Freitag, 25.03.2011
 
 
Netanyahu in Moskau
 

Foto: GPO

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Donnerstag in Moskau mit Russlands Präsident Dimitri Medvedev und Ministerpräsident Vladimir Putin getroffen. Sein Besuch wurde von der gegenwärtigen Eskalation der Raketenangriffe aus Gaza sowie dem Terroranschlag in Jerusalem am Mittwoch überschattet.



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Lieberman trifft Juppé
Barak: Hamas verantwortlich für Beschuss aus Gaza

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(Bank of Israel, 24.03.11)


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Israel likes Facebook

Israel hat eine Schwäche für soziale Medien. Wie nun eine Studie ergab, weist das Land die zweithöchste Facebook-Durchdringungsrate auf der Welt auf. 89.8% aller israelischen Internet-Benutzer haben im vergangenen Monat mindestens einmal die Seite des Kontaktnetzwerks besucht.

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Islamischer Jihad im Dienste des Iran

Von Elior Levy

Die Grad-Raketen, die diese Woche Ashdod und Be‘er Sheva trafen, und ebenso die unzähligen Mörsergranaten, die im westlichen Negev niedergingen, wurden von Terroristen des militärischen Arms des Islamischen Jihad abgefeuert. Vier er fünf Terroristen, die am Mittwoch von Israel getötet wurden, waren langjährige Jihad-Mitglieder

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Netanyahu in Moskau
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Donnerstag in Moskau mit Russlands Präsident Dimitri Medvedev und Ministerpräsident Vladimir Putin getroffen. Sein Besuch wurde von der gegenwärtigen Eskalation der Raketenangriffe aus Gaza sowie dem Terroranschlag in Jerusalem am Mittwoch überschattet.


Foto: GPO

Bei einem Treffen mit Putin und den Künstlern, die das geplante Denkmal in Israel für den Sieg der Roten Armee über Nazideutschland gestalten sollen, bemerkte Netanyahu:

„Während meiner Gespräche hier in Moskau sind Raketen auf israelische Städte niedergegangen. Ich denke, Russland versteht, dass wir einen entschlossenen Krieg gegen den Terror führen. Ministerpräsident Putin hat – ebenso wie Präsident Medvedev – seine tiefe Solidarität in Bezug auf diesen Kampf zum Ausdruck gebracht.

Während meines Treffens mit Ministerpräsident Putin rief US-Präsident Barack Obama an und drückte sein Beileid wegen des jüngsten Mordes in Jerusalem aus und – selbstverständlich – seine Solidarität; die USA stünden an unserer Seite, an der Seite Israels, im Kampf gegen den Terror.

Ich denke, wenn der Ministerpräsident Israels mit dem Ministerpräsident Russlands und dem Präsidenten der USA spricht, sind alle gegen den Terror vereint. Ich denke, dies stärkt unseren gemeinsamen Widerstand gegen den Terror. Dies ist ein gemeinsames Ziel aller zivilisierten Staaten. An diesem Abend, denke ich, haben wir einen wichtigen Ausdruck dessen erhalten. Wir arbeiten verantwortungsbewusst und mit großer Entschlossenheit darauf hin, die terroristischen Angriffe zu stoppen. Ich bin erfreut zu sehen, dass sowohl Moskau als auch Washington unsere Position teilen.“

Zu Beginn seines Treffens mit Medvedev kam Netanyahu auf die allgemeineren Entwicklungen in der arabisch-muslimischen Welt zu sprechen:

„Niemand von uns weiß, wie der Schock, der die gesamte arabische Welt und einen beträchtlichen Teil der islamischen Welt erfasst hat, enden wird. Ich denke, wir haben ein gemeinsames Verlangen danach, dass es stabile, progressive und moderne Regierungen geben wird, die Frieden anstreben.

