Dienstag, 26.07.2011
 
 
Dichter: „Arabischer Frühling begünstigt Waffenschmuggel nach Gaza"
 

Die Victoria, auf der Waffen geschmuggelt wurden (Foto: ZAHAL)
Die Umbrüche in der arabischen Welt, und besonders die geringere ägyptische Kontrolle im Sinai, erlauben es den Palästinensern, den Waffenschmuggel in den Gazastreifen deutlich zu steigern, erklären verschiedene ranghohe Vertreter der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. 

In den vergangenen Monaten habe die Hamas verbesserte Kassam-Raketen, vorgefertigte Sprengsätze, Panzerabwehrraketen und möglicherweise sogar Luftabwehrraketen erhalten.

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Netanyahu: 50.000 neue Wohnungen in 18 Monaten
Israelisches Trainingszentrum fördert Frauen aus Entwicklungsländern

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1 CHF - 4.2293 NIS (-0.069%)
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(Bank of Israel, 26.07.11)


Sonnig aber schwül

Jerusalem: 21/34 °C
Tel Aviv: 26/31 °C
Haifa: 27/33°C
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Eilat: 31/44 °C



Philister-Altar auf dem Gebiet der antiken Stadt Gat gefunden

Bei einer archäologischen Ausgrabung in der Nähe der Stadt Kiriyat Mal’achi ist ein Steinaltar aus der Eisenzeit gefunden worden.
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Slowenischer Ministerpräsident in Jerusalem

Ministerpräsident Netanyahu hat gestern den slowenischen Ministerpräsidenten Borut Pahor empfangen.
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Netanyahu: 50.000 neue Wohnungen in 18 Monaten
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat heute auf einer Pressekonferenz seinen Plan zur Entschärfung der Wohnungskrise vorgestellt.

Dabei erklärte der Ministerpräsident erneut, dass vor allem die hohen bürokratischen Hürden für die Wohnungsknappheit verantwortlich seien. Durch das am Montag verabschiedete Gesetz würde jedoch ein Bürokratie-Knoten gelöst, was in den nächsten 18 Monaten zum Bau von 50.000 neuen Wohnungen führen werde.


 Netanyahu bei der heutigen Pressekonferenz (Foto: GPO)

Des Weiteren würden auf seine Initiative hin 10.000 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende gebaut werden, die zum größten Teil außerhalb der Stadtzentren liegen würden. Er erklärte, er denke dabei etwa an die Städte Kfar Saba und Lod, von denen aus man sehr schnell zur Universität Tel Aviv gelangen könne.

Protestierende hatten in den letzten Tagen immer wieder darauf hingewiesen, dass auch Wohnungen außerhalb der großen Städte aufgrund der hohen Preise im Nahverkehr für sie keine Alternative seien. Aus diesem Grund versprach Netanyahu, die Fahrpreise für Studierende um 50% zu senken.

(Jerusalem Post, 26.07.11)
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Israelisches Trainingszentrum fördert Frauen aus Entwicklungsländern
Israel hat einen großen Einfluss auf die frühkindliche Erziehung in Nepal, erklärt Yvonne Lipman, Sprecherin des "Golda Meir Mount Carmel Trainings Centers" (MCTC), das nach der ersten und bisher einzigen Ministerpräsidentin des Staates Israel benannt ist.

 
Das MCT in Haifa (Foto: MFA)

Das Zentrum wurde 1961 von Meir selbst gegründet, nachdem sie bei einer Afrikareise selbst erfahren hatte, wie wichtig die Ausbildung von Frauen in Entwicklungsländern ist. Bereits zu dieser Zeit verfolgte die israelische Entwicklungshilfeagentur MASHAV einen nachhaltigen Ansatz („Gebt den Armen keinen Fisch sondern erklärt ihnen, wie man Fisch fängt“, war die Devise Golda Meirs), wie er sich in der übrigen westlichen Welt erst sehr viel später durchsetzte.

