Dienstag, 12.07.2011
 
 
Ein solides diplomatisches Fundament
 
Von Danny Ayalon

Die letzte Woche hätte für Israel sehr schwierig werden können. Unsere Gegner und ihre provokativen Partner haben wieder einmal versucht, unser Image zu schädigen und Israel in eine Konfrontation hineinzuziehen.

Glücklicherweise hat emsige Arbeit hinter den Kulissen mit unseren Partnern in und außerhalb von Europa eine Kollision verhütet.

Dies war keine einfache Aufgabe. Einzelpersonen und kleine Organisationen sind sehr viel beweglicher als große Regierungsstrukturen, die man nur schwer steuern kann.

Dennoch waren unsere Erfolge der letzten Woche nicht das Resultat von Last-Minute-Diplomatie, sondern einer nachhaltigen Politik, die mit der Einsetzung dieser Regierung begonnen hat.

Freundschaften sollten gepflegt werden, doch war die israelische Außenpolitik für zu lange Jahre allein auf Ramallah fokussiert. Mit der gegenwärtigen Regierung hat das Außenministerium unter Außenminister Avigdor Lieberman Israels internationale Diplomatie neu ausgerichtet.

Zu viele Regionen der Welt haben wir nach Beginn des „Oslo-Prozesses“ vernachlässigt. Es mag überraschen, dass Liebermans Brasilien-Reise kurz nach seinem Amtsantritt seit 1993 der erste Besuch eines hohen israelischen Regierungsvertreters in dem größten südamerikanischen Land war. Kurz gesagt spielen wir Hase und Igel in einer Region, die von israelischen Regierungen lange vernachlässigt wurde, während der Iran und die arabische Welt schon lange dort sind. Brasilien ist nur ein Beispiel von vielen weltweit.

Doch nun ist der Wandel spürbar. Israel hat heute mehr Botschaften und Konsulate als jemals zuvor. Viele von ihnen wurden wiedereröffnet, nachdem sie von Vorgängerregierungen geschlossen worden waren.

Zusätzlich zur Stärkung der diplomatischen Beziehungen zu verschiedenen Nationen wurden auch die Wirtschaftsbeziehungen intensiviert: das Handelsvolumen ist gewachsen, und viele Vereinbarungen für wirtschaftliche Zusammenarbeit wurden unterzeichnet. Dies betrifft vor allem Steuern, Anlageschutz, Freihandelszonen und gegenseitige Besuche von Wirtschaftsdelegationen.
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Merkel die in Israel beliebteste Europäerin



„Israel - gestern, heute und morgen“
Podiumsdiskussion

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(Bank of Israel, 12.07.11)


Heiter bis wolkig

Jerusalem: 20/32 °C
Tel Aviv: 23/30 °C
Haifa: 24/32°C
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Ein Gedi: 29/40 °C
Eilat: 28/43 °C



Schabbat-Grenze mit hebräischer Inschrift entdeckt

In der Nähe des See Genezareth wurde in dieser Woche ein antiker Steinblock mit der Inschrift „Schabbat“ entdeckt – die erste und einzige Entdeckung einer Schabbatgrenze aus Stein auf Hebräisch.

Erste Untersuchungen lassen vermuten, dass der Stein, den ein Wanderer am Sonntag entdeckt hat, aus der römischen oder byzantinischen Zeit stammt.
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Peres dankt Griechenland
Israel bietet Zypern Unterstützung an
 
 


Merkel die in Israel beliebteste Europäerin
Eine Umfrage der Ben-Gurion-Universität des Negev hat ergeben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die in Israel beliebteste europäische Politikerin ist.


Foto: GPO

Die repräsentative Studie mit dem Titel „Israelische Einstellungen zur EU“ zeigte außerdem, dass sich 81% der Israelis eine EU-Mitgliedschaft für ihr Land wünschen.

43% befürworten eine Intensivierung der Beziehungen zwischen der EU und Israel.

Immerhin 8,5% der Israelis haben neben der israelischen auch die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaates.

