Mittwoch, 26.01.2011
 
 
Stellvertretender Außenminister Ayalon zur Anerkennung eines Palästinensischen Staates
 
Am gestrigen Dienstag äußerte sich Danny Ayalon, stellvertretender Außenminister Israels, zur kürzlich erfolgten Anerkennung eines Palästinensischen Staates durch Peru. Darüber hinaus hatte Irland der Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde einen Botschaftsstatus erteilt.



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Die Diffamierungskampagne gegen Israel – Fragen und Antworten (III)

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(Bank of Israel, 26.01.2011)
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Mit dem Fahrrad bis nach Israel
Nach vier Monaten und 6.600km beendet Stephen Schuster seine Reise von Deutschland in den jüdischen Staat via Syrien.
Stephen Schuster aus Deutschland wählte einen ungewöhnlichen Weg, um seine Familie in Israel zu besuchen. Nur mit einem Rucksack bepackt machte er sich auf den Weg und fuhr auf dem Fahrrad die ganze Strecke von München nach Haifa mit einem kurzen Zwischenstopp in Damaskus.  weiter
 
 


Stellvertretender Außenminister Ayalon zur Anerkennung eines Palästinensischen Staates
Am gestrigen Dienstag äußerte sich Danny Ayalon, stellvertretender Außenminister Israels, zur kürzlich erfolgten Anerkennung eines Palästinensischen Staates durch Peru. Darüber hinaus hatte Irland der Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde einen Botschaftsstatus erteilt.

„Leider sind diese einseitigen Deklarationen ohne Bedeutung und kontraproduktiv im Zuge der Verhandlungen. Vielmehr unterstützen sie eine Blase von Erwartungen die unter der palästinensischen Führung weiter wächst“, sagte Ayalon. „Wir alle wissen, dass Blasen letztendlich platzen und es ist fahrlässig, zu solch einer unhaltbaren Politik beizutragen.“

„Jedes Geschenk, das die Palästinenser von der internationalen Gemeinschaft erhalten, unterstützt ihre Widerspenstigkeit und Maximierungsstrategie. Wir können wohl einen Zusammenhang erkennen zwischen der Anerkennungswelle eines Palästinensischen Staates und der Verhärtung der palästinensischen Position.“

Der stellvertretende Außenminister rief die internationale Gemeinschaft auf, den Palästinensern zu helfen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Jede Nation, die sich für unsere Region Frieden und Sicherheit wünscht, sollte genau darüber nachdenken, wie sie diese wichtigen Ziele unterstützen kann,“ führte Ayalon fort. „Nur eine Verhandlungslösung wird den Palästinensern erlauben, ihre nationalen Wünsche zu verwirklichen. Alles, was die Palästinenser vom Verhandlungstisch fernhält, ist kontraproduktiv für den Frieden.“


(MFA, 25.01.11)
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Die Diffamierungskampagne gegen Israel – Fragen und Antworten (III)
Das israelische Außenministerium hat einen Katalog von Fragen und Antworten zur internationalen Diffamierungskampagne gegen Israel zusammengestellt, der in den nächsten Wochen an dieser Stelle Stück für Stück präsentiert wird.


3. Ist alle Kritik an Israel antisemitisch?

Es ist wichtig, zu verstehen, dass Israel als Demokratie faire und legitime Kritik respektiert. Eine berechtigte, wenn auch negative Analyse der israelischen Politik sollte nicht als antisemitisch angesehen werden, genauso wenig wie Kritik an anderen Ländern als rassistisch zu betrachten ist.

Die Verurteilungen Israels überschreiten jedoch allzu oft die Grenzen einer gerechtfertigten Kritik in Richtung einer Verunglimpfung, die als antisemitisch definiert und als  „neuer Antisemitismus“ bezeichnet werden kann. Genau wie in der Vergangenheit Juden als Sündenböcke für viele Probleme herhalten mussten, gibt es heute Versuche, Israel zu einem internationalen Paria zu machen.

Es ist schwierig, die Grenze zwischen legitimer Kritik und neuem Antisemitismus zu ziehen. Der frühere Minister Nathan Sharansky legte 2004 in seinem grundlegenden  Artikel „Anti-Semitism in 3-D" die Kriterien für die Definition dieser Grenze fest. Die "Drei Ds" des neuen Antisemitismus sind: Dämonisierung, Doppelstandard und Delegitimierung.

