Donnerstag, 30.06.2011
 
 
Wissenschaftsminister Hershkovitz auf Deutschland-Besuch
 

Foto: Limbach/Umbrella
Der israelische Minister für Wissenschaft und Technologie, Prof. Dr. Daniel Hershkovitz, kam diese Woche zu einem mehrtägigen und vielseitigen Besuch nach Deutschland.

Stationen der Delegation waren Lindau, Worms, Aachen, Köln und Jülich.

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weitere Themen:
Delegitimierung bekämpfen, nicht ihr nachgeben

"Die Vereinten Nationen
und Israel -
Rolle und
Wesen der UN im Hinblick

auf den jüdischen Staat Israel"

Vortrag

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1 € - 4.9441 NIS (-0.036%)
1 CHF - 4.0935 NIS (-0.202%)
1 £ - 5.4645 NIS (-0.526%)
1 $ - 3.4150 NIS (-0.321%)

(Bank of Israel, 30.06.11)


Heiter bis wolkig

Jerusalem: 16/24 °C
Tel Aviv: 23/28 °C
Haifa: 23/28°C
Be’er Sheva: 18/30 °C
Ein Gedi: 27/36 °C
Eilat: 24/36 °C



[UEBERSCHRIFT]
Frankreich: „Flottille ist eine schlechte Idee“

Ausfahrt der Flottille verzögert sich weiter.
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Israelische Software identifiziert Bibel-Autoren

Eine israelische Software gibt neue Hinweise auf die verschiedenen Autoren der Bibel, die einige Forscher schon länger ausgemacht haben.
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Fußball für den Frieden

Ein Iisraelisch-jordanisch-palästinensisches Frauenfußballteam nimmt am "Discover Football" Turnier in Berlin teil.
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Delegitimierung bekämpfen, nicht ihr nachgeben
Von Dani Magner

Der hochgehandelte Begriff im politischen Diskurs ist zur Zeit die „Legitimierung“, bzw. „Delegitimierung“. Der Begriff beschreibt in der Regel die anti-israelische Kampagne einer Reihe von muslimischen und linksradikalen Organisationen, die danach streben, das Existenzrecht des Staates Israel durch dauernde öffentliche Diffamierung in Frage zu stellen.

Das in der Öffentlichkeit vorherrschende Gefühl, dass das internationale Ansehen Israels sich auf einem Allzeit-Tief befindet, führt nicht nur zu einer Übertreibung der Dimensionen der Delegitimierung in den Augen der Öffentlichkeit, sondern auch zu dem Schluss, dass „wenn all das passiert, ist das ein Zeichen, dass wir etwas falsch machen“ – ein Schluss, den die Linke in das Wort der „schuldigen Regierung“ übersetzt. Doch bevor wir uns jetzt übereilt Schuldzuweisungen zuwenden, sollte überprüft werden, ob diese berechtigt sind.

Im Jahre 2000 erzählte man uns, dass der Rückzug aus dem Südlibanon der Hizbollah ihre Legitimation entziehen würde. Man erklärte uns, dass das Wesen und Ziel der Hizbollah die Vertreibung der israelischen Verteidigungsstreitkräfte von libanesischem Gebiet sei, und die Organisation daher sofort mit dem israelischen Rückzug ihre Existenzberechtigung verlieren würde. So hieß es damals. Seitdem hat sich die Hizbollah von einer Terrororganisation in eine gut organisierte Guerilla-Armee verwandelt, und faktisch auch die Regierung im Libanon übernommen. All dies „dank“ einer Aktion, die dazu hatte dienen sollen, der Organisation ihre Legitimation zu nehmen.

2005 hat Israel jede jüdische Präsenz aus dem Gaza-Streifen entfernt, sei sie ziviler oder militärischer Natur. Die Regierung und die Armee stellten klar, dass es für Israel jederzeit legitim wäre, in aller Schärfe auf jede Störung seitens der Hamas zu reagieren. Seit jenem Rückzug wurden aus dem Gaza-Streifen mehr als 7.000 Raketen und Mörser-Granaten abgeschossen. Als Israel sich endlich entschied, wirklich in aller Schärfe zu reagieren, wurde es von der internationalen Gemeinschaft mit einer „Delegitimierung“ in Form des verfälschten Goldstone-Reports abgestraft.