Die Philosophie des Zentrums besagt, dass Frauen in Entwicklungsländern eine führende Rolle zukommt. Einerseits sind in der Regel sie es, die Familien und damit ganze Gesellschaften zusammenhalten. Sie können aber andererseits genauso gut auch Firmen leiten oder Staaten regieren.

 
Teilnehmerinnen der Frauenkonferenz (Foto: MFA)

Seit der Gründung des Zentrums findet dort alle zwei Jahre eine internationale Frauenkonferenz statt. Auch in diesem Jahr kamen über 70 Frauen aus 38 Ländern nach Haifa und das, obwohl die Region um den Carmel kurz zuvor von schweren Waldbränden heimgesucht worden war. Die diesjährige 27. Konferenz markierte auch 50 Jahre seit Gründung des Zentrums – fünfzig Jahre, in denen 17.000 Menschen das Zentrum besucht haben.

Eine davon ist Stella Tamang aus Nepal. Sie kam, gemeinsam mit anderen nepalesischen Frauen, 1979 das erste Mal für einen Kurs ans MCTC. 2011 war sie wieder dabei und erzählte, dass viele dieser Frauen heute sehr stark in der frühkindlichen Erziehung in ihrem Land engagiert seien.

„Was Israel, was das MCTC ihnen vermittelt hat, hat die frühkindliche Erziehung in Nepal in hohem Maße beeinflusst“, so Tamang.

(Außenministerium des Staates Israel, 18.07.11)
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Philister-Altar auf dem Gebiet der antiken Stadt Gat gefunden
Bei einer archäologischen Ausgrabung in der Nähe der Stadt Kiriyat Mal’achi ist ein Steinaltar aus der Eisenzeit (9. Jahrhundert v.d.Z.) gefunden worden.

Archäologen gehen davon aus, dass sich an dem Ort der Ausgrabungen die aus der Bibel bekannte Philister-Stadt Gat befunden hat. Der Altar weist Ähnlichkeiten mit jüdischen Altären aus dieser Epoche auf und wirft so ein neues Licht auf die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Völkern, die sich über Jahrhunderte bekriegt haben.

 
Foto: Universität Bar Ilan

Das auffälligste Merkmal sind die beiden Hörner, die an der Vorderseite des Altars emporragen sowie eine Art Sims in seiner Mitte. Damit entspricht er in etwa den Beschreibungen des Altars im Ersten Tempel in Jerusalem, mit dem größten Unterschied, dass der Tempel-Altar vier Hörner hatte.

„Jede der beiden Gruppen hatte ihre eigene Identität, doch beide haben weiter intensiven Austausch miteinander gepflegt“, erklärt Prof. Aharon Meir von der Universität Bar Ilan, der die Ausgrabungen leitet. „In der biblischen Geschichte von Simson etwa spielt zwar die Auseinandersetzung zwischen den beiden Völkern eine große Rolle, jedoch heiratet Simson andererseits eine Philisterin und nimmt auch an philistäischen Hochzeiten teil. In jedem Fall gibt uns der Fund einen seltenen Einblick in die Beziehungen zwischen den beiden Völkern und das kultische Leben der Philister.“

(Haaretz, 26.07.11)
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Slowenischer Ministerpräsident in Jerusalem
Ministerpräsident Netanyahu hat gestern den slowenischen Ministerpräsidenten Borut Pahor empfangen.

Pahor erklärte bei dem Treffen in Jerusalem:

„Wir haben uns entschieden, die Beziehungen zwischen Israel und Slowenien auf den drei Gebieten Hi-Tech, Tourismus und israelische Investitionen in Slowenien auszubauen.