Dämonisierung:  Genauso wie die Juden jahrhundertelang als Verkörperung des Bösen schlechthin galten, wird der Staat Israel heute als bösartiges Gebilde bezeichnet. Ein Großteil der Kritik basiert auf einer Gleichsetzung von Israelis und Nazis sowie den Palästinensern und den jüdischen Opfern des Holocausts gleichzusetzen. Diese Inversion des Holocaust ist in der arabischen Welt weit verbreitet und gewinnt im Westen zunehmend an Boden. Diese Propagandatechnik ist besonders verabscheuenswürdig, da sie nicht nur Israels Kampf um Selbstverteidigung verfälscht, sondern auch das entsetzliche Leid der Opfer des Holocaust herabwürdigt, was im Grunde eine Form der Holocaust-Leugnung ist.

Doppelstandard: Doppelstandards lassen sich beurteilen, indem man überprüft, ob die Maßstäbe, die für Israel angelegt werden, sich von denen unterscheiden, die für andere Staaten in ähnlichen Umständen angelegt werden. Doppelstandards trifft man häufig in internationalen Foren an, wo Israel in unfairer Weise kritisiert wird. Israel muss Standards erfüllen, wie sie an kein anderes Land gestellt werden. Gleichzeitig wird das Verhalten anderer Nationen in vergleichbaren, teils sogar schlimmeren Situationen ignoriert. Doppelstandards lassen sich an der unangemessenen Quantität sowie der Qualität der Kritik erkennen.
Ein bezeichnendes Beispiel eines Doppelstandards ist der Aufruf zum Boykott Israels. Wären solche Aufrufe Teil einer breiter angelegten Kampagne gegen viele Regime, die in grober Weise gegen Menschenrechte verstoßen, würde Israel einwenden, zu Unrecht  dieser Gruppe zugerechnet zu werden. Doch wenn Israel als einzige Nation boykottiert werden soll, ist dies ein eindeutiger Indikator für eine antisemitisch motivierte Aktion.

Delegitimierung: Die neuen Antisemiten versuchen, die Existenz Israels als jüdischer Staat zu delegitimieren. Entweder wird seine bloße Gründung des Staates in ihrer Rechtmäßigkeit infrage gestellt oder man versucht, den heutigen Staat Israel als Paria-Staat darzustellen, indem z.B. bedeutungsschwere Begriffe wie „Apartheid“ oder „Menschenrechtsverletzer“ verwendet werden. Natan Sharansky schrieb: „Kritik der israelischen Politik ist nicht zwangsläufig antisemitisch, aber Israel das Existenzrecht abzusprechen, ist immer antisemitisch. Wenn andere Völker das Recht haben, in ihrem Heimatland in Sicherheit zu leben, so steht dieses Recht dem jüdischen Volk genauso zu."

Für eine Unterscheidung zwischen legitimer und illegitimer Kritik kann es hilfreich sein, die Absichten eines Kommentators zu überprüfen. Seriöse Kritiker akzeptieren Israels Recht, als Staat des jüdischen Volkes zu existieren, Antisemiten hingegen nicht.

Gewiss ist nicht jede Kritik als antisemitisch zu bewerten. Mit ihrem ausgeprägten Demokratieverständnis ist die israelische Gesellschaft an sich äußerst selbstkritisch. Den Antisemiten geht es jedoch nicht um eine Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse; kurzfristig suchen sie den Staat zu delegitimieren, langfristig streben sie dessen Zerstörung an. Nichts, was Israel macht und tut, könnte diese Kritiker jemals auch nur annähernd befriedigen.

Rational begründete Kritik an Israel hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Unangemessene Verurteilungen Israels jedoch wurzeln in einer antisemitischen Haltung und werden oftmals als „Antizionismus“ verbrämt. Israel ist den Grundsätzen der Demokratie verpflichtet und fest davon überzeugt, dass Kritik, ob nun aus dem Ausland oder aus der eigenen Gesellschaft, eine starke Kraft für positive Veränderungen ist. Es muss unterschieden werden zwischen legitimen Appellen für Veränderung und dem Versuch, Israel zu delegitimieren, indem weit hergeholte Analogien und  3-D-Propagandatechniken eingesetzt werden, mit dem Finger auf Israel gezeigt wird oder Standards gesetzt werden, denen kein anderes Land genügen muss. Diese Form der Kritik lässt die Tatsache außer Acht, dass Israel angesichts der gewalttätigen Angriffe gegen seine Bürger und allzu oft gegen seine bloße Existenz um sein Überleben kämpft.

(Aussenministerium des Staates Israel, November 2010)
Der vollständige Fragenkatalog in Englisch findet sich hier...

