Mittwoch, 13.07.2011
 
 
Teheran im Hintergrund
 
Leitartikel der Jerusalem Post

Die für September geplante einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates vor der UNO erhält überraschend viel Aufmerksamkeit.

Verteidigungsminister Ehud Barak hat im März den Ton vorgegeben, als er erklärte, die Anerkennung eines palästinensischen Staates entlang der Waffenstillstandslinie von 1949 habe das Potenzial für einen „politischen Tsunami“.

Währenddessen hat sich Washington, basierend auf zwei Reden von Präsident Obama zum Thema (die möglicherweise seine Popularität unter den amerikanischen Juden verringert und die Spannungen mit Israel angeheizt haben) bemüht, eine Formel zu finden, die die Palästinenser überzeugen könnte, ihren Plan fallen zu lassen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Frankreich hat sich mit einem eigenen Plan eingebracht, und das Nahost-Quartett hat sich in der Nacht zum Montag mit dem Ziel getroffen, die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu erleichtern, um die Staatsausrufung abzuwenden.

Während eine Abstimmung in der Generalversammlung (es handelt sich um eine nicht-bindende Empfehlung an den Sicherheitsrat, einen palästinensischen Staat anzuerkennen), solch emsige diplomatische Aktivitäten generiert, wurde einer anderen Angelegenheit in letzter Zeit nur äußerst wenig Aufmerksamkeit zuteil. Auch das zweite Thema steht in Zusammenhang mit der UNO. Und es birgt bedeutend mehr Potential für die Destabilisierung der Region.

Diese verstörende Tatsache machte John Bolton, ehemaliger Botschafter der USA bei den UN, am Dienstag in einem Gespräch mit der Jerusalem Post zum Thema.

„Es war für mich in den letzten Tagen sehr interessant zu sehen, wie fasziniert die Menschen hier von der palästinensischen Initiative bei den UN sind“, so Bolton.

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Themenreisen nach Israel


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1 € - 4.8390 NIS (0.095%)
1 CHF - 4.1397 NIS (-0.557%)
1 £ - 5.4827 NIS (-0.160%)
1 $ - 3.4370 NIS (-0.808%)

(Bank of Israel, 13.07.11)


Heiter bis wolkig

Jerusalem: 21/32 °C
Tel Aviv: 23/30 °C
Haifa: 24/32°C
Be’er Sheva: 21/37 °C
Ein Gedi: 29/41 °C
Eilat: 28/42 °C



220 Millionen Schekel für die Reinigung des Kishon-Flusses

Die Regierung hat einen Plan zur Reinigung des Kishon-Flusses genehmigt.

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220 Millionen Schekel für die Reinigung des Kishon-Flusses
Am Sonntag hat die Regierung einen Plan zur Reinigung des Kishon-Flusses genehmigt, dessen Flussbett unter schweren Verschmutzungen leidet, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben.

220 Millionen Schekel sind für dieses Projekt veranschlagt, das zur Hälfte aus staatlichen Mitteln finanziert wird. Die andere Hälfte tragen die angrenzenden Kommunen sowie Fabriken, die an dem Fluss liegen.


Foto: MFA

Zunächst sollen 1,5 km des Flussverlaufes bereits in den nächsten Monaten ausgetrocknet und dann gereinigt werden. Der Fluss wird zu dieser Zeit umgeleitet.

„Die Reinigung der verseuchten Böden wird international ausgeschrieben“, so Chaim Chami, Leiter des Programms für die Reinigung des Kishon. „Im Moment wird in den Labors der tatsächliche Verschmutzungsgrad des Wassers überprüft.“

Nach Abschluss der Arbeiten zur Entgiftung der Boden und des Wassers soll um den Fluss herum ein Freizeit- und Erholungspark entstehen, der größte seiner Art in der Region.

(Haaretz, 11.07.11)
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„Boker tov, Adon Fidelmann“ auf dem Jerusalemer Filmfestival
Nur kurze Zeit, nachdem der Film „Boker tov, Adon Fidelman“ („Restoration“), des israelischen Regisseurs Joseph Madmony auf dem internationalen Filmfestival Karlovy Vary in der Tschechischen Republik mit dem Crystal Globe für den besten Spielfilm ausgezeichnet wurde, fand nun auf dem Internationalen Filmfestival in Jerusalem die offizielle Premiere statt.



Der Film, der auch den Preis für das beste Drehbuch auf dem Sundance Festival erhalten hatte, erzählt die Geschichte des Möbelrestaurateurs Fidelmann im Süden Tel Avivs, der sich nach dem plötzlichen Tod seines Partners dem Druck seines Sohnes ausgesetzt sieht, die erfolglose Werkstatt zu verkaufen, da dieser auf dem Grundstück ein Wohnhaus errichten möchte.