Wir haben auch sehr lange über den Friedensprozess gesprochen. Aus meinen eigenen Erfahrungen im Grenzkonflikt mit Kroatien empfehle ich Israel und den Palästinensern, sich zu direkten Verhandlungen an einen Tisch zu setzen.“

Ministerpräsident Netanyahu äußerte sich sehr anerkennend über Slowenien und die guten wirtschaftlichen und akademischen Bedingungen dort. Er erklärte, der Handel zwischen den Ländern sei allein in den letzten beiden Jahren um 60% gestiegen.

 
Pahor und Netanyahu in Jerusalem (Foto: GPO)

Netanyahu fügte hinzu, die Lösung des Grenzkonflikts zwischen Kroatien und Slowenien sei für ihn ein persönliches Vorbild.

„Sie haben mit der kroatischen Führung direkt verhandelt, und gemeinsam ist es ihnen gelungen, etwas Außergewöhnliches zu erreichen. Dies kann uns als Vorbild für die Aufgabe dienen, vor der wir und unsere palästinensischen Nachbarn stehen“, erklärte der Ministerpräsident und fügte hinzu: „Auch ich denke, dass es keine Alternative zu direkten Verhandlungen gibt, wenn man Konflikte beilegen und Frieden schließen möchte. Sie sind für mich das beste Beispiel dafür. Meine Hoffnung ist, dass auch wir bald direkte und erfolgreiche Verhandlungen führen werden. Es ist ganz sicher keine vielversprechende Option für den Frieden, wenn man uns durch eine einseitige Entscheidung bei den Vereinten Nationen einseitig etwas aufzwingen möchte.“

(Amt des Ministerpräsidenten, 26.07.11)
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Dichter: „Arabischer Frühling begünstigt Waffenschmuggel nach Gaza"
Die Umbrüche in der arabischen Welt, und besonders die geringere ägyptische Kontrolle im Sinai, erlauben es den Palästinensern, den Waffenschmuggel in den Gazastreifen deutlich zu steigern, erklären verschiedene ranghohe Vertreter der israelischen Verteidigungsstreitkräfte.  

In den vergangenen Monaten habe die Hamas verbesserte Kassam-Raketen, vorgefertigte Sprengsätze, Panzerabwehrraketen und möglicherweise sogar Luftabwehrraketen erhalten. Diese könnten sich auf die bisher unangefochtene Lufthoheit von israelischen Flugzeugen und Helikoptern über dem Gaza-Streifen auswirken. Zwar vermutete die israelische Luftwaffe bereits seit mehreren Jahren, dass Terroristen im Gaza-Streifen über Luftabwehrraketen verfügen, doch gab es bisher keine Beweise, dass diese jemals abgefeuert wurden.

Der ehemalige Leiter des Inlandsgeheimdienstes, Avi Dichter, erklärte, dass die Lage sich aufgrund der Situation im Sinai verschlimmert habe. „Der Sinai hat sich von einem Gebiet, durch das Waffen geschmuggelt wurden, zu einem Gebiet, durch das Waffen einfach transportiert werden, entwickelt“, erklärte Dichter. „Kein ägyptischer Sicherheitsbeamter wagt es, sich den Beduinen entgegenzustellen, die in den Schmuggel verwickelt sind“, fügte er hinzu.

Dichter sagte weiterhin, dass der Bau eines Stahlzauns am Grenzübergang Rafah, der im letzten Jahr der Mubarak-Herrschaft begonnen worden war, nicht mehr weitergeführt werde. Im Gegenteil hätten Schmuggler sogar bereits begonnen, Teile des Zauns abzubauen.  

Es sei die Absicht des Irans und der Hamas, ein riesiges Waffenlager im Gaza-Streifen aufzubauen und bei passender Gelegenheit Teile dessen ins Westjordanland zu transportieren, so Dichter.

In den vergangenen Jahren wurde ein Großteil des Waffenschmuggels nach Gaza vom Iran gesteuert. Vor allem nach dem kompletten Rückzug Israels aus dem Gaza-Streifen 2005 war der vom Iran unterstützte Waffenschmuggel stark angestiegen.

(Haaretz, 25.07.11)
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1857 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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