Dienstag, 14.06.2011
 
 
Netanyahu in Rom
 

Foto: GPO
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Montag im Rahmen seiner Italienreise mit dem italienischen Premierminister Silvio Berlusconi getroffen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten beide die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Italien.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Entwicklungen in den arabischen Staaten, die Ankündigung der Palästinenser, im September bei den UN die Anerkennung eines eigenen Staates zu beantragen und die Bedrohung durch den Iran.

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(Bank of Israel, 14.06.11)


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Tourismusrekord im Mai

Die Zahl der Touristen, die im Mai Israel besucht haben, hat mit 308.000 einen Rekordwert erreicht.


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Tourismusrekord im Mai
Die Zahl der Touristen, die im Mai Israel besucht haben, hat einen Rekordwert erreicht. Besonders im Vergleich zu Mai 2009 sei der Anstieg signifikant, teilte das Tourismusministerium am Dienstag mit. 308.000 Gäste kamen im vergangenen Monat ins Heilige Land, fünf Prozent mehr als im Mai 2010 und 33 Prozent mehr als Mai 2009.


Strand von Tel Aviv

Tourismusminister Stas Miseznhikov äußerte sich in Mailand zu den optimistischen Zahlen: „Der Erfolg des Tourismusministeriums, die Touristenzahlen in Israel zu stabilisieren – und das in Anbetracht der geopolitischen Lage der Region – ist gleichzeitig beeindruckend und wichtig.“ Miseznhikov hatte sich am Montag mit seiner italienischen Amtskollegin Michela Vittoria Brambillato getroffen, um bilaterale Strategien der Tourismuswerbung für Israel und Italien zu diskutieren.

Israel hat in diesem Jahr 40 Prozent mehr Touristen aus der Ukraine empfangen - dieser Anstieg ist auf die Erleichterung der Visums-Bestimmungen zurückzuführen. Und aufgrund von neuen direkten Flugverbindungen zwischen Kopenhagen und Tel Aviv besuchten diesen Mai 59 Prozent mehr dänische Touristen Israel.

(Jerusalem Post, 14.06.11)
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Netanyahu in Rom
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Montag im Rahmen seiner Italienreise mit dem italienischen Premierminister Silvio Berlusconi getroffen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten beide die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Italien.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Entwicklungen in den arabischen Staaten, die Ankündigung der Palästinenser, im September bei den UN die Anerkennung eines eigenen Staates zu beantragen und die Bedrohung durch den Iran.

Ministerpräsident Netanyahu bestätigte, dass er mit Berlusconi über das iranische Atomprogramm gesprochen habe.  „Wir sind uns darüber einig, dass Atomwaffen in den Händen des Iran nicht nur eine Gefahr für Israel darstellen, sondern auch für den Frieden in unserer Region und den Frieden in der Welt“, erklärte Netanyahu.


Foto: GPO

Netanyahu dankte seinem Amtskollegen für dessen klare und konsequente Position, sowohl zum iranischen Atomprogramm als auch zu dem Versuch der Palästinenser, über den Antrag bei den Vereinten Nationen die Verhandlungen mit Israel zu umgehen.   

„Frieden kann nur durch Verhandlungen erreicht werden“, sagte Netanyahu. „Frieden kann nicht von außen auferlegt werden – nicht mit Gewalt und sicher nicht mit einseitigen UN-Resolutionen. (…) Frieden bedarf gegenseitiger Kompromisse. Doch eine UN-Resolution (…) würde verschiedene andere Dinge bewirken. Sie würde zum einen sämtliche Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern brechen und zum anderen die palästinensische Seite verhärten, denn wenn die UN-Generalversammlung die palästinensische Position unterstützt, warum sollten sie dann noch verhandeln? Sollte also eine solche Resolution von der überwiegenden Mehrheit der führenden Länder der Welt gestützt werden, würde das dem Frieden schaden, da es die palästinensische Seite verhärten und somit Verhandlungen in weite Ferne rücken würde. Jeder, der Frieden fördern will, sollte direkte Verhandlungen unterstützen und dem Versuch, eine Lösung von außen aufzuerlegen, entgegentreten“, fügte Netanyahu hinzu. 