Doch dann taucht Anton auf, ein junger Mann, dessen Vergangenheit im Dunkeln liegt, der Fidelmann gleich ans Herz wächst. Und Anton findet eine Lösung für die Geldprobleme, die die Werkstatt retten könnte…

Zur Website des Films geht es hier: http://www.menemshafilms.com/restoration

(Ynet, 12.07.11)
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Teheran im Hintergrund
Leitartikel der Jerusalem Post

Die für September geplante einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates vor der UNO erhält überraschend viel Aufmerksamkeit.

Verteidigungsminister Ehud Barak hat im März den Ton vorgegeben, als er erklärte, die Anerkennung eines palästinensischen Staates entlang der Waffenstillstandslinie von 1949 habe das Potenzial für einen „politischen Tsunami“.

Währenddessen hat sich Washington, basierend auf zwei Reden von Präsident Obama zum Thema (die möglicherweise seine Popularität unter den amerikanischen Juden verringert und die Spannungen mit Israel angeheizt haben) bemüht, eine Formel zu finden, die die Palästinenser überzeugen könnte, ihren Plan fallen zu lassen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Frankreich hat sich mit einem eigenen Plan eingebracht, und das Nahost-Quartett hat sich in der Nacht zum Montag mit dem Ziel getroffen, die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu erleichtern, um die Staatsausrufung abzuwenden.

Während eine Abstimmung in der Generalversammlung (es handelt sich um eine nicht-bindende Empfehlung an den Sicherheitsrat, einen palästinensischen Staat anzuerkennen), solch emsige diplomatische Aktivitäten generiert, wurde einer anderen Angelegenheit in letzter Zeit nur äußerst wenig Aufmerksamkeit zuteil. Auch das zweite Thema steht in Zusammenhang mit der UNO. Und es birgt bedeutend mehr Potential für die Destabilisierung der Region.

Diese verstörende Tatsache machte John Bolton, ehemaliger Botschafter der USA bei den UN, am Dienstag in einem Gespräch mit der Jerusalem Post zum Thema.

„Es war für mich in den letzten Tagen sehr interessant zu sehen, wie fasziniert die Menschen hier von der palästinensischen Initiative bei den UN sind“, so Bolton.

„Ich hatte eine Reihe von Treffen, in denen erfahrene und  kenntnisreiche Offizielle ihre Gespräche mit der Bemerkung einleiten, sie hätten die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm nicht vergessen. Und dann sagen sie: ‚Aber…‘, und der Rest des Gesprächs dreht sich um die Palästinenser bei den UN“, fügte er hinzu.

Völlig unbeeindruckt durch vier Runden UN-Sanktionen und ständig wachsende Handels- und Wirtschaftsrestriktionen der USA und der EU, fährt die heuchlerische Islamische Republik fort, ihr Programm zur Entwicklung von Atomwaffen voranzutreiben. In der Zwischenzeit behauptet der Iran unaufrichtig, mit dem UNO-Wachhund IAEA zu kooperieren.

Gestern erst hat der iranische Außenminister nach einem Treffen mit dem Chef der IAEA Yukiya Amano in Wien fälschlicherweise erklärt, die Gespräche seien „sehr ergebnisreich“ gewesen. Es steht außer Zweifel, dass es sich nicht um ein besonders angenehmes Treffen gehandelt haben kann.

Amano hat ohne Zweifel seine öffentliche Erklärung von letzter Woche wiederholt, dass er über die Ankündigung des Irans vom letzten Monat „sehr besorgt“ ist. Der Iran hatte erklärt, er plane, seine Produktion von hochangereichertem Uran in einen unterirdischen Bunker zu verlegen und die Output-Kapazitäten zu verdreifachen. Und Amano hat seine Forderung wiederholt, dass „weitere Zusammenarbeit notwendig ist, um das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft wieder herzustellen.“

Das iranische Regime – immer kurz davor, seine Absicht, eine Atombombe zu bauen, geradeheraus auszusprechen – versucht noch nicht einmal, die Fortschritte bei der Anreicherung von Uran zu verbergen.

Ende letzten Monats hat die Islamische Republik mitgeteilt, dass sie Anfang des Jahres zum ersten Mal zwei Langstreckenraketen in den Indischen Ozean abgeschossen habe.

Der Britische Außenminister William Hague hat vor kurzem seine Vermutung geäußert, dass der Iran geheime Tests von Raketen durchführt, von denen einige auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden könnten. Hague erklärte, dies sei ein klarer Verstoß gegen die UN-Resolution 1929.

Israelische Sicherheitskräfte haben vor kurzem ihre Sorge darüber ausgedrückt, dass der Iran seine Beziehungen zu Nordkorea verstärkt hat, ein skrupelloser Staat, der über Atomwaffen verfügt. Der Iran sucht Hilfe bei der Weiterentwicklung seiner Raketen, vielleicht auch der Entwicklung von Atomwaffen.

