Dienstag, 03.05.2011
 
 
Abbas‘ neue Kleider
 
Von Moshe Arens

Seit die Hamas vor vier Jahren die Macht im Gaza-Streifen ergriff, steht Mahmoud Abbas, der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, zwar nicht nackt, aber doch nur halbbekleidet da.  Während dieser gesamten Zeit war Abbas bestenfalls in der Lage, für die Palästinenser zu sprechen, die in Judäa und Samaria leben. Die Hamas-Führung wurde zum Sprachrohr der 1.5 Millionen Palästinenser, die im Gaza-Streifen leben.

Und dennoch wird Abbas in den Hauptstädten der Welt und in der UNO als Repräsentant des palästinensischen Volkes empfangen. In den Augen der Regierungen von Ehud Olmert und Binyamin Netanyahu war er ein Partner bei den Verhandlungen um ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern, und seit Barak Obama zum US-Präsidenten gewählt wurde, steht Israel unter Druck, ihm Zugeständnisse zu machen.


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Konzerte in Köln und Gießen

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1 € - 5.0165 NIS (+0.128%)
1 CHF -3.9177 NIS (+0.536%)
1 £ - 5.5996 NIS (-0.683%)
1 $ - 3.3970 NIS (+0.592%)

(Bank of Israel, 03.05.11)


Bald wieder wärmer.

Jerusalem: 17/22 °C
Tel Aviv: 18/23 °C
Haifa: 18/23°C
Be’er Sheva: 16/27 °C
Ein Gedi: 21/30 °C
Eilat: 22/34 °C



Erstmals in Israel: Schwimmende Solarzellen

In den Wasserreservoiren des Moshavs Balfouria in der Yesreel-Ebene werden in Kürze schwimmende Solarzellen installiert.


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Bezalel-Studenten gestalten jüdische und arabische Schulen

Etwa 55 Studenten der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel haben sich vor kurzem mit einer besonderen Aktion am Tag der guten Taten beteiligt.
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Erstmals in Israel: Schwimmende Solarzellen
In den Wasserreservoiren des Moshavs Balfouria in der Yesreel-Ebene werden in Kürze schwimmende Solarzellen installiert. Das Projekt, eine Premiere in Israel, wird von der Firma Senergy durchgeführt und soll pro Stunde 3 MW Strom erzeugen.

Die Technologie an sich ist nicht neu, wird aber erstmals im Lande angewandt. Einer der wesentlichen Vorteile der Installierung von Solarzellen auf dem Wasser ist, dass so erhebliche Bodenkapazitäten gespart werden. In Umweltschutzorganisationen, die eigentlich die Vermarktung sauberer Energien unterstützen, ist man schon seit längerem darüber besorgt, dass zu viele Freiflächen der Installierung von Solarzellen zum Opfer fallen könnten.



Yossi Gamliel, der Generaldirektor von Senergy, weist auf zusätzliche Vorteile der Wassersolaranlagen hin. So würden die Lebenszeit der Zellen durch das Kühlwasser verlängert und gelichzeitig wertvolle Wasser- und Bodenressourcen eingespart werden.

Firmeninfo: http://www.senergy.co.il/indexE.asp

(Yedioth Ahronot, 28.04.11)
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Bezalel-Studenten gestalten jüdische und arabische Schulen
Etwa 55 Studenten der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel haben sich vor kurzem mit einer besonderen Aktion am Tag der guten Taten beteiligt. Sie bemalten Wände und renovierten Schulhöfe in rund einem Dutzend arabischer und jüdischer Schulen in Ostjerusalem und Ramle.

Die Aktionen liefen im Rahmen von zwei Projekten ab. Das erste bestand darin, dass eine Gruppe von Freiwilligen unter der Leitung der Dozentin Raeda Saada Wandgemälde in zehn ostjerusalemer Schulen anfertigten.

Im Rahmen des zweiten Projekts arbeiten Bezalel-Studenten und von ihnen betreute Jugendliche in der Stadt Ramle gemeinsam mit den örtlichen Einwohnern - sowohl Arabern als auch Juden - an der Renovierung und Dekorierung des Hofes einer arabischen Schule und bemalten Wände in einer religiösen jüdischen Schule.

Ziel des Tags der guten Taten ist die Ermutigung von freiwilligem Engagement für die Gemeinschaft. Allein im letzten Jahr beteiligten sich 70 000 Israelis in 130 Städten und Landkreisen an 1000 Projekten.

(Yedioth Ahronot, 01.05.11)
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Abbas‘ neue Kleider
Von Moshe Arens

Seit die Hamas vor vier Jahren die Macht im Gaza-Streifen ergriff, steht Mahmoud Abbas, der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, zwar nicht nackt, aber doch nur halbbekleidet da.  Während dieser gesamten Zeit war Abbas bestenfalls in der Lage, für die Palästinenser zu sprechen, die in Judäa und Samaria leben. Die Hamas-Führung wurde zum Sprachrohr der 1.5 Millionen Palästinenser, die im Gaza-Streifen leben.

Und dennoch wird Abbas in den Hauptstädten der Welt und in der UNO als Repräsentant des palästinensischen Volkes empfangen. In den Augen der Regierungen von Ehud Olmert und Binyamin Netanyahu war er ein Partner bei den Verhandlungen um ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern, und seit Barak Obama zum US-Präsidenten gewählt wurde, steht Israel unter Druck, ihm Zugeständnisse zu machen.

Diese Linie der USA haben sich die meisten Staaten Westeuropas zu Eigen gemacht, und auch die Opposition in der Knesset unter Führung von Tzipi Livni tadelte Netanyahu dafür, nicht auf die Forderungen Abbas‘ eingegangen zu sein. Das gesamte „Friedenslager“ hat diese Position unterstützt.