Am Ende der Pressekonferenz betonte Ministerpräsident Netanyahu, dass er sich auf die Zusammenarbeit in Fragen der Wirtschaft und für Frieden und Sicherheit freue und bedankte sich für den herzlichen Empfang in Italien.

Am Vorabend des Treffens nahm Ministerpräsident Netanyahu an einer Gedenkfeier für den von der Hamas in Geiselhaft gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit teil. Shalit wurde 2006 in den Gaza-Streifen verschleppt, die israelische Regierung bemüht sich seitdem um seine Freilassung.   

(Aus dem Amt des Ministerpräsidenten, 14.06.11)
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Ayalon: Südamerika gegen Anerkennung eines einseitig erklärten Palästinenserstaates
Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon ist von seiner Lateinamerikareise zurückgekehrt. Er hatte in El Salvador an einem Treffen der „Organization of American States“ (OAS) teilgenommen.

Am Sonntag sagte Ayalon in einem Interview, dass eine Mehrheit der Länder in Süd- und Mittelamerika sich entweder ganz gegen die Anerkennung eines einseitig ausgerufenen palästinensischen Staates durch die UN stellen, oder zumindest Zweifel daran haben. „Wir haben die palästinensische Initiative in Lateinamerika mit Sicherheit gestoppt“, sagte Ayalon.

Unter den Ländern, die den angekündigten Antrag der Palästinenser im September nicht unterstützen wollen, sind Belize, Guyana, Suriname, Panama, Costa Rica, Jamaika, El Salvador und Kolumbien.


Foto: MFA

Bei dem Treffen der OAS traf Ayalon auf die Außenminister von 17 Ländern und erklärte wiederholt, dass nur durch Verhandlungen ein stabiler und dauerhafter Frieden erreicht werden könne. Ayalon berichtete, dass seine Position großen Anklang fand, insbesondere bei den Ländern, die selber bereits Grenzkonflikte hatten (wie z.B. Honduras und El Salvador, Ecuador und Peru) und die über die internationalen Auswirkungen eines palästinensischen Präzedenzfalles bei den UN besorgt sind. Ayalon berichtete darüber hinaus, dass auch die Länder, die im vergangenen Jahr einen palästinensischen Staat anerkannten (alle außer Kolumbien), nicht notwendigerweise für das Anliegen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) bei den UN stimmen würden.

Im Rahmen dieser diplomatischen Bemühungen hat Ayalon am Sonntag nach seiner Rückkehr Botschafter und Diplomaten aus zehn afrikanischen Ländern empfangen, darunter auch aus Nigeria und Südafrika, die beide derzeit im UN-Sicherheitsrat sitzen. Ayalon betonte bei dem Treffen, dass eine Stimme für den palästinensischen Antrag eine Stimme für Konfrontation sei. „Heute ist klar, dass die PA das Hindernis für den Frieden ist“, sagte Ayalon. „Die Bevorzugung der Hamas anstelle von direkten Verbindungen mit Israel ist ein Todesstoß für den diplomatischen Friedensprozess mit den Palästinensern“, fügte Ayalon hinzu.

Etwa 60 bis 70 Länder werden in der UN-Generalversammlung bei dieser Angelegenheit entweder dagegen stimmen oder sich der Stimme enthalten, so die Einschätzung Ayalons.  

In den nächsten Wochen werden zahlreiche Staatsbesuche erwartet, und bei allen Besuchen wird dieses Thema oben auf der Agenda stehen. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel sind heute für zwei Tage nach Israel gereist. Niebel wird bei diesem Besuch auch in den Gaza-Streifen reisen.