Es gibt unzählige solcher Beispiele. Die Tatsache, dass die Märkte in Gaza florieren und dass der Übergang in Rafah geöffnet wurde, ändert nichts an der angeblichen Legitimität der gegenwärtigen Gaza-Flottille. Die erwiesene Effektivität des Sicherheitszauns gegen das Eindringen von Terroristen führt in europäischen Augen nicht zu seiner Legitimierung. Und es scheint, dass die Illegitimität der Präsidenten des Iran und Syriens ersteren nicht daran hindert, Atomwaffen zu entwickeln und den zweiten nicht daran, mit Panzern und Hubschraubern sein Volk abzuschlachten. In einer Welt der Interessen, in der es keine objektive Moral gibt, ist die Legitimität nichts als eine Fiktion, ein flüchtiger Begriff – und ganz sicher kein objektiver. Aus diesem Grund kann sich Israel keine „Legitimierung“ verdienen und seine Feinde können sie nicht verlieren.

Anstelle in der Sprache der Legitimierung sollte Israel lieber damit anfangen, in der Sprache der „öffentlichen Meinung“ zu sprechen und der vorgeblichen Legitimierung keine Möglichkeit geben, ihre Wege der Entscheidungsfindung zu beeinflussen.

Wir sollten uns nicht täuschen – es wäre ein Fehler, die „Delegitimierungskampagne“ zu missachten. Sie stellt eine sehr gut organisierten Anstrengung dar, die internationale öffentliche Meinung gegen Israel aufzubringen. Dennoch müssen wir verstehen, dass diese Anstrengung das Resultat reinen Antisemitismus ist.

Die Delegitimierung wird immer ihre Ausrede finden: den Sicherheitszaun, die Stellung der israelischen Araber, die Nuklearwaffen, die Israel nachgesagt werden, die Forderung der palästinensischen Flüchtlinge nach Rückkehr usw. Die Delegitimierung wird mit und ohne Siedlungen in Judäa und Samaria weitergehen, mit oder ohne den Golan, mit oder ohne Ostjerusalem, ja mit oder ohne Jerusalem überhaupt.

Sogar ein Friedensabkommen wird nur eine vorrübergehende Linderung des Phänomens bringen und ganz sicher nicht seine Wurzeln ausmerzen, die in dem massiven Wachstum der muslimischen Bevölkerung in Europa und dem Antisemitismus begründet liegen, der in großen Teilen der Bevölkerung dort herrscht. Wer vorschlägt, als Antwort auf die Delegitimierungskampagne politische Prozesse einzuleiten oder Verzichtserklärungen abzugeben, schlägt nur eine kurze Schmerzlinderung vor, aber um den Preis des Verlusts von Schlüsselstellungen und strategischem Land für den Staat Israel.

Bei mir ist der Groschen gefallen, als ein junger Mann namens Brendan, mit dem ich über Facebook in Kontakt stehe, mir ausführlich erläutert hat, dass Israel in diesem Jahr in Tel Aviv zwölf Moscheen zerstört habe, um dort „zionistische Bürotürme“ zu bauen. Dies ist ein Beispiel dafür, dass der Kampf um das Bewusstsein der Massen zwischen uns und denen, die uns hassen, in keinerlei Zusammenhang zur objektiven Wirklichkeit steht. Aus diesem Grund muss Israel sich auf die internationale öffentliche Meinung konzentrieren und nicht darauf, sich ihrem launenhaften Diktat zu beugen.

(Ynet, 25.06.11)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.
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Wissenschaftsminister Hershkovitz auf Deutschland-Besuch
Der israelische Minister für Wissenschaft und Technologie, Prof. Dr. Daniel Hershkovitz, kam diese Woche zu einem mehrtägigen und vielseitigen Besuch nach Deutschland. Neben dem Wissenschaftsminister und seiner Gattin Shimona gehörten der Delegation Menachem Greenblum (Generaldirektor des Ministeriums für Wissenschaft), dessen Ehefrau, Ilana Löwi (Abt. Intern. Relations im Ministerium für Wissenschaft) und Liron Zaslansky (Erste Sekretärin für Energie, Umwelt und Wirtschaft an der Botschaft des Staates Israel) an.

Stationen seines Besuches waren Lindau, Worms, Aachen, Köln und Jülich.