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Mit dem Fahrrad bis nach Israel
Nach vier Monaten und 6.600km beendet Stephen Schuster seine Reise von Deutschland in den jüdischen Staat via Syrien. Die Rückreise? Mit dem Flugzeug.
Stephen Schuster aus Deutschland wählte einen ungewöhnlichen Weg, um seine Familie in Israel zu besuchen. Nur mit einem Rucksack bepackt machte er sich auf den Weg und fuhr auf dem Fahrrad die ganze Strecke von München nach Haifa mit einem kurzen Zwischenstopp in Damaskus.
Anfang September 2010 packte Schuster, 45, die nötigen Sachen in einen Rucksack, darunter ein Zelt und einen Schlafsack und begann seine Reise entlang der Donau Richtung Schwarzes Meer.
Er fuhr mit seinem Rad über 6.600 Kilometer und durchquerte Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, die Türkei, Syrien und Jordanien, bevor er schließlich in Israel ankam.


(Foto: Archiv)

Schuster hatte Israel zuletzt 1992 besucht und träumte seitdem davon zurückzukommen. „Ich wollte schon lange nach Israel zurückkehren und genauso lange hatte ich schon vor, eine lange Radtour zu machen. Irgendwann dachte ich mir: Warum nicht einfach meine Schwester mit dem Fahrrad besuchen fahren? Es ist nicht einfach, allein zu reisen. Oft habe ich mir gedacht, dass es ärgerlich ist, dass ich niemanden mitgebracht habe. Aber andererseits glaube ich nicht, dass ich die Bevölkerung und Kultur der Orte so kennengelernt hätte, wenn ich nicht alleine gereist wäre.“
Am meisten machte er sich Sorgen wegen seiner Reise durch Syrien und die Türkei, aber als er dort ankam, wurde er herzlich begrüßt. „Die Straßen dort sind großartig und es gibt viele ruhige und wunderschöne Gegenden,“ so Schuster. „Die muslimische Kultur und Gastfreundschaft haben mich unglaublich überrascht. Sie waren wirklich nett.“
Kurz bevor er ins Flugzeug zurück nach Deutschland stieg, forderte er seine Freunde auf, es ihm nachzutun.

(ynetnews, 20.01.11)
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Büro der Jewish Agency in Hamburg eröffnet
Die Jewish Agency for Israel (JAFI) eröffnete am 09. Januar 2011 eine neue Repräsentanz in den Räumen des Auswandererhilfswerkes Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. in Hamburg. Dieselben Räume, in denen einst das Giftgas Zyklon B vermarktet wurde. Nathan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, sagte in seiner Videobotschaft: „Es schließt sich ein Kreis, das an dem Ort von dem einst die Tötung des Volkes Zions ausging, heute ein Ort ist, der Zion zum Segen wird.“


„Eröffnung an der Gedenktafel“: 2.v.l. Eli Cohen,
Generaldirektor für Alijah der Jewish Agency for Israel
vor der Gedenktafel Kontorhaus Messberg Hamburg.


Die Jewish Agency for Israel - Deutschland und der Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. arbeiten gemeinsam im „Pilotprojekt Hamburg“ zusammen, um die Alijah (Einwanderung der Juden nach Israel) aus Deutschland zu fördern.
Eine Repräsentantin der Jewish Agency for Israel berät in den Räumen des Ebenezer Hilfsfonds Deutschland im Messberg, Hamburg, Ausreisewillige und Interessenten über Alijah Projekte. Damit wird die fast 10 Jahre dauernde enge praktische Zusammenarbeit für die Alijah aus Deutschland fortgesetzt.

Der Messberg Hamburg hat für die jüdisch-deutschen Beziehungen eine besondere Bedeutung, da von hier aus das Giftgas Zyklon B durch die Firma Tesch und Stabenow u.a. an die Vernichtungslager Auschwitz und Majdanek vermarktet wurde. Die Symbolkraft liegt darin, dass aus diesem früheren „Ort des Todes“ jetzt ein „Ort des Lebens“ geworden ist.

Zur Einweihung übermittelte Nathan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, in seiner Videobotschaft ein Grußwort zur Eröffnung. Das Büro wurde von Hinrich Kaasmann als Vorsitzender des Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. und Sergej Tscherniak als Alijah-Gesandter der Jewish Agency in Deutschland eröffnet. Eli Cohen, Generaldirekter der Alijah-Abteilung der Jewish Agency for Israel, wünschte für dieses Büro „dass jüdische Bürger aus Deutschland von diesem Ort nach Israel auswandern“. Anschließend sprach Reuven Rozen von Keren Hayesod das Kaddish und der Hamburger Rabbiner Bistritzky den Segen.
Das Büro wurde bereits am folgenden Tag durch einen „Tag der offenen Tür“ eingeweiht. 14 jüdische Gäste kamen und informierten sich ausführlich über die Möglichkeiten zur Ausreise nach Israel.

Die Räume werden vom Vermieter kostenlos zur Verfügung gestellt, die Finanzierung des „Pilotprojektes Hamburg“ erfolgt durch den Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V..

Mehr Informationen unter www.ebenezer-deutschland.de

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1676 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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