Mittwoch, 27.07.2011
 
 
Prosor: Einseitige Schritte bringen keinen Frieden
 

Prozor vor den UN (Foto: S. Azran)
Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrates zum Thema „Die Situation im Nahen Osten und die palästinensische Frage“ hat der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen Ron Prosor die israelische Position zu dieser Problematik dargelegt.

Prosor erklärte unter anderem:

„Unsere Nation strebt nach einem dauerhaften Frieden. Dieser soll einen palästinensischen Staat an der Seite – doch nicht anstelle – Israels einschließen."

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(Bank of Israel, 27.07.11)


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Prosor: Einseitige Schritte bringen keinen Frieden
Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrates zum Thema „Die Situation im Nahen Osten und die palästinensische Frage“ hat der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen Ron Prosor die israelische Position zu dieser Problematik dargelegt.

Prosor erklärte unter anderem:

„Unsere Nation strebt nach einem dauerhaften Frieden. Dieser soll einen palästinensischen Staat an der Seite – doch nicht anstelle – Israels einschließen.

[…] Lassen Sie es mich zunächst klar sagen: Einseitige Schritte werden unserer Region keinen Frieden bringen.

[…] Winston Churchill hat gesagt, dass das Geheimnis der Staatskunst in der Geschichte liegt. Diesbezüglich sind die Lehren aus der Geschichte eindeutig: Frieden kann nur durch bilaterale Verhandlungen erreicht werden, die die Anliegen beider Seiten berücksichtigen.

Präsident Sadat und Ministerpräsident Begin danach gehandelt, ebenso Ministerpräsident Rabin und König Hussein. Und dies war auch die Vorgabe für Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern während der letzten zwanzig Jahre.

Viele haben verstanden, dass der palästinensische Versuch, unter Umgehung von Verhandlungen einen Staat auszurufen, ungefähr so wäre, wie wenn man den Schornstein für ein Haus auswählt, bevor das Fundament gelegt ist. Sie sehen die möglichen Konsequenzen von Misstrauen und enttäuschten Erwartungen, die zu Gewalt führen könnten.

Es steht außer Frage, dass auch einige hochrangige Palästinenser dies verstanden haben. Ministerpräsident Fayyad hat sich gegen die geplante Staatsausrufung ausgesprochen. Erst in der letzten Woche hat Nabil Amr, Mitglied des Zentralkomitees der PLO und früherer Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die PA dazu aufgerufen, die Abstimmung in der Vollversammlung zu verschieben.

[...] Jetzt ist es Zeit für die internationale Gemeinschaft, der palästinensischen Führung zu sagen, was diese sich weigert, ihrem eigenen Volk gegenüber auszusprechen: dass es keine Abkürzungen zur Staatlichkeit gibt. Der einzige Weg zum Frieden kann nicht umgangen werden. Die Palästinenser werden Kompromisse eingehen müssen und eine Wahl treffen. Sie werden vom Wagen des Unilateralismus absteigen und zur harten Arbeit des echten peacemaking zurückkehren müssen.

[…] Die Sicherheit und die Anerkennung Israels als jüdischer Staat sind unerlässlich, um die Zukunft des Staates Israel sicherzustellen.

Was unsere Sicherheit betrifft, lassen Sie mich den Sicherheitsrat nur daran erinnern, dass die Hamas und die Hizbollah seit dem Rückzug aus dem Gaza-Streifen und dem Südlibanon 12.000 Raketen auf Israel abgeschossen haben.

Man muss kein Experte für Raketen sein, um zu verstehen, dass, wenn Raketen auf unsere Städte, Schulen und Bürger fallen, die Regierung das Recht hat, sich zu verteidigen.

[…] Ohne klare Sicherheitsarrangements gibt es keine Garantie dafür, dass Terroristen, Waffen und Munition nicht in die Westbank eines zukünftigen palästinensischen Staates gelangen würden, so wie sie heute nach Gaza geschmuggelt werden.

[…] Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hat wiederholt offen erklärt, dass wir bereit sind, einen palästinensischen Staat an der Seite Israels zu akzeptieren. Doch die palästinensische Führung hat nicht dasselbe getan. Sie werden nicht ihrem eigenen Volk erklären, dass sie einen jüdischen Staat akzeptieren. Ohne eine solche Anerkennung bleibt unklar, ob die palästinensische Forderung nach einem Staat Teil einer Anstrengung ist, den Konflikt zu beenden oder ihn fortzuführen.

[…] Wir erkennen an, dass die PA in den letzten beiden Jahren mit Unterstützung Israels und der internationalen Gemeinschaft Fortschritte gemacht hat. Die Wirtschaft der Westbank mit einem Wachstum von zehn Prozent im Jahr 2010 sticht aus der weltweiten Rezession positiv hervor. Dennoch ist klar, dass noch viel zu tun ist, um einen funktionierenden Staat zu schaffen, der in Frieden mit seinen Nachbarn leben kann.