(Jerusalem Post, 14.06.11) 
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Britischer Kommandant lobt ZAHAL
Der ehemalige Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, Oberst Richard Kemp, hat am Wochenende in Tel Aviv vor einer Gruppe von jungen Soldaten und Führungskräften gesprochen. Er sagte, dass es ihm eine große Ehre sei, vor Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte (ZAHAL) sprechen zu dürfen und dass die israelische Armee nicht nur für Israel, sondern die gesamte freie Welt kämpfen würde. „Ihr denkt vielleicht, dass ihr nur euer Land verteidigt, doch Fakt ist, dass ihr auch für mein Land kämpft. Ihr kämpft für die gesamte westliche Welt und seid in diesem Kampf an vorderster Front“, sagte Kemp.


Oberst Richard Kemp

Nach der Operation "Cast Lead" war Kemp einer der wenigen, der immer wieder betonte, dass die israelischen Verteidigungskräfte mehr als jede andere Armee jemals zuvor die Rechte und die Sicherheit der Zivilisten im Gaza-Streifen zu schützen versucht habe. Doch die Taktik der Hamas (die genauso von Hisbollah, Al Qaida und den Taliban eingesetzt wird), Menschen als Schutzschilde zu verwenden, brachte die israelischen Streitkräfte in eine missliche Lage. „Die Hamas nutzte ihre eigene Bevölkerung als menschliche Schutzschilde (…) Sie zwangen Frauen und Kinder dazu, in einer Position zu verharren, um von dort aus ihre Angriffe zu starten“, erklärte Kemp. Und selbst unter diesen Umständen griffen die Kommandanten der israelischen Verteidigungsarmee zu bisher ungekannten Maßnahmen, um die zivilen Opferzahlen so gering wie möglich zu halten: „Wenn möglich, wurde den Zivilisten mindestens vier Stunden vor einem geplanten Angriff Bescheid gegeben, damit sie den Bereich verlassen konnten – eine Vorgehensweise, die der Hamas einen deutlichen Vorteil verschaffte“, sagte Kemp.

„Doch trotz der außergewöhnlichen Maßnahmen Israels wurden unschuldige Zivilisten getötet und verletzt. Das war unvermeidbar; wir dürfen nicht vergessen: Hamas hat vorsätzlich versucht, ihr eigenes Volk von israelischen Soldaten töten zu lassen“, erklärte Kemp weiter.  

„Viele haben meinen Berichten über die ZAHAL widersprochen. Doch niemand konnte mir sagen, welche Armee in der Geschichte jemals mehr für den Schutz der Rechte von Zivilisten in einem Kampfgebiet getan hat. In der Tat wird meine Einschätzung der Maßnahmen der ZAHAL zur Vermeidung von zivilen Opfern sogar ungewollt von einer Studie der Vereinten Nationen gestützt. Diese Studie belegt, dass das Verhältnis von getöteten Zivilisten zu getöteten Kombattanten bei weitem das Geringste in einem asymmetrischen Konflikt in der Geschichte der Kriegsführung ist.

Die UN schätzen, dass bei solcherlei Konflikten weltweit das Verhältnis von getöteten Zivilisten zu getöteten Kämpfern bei drei zu eins liegt: Drei getötete Zivilisten kommen auf einen getöteten Kämpfer. Das ist auch das geschätzte Verhältnis in Afghanistan: Drei zu eins. Im Irak und im Kosovo war es schlimmer: Man schätzt das Verhältnis auf vier zu eins. Verschiedene Anhaltspunkte lassen darauf schließen, dass das Verhältnis in Tschetschenien und in Serbien viel höher war.

In Gaza war es weniger als eins zu eins.

Diese extrem niedrige Zahl von zivilen Opfern widerspricht ganz klar den Anschuldigungen durch Goldstone, und dem ständigen Geblöke verschiedener Menschenrechtsorganisationen, die Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterstellen wollen.

Und jetzt hat sogar Richter Goldstone seine Meinung geändert.“

Über die Gaza-Flottille vor rund einem Jahr sagte Kemp, dass auch dort ein Blutvergießen provoziert worden sei, denn die organisierende Gruppe IHH sei nicht nur eine humanitäre Organisation, sondern radikal-islamistisch, offen anti-israelisch und habe gute Verbindungen mit dem internationalen Jihad, unter anderem auch mit Al Qaida.