Dabei wussten alle, dass Abbas, solange die Hamas noch den Gaza-Streifen beherrscht, mit Forderungen an Israel herantreten, aber keine Zugeständnisse im Namen der Palästinenser machen, sich  nicht in ihrem Namen zu einem Abkommen verpflichten oder auch nur irgendein Abkommen initiieren kann, das er unterzeichnen müsste. Wer wagt, gelegentlich daran zu erinnern, gilt als jemand, der Vorwände sucht, um nicht auf die Forderungen Abbas‘ einzugehen, oder er wird beschuldigt, keine „mutige“ israelische Initiative in die Wege zu leiten, die Zugeständnisse Israels an Abbas beinhaltet.

Aber Abbas kannte die Wahrheit. Dies erklärt, warum er trotz des Drucks der USA beharrlich direkte Verhandlungen mit Netanyahu vermied. Dies erklärt, warum er beschloss die Verhandlungen mit Israel zu umgehen und sich direkt an die UNO zu wenden, um die Organisation darum zu beten, einen nicht bestehenden palästinensischen Staat in den „Grenzen von 1967“ anzuerkennen. Diese „Grenzen“, weiß Abbas sehr gut, sind nichts anderes als Linien, über die sich Israel und Jordanien im Waffenstillstandsabkommen vom April 1949 geeinigt haben und die Jordanien 1967 verletzte.

Auch die Palästinenser in Ramallah und in Gaza wussten, dass Abbas nur zur Hälfte bekleidet ist; einige von ihnen haben in letzter Zeit demonstriert und zur Einheit zwischen Fatah und Hamas aufgerufen. Wer einen palästinensischen Staat errichten möchte, weiß, dass man eine Führung benötigt, die alle repräsentiert und nicht nur die Hälfte der Palästinenser. Und so riefen sie: Dieser Kaiser ist halbnackt!

Das geschwächte Regime von Bashar Assad in Syrien und das freundschaftliche Verhältnis der neuen Militärregierung in Ägypten zur Hamas haben ihr Übriges getan. Abbas unterzeichnete ein Abkommen mit der Hamas und fühlt gegenwärtig, da er nun vollständig bekleidet, in den Mantel der Einigkeit gehüllt ist, dass er im Namen des palästinensischen Volkes sprechen kann. Aber man sehe sich vor: Auf dem neuen Kleid der Hamas steht groß und breit „Terror“ geschrieben.

Die Operation „Schutzschild“ hat die Terroristen in Judäa und Samaria niedergerungen, aber auch noch viel mehr getan: Sie hat Abbas und seine Genossen davon überzeugt, dass die Palästinenser durch den Einsatz von Gewalt nichts gewinnen. Hier leistete die israelische Armee abermals einen großen Beitrag zum Friedensprozess. Jetzt erkennt jeder die Tatsache an, dass es keinen Fortschritt in Richtung Frieden geben kann, solange palästinensische Terroristen weiter israelische Zivilisten angreifen.

Abbas, der in der Vergangenheit Terroraktivitäten unterstützte, hat dies akzeptiert und entspricht der Grundbedingung für das Betreiben des Friedensprozesses mit den Palästinensern. Allerdings wird die Hamas nie darin einwilligen. Die Hamas wird Israel nicht anerkennen und weiter aus dem Gaza-Streifen Mörsergranaten und Raketen auf israelische Zivilsten abfeuern. Allein die Präsenz der israelischen Armee in Judäa und Samaria verhindert Terrorattacken der Hamas in dieser Region.

Nun, da sich Fatah und Hamas versöhnt haben, zieht sich auch Abbas de facto von seiner früheren Opposition gegen den Terror zurück. Dies ist ein hoher Preis für das neue Kleid, der einen schweren Schlag für den Friedensprozess bedeutet. Das israelische „Friedenslager“, das über die Aussöhnung zwischen Fatah und Hamas jubiliert, wird sehr bald lernen, dass der Frieden, den wir alle wollen, in weitere Ferne rückt.

(Haaretz, 03.05.11)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Situation in Israel.
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Hamas verurteilt „Ermordung“ Bin Ladens
Hamas-Ministerpräsident Ismail Haniyeh hat am Montag die Tötung von Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden durch eine Eliteeinheit der US-Marine in Pakistan scharf verurteilt. Dabei würdigte er den international gesuchten Top-Terroristen als „Heiligen Krieger“.

Der Sender Al-Manar zitiert Haniyeh wie folgt:

„Während der Mord noch nicht bestätigt ist, betrachten wir dies, wenn wahr, als eine Fortsetzung der auf Unterdrückung und dem Vergießen von muslimischem und arabischem Blut basierenden US-Politik. Trotz Meinungsunterschieden innerhalb der arabischen und islamischen Welt verurteilen wir die Ermordung eines heiligen arabischen und muslimischen Kriegers ganz entschieden. Möge Allah ihm gnädig sein, und möge er seinen rechtmäßigen Platz mit den Märtyrern und Gerechten einnehmen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 02.05.11)
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Events

JNF-Konzerte in Köln und Gießen

Der Jüdische Nationalfonds (JNF-KKL) veranstaltet im Mai zwei große Konzerte.

Am 16. Mai werden auf dem Heinrich-Böll-Platz in Köln 300 Sänger eine gigantische Chor-Performance bieten. Anlass sind der 110. Geburtstag des Jüdischen Nationalfonds und der 25. Geburtstag des Ma’alot-Platzes an der Kölner Philharmonie.

In Gießen tritt am 18. Mai die berühmte israelische Sängerin Esther Ofarim auf.



Informationen zu beiden Veranstaltungen: http://www.jnf-kkl.de/d/veranstaltungen.htm
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1773 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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