(Jerusalem Post, 12.07.11)

Zu allen Ergebnissen der Umfrage geht es hier: http://in.bgu.ac.il/en/Pages/news/EU_NATO.aspx
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Schabbat-Grenze mit hebräischer Inschrift entdeckt
In der Nähe des See Genezareth wurde in dieser Woche ein antiker Steinblock mit der Inschrift „Schabbat“ entdeckt – die erste und einzige Entdeckung einer Schabbatgrenze aus Stein auf Hebräisch.

Erste Untersuchungen lassen vermuten, dass der Stein, den ein Wanderer am Sonntag entdeckt hat, aus der römischen oder byzantinischen Zeit stammt.

Mordechai Aviam, Direktor des Instituts für die Archäologie Galileas am Kinneret College erklärte: „Die Buchstaben sind so deutlich, dass kein Zweifel besteht, dass es sich um das Wort ‚Schabbat‘ handelt.“


Foto: Institut for Galilean Archeology

Er vermutet daher, dass der Stein genutzt wurde, um den Bereich zu markieren, innerhalb dessen sich Juden am Schabbat bewegen dürften. Eine ähnliche Inschrift wurde bereits auf einem Stein im westlichen Galiläa entdeckt, diese war jedoch auf Griechisch verfasst.

(Jerusalem Post, 12.07.11)
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Ein solides diplomatisches Fundament
Von Danny Ayalon

Die letzte Woche hätte für Israel sehr schwierig werden können. Unsere Gegner und ihre provokativen Partner haben wieder einmal versucht, unser Image zu schädigen und Israel in eine Konfrontation hineinzuziehen.

Glücklicherweise hat emsige Arbeit hinter den Kulissen mit unseren Partnern in und außerhalb von Europa eine Kollision verhütet.

Dies war keine einfache Aufgabe. Einzelpersonen und kleine Organisationen sind sehr viel beweglicher als große Regierungsstrukturen, die man nur schwer steuern kann.

Dennoch waren unsere Erfolge der letzten Woche nicht das Resultat von Last-Minute-Diplomatie, sondern einer nachhaltigen Politik, die mit der Einsetzung dieser Regierung begonnen hat.

Freundschaften sollten gepflegt werden, doch war die israelische Außenpolitik für zu lange Jahre allein auf Ramallah fokussiert. Mit der gegenwärtigen Regierung hat das Außenministerium unter Außenminister Avigdor Lieberman Israels internationale Diplomatie neu ausgerichtet.

Zu viele Regionen der Welt haben wir nach Beginn des „Oslo-Prozesses“ vernachlässigt. Es mag überraschen, dass Liebermans Brasilien-Reise kurz nach seinem Amtsantritt seit 1993 der erste Besuch eines hohen israelischen Regierungsvertreters in dem größten südamerikanischen Land war. Kurz gesagt spielen wir Hase und Igel in einer Region, die von israelischen Regierungen lange vernachlässigt wurde, während der Iran und die arabische Welt schon lange dort sind. Brasilien ist nur ein Beispiel von vielen weltweit.

Doch nun ist der Wandel spürbar. Israel hat heute mehr Botschaften und Konsulate als jemals zuvor. Viele von ihnen wurden wiedereröffnet, nachdem sie von Vorgängerregierungen geschlossen worden waren.

Zusätzlich zur Stärkung der diplomatischen Beziehungen zu verschiedenen Nationen wurden auch die Wirtschaftsbeziehungen intensiviert: das Handelsvolumen ist gewachsen, und viele Vereinbarungen für wirtschaftliche Zusammenarbeit wurden unterzeichnet. Dies betrifft vor allem Steuern, Anlageschutz, Freihandelszonen und gegenseitige Besuche von Wirtschaftsdelegationen.

Vieles davon sind keine Nachrichten für die erste Seite, doch sie haben sich als lebenswichtig erwiesen. Denn Israel befindet sich in einer Phase großer Herausforderungen. Darunter fallen die Verhinderung der iranischen Atompläne, mit der Diffamierungskampagne gegen Israel umzugehen und zu verhindern, dass die einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates durch die UN anerkannt wird.

