Dienstag, 29.03.2011
 
 
Wenn wir Israel 1948 anerkannt hätten
 
Von Abd al-Katif al-Mulhim

Erstmals traf ich Palästinenser, als ich in der saudi-arabischen Provinz al-Hasa in die erste Klasse ging. Sie waren von der Grundschule bis zum Gymnasium die Lehrer, die ich am liebsten mochte, die moralischsten und vernünftigsten.

Als ich zwischen 1975 und 1979 an der amerikanischen Marineakademie SUNY studierte, las ich viele Bücher über Palästinenser, Araber und Israelis und jeden Artikel, der über die vielen Gelegenheiten veröffentlicht wurde, die die Palästinenser zur Lösung ihres Problems verpassten, vor allem beim Camp-David-Abkommen zwischen Ägypten und Israel. Ich las auch über das Leben der Palästinenser in den USA und anderswo und traf sie. Sie haben Erfolg in jedem Bereich, in dem sie tätig sind. Währenddessen befinden sich die arabischen Staaten in der unteren Hälfte der Rankings zu Erziehung und Entwicklung, und ich frage mich immer wieder: Was wäre geschehen, wenn die Palästinenser und die Araber sich am 14 Mai 1948 mit der Anwesenheit Israels abgefunden und sein Existenzrecht anerkannt hätten? Wäre die arabische Welt stabiler, demokratischer und fortschrittlicher geworden?


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Netanyahu warnt PA vor Aussöhnung mit Hamas

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(Bank of Israel, 28.03.11)


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Yoram Cohen zum neuen SHABAK-Chef ernannt

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Montag bekanntgegeben, dass er Yoram Cohen zum nächsten Leiter von Israels Allgemeinem Sicherheitsdienst (SHABAK) ernannt hat. Die Zustimmung der zuständigen Turkel-Kommission vorausgesetzt, wird Cohen am 15. Mai Yuval Diskin in diesem Amt ablösen.

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Wenn wir Israel 1948 anerkannt hätten
Von Abd al-Katif al-Mulhim

Erstmals traf ich Palästinenser, als ich in der saudi-arabischen Provinz al-Hasa in die erste Klasse ging. Sie waren von der Grundschule bis zum Gymnasium die Lehrer, die ich am liebsten mochte, die moralischsten und vernünftigsten.

Als ich zwischen 1975 und 1979 an der amerikanischen Marineakademie SUNY studierte, las ich viele Bücher über Palästinenser, Araber und Israelis und jeden Artikel, der über die vielen Gelegenheiten veröffentlicht wurde, die die Palästinenser zur Lösung ihres Problems verpassten, vor allem beim Camp-David-Abkommen zwischen Ägypten und Israel. Ich las auch über das Leben der Palästinenser in den USA und anderswo und traf sie. Sie haben Erfolg in jedem Bereich, in dem sie tätig sind. Währenddessen befinden sich die arabischen Staaten in der unteren Hälfte der Rankings zu Erziehung und Entwicklung, und ich frage mich immer wieder: Was wäre geschehen, wenn die Palästinenser und die Araber sich am 14 Mai 1948 mit der Anwesenheit Israels abgefunden und sein Existenzrecht anerkannt hätten? Wäre die arabische Welt stabiler, demokratischer und fortschrittlicher geworden?

Wenn die Araber Israel 1948 anerkannt hätten, wären die Palästinenser von den hohlen Versprechungen der arabischen Despoten befreit worden, die immer wieder sagten, die Flüchtlinge würden in ihre Häuser zurückkehren und Israel ins Meer geworfen. Einige der arabischen Führer missbrauchten die Palästinenser für ihre Ziele, um ihr eigenes Volk zu unterdrücken und an der Macht zu bleiben. Seit 1948 bis heute ist der einfachste Weg für einen arabischen Politiker, zum Helden und Führer der arabischen Welt zu werden, so laut wie möglich seine Absicht zu verkünden, Israel zu vernichten. Dafür muss er noch nicht einmal einen einzigen Soldaten einziehen (Reden kostet nichts).

Wenn die Araber Israel 1948 anerkannt hätten, wäre es nicht nötig gewesen, 1952 einen Umsturz in Ägypten gegen König Faruk zu initiieren, und Ägypten wäre 1956 nicht von Großbritannien, Frankreich und Israel angegriffen worden. Auch der Krieg im Juni 1967 wäre nicht ausgebrochen. Israel wäre nicht gewachsen, und wir, die Araber, hätten die UN-Resolution nicht gebraucht, die von Israel verlangt, sich hinter die Grenzen von 1967 zurückzuziehen. Der Zermürbungskrieg zwischen Ägypten und Israel, der von Ägypten größere Verluste gefordert hat als von Israel, wäre nicht ausgebrochen. Nach 1967 wurde Israel auch zu einem strategischen Verbündeten der USA. Davor war das Bündnis nicht so eng, wie viele in der arabischen Welt denken. In besagtem Zeitraum weigerte sich die amerikanische Regierung, Israel mit neuartigen Waffen zu beliefern, und die Israelis kämpften hauptsächlich mit französischen und britischen Waffen.

Die palästinensische Not wurde ausgenutzt, um eine weitere stabile Monarchie zu Fall zu bringen, dieses Mal im Irak, und gegen eine blutige Tyrannis in einem der reichsten Staaten der Welt auszutauschen. Der Irak ist reich an natürlichen Ressourcen, seine Böden sind fruchtbar, es gibt Wasser im Überfluss und zahllose archäologische Stätten. Das Blutvergießen im Irak wurde fortgesetzt, und es ereigneten sich dort viele gewaltsame Umstürze, einer davon, in den sechziger Jahren, auf Initiative der Brigade, die zur Unterstützung der Befreiung Palästinas ausgesandt werden sollte. Stattdessen kehrte sie um und übernahm die Macht in Bagdad. Viele Jahre später verkündete Saddam Hussein, er werde Jerusalem via Kuwait befreien, und wieder wurde die palästinensische Not als Vorwand für einen Krieg missbraucht.

