Montag, 07.02.2011
 
 
Netanyahu und Blair kündigen wirtschaftliche Unterstützung der PA an
 

Foto: GPO
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und der Sondergesandte des Nahost-Quartetts Tony Blair haben sich am Freitag in Jerusalem getroffen und auf eine Reihe von Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) geeinigt. So soll die Infrastruktur im Gaza-Streifen unabhängiger von Israel werden, indem der Aufbau eigener Elektrizitäts- und Wasserwerke gefördert wird. Ein weiterer Punkt ist die Unterstützung der PA bei der Exploration und Nutzung ihrer Gasvorkommen.



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1 € - 4.9780 NIS (-1.698%)
1 CHF -3.8326 NIS (-2.292%)
1 £ - 5.9224 NIS (-1.160%)
1 $ - 3.6760 NIS (-0.996%)

(Bank of Israel, 07.02.11)


Regen.

Jerusalem: 8/15 °C
Tel Aviv: 10/17 °C
Haifa: 11/16°C
Be’er Sheva: 9/19 °C
Ein Gedi: 14/21 °C
Eilat: 13/24 °C



 
 


Grisha Alroi-Arloser neuer Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft
Die Israelisch-Deutsche Gesellschaft (IDG) hat auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch eine neue Führungsriege gewählt. Zum Präsidenten kürte sie einstimmig Grisha Alroi-Arloser (54), den Geschäftsführer der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung e.V.

Michel Weinberg wurde als Vizepräsident und Schatzmeister bestätigt, Emanuel Shahaf zum zweiten Vizepräsidenten gewählt.

Mit diesem Wahlgang hat die IDG eine deutliche Verjüngung ihres Führungsgremiums vollzogen und die Weichen für die Modernisierung der traditionsreichen Organisation gestellt.

Alroi-Arloser, ehem. Botschaftsrat an der israelischen Botschaft in Bonn, Gründungsmitglied des Jugendforums der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und Vizepräsident unter Avi Primor, nahm die Wahl dankend an und sagte:

„Die Israelisch-Deutsche Gesellschaft hat eine zentrale Rolle bei der Gestaltung unserer bilateralen Beziehungen gespielt. Wir sind nicht angetreten, das Rad neu zu erfinden, sondern in hoher Wertschätzung für die Gründer- und Elterngeneration an das Geleistete anzuschließen, uns aktuellen Themen und Fragestellungen zu öffnen und junge Israelis aus möglichst breiten Kreisen der Gesellschaft für unsere Arbeit zu gewinnen. Wir werden die IDG zur Plattform für all jene machen, denen am Ausbau und der Vertiefung der deutsch-israelischen Beziehungen gelegen ist, in den Bereichen der Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Forschung und Technik, Natur- und Umweltschutz, Kunst, Kultur und Sport.“

Alroi-Arloser dankte Botschafter Primor für seine Präsidentschaft und bat ihn, sich als Mitglied des neu eingerichteten IDG-Kuratoriums zur Verfügung zu stellen. „Wir werden die Gesellschaft mit dem klaren Ziel revitalisieren, zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten im Jahr 2015
ton- und taktbestimmend im Konzert der Feierlichkeiten zu sein. Bis dahin muss noch viel geleistet werden. An die Arbeit!“

(IDG, 03.02.11)
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Berlinale Kamera Lia van Leer
Lia van Leer, die First Lady der israelischen Filmindustrie, erhält im Rahmen der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin die Berlinale Kamera. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Berlinale Persönlichkeiten und Institutionen, denen sie sich besonders verbunden fühlt.

Lia van Leer wurde 1924 in Bessarabien geboren und wurde 1940 von ihren Eltern, die beide später im Holocaust umkamen, nach Israel geschickt. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Wim van Leer kennen, einen holländischen Ingenieur, der sich als Pilot freiwillig an Israels Unabhängigkeitskrieg beteiligte.

Zum Vermächtnis Lia van Leers gehören nicht zuletzt die Cinematheque in Jerusalem und das Israelische Filmarchiv. Außerdem war sie verantwortlich für die Gründung des Van-Leer-Instituts in Jerusalem, einer Forschungseinrichtung, die auch der Aussöhnung zwischen Juden und Arabern verpflichtet ist.

(Yedioth Ahronot, 06.02.11)
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Netanyahu und Blair kündigen wirtschaftliche Unterstützung der PA an
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und der Sondergesandte des Nahost-Quartetts Tony Blair haben sich am Freitag in Jerusalem getroffen und auf eine Reihe von Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) geeinigt. So soll die Infrastruktur im Gaza-Streifen unabhängiger von Israel werden, indem der Aufbau eigener Elektrizitäts- und Wasserwerke gefördert wird. Ein weiterer Punkt ist die Unterstützung der PA bei der Exploration und Nutzung ihrer Gasvorkommen.

Netanyahu nutzte die anschließende gemeinsame Pressekonferenz auch dazu, abermals seinen Wunsch nach direkten Verhandlungen mit der Palästinenserführung zu bekräftigen.

