Freitag, 25.02.2011
 
 
Abschied von Kulturattaché Dvora Ben David
 
Die Botschaft des Staates Israel hat heute die Gesandte Dvora Ben David verabschiedet, die nun in den Ruhestand geht. Die altgediente Diplomatin hatte zuletzt das Amt des Kulturattachés in Deutschland inne; es war dies bereits ihre zweite Berliner Amtszeit auf diesem Posten, den sie zuvor auch in London bekleidet hatte.

Dvora Ben David trat 1964 in den Auswärtigen Dienst Israels ein. Deutschland hat sie stets als besondere Herausforderung begriffen – nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen deutsch-jüdischen Familiengeschichte.


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Die Diffamierungskampagne gegen Israel – Fragen und Antworten (XII)

„Wie geht es weiter im Nahen Osten?“

Gesandter Nahshon in Aachen


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(Bank of Israel, 23.02.11)


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Iran erweitert Jagd nach Uran

Der Iran hat seine globalen Bemühungen um vermehrten Zugriff auf Uran in letzter Zeit noch intensiviert. Wie aus einem neuen Geheimdienstbericht hervorgeht, richtet die Islamische Republik ihr Augenmerk derzeit vor allem auf Simbabwe.

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Die Diffamierungskampagne gegen Israel – Fragen und Antworten (XII)
12. Ist Israel eine kolonialistische Erfindung?

Antiisraelische Elemente bringen typischerweise zwei komplimentäre Erzählweisen zum Einsatz, um Israel als kolonialistisches Gebilde zu brandmarken. Die erste behauptet, die Gründung Israels sei ein kolonialistischer Akt gewesen; die zweite, dass Israel selbst ein Fremdkörper im Nahen Osten sei, weswegen seine andauernde Existenz eine Form von Kolonialismus darstelle.

An der Wuzel beider Narrative liegt die Leugnung der historischen Verbindung des jüdischen Volkes zum Land Israel, der jüdischen Rechte und der jüdischen Ansprüche auf das Gebiet. Die Palästinenser und ihre Unterstützer ignorieren die archäologischen Beweise jüdischen Lebens im Altertum, die jüdische Präsenz im Land Israel über alle Zeiten hinweg, jüdische Gesetze in Bezug auf das Heilige Land und jüdische Traditionen, einschließlich der biblischen Berichte über die antiken Juden im Heiligen Land. Yasser Arafat ging so weit, die Bibel und das Neue Testament zu verwerfen, indem er leugnete, dass der Tempel in Jerusalem jemals existiert hat. Noch immer behaupten palästinensische Propagandisten, die Juden seien keine Nation, sondern teilten lediglich einen religiösen Glauben, weswegen sie nicht der nationalistischen Bestrebungen und der Selbstbestimmung würdig seien, die anderen Völkern zuerkannt werden.

Diejenigen, die die Behauptung unterstützen, die Gründung Israels sei ein kolonialistischer Akt gewesen, beziehen sich zum Beweis oft auf die Balfour-Deklaration. Völlig ignoriert wird dabei, dass das britische Mandat, eine „nationale Heimstätte für das jüdische Volk“ zu errichten, vom Völkerbund geschaffen wurde, dem Vorgänger der Vereinten Nationen. Das Mandat von 1922 versuchte nicht, ein neues Heimatland für die Juden zu schaffen, sondern stellte vielmehr fest: „Die historische Verbindung des jüdischen Volkes zu Palästina und die Grundlagen für die Wiederherstellung seiner nationalen Heimstätte in diesem Land werden damit anerkannt.“ Der Wille der internationalen Gemeinschaft ging dahin, ein existierendes Recht anzuerkennen und einen existierenden Missstand zu korrigieren.

Die Gründung Israels im Jahr 1948 hatte nichts mit Kolonialismus zu tun. Tatsächlich trifft das genaue Gegenteil zu: Israels Unabhängigkeit trug dazu bei, die britische Präsenz im Nahen Osten zu beenden. Die jüdischen Bewohner Israels kämpften darum, ihre Unabhängigkeit von ihren kolonialen Herrschern zu erringen.

Auf der anderen Seite genossen die arabischen Staaten die Unterstützung der Kolonialmächte während des Unabhängigkeitskriegs, indem sie Waffen und Ausbildung erhielten. Die Arabische Legion, die eine entscheidende Rolle in dem Krieg spielte, wurde von einem britischen Offizier befehligt und hatte sowohl britische als auch arabische Offiziere in ihren Reihen. Die arabischen Staaten wurden von Großbritannien und Frankreich, den Kolonialmächten in der Region, mit Waffen ausgestattet, während der Großteil von Israels Waffen von Außenstehenden kam, vor allem über die Tschechoslowakei.

Die Tatsache, dass die meisten arabischen Staaten nach der Herrschaft europäischer Staaten gegründet und nur dank europäischer Intervention zu unabhängigen Staaten wurden, wird oft geflissentlich ignoriert. Diejenigen, die versuchen, die Juden als fremde Eindringlinge und die Palästinenser als die indigene Bevölkerung darzustellen, ignorieren auch den großen Zustrom von Arabern in das Mandatsgebiet, die von den verbesserten Bedingungen im Heiligen Land und dem Wachstum der von den Juden aufgebauten Wirtschaft angelockt wurden.