Hätten die Araber Israel 1948 anerkannt, hätte sich 1968 auch der Umsturz in einem anderen reichen Land, nämlich gegen den König Idris in Libyen, nicht ereignet, und Muammar Gaddafi wäre nicht an die Macht gekommen. Auch bei weiteren Militärputschen in der arabischen Welt, wie in Syrien, im Jemen und im Sudan, wurden die Palästinenser als Ausrede missbraucht. Das Regime von Gamal Abdel Nasser pflegte zu sagen, die Golfstaaten seien „verrückt“, und versuchte, ihre Regierungen mithilfe der Medien und militärischer Kräfte zu stürzen. Sein Luftwaffe griff sogar die Südgrenze Saudi-Arabiens an, von den Stützpunkten, die er im Jemen hielt.

Selbst der Iran, der nicht arabisch ist, benutzt Palästina, um die Meinung seiner Bürger von der inneren Unruhe abzulenken. Ich erinnere mich, wie Ayatollah Khomeni verkündete, er werde Jerusalem via Bagdad befreien, und Präsident Ahmadinejad lässt kriegerische Erklärungen hören, obwohl noch nicht einmal ein einziger Feuerwerkskörper vom Iran in Richtung Israel geschossen wurde.

Derzeit bleiben die Palästinenser allein. Jeder arabische Staat ist mit seiner eigenen Krise beschäftigt, und der israelisch-palästinensische Konflikt ist vorläufig von der Tagesordnung verschwunden.

Der Autor ist ein pensionierter hoher Offizier der saudischen Marine.

(Haaretz, 25.03.11)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.
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Netanyahu warnt PA vor Aussöhnung mit Hamas
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat davor gewarnt, dass eine Aussöhnung zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Hamas das Ende des Friedensprozesses mit Israel bedeuten könnte. Ein Mitarbeiter von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte am Montag mitgeteilt, Abbas wäre bereit, für die palästinensische Einheit auch die Finanzhilfe der USA aufs Spiel zu setzen.

„Sie können nicht Frieden sowohl mit Israel als auch mit der Hamas haben“, sagte Netanyahu an Abbas gerichtet. „Entscheiden Sie sich für den Frieden mit uns.“

Abbas bemüht sich derzeit emsig um eine innerpalästinensische Einigung, um die Chancen auf eine internationale Anerkennung einer unilateralen Staatsgründung durch die internationale Gemeinschaft zu erhöhen.

Israel, die USA und die Europäische Union betrachten die Hamas als Terrororganisation. Die USA hatten ihre vorübergehende Finanzhilfe für die Palästinenser zwischenzeitlich ausgesetzt, als die Hamas Teil einer kurzlebigen palästinensischen Einheitsregierung war.

(Haaretz, 28.03.11)
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Yoram Cohen zum neuen SHABAK-Chef ernannt
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Montag bekanntgegeben, dass er Yoram Cohen zum nächsten Leiter von Israels Allgemeinem Sicherheitsdienst (SHABAK) ernannt hat. Die Zustimmung der zuständigen Turkel-Kommission vorausgesetzt, wird Cohen am 15. Mai Yuval Diskin in diesem Amt ablösen.

Der 51-jährige Cohen wurden im Süden Tel Avivs geboren und erhielt eine religiöse Erziehung. Nach seinem Armeedienst bei einer Eliteeinheit der Golani-Brigade schloss er sich 1982 dem SHABAK an. Seine ersten Erfahrungen sammelte er bei der Terrorbekämpfung im Westjordanland.



Cohen hat bereits zahlreiche Führungspositionen innerhalb von Israels Inlandsgeheimdienst innegehabt. Viele Jahre diente er als stellvertretender Leiter.

Der fünffache Vater ist der erste praktizierende Jude, der zum Leiter des SHABAK ernannt wurde. „Die Tatsache, dass er religiös ist, ist recht bedeutsam“, meint ein früherer Mitarbeiter der Behörde. „Insbesondere angesichts der Tatsache, dass eine der Hauptfronten, mit denen er wird umgehen müssen, die Siedler sind.“

(Haaretz, 28.03.11)
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Investitionen in Israel gestiegen
Investitionen in Anlagevermögen in der israelischen Industrie – u.a. Nichtwohngebäude, Maschinen und Betriebsmittel, Fahrzeuge und Vermögenswerte - sind im Jahr 2010 um 12.7% gestiegen. 2009 war noch ein Rückgang um 9.8% zu verzeichnen gewesen.

Wie aus aktuellen Angaben des Zentralamts für Statistik hervorgeht, ist die Investitionssteigerung vor allem in der Automobilbranche beträchtlich. Hier stiegen die Investitionen 2010 – nach einem Rückgang um 6.6% im Jahr 2009 - um 29.7%.

Ebenfalls bemerkenswert sind die Investitionszuwächse im Maschinenbau (+9.8% gegenüber -19.2%) und im Bereich der immateriellen Anlagewerte wie Software oder Gas- und Ölexplorationen (+20.4% gegenüber +7%).

Im Infrastruktursektor ist hingegen ein Investitionsrückgang von 6.8% zu notieren.

(Yedioth Ahronot, 28.03.11)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1736 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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