In Lindau nahm die Delegation auf Einladung von Bundeswissenschaftsministerin Prof. Dr. Annette Schavan am 61. Lindau Nobel Laureate Meeting Physiology/Medicine teil. In ihrer Begrüßungsrede erwähne Schavan insbesondere die guten deutsch-israelischen Beziehungen auf wissenschaftlichem Gebiet.

Der Besuch in Worms war Minister Hershkovitz vor allem aus persönlichen Gründen ein Anliegen, da seine Familie aus dieser Stadt stammt.

In der Pressemitteilung der Stadt Worms heißt es dazu: „Wie er beim Empfang im Raschi-Haus gegenüber Oberbürgermeister Michael Kissel offenbarte, reiche sein Stammbaum zurück bis in die Zeit Raschis. Und noch mehr als dies: Mit dem bekannten Talmudkommentator und Gelehrten Rabbi Salomon ben Isaak ist der Minister sogar verwandt.  Für ihn sei es einer der größten Momente in seinem Leben, sagte Hershkovitz sichtlich emotional bewegt, den Ort seiner Urahnen besuchen und berühren zu können. Als Sohn zweier Überlebender des Holocaust erinnerte er an die dunkle Vergangenheit und die von den Nationalsozialisten belastete Geschichte beider Nationen, die in den Jahren nach dem Naziregime wieder zueinander gefunden und sich versöhnt hätten. Heute bestehe eine Freundschaft, die Deutsche und Juden verbinde, so Hershkovitz.“


Foto: Stadt Worms/Presseabteilung

In Aachen traf Hershkovitz bei der Eröffnung des Ersten Deutsch-Israelischen Forums zur Forschungskooperation erneut auf Bundeswissenschaftsministerin Schavan. Die Minister betonten bei ihren Grußworten zum Auftakt der Veranstaltung in der RWTH Aachen am Dienstagvormittag die hervorragend funktionierenden wissenschaftlichen Beziehung beider Länder, aber auch die zwischen ihnen persönlich bestehende enge menschliche Verbindung.

Eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Perspektiven der Deutsch-Israelischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung“ führte in das „Erste Deutsch-Israelische Forum zur Forschungskooperation“ (DIFF) ein. Wissenschaftler deutscher und israelischer Hochschulen waren der Einladung der beiden Wissenschaftsministerien nach Aachen gefolgt.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Das erste Deutsch-israelische Forschungsforum wurde von beiden Wissenschaftsministern im Februar 2010 aus Anlass des 25. Jubiläums der Umbrella-Symposien (wissenschaftliche Kooperation zwischen dem Technion, der RWTH Aachen und dem FZ Jülich) bei einem Israelbesuch von Ministerin Schavan angeregt. Als Plattform übergreifender Kooperationen sollte dieses Instrument nach Ansicht der Teilnehmer nicht nur beibehalten, sondern ausgebaut werden.

Am Dienstagnachmittag war der Minister zu einer Begegnung mit den Vorständen und Interessierten aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen sowie der Jüdischen Gemeinde Aachen in die Räume der Jüdischen Gemeinde eingeladen. Neben dem Vorsitzenden der DIG, Axel Holst, waren der gesamte Vorstand und Beirat, darunter Beiratsmitglied Bürgermeisterin Hilde Scheidt, sowie viele Mitglieder des Jugendforums anwesend. Der Gemeindevorsitzende Dr. Robert Neugröschel führte durch Synagoge und Gemeinde und stellte das Gemeindeleben sowie die Geschichte der Juden in Aachen vor. Nach einem anschließenden Einblick in die Aktivitäten der DIG kam es zu einem offenen Gespräch über wissenschaftliche Themen und aktuelle politische Fragen.

Am Morgen hatte der Minister am Shacharit-Gebet in der Gemeinde teilgenommen und nach der Begegnung das Mincha gesprochen.