Während letzteres beinahe unmöglich scheint, ist es mehr als ungewiss, ob dies ein legitimer Schritt ist. Israels Ansicht, dass der palästinensische Unilateralismus den Konflikt zementieren und die palästinensische Unnachgiebigkeit noch verfestigen wird, wird nur langsam verstanden.

Viele Entwicklungsländer in Afrika und Asien, die vorher als Teil der automatischen Mehrheit gegen Israel abgeschrieben wurden, empfangen in diesen Tagen erstmals seit Jahren wieder hochrangige Delegationen aus Israel.

Ein anderer Faktor, der zur Stärkung der Beziehungen mit diesen Ländern beiträgt, ist MASHAV, die israelische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit, die deutlich aufgewertet wurde.

Teil unserer Strategie ist ein Versuch, unsere Beziehungen zu anderen Ländern von unserem Konflikt mit den Palästinensern abzukoppeln. Zu lange haben wir uns selbst gestattet, über den Konflikt definiert zu werden und akzeptiert, dass die Palästinenser als dritte Partei ein Vetorecht zu unseren Beziehungen in der Welt innehaben.

Ein großer Erfolg dieser neuen Außenpolitik ist die Aufnahme Israels in die OECD trotz intensiver Lobbyarbeit der Palästinenser, dies zu verhindern.

Außenminister Lieberman hat die Würde Israels in seinen Außenbeziehungen wieder hergestellt. Unsere vorherige Außenpolitik war orientierungslos, ohne jede Nachhaltigkeit oder Strategie. So hat sie fortlaufend politische Misserfolge verursacht.

Das Verhalten der israelischen Regierungen angesichts verbaler Beleidigungen, wie beispielsweise das Ausbleiben einer Reaktion, als Präsident Peres Anfang 2009 in Davos gedemütigt wurde, führte dazu, dass es heute zum guten Ton gehört, Israel zu beleidigen. Dies wiederum führte zu der bizarren Situation, dass jede Nation in der internationalen Gemeinschaft, und sei sie ein noch so notorischer Menschenrechtsverletzer, Israel angreifen konnte, und das Ausbleiben einer israelischen Antwort als schweigende Zustimmung gewertet wurde.

Die  Gegner Israels konnten so ihre Präsenz in der politischen Arena dramatisch steigern und haben versucht, uns wirtschaftlich und durch Terrorismus zu bezwingen, nachdem es ihnen auf dem konventionellen Schlachtfeld nicht gelungen ist. Um den politischen, rechtlichen, akademischen und kulturellen Angriffen gegen Israel zu begegnen, verfolgen wir nun eine Politik der Inklusion, Integration und Partnerschaft.

In den letzten Jahren hat Israel UN-Resolutionen eingereicht, die weder mit dem Konflikt noch mit dem Holocaust in Verbindung standen. Unser landwirtschaftliches und technologisches Know-how und unsere Bereitschaft zur humanitären Hilfe werden in den UN außerordentlich geschätzt. Zum ersten Mal haben Israelis sich an UN-Truppen beteiligt, und dabei besonders in Haiti viel Lob geerntet.

Israel unterzeichnet laufend Verträge für akademische Austauschprogramme und gemeinsame Forschungsprojekte mit vielen verschiedenen Ländern und wurde nun auch in die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) aufgenommen, sozusagen die OECD der Wissenschaft.

Wenn unsere Gegner aus uns einen Paria-Staat machen wollen, werden wir uns noch weiter integrieren. Wenn sie einen Boycott inszenieren wollen, werden wir noch mehr Handelsabkommen schließen. Wenn sie vorschlagen, Kapital aus Israel abzuziehen, werden wir Anreize für Investitionen schaffen. Wenn sie von Sanktionen sprechen, werden wir uns noch intensiver in multilateralen Foren integrieren.

Wir haben uns nicht nur den Herausforderungen der letzten Woche gestellt, unser Erfolg ist das Resultat einer methodischen und strategischen Arbeit auf vielen diplomatischen Ebenen unter einer Leitung, die sich daran macht, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.

