Dienstag, 24.05.2011
 
 
Netanyahu spricht auf AIPAC-Konferenz
 
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag im Rahmen seines derzeitigen USA-Besuchs eine Rede auf der Jahreskonferenz des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) in Washington gehalten. Darin verwies er auf die engen Bande zwischen Israel und den Vereinigten Staaten und umriss gleichzeitig seine Vorstellungen zum Frieden im Nahen Osten.

„Lassen Sie mich eines betonen. Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ist von lebensnotwendigem Interesse für uns.

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(Bank of Israel, 24.05.11)


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Leah-Goldberg-Preis für Nurit Zarchi
Die israelische Dichterin Nurit Zarchi hat den diesjährigen Leah-Goldberg-Preis für Dichtung erhalten. Der Preis wird ihr für ihre Gedichtsammlung „Atzamot veAnanim“ (Knochen und Wolken. Ausgewählte Gedichte 1966-2009) verliehen.

Die diesjährigen Preisrichter Dr. Ariel Hirschfeld, Dr. Efrat Mishori und Dr. Dana Olmert begründeten ihre Entscheidung u.a. damit, dass Zarchi in ihrer Dichtung eine „einzigartige Poetik“ geschaffen habe, die „komplexe Phantasiereisen mit scharfen philosophischen Einsichten“ verbinde.



Nurit Zarchi wurde 1941 in Jerusalem geboren und wuchs dort sowie im Kibbutz Geva auf. Für ihre Kinderbücher erhielt sie bereits den Bialik-Preis und den Künstlerpreis des Ministerpräsidenten.

Der Leah-Goldberg-Preis wurde kurze Zeit nach dem Tod der legendären Dichterin im Jahr 1970 von ihrer Mutter, Tzila Goldberg, gestiftet. Mit ihm werden herausragende Vertreter der hebräischen Literatur gewürdigt. 2007 erhielt ihn die Schriftstellerin Orly Castel-Blum für ihren Roman „Textil“, 2009 dann der Dichter Aharon Shabtai für seinen Gedichtband „Tanya“.

(Haaretz, 22.05.11)
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Netanyahu spricht auf AIPAC-Konferenz
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag im Rahmen seines derzeitigen USA-Besuchs eine Rede auf der Jahreskonferenz des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) in Washington gehalten. Darin verwies er auf die engen Bande zwischen Israel und den Vereinigten Staaten und umriss gleichzeitig seine Vorstellungen zum Frieden im Nahen Osten.

„Lassen Sie mich eines betonen. Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ist von lebensnotwendigem Interesse für uns. Er wäre die Verwirklichung eines starken und ewigen Traums. Aber er ist kein Allheilmittel für die vorherrschenden Probleme des Nahen Ostens. Er wird nicht Frauen in einigen arabischen Ländern das Recht geben, ein Auto zu steuern. Er wird nicht verhindern, dass Kirchen bombardiert werden. Er wird nicht dafür sorgen, dass keine Journalisten mehr ins Gefängnis kommen.

Was wird dies ändern? Mit einem Wort: Demokratie – wirkliche, echte Demokratie. Und mit Demokratie meine ich nicht nur Wahlen, Ich meine Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, die Rechte für Frauen, Homosexuelle, Minderheiten und jedermann. Was das israelische Volk dem Nahen Osten wünscht, ist, was Sie in Amerika haben, was wir in Israel haben – Demokratie. Es ist also an der Zeit, diese Grundwahrheit anzuerkennen. Israel ist nicht, was falsch ist am Nahen Osten. Israel ist, was richtig ist am Nahen Osten.

Meine Freunde, wir wollen Frieden, weil wir das Leid des Terrors und die Agonie des Krieges kennen. Wir wollen Frieden, weil wir die Segnungen kennen, die der Frieden bringen könnte – uns und unseren palästinensischen Nachbarn. Aber wenn wir hoffen, den Frieden mit den Palästinensern voranzutreiben, dann ist es an der Zeit, dass wir eine andere Wahrheit eingestehen. Dieser Konflikt wütet seit beinahe einem Jahrhundert, weil die Palästinenser sich weigern, ihn zu beenden. Sie weigern sich, den jüdischen Staat zu akzeptieren.

Dies ist es also, worum es in diesem Konflikt immer gegangen ist. Es gibt viele Probleme im Zusammenhang mit diesem Konflikt, die zwischen Israelis und Palästinensern gelöst werden müssen. Wir können, wir müssen sie lösen. Aber ich wiederhole: Wir können mit den Palästinensern nur Frieden schließen, wenn sie bereit sind, Frieden mit dem jüdischen Staat zu schließen.