Am Mittwoch besuchte Hershkovitz das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Der Minister traf den Vorsitzenden des DLR-Vorstands, Prof. Johann-Dietrich Wörner, und dessen Stellvertreter Klaus Hamacher, um sich über eine vertiefte deutsch-israelische Forschungszusammenarbeit und mögliche Kooperationsprojekte auszutauschen. Das DLR pflegt in den Bereichen Luftfahrt-, Raumfahrt- und Energieforschung seit Jahren einen engen Austausch mit Wissenschaftlern aus Israel. An mehreren DLR-Instituten und –Einrichtungen wurden bereits erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Partnern, vor allem an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, durchgeführt.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Am selben Tag reiste die Delegation nach Jülich ins Jülicher Supercomputing Centre (JSC) weiter. Zur Begrüßung wurde der Minister von dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Achim Bachem empfangen. Danach besichtigten Hershkowitz und der Generaldirektor des israelischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie, Menachem Greenblum, das JSC, das unter anderem Deutschlands schnellsten Rechner JUGENE betreibt. Anschließend informierte Prof. Ulrich Schurr die israelische Delegation am Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG) über aktuelle Jülicher Projekte zur Pflanzenforschung.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Nach Abreise der Delgation nach Israel zieht die Diplomatin Liron Zaslansky, Erste Sekretärin für Energie, Umwelt und Wirtschaft an der Botschaft des Staates Israel, ein äußerst positives Fazit:

„Die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Israel waren schon vor Aufnahme der diplomatischen Beziehungen beider Staaten stark. Mit der Eröffnung des Ersten Deutsch-Israelischen Wissenschaftsforums erleben diese Beziehungen einen vorläufigen Höhepunkt. Es wurde zu einer Plattform für einen besonderen Austausch und Kontakt zur Stärkung der verschiedenen Kooperationen. Wunderbar war zu erleben, wie die Delegation an all ihren Stationen herzlichst empfangen und willkommen geheißen wurde, wobei an dieser Stelle allen Gastgebern und Organisatoren der Besuche vielmals gedankt sei. Auf persönlicher Ebene war der Besuch in Worms ein sehr emotionaler Höhepunkt für alle Beteiligten. Die Delegation flog mit großer Motivation, die sehr guten deutsch-israelischen Wissenschaftskooperationen weiter fortzuführen und auszubauen, zurück nach Israel“.

Einen ausführlichen Bericht über alle Stationen der Reise finden sie hier:
http://www.botschaftisrael.de/2011/06/30/wissenschaftsminister-hershkovitz-in-deutschland/
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Frankreich: „Flottille ist eine schlechte Idee“
Die Ausfahrt der geplanten Gaza-Flottille verzögert sich weiter, hauptsächlich aufgrund des Streiks im Hafen von Athen und bürokratischer Hürden.

Die Organisatoren erklärten am Mittwoch, es werde noch mehrere Tage dauern, bis die Flottille zum Auslaufen bereit sei. Die Zahl der Teilnehmer hat sich in der Zwischenzeit Schätzungen zufolge von zunächst ca. 1500 auf nunmehr 350 verringert, die sich auf zehn Schiffe verteilen werden.

Das Französische Außenministerium hat gestern die Flottille in einer offiziellen Stellungnahme als „schlechte Idee“ bezeichnet, „die nur die Spannung verstärken und zu neuen Konflikten führen wird“. Das Ministerium drückte seine Besorgnis darüber aus, dass auch zwei französische Schiffe an der Flottille teilnehmen wollen.

„Die Ereignisse des letzten Jahres haben gezeigt, dass solche Initiativen die Gefahr einer Konfrontation in sich bergen“, so die Erklärung. „Aus diesem Grund rufen wir alle dazu auf, Verantwortung zu zeigen und eine Wiederholung dieser Ereignisse zu vermeiden.“ Paris habe allerdings keine rechtlichen Mittel, um die Schiffe davon abzuhalten, französische Häfen zu verlassen.

Ekmeleddin Ihsanoglu, Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz, wurde am Dienstag in türkischen Medien mit der Aussage zitiert: „Eine Wiederholung der Ereignisse vom letzten Jahr kann zu Problemen führen, die nicht gelöst werden können. Dies ist unnötig.“ Er erklärte, humanitäre Hilfe werde weiterhin auf dem Landweg in den Gaza-Streifen eingeführt. Die israelischen Erleichterungen der Blockade wertete er positiv.