„Ich mache mir nicht für eine Sekunde Illusionen, dass ein wirtschaftlicher Frieden ein Ersatz für politischen Frieden ist. Wir brauchen beide, und ich hoffe, Abu Mazen [Mahmoud Abbas] wird meinem Ruf folgen und in direkte Verhandlungen mit uns eintreten. Und eines der Dinge, die die Leute – wie ich denke – heute verstehen können, ist die Wichtigkeit, die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort für uns einnehmen, da die jüngsten Ereignisse uns gezeigt haben, dass das Friedensabkommen nicht nur die heute bestehende Situation in Rechnung stellen muss, sondern auch die Situation, die morgen entstehen könnte.

So würde ich mich freuen, diese Verhandlungen mit den Palästinensern wieder aufzunehmen, zum Nutzen unserer beiden Völker und für den Frieden in der Region.“

Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2011/PM_Netanyahu_Quartet_Rep_Blair_economic_steps_PA_4-Feb-2011.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 04.02.11)
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Avoda-Vorwahlen im September
Die Wahlen zum Vorsitz der israelischen Arbeitsparte (Avoda), die nach dem Ausscheiden von Verteidigungsminister Ehud Barak notwendig geworden sind, sollen am 7. September dieses Jahres stattfinden. Der neue Parteivorsitzende wird auch als Spitzenkandidat der Avoda bei den nächsten Knesset-Wahlen ins Rennen gehen.

Unterdessen haben die beiden Knesset-Abgeordneten Yitzhak Herzog und Avishai Braverman ihre Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Außerdem erwägen die Abgeordneten Shelly Yahimovitz und Amir Peretz sowie der Geschäftsmann Erel Margalit, sich um die Führungsposition innerhalb der Avoda zu bewerben

Die Avoda verfügt derzeit nur noch über weniger als 30 000 Mitglieder; aufgrund des Parteiaustritts Ehud Baraks konnte die Partei in den letzten Wochen jedoch bereits etwa 1000 neue Mitglieder für sich gewinnen.

(Haaretz, 06.02.11)

Der frühere Avoda-Vorsitzende Amram Mitzna hat sich in den letzten Tagen mit dem Gründer der Bewegung „Die Nationale Linke“ (Hasmol Hazioni), Eldad Yaniv, getroffen, um die Möglichkeit zu besprechen, sich der neuen Organisation anzuschließen und diese, wenn sie zu einer Partei werden sollte, auch anzuführen.



Auch innerhalb der Avoda war in den letzten Monaten der Ruf laut geworden, Mitzna solle sich um den Vorsitz der Partei bewerben. Dies unterstützte nicht zuletzt sein einstiger Rivale Binyamin Ben-Eliezer. Mitzna scheint jedoch davon auszugehen, dass Israel eine neue Links-Mitte-Partei benötigt.

(Haaretz, 07.02.11)
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Benny Gantz soll neuer Generalstabschef werden
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettssitzung mitgeteilt, dass er die Ernennung von Generalmajor Benny Gantz zum neuen Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) empfehle.

„Die Stabilität der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ist immer wichtig, aber angesichts der gegenwärtigen schweren Erschütterungen in unserer Region ist sie noch viel wichtiger. ZAHAL braucht Stabilität; daher habe ich an diesem Wochenende gemeinsam mit Verteidigungsminister Ehud Barak beschlossen, hinsichtlich der Ernennung des nächsten Generalstabschefs eine Entscheidung zu treffen.

Ich möchte meine Wertschätzung für [den ursprünglich für den Posten vorgesehenen] Generalmajor Yoav Galant zum Ausdruck bringen, der außerordentlich zur Sicherheit des Staates beigetragen hat. Ich weiß, er hat in den letzten Monaten nicht leichte Erfahrungen machen müssen, und ich verstehe auch die Tiefe seiner Enttäuschung. Dies ist natürlich; dies ist menschlich. Aber unter den gegebenen Umständen ist es meine Pflicht als Ministerpräsident, klare Entscheidungen zu fällen, um die Wolke der Ungewissheit vom ZAHAL-Oberkommando  zu entfernen.

Daher wird Verteidigungsminister Ehud Barak dem Kabinett heute unsere gemeinsame Absicht anempfehlen, Generalmajor Benny Gantz zum 20. Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte zu ernennen.


Benny Gantz

Generalmajor Gantz hat die gesamte Laufbahn hinter sich, die ihn zum nächsten Befehlshaber der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte qualifiziert, einschließlich seiner jüngsten Funktion als stellvertretender Generalstabschef. Er ist ein erfahrener Kommandant und ein exzellenter Offizier. Er verfügt über all die Qualitäten und all die nötige Erfahrung, um ein exzellenter Generalstabschef zu sein.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, auch Generalmajor Yair Naveh und Generalmajor Gadi Eizenkot, die ebenfalls für den Posten in Erwägung gezogen wurden,  meine große Wertschätzung auszudrücken. Ich muss betonen, dass beide ihre volle Bereitschaft ausgedrückt haben, unter dem designierten Generalstabschef Benny Gantz zu dienen. Ich glaube, dies zeigt, dass der Generalstabschef und der Generalstab als vereintes Team zusammenarbeiten werden. Dies ist sowohl für ZAHAL als auch für den Staat Israel wichtig.“

(Außenministerium des Staates Israel, 06.02.11)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1688 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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