Israel, Russland und die gesamte moderne Welt müssen hier die Errichtung radikaler, womöglich radikal-islamsicher Regimes verhindern, die den Frieden der Region, Israels und Russlands gefährden könnten. Ein solches Regime, dass darauf hinstrebt, ist das radikale Regime im Iran, dass nicht nur danach trachtet, sich selbst mit Atomwaffen auszurüsten, sondern auch damit droht, sie gegen uns einzusetzen und nicht nur jedes Friedensabkommen kaputt zu machen, sondern jedes moderne Regime, das entsteht. Es will, dass wir ins 9. Jh. zurückkehren.“

(Amt des Ministerpräsidentin, 24.03.11)
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Lieberman trifft Juppé
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich am Donnerstag in Paris mit seinem französischen Amtskollegen Alain Juppé getroffen. Die beiden Minister sprachen ausführlich über die Situation im Nahen Osten und Israels Beziehungen mit den Palästinensern.


Foto: Erez Lichtfeld

Lieberman erzählte Juppé, Israel begrüße die feste Unterstützung des Westens bei derVerteidigung unschuldiger Zivilsten gegen brutale Aggression despotischer Regimes. Dabei dürfe man jedoch nicht selektiv vorgehen, und Israel hoffe, die Politik, die heute gegenüber Libyen verfolgt wird, werde auch auf den Iran und Syrien angewandt werden.

Israels Außenminister dankte seinem Gastgeber für die klare Verurteilung des Terroranschlags in Jerusalem und dafür, dass Frankreich sich Israels Sicherheit verpflichtet fühle.

Die beiden Außenminister diskutierten auch über bilaterale Fragen und die Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und Frankreich.

(Außenministerium des Staates Israel, 24.03.11)
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Barak: Hamas verantwortlich für Beschuss aus Gaza
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Donnerstag abermals bekräftigt, dass die Hamas die Verantwortung für den Beschuss aus dem Gaza-Streifen trage. Bei einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Robert Gates in Tel Aviv sagte Barak: „Sie haben die Macht in Gaza inne, und sie müssen ihren Willen dem Islamischen Jihad und anderen Gruppen aufzwingen. Wir können nicht zwischen den verschiedenen Quellen der Raketen unterscheiden. Wenn sie einer Familie in Be’er Sheva auf den Kopf fallen, ist es egal, welche Bande sie abgefeuert hat.“

Gates betonte in Hinsicht auf das israelisch-amerikanische Verhältnis: „Ich habe für acht amerikanische Präsidenten gearbeitet, und ich glaube nicht, dass die sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten jemals besser waren.“

(Haaretz, 24.03.11)
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Israel likes Facebook
Israel hat eine Schwäche für soziale Medien. Wie nun eine Studie ergab, weist das Land die zweithöchste Facebook-Durchdringungsrate auf der Welt auf. 89.8% aller israelischen Internet-Benutzer haben im vergangenen Monat mindestens einmal die Seite des Kontaktnetzwerks besucht.

Insgesamt gibt es in Israel drei Millionen Facebook-Mitglieder, und die Zahl steigt täglich weiter an. Weltweit sind es 600 Millionen.

Die höchste Durchdringungsrate gibt es auf den Philippinen (92.9% der Internet-Benutzer). Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen dann die Türkei (89.6%), Chile (88.8%) und Argentinien (88.4%).

(Globes, 24.03.11)

Auch die Botschaft des Staates Israel hat einen Facebook-Account: http://www.facebook.com/home.php#!/IsraelinGermany
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Islamischer Jihad im Dienste des Iran
Von Elior Levy

Die Grad-Raketen, die diese Woche Ashdod und Be‘er Sheva trafen, und ebenso die unzähligen Mörsergranaten, die im westlichen Negev niedergingen, wurden von Terroristen des militärischen Arms des Islamischen Jihad abgefeuert. Vier er fünf Terroristen, die am Mittwoch von Israel getötet wurden, waren langjährige Jihad-Mitglieder, die seit den Tagen der zweiten Intifada Raketen und Mördergranaten auf Israel abgeschossen hatten.

