europäischen Boykott zu drücken.

Die Haltung der Sanktionsgegner läuft Gefahr, das Gegenteil von dem zu erreichen, was sie beabsichtigt: Diejenigen, die wirtschaftlichen Druck auf den Iran verhindern, machen die Anwendung von Militärgewalt wahrscheinlicher. Wenn es noch eine Chance auf Erfolg für die diplomatischen Bemühungen gibt, wie Olmert meint, darf diese nicht auf Grund kurzsichtiger wirtschaftlicher Betrachtungen verpasst werden. Dies ist der Zeitpunkt für Europa, Einheit und Führungsqualitäten an den Tag zu legen und zu beweisen, dass es auf seine Weise Ergebnisse erzielen kann bei der Lösung dessen, was Sarkozy als „das wichtigste internationale Problem“, bezeichnet hat.

(Ha’aretz, 26.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken
USA beschließen Sanktionen gegen den Iran

Die USA haben gestern bekannt gegeben, dass sie im Alleingang und  unabhängig vom Vorgehen des UN-Sicherheitsrates schärfere Sanktionen gegen den Iran verhängen. Dies bedeutet einen erheblich erhöhten wirtschaftlichen Druck auf den Iran, sein Atomprogramm einzufrieren und die Unterstützung von Terrororganisationen zu beenden. Gleichzeitig signalisiert Washington damit der internationalen Gemeinschaft, dass es nicht bereit ist, sich mit dem Mangel an Tatkraft in der Iran-Frage abzufinden.

Alles in allem beziehen sich die Sanktionen auf 20 Regierungsbehörden, Banken und Personen im Iran, deren Kapital eingefroren wird und die vom Handel mit Amerikanern ausgeschlossen werden.  Darüber hinaus werden die scharfen Sanktionen Hunderte von internationalen Firmen vor die Wahl stellen, entweder ihre Zusammenarbeit mit dem Iran einzustellen oder ihre Geschäftsbeziehungen mit den USA abbrechen zu müssen.

Im selben Zusammenhang gaben US-Außenministerin Condoleezza Rice und US-Finanzminister Henry Paulson bekannt, dass die iranische ‚Revolutionsgarde’ von nun an als Terrororganisation eingestuft wird.

(Ha’aretz, 26.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken
13 Jahre Frieden zwischen Israel und Jordanien

Heute vor 13 Jahren wurde das Friedensabkommen zwischen dem Staat Israel und dem Hashemitischen Königreich Jordanien unterzeichnet. Damit begann für beide Länder eine neue Ära friedlicher Beziehungen auf der Basis fruchtbarer Zusammenarbeit. Diese besonderen Beziehungen sind ein Meilenstein des Friedens und der Stabilität innerhalb der gesamten Region und dienen als Beispiel für die Entwicklung von Israels Verhältnis mit der arabischen  Welt.

Großes Potential besitzen nach wie vor die Wirtschaftbeziehungen zwischen beiden Staaten. So beliefen sich die israelischen Exporte nach Jordanien im Jahr 2006 auf 136 Millionen Dollar, die jordanischen Exporte nach Israel auf 38.2 Millionen Dollar.

Darüber hinaus nimmt Jordanien eine Vorrangstellung innerhalb der israelischen Entwicklungshilfepolitik ein. Seit 1994 haben bereits 650 jordanische Fachleute an Kursen teilgenommen, die das israelische Zentrum für internationale Zusammenarbeit (MASHAV) in Israel veranstaltet hat.

(Außenministerium des Staates Israel, 26.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Kassam-Raketen im westlichen Negev

Unaufhörlich gehen im Süden Israels Kassam-Raketen nieder. Seit gestern Nachmittag sind bereist wieder sechs Raketen von palästinensischen Terroristen im nördlichen Gaza-Streifen abgefeuert worden, die bis auf eine in der direkten Umgebung der Kleinstadt Sderot landeten. Insgesamt wurden am gestrigen Donnerstag neuen Raketen gezählt. Verletzt wurde dabei niemand, und auch Sachschaden entstand nicht.

Die Verantwortung für die Angriffe teilten sich der Islamische Jihad und das sog. Volkswiderstandskomitee.

(Yedioth Ahronot, 25./26.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Netanya führt im Wohnungsmarkt

Netanya ist beliebt wie nie zuvor. Zumindest wurden in der ersten Jahreshälfte von 2007 in keiner israelischen Stadt mehr neue Wohnungen verkauft als hier. Der Küstenort zwischen Tel Aviv und Haifa liegt dabei mit 671 verkauften neuen Wohnungen noch vor dem früheren Spitzenreiter Tel Aviv (577). Dahinter folgen Petah Tikva (545) und Ashdod (402).


Netanya

Israels Hauptstadt Jerusalem erreichte nur Platz sechs und steht damit noch hinter dem Tel Aviver Vorort Holon. Den dramatischsten Rückgang im Verkauf von neuen Wohnungen verzeichnet die Stadt Kfar Saba. Wenig vielversprechend gestaltet sich der Wohnungsmarkt in den eher abgelegenen Regionen Nordisraels. So bilden die Städte Nazareth und Akko mit gerade einmal 7 bzw. 3 verkauften neuen Wohnungen die Schlusslichter der Rangliste.

Yossi Gordon, der Generaldirektor der israelischen Bauunternehmer-Vereinigung (ACBI), zieht aus der gestiegenen Nachfrage nach Wohnungen im Zentrum Israels den folgenden Schluss: „Es ist dringend notwendig, dass mehr Land in dieser Region zur Versteigerung freigegeben wird, um die andauernde Preisanstieg zu stoppen, vor allem im Gush Dan (Großraum Tel Aviv).“

(Globes, 25.10.07)

zum Anfang
diesen Artikel drucken

 
Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 471 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 471 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 488 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Am 30.10.2007 findet ein internationaler Solidaritätstag für die Befreiung der  Soldaten statt. Weitere Auskünfte unter http://www.bringthemback.net/

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

zum Anfang
diesen Artikel drucken


An- und Abmelden des Newsletters
Newsletter-ArchivIsrael Ministry of Foreign Affairs
Israel von A-ZIsrael Line - MFA Newsletter
Medienspiegel der deutschen Botschaft Tel AvivIsrael Defense Forces IDF
 www.facebook.com/IsraelinGermany
 www.twitter.com/IsraelinGermany
 www.youtube.com/botschaftisrael
 www.botschaftisrael.de


Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen und Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de.
Für den Inhalt externer Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Disclaimer

 
     


Zurück zum Newsletterarchiv