(Jerusalem Post, 30.06.11)

Das Jerusalem Center for Public Affairs hat eine Zusammenstellung zu den Hintermännern der Gaza-Flottille veröffentlicht. Darin heißt es:

„Die zweite Flottille wird von Muhammad Sawalha koordiniert, einem in Großbritannien lebenden Mitglied der Muslimbruderschaft mit Verbindungen zur Hamas. Viele der teilnehmenden Organisationen stehen in direkter Verbindung zur Union of God (UoG), einem Zusammenschluss europäischer Wohltätigkeitsorganisationen, die ebenfalls mit den Muslimbrüdern zusammenhängen. Diese wurden 2008 von den USA zur Terrororganisation erklärt, nachdem Überweisungen an die Hamas aufgedeckt worden waren.

Weitere wichtige Organisatoren sind die antiisraelische Organisation „International Solidarity Movement“ (ISM) und Linksaußen-Gruppierungen aus Europa und den USA. Viele der Hauptorganisatoren der Flottille haben erklärt, dass ihr Hauptziel sei zu provozieren und Israels Image Schaden zuzufügen.“

Zum vollständigen Text geht es hier:

http://jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DRIT=0&DBID=1&LNGID=1&TMID=111&FID=378&PID=0&IID=7745&TTL=Who_Is_Behind_the_Second_Gaza_Flotilla?

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Israelische Software identifiziert Bibel-Autoren
Eine israelische Software gibt neue Hinweise auf die verschiedenen Autoren der Bibel, die einige Forscher schon länger ausgemacht haben.

Die neue Software analysiert Stil und Wortwahl, um Teile eines Textes voneinander zu unterscheiden, die von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Auf die Bibel angewandt hat ihr Algorithmus die Stimmen verschiedener Autoren herausgehört.

Das Programm wurde auf dem Forschungsgebiet der künstlichen Intelligenz entwickelt und soll auf den verschiedensten Feldern angewendet werden – doch die Bibel stellte für die Entwickler eine besondere Herausforderung dar.

Für Millionen von Juden und Christen ist es eine Tatsache, dass Gott der Autor der Bibel ist. Doch seit Anbeginn der modernen Bibelwissenschaften gehen Forscher davon aus, dass der Text von einer Anzahl verschiedener Autoren geschrieben wurde, deren Arbeit anhand verschiedener ideologischer Agenden und Sprachstile und der verschiedenen für Gott verwendeten Namen identifiziert werden kann.

Heute unterteilen Forscher den Text in zwei Hauptstränge, wobei einer der sogenannten „Priesterquelle“ zugeschrieben wird, weil hier offensichtlich Verbindungen zu den Priestern des Tempels in Jerusalem bestehen, und der Rest  einer weiteren Quelle, die nicht mit den Priestern in Zusammenhang steht.

Auch die Software hat diese Einteilung vorgenommen. Die Aufteilung der Texte auf die beiden Hauptquellen stimmt zu 90% mit der klassischen akademischen Einteilung der Quellen überein. Damit sei innerhalb von Minuten die langjährige Arbeit vieler Forscher simuliert worden, erklärt der Informatikprofessor Moshe Koppel von der Bar-Ilan-Universität, Leiter des Forschungsteams.

„Es ist uns unserer automatisierten Methode gelungen, die Arbeit von Jahrhunderten mühsamer Arbeit zu rekapitulieren“, so das israelische Team in einem Paper, das in der letzten Woche auf der Jahreskonferenz der Association for Computational Linguistics in Portland vorgestellt wurde.

Für Forscher sind nun besonders die Stellen interessant, bei denen sich das Programm mit der bisher in der Forschung herrschenden Meinung uneins war. Dies betrifft gleich das erste Kapitel der Schöpfungsgeschichte. Üblicherweise wird es der Priesterquelle zugeschrieben, die Software war aber anderer Meinung.

(Haaretz/AP, 30.06.11)
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Fußball für den Frieden
Im Rahmen des internationalen Frauenfußballturniers „Discover Football“ hat heute ein von der israelischen und der jordanischen Botschaft organisierter Empfang für das israelisch-jordanisch-palästinensische Team „Mifalot Hinuch“ stattgefunden.