Ein Hauptziel der Delegitimierungskampagne gegen Israel sei, Anschläge gegen Israel durch die vom Iran unterstützten Terrororganisationen Hamas und Hisbollah zu rechtfertigen, ihnen den Anstrich von Rechtmäßigkeit zu verleihen, erklärte Kemp. Dies fördere zudem natürlich die Sichtweise, dass jede israelische Verteidigungsmaßnahme per definitionem unverhältnismäßig sei und strafrechtlich verfolgt werden müsse.

„Je mehr Zugkraft diese Herangehensweise bekommt, desto größer wird die Instabilität zwischen Israel und seinen Nachbarn. Und je geringer die Chance auf einen dauerhaften Frieden wird, desto mehr Blut wird auf beiden Seiten vergossen“, sagte Kemp.   
 
In der Fragerunde, die auf seine Rede folgte, wurde Oberst Kemp gefragt, warum er den jüdischen Staat so leidenschaftlich verteidige. Er antwortete, dass ihn neben der allgemeinen Zusammenarbeit mit den israelischen Verteidigungsstreitkräften zwei Erlebnisse besonders geprägt haben:

„Das erste Ereignis begab sich, als ich Kommandant der britischen Truppen in Afghanistan war. Wir waren plötzlich mit einem Feind konfrontiert, dessen Taktiken auch Selbstmordattentate beinhalteten. Wir wurden nie zuvor damit konfrontiert und hatten keine Strategie zur Bekämpfung. Also rief ich einen israelischen Kontakt von mir an, der für mich arrangierte, dass ein Generalmajor nach London reiste, um mich zu treffen. Dieser Mann, ein Vollzeit-Kommandant einer operativen Einheit, nahm sich innerhalb von zwei Tagen nach meinem Anruf die Zeit, um nach Großbritannien zu fliegen und sich mit mir in eine Hotel-Lobby zu setzen. Vier Stunden lang sprach er und ich machte mir Notizen. Aus diesem Treffen heraus wurde die gesamte Counter-Terrorismus Strategie der britischen Armee entwickelt. Und dafür war ich sehr dankbar.

Der zweite Vorfall geschah ein paar Jahre später, nach den Terroranschlägen in London am 7. Juli 2005. Wir waren schwer getroffen von den Anschlägen, und die ersten Menschen, die anriefen um Hilfe anzubieten, die ersten Menschen für mehrere Wochen, waren die israelischen Verteidigungskräfte. Da wussten wir, wer unsere wahren Freunde sind.“

Zur vollständigen Rede: http://idfspokesperson.com/2011/06/13/former-british-armed-forces-commander-speaks-about-the-idf/

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 13.06.11)
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Wissenschaftspreis für israelische Professoren der HUJ

Drei Professoren der Hebrew University of Jerusalem (HUJ) haben den Kaye Innovation Award für ihre mehrjährigen Forschungen erhalten, die zu verschiedenen kommerziellen Anwendungen weltweit führten.

Die Kaye Awards, 1994 von Isaac Kaye ins Leben gerufen, werden jedes Jahr während der Aufsichtsrats-Versammlung der HUJ bekannt gegeben und dieses Jahr am 21. Juni vergeben.



Die diesjährigen Preisträger sind Prof. Haim Rabinowitch, der für seine Innovationen in der Gentechnik ausgezeichnet wird, Prof. Dan Gazit, der sich vor allem in der Stammzellenforschung einen Namen gemacht hat, und Dr. Raanan Fattal für die Entwicklung einer Photoshop-Komponente zur Verbesserung der Bildschärfe.

Auch zwei Studenten werden dieses Jahr mit dem Preis ausgezeichnet, Katy Margulis-Goshen und Yftah Tal-Gan.

(Jerusalem Post, 13.06.11)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1815 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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