Der Vorstoß der palästinensischen Autonomiebehörde bei der UNO ist kontraproduktiv für den Friedensprozess, weil er versucht, direkte Gespräche mit Israel zu umgehen. Er ist ein Versuch, die israelische Kontrolle über Teile von Jerusalem, Judäa und Samaria (einschließlich für das jüdische Volk religiös, kulturell und historisch relevanter Orte) zu delegitimieren. Doch der diplomatische Schaden, der hier angerichtet wird, könnte angesichts des Schadens an einer anderen Front erblassen.

Die Beschäftigung mit der palästinensischen Staatlichkeit scheint die Aufmerksamkeit von einem weit wichtigeren Thema abzulenken: dem scheinbar unaufhaltsamen Marsch des Iran zur Atomkraft.

Wie Bolton sagte, hat die Welt die iranische Bedrohung vielleicht nicht vergessen, aber… das Thema Palästinenser erhält immer noch die Schlagzeilen.

(Jerusalem Post, 13.07.11)
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Raketen auf Israel


Gestern wurden von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen zwei Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Eine Rakete schlug in der Region Sdot Negev ein und verursachte Schaden an einem Haus. Die zweite Rakete explodierte auf offenem Feld.

Als Reaktion auf diese Angriffe hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Mittwoch im nördlichen Gaza-Streifen an zwei Orten angegriffen, die zur Waffenproduktion genutzt werden.

Am frühen Morgen schlug erneut eine Rakete auf israelischem Gebiet ein.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 13.07.11)
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Israel gedenkt des Libanon-Krieges vor fünf Jahren
Israel hat gestern des Libanon-Krieges gedacht, der vor fünf Jahren begonnen hat.

Am 12. Juli 06 töteten Terroristen der Hizbollah drei israelische Soldaten, die auf Patrouille entlang der libanesisch-israelischen Grenze waren. Die Soldaten befanden sich auf israelischem Gebiet.

Die Körper zweier der getöteten Soldaten wurden von der Hizbollah mitgenommen. Der Angriff markiert den Beginn des zweiten Libanon-Krieges, während dessen es den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL) gelang, die militärische Schlagkraft der Hizbollah nachhaltig zu schwächen.

Während des Krieges wurden 119 Soldaten der ZAHAL und 45 israelische Zivilisten getötet.


Haifa nach einem Raketenangriff während des Krieges Foto: tomer.gabel

Der Krieg dauerte 34 Tage und endete mit der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates. Obwohl die Hizbollah Partner der Resolution war, verstieß sie sofort gegen die Resolution. Mit syrischer und iranischer Hilfe machte sie sich nach dem Krieg sofort wieder daran, sich erneut zu bewaffnen.

Heute, fünf Jahre später, ist die Hizbollah wieder zu ihrer vollen militärischen Aktivität im Libanon zurückgekehrt.

Die UN-Resolution 1701 fordert die Hizbollah dazu auf, sich nicht wieder zu bewaffnen und keine paramilitärischen Aktivitäten südlich des Litani-Flusses durchzuführen.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 12.07.11)
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Events
Von  der gereinigten Mikwe und Schutzräumen in Wohnungen: Themenreisen nach Israel

Wasser in Geschichte und Gegenwart, Wasser und Politik, Wasser und das ökologische Gleichgewicht, die rituelle Bedeutung des Wasser –  die nächste Israelreise der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt stellt das Thema Wasser in den  Mittelpunkt. In Gesprächen mit Hydrologen und Umweltschützern, Geologen und  Nutzern der ersten  Mikwe in Jerusalem mit täglich gefiltertem Wasser, erfahren die Reisenden alles über den Stoff, der nicht nur  Israel am Leben hält: der Bogen spannt sich von Entsalzungsanlagen bis zu Projekten wie „Red-Dead“. Die „Wasserreise“  findet vom 9. -16. Oktober 2011 statt und kostet 1595 Euro mit Halbpension.

Und auch die erste Reise des Jahres 2012 führt die Freunde Israels zu ganz besonderen Highlights des Landes. Architektur steht im Februar 2012 im Mittelpunkt. Das UNESCO-Weltkulturerbe Bauhausviertel Tel Aviv, das gigantische palästinensische Entwicklungsprojekt Rawabi, das Templerviertel in Haifa, Wohnungsbau unter den Aspekten Neueinwanderung und Sicherheitsbedürfnis – all das wird Thema dieser Schwerpunktreise der DIG Frankfurt sein. Die „Architekturreise“ findet  vom 6. – 13 Februar 2012 statt.

Nähere Informationen gibt es bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt, Tel.: 069/9758560,

email: claudia.korenke@korenke.com oder auf www.dig-frankfurt.de

Die Reisen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt stehen jedermann offen.

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1844 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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