Morgen im Kongress werde ich beschreiben, wie ein Frieden zwischen einem palästinensischen Staat und dem jüdischen Staat aussehen könnte. Aber ich will Ihnen eines versichern. Er muss Israel Sicherheit gewähren. Und daher kann Israel nicht zu den nicht zu verteidigenden Grenzen von 1967 zurückkehren.

Ich werde über diese und andere Aspekte des Friedens morgen im Kongress sprechen. Aber heute möchte ich Israels Dankbarkeit für all das ausdrücken, was Sie tun, um Israel und das großartige Bündnis zwischen Israel und Amerika zu stärken.“

Die vollständige Rede gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2011/PM_Netanyahu_addresses_AIPAC_Policy_Conference_23-May-2011.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 23.05.11)
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Hamas: Grenzen von 1967 reichen nicht aus
Die Hamas hat sich entschieden gegen die jüngsten Stellungnahmen von US-Präsident Barack Obama zum israelisch-palästinensischen Friedensprozess ausgesprochen. Dabei wurde deutlich, dass die Hamas sich nicht mit einem Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 begnügen würde.

Hamas-Sprecher Mahmoud al-Zahar teilte der Zeitung al-Emarat al-Youm am Montag mit: „Es ist ganz klar, dass Obamas Plan sich – abgesehen von einen kleinen Details – nicht von dem George Bushs unterscheidet. Nun bezieht er sich auf die Grenzen von 1967 als heilig, aber wer sagt, dass wir sie akzeptieren und dass wir nicht von den Grenzen von 48 reden?“

„Obama will uns innerhalb von 22% des Gebiets Palästinas unterbringen“, so al-Zahar, der sich damit auf das gesamte Staatsgebiet Israels bezog. „Er spricht von Gebietstäuschen, aber der territoriale Austausch soll auf Kosten Jerusalems gehen. Er will Jerusalem den Israelis geben und uns nur 5% des historischen Palästina, das ursprünglich unser Land war, und dies ist nur ein Trick.“

Auch auf Seiten der Terrororganisation Islamischer Jihad zeigte man sich unbeeindruckt von Obamas Vorstoß, Friedensverhandlungen auf der Grundlage der Grenzen von 1967 zu führen: „Wir kümmern uns nicht besonders um die amerikanische Position, und wir sehen in ihr keinen Wandel in Bezug auf die palästinensische Frage“, sagte das hochrangige Mitglied Azzam Nafez.

Die Palästinenser sollten laut Nafez den Vorteil der arabischen Aufstände nutzen, um die palästinensische Angelegenheit voranzubringen. „Obama ist ein schwacher und hilfloser Mann gegenüber der zionistischen Lobby, und jeder muss das erkennen.“

(Yedioth Ahronot, 23.05.11)
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Peres setzt sich für israelische Hirnforschung ein
Israels Präsident Shimon Peres hat eine weitreichende Förderung der Hirnforschung in Aussicht gestellt. Auf der diesjährigen ILSI-Biomed-Konferenz gab er am Montag bekannt, dass er eine gemeinnützige Organisation ins Leben rufen werde, die die Stellung der Neurowissenschaften in Israel durch Kongresse, Lenkungskomitees und vor allem Fundraising stärken solle.

Gegenüber Globes ließ Peres verlauten: „Wir beabsichtigen, unsere Errungenschaften in der Nanotechnologie in der Neurotechnologie zu replizieren, aber das Ausmaß wird viel größer und eindrucksvoller werden.“ Mitarbeiter des Präsidenten wiesen darauf hin, dass Peres dazu beigetragen habe, Hunderte Millionen Dollar für die Nano-Forschung einzuwerben und er für die Neurotechnologie wahrscheinlich dasselbe tun könne.

Erste Früchte haben die diesbezüglichen Aktivitäten schon hervorgebracht. So konnten 10 Millionen Dollar für den Bereich der Neuronen-Komputation, der Übersetzung von Gehirnaktivitäten auf den Computer, eingeworben werden. Das Geld wurde von ausländischen Spendern für eine spezielle Stiftung eingeworben, die ein gemeinsames Forschungsteam der Hebräischen Universität Jerusalem und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne finanzieren wird.

Peres sagte: „Israel lebt von seinem Gehirn. Dies ist keine einmalige Sache, es ist etwas, was konstant und immer wieder erneuert wird. Wir beginnen nun mit der vierten Revolution. Die ersten waren die landwirtschaftliche, industrielle und Informationsrevolutionen, und nun kommt die Revolution des Gehirns.“

(Globes, 23.05.11)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1794 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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