Es traurig und ironisch, dass das jüdische Volk, das auf eine mehrere Tausend Jahre alte Geschichte in diesem Land zurückblicken kann, von manchen als Kolonialisten betrachtet wird und der Zionismus, die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, als eine kolonialistische Bewegung. Jedoch kann man eine Nation, die mit der besonderen Zustimmung der Vereinten Nationen gegründet wurde, nicht als kolonialistisches Gebilde ansehen und ein Volk, das in sein historisches Heimatland zurückkehrt, nicht als Kolonialvolk.

(Außenministerium des Staates Israel, November 2010)
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Iran erweitert Jagd nach Uran
Der Iran hat seine globalen Bemühungen um vermehrten Zugriff auf Uran in letzter Zeit noch intensiviert. Wie aus einem neuen Geheimdienstbericht hervorgeht, richtet die Islamische Republik ihr Augenmerk derzeit vor allem auf Simbabwe.

Der von einem Mitgliedsstaat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stammende Bericht teilt mit, dass der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sich im vergangenen Monat im Geheimen mit hochrangigen Vertretern der simbabwischen Bergbauindustrie getroffen hat, um Verhandlungen über den Erwerb von Uran aufzunehmen.

Zuvor hätten iranische Ingenieure Uranvorkommen in Afrika lokalisiert und ihren Umfang eruiert, heißt es in dem zweiseitigen Dokument, das am Dienstag in den Besitz von Associated Press gelangte.

Der frühere US-Unterstaatssekretär für Nonproliferation Mark Fitzpatrick verweist darauf, dass die Uranerzvorkommen im Iran begrenzt und von minderer Qualität seien. Da die Vollendung eines iranischen Atomreaktornetzwerks noch Jahrzehnte entfernt ist, könnte Teheran noch andere dringliche Gründe haben, um sich um wiederauffüllbare Erzreserven zu kümmern

Neben Afrika sucht das iranische Regime auch in Asien und Südamerika nach Möglichkeiten zur Deckung des Uranbedarfs für sein Atomprogramm, dessen mögliche militärische Komponente seit Jahren für internationale Beunruhigung sorgt.

(Yedioth Ahronot, 24.02.11)
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Abschied von Kulturattaché Dvora Ben David
Die Botschaft des Staates Israel hat heute die Gesandte Dvora Ben David verabschiedet, die nun in den Ruhestand geht. Die altgediente Diplomatin hatte zuletzt das Amt des Kulturattachés in Deutschland inne; es war dies bereits ihre zweite Berliner Amtszeit auf diesem Posten, den sie zuvor auch in London bekleidet hatte.


Dvora Ben David mit Botschafter Ben-Zeev (links) und Ran Yaakoby

Dvora Ben David trat 1964 in den Auswärtigen Dienst Israels ein. Deutschland hat sie stets als besondere Herausforderung begriffen – nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen deutsch-jüdischen Familiengeschichte. Überhaupt hält sie den Dialog zwischen beiden Völkern, der durch den Kulturaustausch erheblich erleichtert werde,  für existentiell wichtig.

Über viele Jahre hinweg hatte Ben David einen wesentlichen Anteil an der Vermittlung israelischer Kultur und der schönen Seiten Israels in Deutschland. Botschafter Yoram Ben-Zeev würdigte denn auch mit Dankbarkeit ihre großen Errungenschaften auf diesem Gebiet.

Bei dieser Gelegenheit wünschte Ben-Zeev dem neuen Kulturattaché in Deutschland, Ran Yaakoby, viel Erfolg bei seiner Aufgabe.

(Botschaft des Staates Israel Berlin, 25.02.11)
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Umberto Eco verurteilt Boykottaufrufe gegen Israel
Der weltbekannte israelische Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco hat sich entschieden gegen jegliche Aufrufe zur Boykottierung Israels ausgesprochen. Eco äußerte sich dazu auf einer Pressekonferenz im Rahmen der derzeitigen Jerusalemer Buchmesse.

Das Thema kam auf, da der diesjährige Laureat des Jerusalem-Preises, der britische Schriftsteller Ian McEwan, von Kollegen in seiner Heimat dazu gedrängt worden war, den Preis abzulehnen, was er allerdings nicht tat.

Eco berichtete, anders als Ewan sei auf ihn keinerlei Druck ausgeübt worden, der Jerusalemer Buchmesse fernzubleiben, und betonte: „Ich halte es für absolut verrückt und im Grunde für rassistisch, einen Gelehrten, einen Privatmann, mit der Politik seiner Regierung zu identifizieren.“

Auf seine Meinung zu Israels Regierung angesprochen, bemerkte der Autor lediglich, er habe zu viel gegen die italienische Regierung zu sagen, um noch über die israelische zu sprechen.

(Haaretz, 24.02.11)
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Events

„Wie geht es weiter im Nahen Osten?“ – Gesandter Nahshon in Aachen

Israels Gesandter in Berlin, Emmanuel Nahshon, wird am kommenden Dienstag (01.03.) im Saal der Jüdischen Gemeinde Aachen (Synagogenplatz 23) ein Referat zum Thema „Wie geht es weiter im Nahen Osten? – Strategische Herausforderungen für Israel“ halten.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Aus Sicherheitsgründen soll neben dem Personalausweis die unter dem folgenden Link erhältliche Einladung mitgebracht werden: http://www.dig-aachen.de/dig-aachen-new/aktuelles.html
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1706 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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