Dienstag, 30.11.2010
 
 
Wulff bei Netanyahu
 

Foto: Reuters
Im Rahmen seiner Israel-Reise ist Bundespräsident Christian Wulff am Montag von Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu empfangen worden. Dieser lobte die starken und vielfältigen Beziehungen zwischen beiden Ländern und bekräftigte Deutschlands Bedeutung für die Förderung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses.

 
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Die Welt denkt wie wir - Von Sever Plocker

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(Bank of Israel, 30.11.10)


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Tamir Pardo zum neuen Mossad-Chef ernannt

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat den langgedienten Mossad-Mitarbeiter Tamir Pardo zum neuen Leiter des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Pardo wird – nach Bewilligung durch das zuständige Turkel-Komitee – Meir Dagan ablösen, dessen Amtszeit nun ausläuft.

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Wulff bei Netanyahu
Im Rahmen seiner Israel-Reise ist Bundespräsident Christian Wulff am Montag von Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu empfangen worden. Dieser lobte die starken und vielfältigen Beziehungen zwischen beiden Ländern und bekräftigte Deutschlands Bedeutung für die Förderung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg hat ein demokratisches Deutschland dabei geholfen, Europa Sicherheit und Wohlstand zu bringen, und es hat auch auf die Förderung von Frieden und Stabilität auf der ganzen Welt hingearbeitet.

Ich denke, Deutschland kann heute eine Schlüsselrolle dabei spielen, Israel zu helfen, den enormen Herausforderungen zu begegnen, denen wir gegenüberstehen. Wie wir gerade besprochen haben – wir blickten auf eine Landkarte in meinem Büro hier, und diese Karte zeigt den Nahen Osten in aller Klarheit – ist die größte Herausforderung für den Nahen Osten und den Weltfrieden der Versuch des Iran, Atomwaffen zu entwickeln. Und wie die durchgesickerten diplomatischen Telegramme uns erinnern, wird Irans Verfolgung eines Atomwaffenprogramms nicht nur von Israelis, sondern von Staaten in der gesamten Region und auf der ganzen Welt als Bedrohung empfunden.

Deutschland kann das Streben nach einem Frieden zwischen Israel und unseren palästinensischen Nachbarn unterstützen. Wir haben kurz über die verschiedenen Projekte gesprochen, wirtschaftliche und infrastrukturelle Projekte, mit denen Deutschland den Palästinensern zu helfen versucht, und wir werden dies während unseres Abendessens weiter tun. Dies liegt auch sehr in unserem Interesse, und wir begrüßen diese Zusammenarbeit.

Trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten werden wir uns weiter um den Frieden bemühen. Wir hoffen, in der Palästinensischen Autonomiebehörde einen Partner zu haben, der bereit ist, einen historischen Kompromiss zwischen unseren beiden Völkern zu schmieden, um unseren Kindern und Enkelkindern eine Zukunft von Hoffnung und Wohlstand und Sicherheit zu bieten.

Während wir, Herr Präsident, auf diesen historischen Frieden hinarbeiten, wissen wir, dass Deutschland felsenfest an unserer Seite stehen wird. So ist es eine besondere Freude, Sie heute hier mit Ihren Kollegen in Jerusalem zu begrüßen. Willkommen.“


Wulff mit Sara und Binyamin Netanyahu (Foto: GPO)

Die vollständige Ansprache Netanyahus gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2010/PM_Netanyahu_meeting_German_President_Wulff_29-Nov-2010.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 29.11.10)
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Die Welt denkt wie wir
Von Sever Plocker

Würde es WikiLeaks nicht geben, hätte Israel sie erfinden müssen. Das massive Durchsickern von Dokumenten der US-Diplomatie hat ein klares, unzweideutiges Bild geschaffen: Die ganze Welt, und nicht nur Israel, ist über die iranische Atombedrohung erschreckt.

Irans Nuklearisierung ist keine israelische Paranoia, wie gewisse Lager zu behaupten versuchen. Sie bringt alle Führer der Welt, von Riad bis Moskau, um den Schlaf. Die iranische Frage ist der rote Faden, der sich durch die Hunderttausende von Dokumenten zieht, die durchgesickert sind, und sie schafft ein Narrativ, demzufolge die Welt von Israel und den Vereinigten Staaten – in dieser Reihenfolge – erwartet, etwas zu tun, um den „Hitler aus Teheran“ zu stoppen.

Manche Leute fürchteten sich vor den WikiLeaks wegen der Blamage für die amerikanische Diplomatie und der Sorge, dass das Leben von US-Agenten gefährdet werden könnte. Das war jedoch falscher Alarm. Das Leck schadet Amerikas Außenpolitik nicht, abgesehen von einigen Geschichten, die jüngere Diplomaten berichteten.