Sogar die einfachste Vorbedingung für einen Staat existiert nicht. Die PA hat keine effektive Kontrolle über ihr Gebiet, noch hat sie ein Machtmonopol. Die Terrororganisation Hamas hat immer noch de facto die Kontrolle in Gaza inne.

[…] Heute möchte ich mich an alle echten Freunde der Palästinenser wenden – all jene, die sich wünschen, dass die nationalen Wünsche der Palästinenser Wirklichkeit werden.

Während die Palästinenser den Pfad des Unilateralismus gehen, werden ihre echten Freunde die einfachen Wahrheiten aussprechen: Direkte Verhandlungen können nicht umgangen werden. Frieden kann man nicht erzwingen.

Auch an die Palästinenser wende ich mich. Ergreifen Sie die ausgestreckte Hand Israels. Ergreifen Sie die vor uns liegende Gelegenheit, um den wirklichen Weg zum Frieden zu gehen – den Weg der Lösungen, nicht der Resolutionen; des Dialoges, nicht des Monologes und von direkten Verhandlungen und nicht unilateralen Erklärungen."

(Außenministerium des Staates Israel, 26.07.11)

Die gesamte Rede des Botschafters finden Sie hier:

http://www.botschaftisrael.de/2011/07/27/prosor-einseitige-schritte-bringen-keinen-frieden/

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Intel erhält eine Milliarde Schekel zum Ausbau seiner Fabriken
Finanzminister Yuval Steinitz und Arbeitsminister Shalom Simhon haben am Dienstag der Firma Intel Unterstützung im Umfang von einer Milliarde Schekel zugesagt, die diese zum Ausbau ihrer beiden Fabriken in Israel nutzen wird. Intel will seine Produktionskapazitäten in Kiriyat Gat verdoppeln und zusätzlich in Nordisrael eine neue Fabrik errichten.

Die Firma wird insgesamt mehr als fünf Milliarden US-Dollar investieren. Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung des Staates hat sie sich verpflichtet, in Kiriyat Gat zusätzlich 1.500 neue Mitarbeiter einzustellen. Die neue Fabrik im Norden soll zwischen 600 und 1000 neue Arbeitsplätze schaffen.

(Ynet, 16.07.11)
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Ein Fenster produziert Energie
Von General Electric einen Preis zu erhalten, ist nicht einfach. Daher horchten Architekturbüros auf, als die israelische Firma „Pythagoras Solar“ in diesem Jahr 5.000 Konkurrenten aus dem Feld schlug und mit den diesjährigen „GE Ecomagination Challenge“ Preis ausgezeichnet wurde. Der Preis honoriert die vielversprechendste grüne Idee im Baubereich.

Das Projekt von „Pythagoras Solar“ ist die weltweit erste durchsichtige Photovoltaikanlage, eine Erfindung, die den Traum vom Nullenergie-Haus möglich machen könnte.

„Eine innovative Optik mit Solarzellen wird möglich machen, dass Solarenergie Teil des Architekturdesigns der Zukunft wird“, so der Geschäftsführer von „Pythagoras Solar“ Gonen Fink. Doch nicht nur das, auch an bestehende Gebäude kann die neue Technik angebracht werden. „Wenn Sie ein Bürogebäude nachträglich mit unseren Fenstern ausstatten, zahlt sich die Investition in fünf Jahren aus“, erläutert Fink.


Das photovoltaische Fenster (Foto: MFA)

Bereits im letzten Jahr hat die Firma ihre Fenster erfolgreich an Bürogebäuden in Israel und den USA getestet. Für Wohngebäude sind die Energie-Fenster allerdings weniger geeignet. „Sie haben einfach weniger Fenster und somit eine zu kleine Fläche für die Energieproduktion“, so Fink.

Für Bürogebäude ist die Technik jedoch ideal, da sie ein Dilemma löst: Menschen, die in Büros arbeiten, bevorzugen in der Regel natürliches Licht. Die Sonne heizt jedoch die Büros häufig stark auf, so dass sie wiederum mit großem Energieaufwand heruntergekühlt werden müssen. Eine Alternative wären Vorhänge oder Rollos – dann aber benötigt man künstliches Licht.

Die Fenster von Pythagoras Solar lassen Sonnenlicht hindurch und produzieren gleichzeitig die Energie, die für Klimaanlagen notwendig ist.

(Außenministerium des Staates Israel, 25.07.11)

Mehr Informationen: www.pythagoras-solar.com

Kontakt: office@pythagoras-solar.com
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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1858 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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