Außenpolitik muss sich an ihren Ergebnissen messen lassen. Die Politik einer Nulltolleranz gegenüber Angriffen auf das Existenzrecht Israels, gekoppelt mit einer Expansion und der Formierung neuer Koalitionen ist eine langfristige Investition, die sich bereits jetzt auszahlt.

Jerusalem hat endlich eine echte global ausgerichtete Außenpolitik.

(Jerusalem Post, 11.07.11)


Foto: MFA

Danny Ayalon ist stellevertretender Außenminister des Staates Israel.

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Peres dankt Griechenland
Präsident Shimon Peres hat dem griechischen Staatspräsident Karolos Papoulias für den Einsatz Griechenlands bei der Verhinderung der Gaza-Flottille gedankt. „Ich danke Ihnen aus ganzem Herzen dafür, dass Sie die Anweisungen des UN-Generalsekretärs ausgeführt haben und so die Flottille gestoppt wurde“, so Peres beim Besuch von Papoulias in Jerusalem.


Foto: GPO

Die beiden Präsidenten besprachen die Möglichkeiten für eine Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Außerdem diskutierten sie verschiedene politische und wirtschaftliche Themen.

Papoulias erklärte: „Griechenland unterstützt die Vertiefung der Beziehungen zwischen Israel und der Europäischen Union. Ich erwäge die Einrichtung eines Dreiecks Griechenland – Zypern – Israel.“

(Haaretz, 11.07.11)
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Israel bietet Zypern Unterstützung an
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Außenminister Avigdor Liebermann haben angesichts des schweren Unglücks auf einem Marinestützpunkt auf Zypern mit zwölf Toten in Telefongesprächen mit ihren zyprischen Amtskollegen ihr Beileid ausgesprochen und Unterstützung angeboten.

Das israelische Außenministerium hat nun den Kontakt zwischen Stromversorgern in beiden Ländern hergestellt und untersucht außerdem, inwieweit es bei der Entschärfung des für das Unglück verantwortlichen Sprengstoffes und mit medizinischer Unterstützung behilflich sein kann.

(Außenministerium des Staates Israel, 11.07.11)
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Anschlag auf Gaspipeline von Ägypten nach Israel
Zum vierten Mal in diesem Jahr wurde gestern ein Anschlag auf eine Gaspipeline von Ägypten nach Israel verübt.

50 % des in Israel verbrauchten Gases kommt aus Ägypten, doch seit Anfang des Jahres ist die Versorgung nun bereits an 90 Tagen ausgefallen.

Dies wird voraussichtlich auch zu einer Steigerung der Strompreise in Israel führen.

(TheMarker, 12.07.11)
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Event
Podiumsdiskussion „Israel - gestern, heute und morgen“:
Politiker, Wissenschaftler und Journalisten diskutieren


Teilnehmer:
Emmanuel Nahshon (Gesandter der Israelischen Botschaft in Deutschland)
Prof. Dr. Dr. Matthias Augustin (Professor für Altes Testament und Judentum Theologische Fakultät der Universität Rostock)
Jürgen Schultz (Redakteur der Ostsee Zeitung)
Prof. Dr. Yves Bizeul (Professor für Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock)
Prof. Dr. Hermann Michael Niemann (Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie, Theologische Fakultät der Universität Rostock)

Moderation: Dr. Ulrich Vetter (Ltr. Presse+Kommunikation der Universität Rostock)

Jeder der Diskutanten wird in einem Statement von 5 Minuten zu einem ausgewählten Punkt der jüngeren Geschichte Israels Stellung nehmen. Anschließend fasst der Moderator die Diskussionsbeiträge zusammen und öffnet das Forum für Fragen und Diskussionsbeiträge der Zuhörer.

Eine Veranstaltung der Theologischen Fakultät der Universität Rostock

Datum:      14.07.2011
Zeit:        19.30 Uhr
Ort:         Universität Rostock, Ulmenstraße 69 (Haus 1, R. 323)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1843 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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