Das Leck bekräftigt die Kernbotschaft der beiden US-Administrationen – die sich am Ende als unglaublich ähnlich der Kernbotschaft erweist, die israelische Regierungen übermittelt haben: Der Iran stellt die eindeutige, unmittelbare und größte Bedrohung für die Stabilität der Welt dar, und die Welt muss handeln, um diesen bösartigen Tumor zu entwurzeln. Alles andere wird dadurch in den Schatten gestellt.

Einige Pressekanäle haben in der Tat versucht, eine große Geschichte zu machen aus Außenministerin Hillary Clintons angeblicher Anweisung an US-Diplomaten, hochrangigen UN-Vertretern hinterher zu spionieren. Bei näherer Prüfung der Dokumente wird jedoch klar, dass dies mit der Sorge vor einer engen Zusammenarbeit zwischen einigen UN-Vertretern mit Hamas und Hisbollah zu tun hatte. Dies war auch von Israel wiederholt zum Thema gemacht worden.

Tatsächlich hat der Ozean an Lecks bislang noch keinen Gegenstand hervorgebracht, der ein negatives Licht auf Israel wirft. Netanyahu ging (relativ) gut daraus hervor, Olmert ging (relativ) gut daraus hervor, und selbst Mossad-Chef Meir Dagans Äußerung über die Notwendigkeit, dass die USA den Protest von Intellektuellen und Studenten im Iran ermutigen, entspricht einer liberalen, demokratischen Weltanschauung und der gesammelten Erfahrung mit dem Sturz von Diktaturen.

Es ist zweifelhaft, ob Israels Außen- und Verteidigungspolitik in den vergangenen Jahren eine so beträchtliche Rückendeckung und Bestärkung erfahren hat, wie es am Sontag passiert ist. Zumindest an der iranischen Front, und offensichtlich auch hinsichtlich einiger anderer Fragen, denken die Führer der Welt – einschließlich der arabischen - so wie wir, schämen sich aber, es zuzugeben. WikiLeaks hat diese Scham offengelegt.

(Yedioth Ahronot, 29.11.10)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.
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Tamir Pardo zum neuen Mossad-Chef ernannt
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat den langgedienten Mossad-Mitarbeiter Tamir Pardo zum neuen Leiter des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Pardo wird – nach Bewilligung durch das zuständige Turkel-Komitee – Meir Dagan ablösen, dessen Amtszeit nun ausläuft.



Der 57-jährige Pardo (Bild) leistete seinen Armeedienst in der Eliteeinheit Sayeret Matkal ab und begann 1980 nach dem Studium der Politik- und Geschichtswissenschaften an der Universität Tel Aviv seine Laufbahn im Mossad. Nach vielfältigen Tätigkeiten war er zuletzt stellvertretender Leiter des Geheimdienstes. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder und ein Enkelkind.

Netanyahu würdigte den großen Beitrag, den der scheidende Mossad-Chef für die Sicherheit Israels geleistet hat, und zeigte sich zuversichtlich, dass er sich auch weiterhin für das Wohl des Staates einbringen werde.

(Amt des Ministerpräsidenten, 29.11.10)
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Erste Anzeichen von Gasvorkommen im Leviathan-Bohrfeld
Sechs Wochen, nachdem vor der israelischen Küste nahe Haifa die Bohrungen am Bohrfeld Leviathan 1 begonnen haben, hat das Explorationskonsortium heute mit ersten, wenn auch vorläufigen positiven Ergebnissen aufwarten können.

Es gibt dort Gas – nur wie viel, bleibt noch abzuwarten. Die Partner bei der Exploration – die Delek Group, der texanische Konzern Noble Energy und Ratio Oil & Gas Exploration – gaben bekannt, genauere Informationen würden, wenn alles nach Plan läuft, in zwei Wochen vorliegen.

Die Bohrinsel Sedco Express erreichte die erste Zielschicht und fand in einer Tiefe von 1634 Metern Spuren von Gas-enthaltendem Sand (die Meerestiefe beträgt an dieser Stelle 5100 Meter). Die Charakteristika des Gas-enthaltenden Sandes sind identisch mit denen des Tamar-Bohrfelds.

Vor zwei Monaten teilte Noble Emergy mit, mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit werden man an der Stelle Gasvorkommen im Umfang von 453 Milliarden Kubikmetern finden.

Die Leviathan-Partner unterstrichen freilich, dass es sich bei den derzeitigen Ergebnissen um vorläufige handle und das die Qualität und Ausbeute des Gasfeldes – ganz zu schweigen von dem finanziellen Gewinn – noch unbekannt seien.

Israels Infrastrukturminister Uzi Landau begrüßte die Nachrichten gleichwohl: „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Israels Energiesicherheit.“

(Haaretz, 30.11.10)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1619 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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