Der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Emmanuel Nahshon, begrüßte das Team und erklärte, dass er alle Initiativen für Begegnung und Dialog sehr begrüße, da diese das Verständnis für den jeweils anderen förderten. Auch Mifalot sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Frieden, nach dem sich alle sehnten, so Nahshon. „Es ist gar nicht so wichtig, wie das Fußball-Turnier ausgeht: Ihr habt durch eure Teilnahme alle einen großartigen Beitrag geleistet und seid somit alle ‚Champions of Peace‘“, sagte Nahshon und bedankte sich für die Teilnahme an diesem vorbildlichen Projekt. Der Charge d’Affairs der Botschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien, Hamzeh al-Omari, schloss sich dem an und lobte die Fußball-Initiative für ihr Engagement. Er fügte hinzu, dass das Team eine gute Gelegenheit sei, um sich gegenseitig kennenzulernen und das Verständnis füreinander zu vertiefen. Juden und Araber, Israelis und Jordanier kämen sich dank dieser Initiative näher, was er sehr begrüße, sagte al-Omari. Auch al-Omari betonte, dass „People-to-People“-Projekte wie dieses kleine Schritte auf dem Weg zum Frieden seien.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Nach dem Empfang überreichten Nahshon und al-Omari den Spielerinnen drei Pokale, die sie als „Champions of Peace“ auszeichneten. Eigentlich war jeweils ein Pokal für die israelischen, die jordanischen und die palästinensischen Spielerinnen gedacht, doch mussten die Mädchen aus den palästinensischen Gebieten ihre Teilnahme am Turnier kurzfristig absagen.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Mifalot Hinuch wurde 1997 als Projekt für Bildung und Integration vom israelischen Fußballclub Hapoel Tel Aviv gegründet und richtet sich an Mädchen aus Israel, den palästinensischen Gebieten und Jordanien. Das Ziel des Sportverbands ist es, Dialog durch Fußball zu schaffen und die Lebensumstände von Kindern in der ganzen Region zu verbessern. Mifalot ist heute das größte und vielfältigste Projekt dieser Art im Nahen Osten. Mehr als 20.000 Kinder erreicht Mifalot jedes Jahr mit seinen Fußballprojekten, die Gemeinschaftssinn und Verständnis fördern sollen.


Foto: Botschaft des Staates Israel

Beim „Discover Football“ Turnier spielt Mifalot in einer Gruppe mit dem Team von Radio Eins (Heimvorteil), dem indischen Team (Slum Soccer) und dem togolesischen Team (C.A.F.E). Gestern gewann Mifalot 10:0 gegen Slum Soccer, also stehen die Chancen gut, dass sie sich für die Finalspiele am Wochenende qualifizieren. „Discover Football“, ein einwöchiges internationales Frauenfußballturnier im Rahmen einer interkulturellen Begegnungswoche für Frauen, Fußball und Kultur, ist offizieller Teil des WM-begleitenden Kulturprogramms. Schirmherr des Turniers ist Bundespräsident Christian Wulff. Veranstaltungsort ist das Willy-Kressmann-Stadion (ehemals Katzbachstadion) in Berlin-Kreuzberg. Das Turnier wird unter acht Frauenfußballteams ausgetragen.
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Events
Vortrag: Die Vereinten Nationen und Israel - Rolle und Wesen der UN im Hinblick auf den jüdischen Staat Israel

Prof. Dr. Yehuda Blum, Prof. emer. für internationales Recht an der Hebräischen Universität in Jerusalem, wurde 1931 in Bratislava geboren. Nach einer Odyssee in Europa (u. a. als KZ-Häftling in Bergen-Belsen) konnte er in das damalige Mandatsgebiet Palästina emigrieren, erlebte die Gründung des Staates Israel und ist Teil der Geschichte dieses Staates. Er war von 1978 bis 1984 Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York. 1979 gehörte er zum Verhandlungsteam bei den Camp-David-Friedensverhandlungen mit Ägypten. 

Veranstalter ist die Pro-Israel-Initiative "NEVERAGAIN"

Datum: Montag, 4. Juli 2011
Uhrzeit: 20.00 Uhr
Ort: Siegbergstraße 1, 57072 Siegen (Fußgängerzone, Ecke Kölner Straße, gegenüber "Dicker Turm")

Ansprechpartner: Roger Bückert
Telefon: 02737 97590
E-Mail: rogerbueckert@gmail.com

Mehr Informationen unter: http://pro-israel-initiative.blogspot.com/2011/04/vorankundigung-veranstaltung-mit-yehuda.html
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1831 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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