Anders als die Hamas ist der Islamische Jihad eine kleine, eng verbundende Organisation mit einer besonders extremistischen Agenda, die auf Nationalismus und religiösem Eifer basiert. Seine Mitglieder weisen Israels Existenzrecht völlig zurück und glauben, der einzige Weg zur Befreiung „ganz Palästinas“ verlaufe über den bewaffneten Jihad, den Heiligen Krieg.

Die kompromisslose Haltung der Gruppe hat zu steigenden Spannungen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) geführt. Dies ging so weit, dass ihr Führer in Damaskus, Ramadan Shalah, kürzlich vor einer „dritten Nakba“ aufgrund des „Beharrens“ der PA auf Friedensverhandlungen mit Israel warnte.

Der arabische Ausdruck „Nakba“ („Katastrophe“) wird verwendet, um die Vertreibung von Palästinensern aus ihren Häusern im Jahr 1948 und die darauffolgende Gründung des israelischen Staates zu beschreiben.

Shalah, der nach der Ermordung ihres früheren Chefs Fathi Shaqaqi 1995 in Malta die Führung des Islamischen Jihad übernahm, behauptet, um eine weitere „Nakba“ zu verhindern, müssten alle Palästinenser sich um die Idee des Jihad scharen.

„Was ist die Bedeutung des Beharrens [der PA] auf Verhandlungen [mit Israel]?“, so Shalah vor einigen Monaten auf einer Konferenz in Gaza. „Wir spüren eine große Verschwörung und warnen vor Gesprächen zwischen der PA und der Besatzung.“

Während der Konferenz sprach sich Shalah auch gegen die Anerkennung des Staates Israel aus und warnte vor der möglichen „Ausradierung“ der palästinensischen Frage.

Von Mitte der 1990er Jahre bis 2006 hat die extensive Terrorinfrastruktur des Islamischen Jihad im Westjordanland – vor allem in Jenin, Tulkarem und Hebron – zu einigen der tödlichsten Terroranschläge geführt, die Israel je erlebt hat. Dazu gehören die Selbstmordanschläge im Restaurant Maxim in Haifa 2003 und an der Kreuzung Beit Lid 1995.

Die Terrorinfrastruktur des Islamischen Jihad wurde von der israelischen Armee und später den palästinensischen Sicherheitskräften beinahe zerstört, weswegen er gezwungen wurde, das Zentrum seiner Terroraktivitäten nach Gaza zu verlegen.

Wie die Hamas ist der Islamische Jihad in einen politischen und einen bewaffneten Arm – die al-Quds-Brigaden - aufgeteilt. Anders als die Hamas hat der Islamische Jihad jedoch nicht an Wahlen in Gaza von 2006 teilgenommen. So kann er mit stillschweigender Unterstützung der Hamas weiter Raketen und Mörsergranaten auf Israel abfeuern.

Die extremistische Agenda des Islamischen Jihad garantiert ihm umfassende finanzielle Hilfe aus dem Iran, die auf mehrere Millionene Dollar im Jahr geschätzt wird. Diese Unterstützung erlaubt es der palästinensischen Terrororganisation, große Mengen an Waffen durch unterirdische Tunnel entlang Gazas Grenze mit Ägypten zu schmuggeln sowie „al-Quds“-Raketen herzustellen, die eine ähnliche Schlagkraft besitzen wie die Kassams.

Der Islamische Jihad war gegen die inoffizielle Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die nach der Militäroperation in Gaza im Winter 2008/09 in Kraft trat, und forderte die Fortsetzung der Raketenangriffe auf den jüdischen Staat. In vielen Fällen wurden Jihad-Terroristen von Hamas-Sicherheitskräften festgenommen, als sie dabei waren, Raketen abzufeuern, und Berichte über Zusammenstöße zwischen Mitgliedern beider Gruppen sind nicht selten.

Wann immer die Hamas jedoch an einer Eskalation interessiert ist, gibt sie dem Islamischen Jihad grünes Licht für das Abfeuern von Raketen auf Israel.

(Yedioth Ahronot, 25.03.11)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1732 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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