Montag, 12.11.2007
 
 
Militärgeheimdienst: Erhöhte Terrorgefahr infolge von Annapolis
 

Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN), General Amos Yadlin, hat der israelischen Regierung auf ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag seine Einschätzung übermittelt, dass die Hamas versuchen wird, das bevorstehende Nahost-Treffen in Annapolis zu torpedieren. Dabei sei davon auszugehen, dass ein Erfolg der Konferenz das Risiko eines Terroranschlages noch erhöhen würde.

Gleichzeitig betonte Yadlin, dass ein Scheitern der Konferenz die Extremisten unter den Palästinensern stärken und damit die Gefahr für den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas wachsen würde. Schon jetzt seien die israelischen ständig damit beschäftigt, Terroranschläge von Seiten der Hamas zu verhindern.


 

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Israel entlässt bis zu 400 palästinensische Häftlinge
Zur Wirkung der Sanktionen gegen den Iran

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(Bank of Israel, 12.11.07)



Nachts wird es schon recht kühl.

Jerusalem: 11-18°C
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Haifa: 14-23°C
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Ein Gedi: 20-27°C
Eilat: 16-27°C




 
 


Israel entlässt bis zu 400 palästinensische Häftlinge

Israel wird im Vorfeld des Annapolis-Treffens 300 bis 400 palästinensische Häftlinge freilassen. Es ist dies eine weitere Geste des guten Willens an die palästinensische Autonomiebehörde (PA) und ihren Vorsitzenden Mahmoud Abbas.

Die Freilassung wird die letzte Geste ihrer Art vor Annapolis darstellen und keine Gefangenen betreffen, die an der Ermordung von Israelis beteiligt waren. 

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und die Führungsfiguren des Sicherheitsapparates beharren währenddessen weiterhin darauf, keine Straßensperren und Kontrollpunkte im Westjordanland aufzulösen, da dies die Sicherheit Israels in der gegenwärtigen Situation zu sehr gefährden würde.

(Haaretz, 12.11.07)

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Zur Wirkung der Sanktionen gegen den Iran

Die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran zeigen Wirkung. Die im Folgenden aufgeführten Berichte deuten die Probleme an, denen sich der Iran in diesem Zusammenhang nun gegenübersieht.

1. Der Generaldirektor der Nationalen Iranischen Ölgesellschaft (NIOC) hat mitgeteilt, er rechnete im Anschluss an die Öffnung von Angebotsumschlägen (tender envelopes) für 17 Blöcke (von Gas- und Ölfeldern, die zum Angebot standen) damit, dass über drei von ihnen (!) eine Übereinkunft erzielt werden würde. Es sei daran erinnert, dass der Iran die Ausschreibungsphase nach einem großen Treffen in Wien im Februar 2007 um einen Monat verlängert hat, um Investoren für diese Projekte zu gewinnen. (Mehr News Agency, 4.11.)

2. Im Rahmen der Bemühungen, ausländische Investoren zu gewinnen, hat der amtierende iranische Ölminister Nizari gewarnt, der Iran würde mit lokalen Firmen zusammenarbeiten - so wie er kürzlich mit einer lokalen Firma einen Vertrag über ein Flüssigerdgaskraftwerk geschlossen hat - , wenn ausländische Firmen nicht schnell Verträge mit dem Iran unterzeichnen würden. (AFP, 5.11.)

3. Ein Vertreter der Bank of Iran hat mitgeteilt, dass de facto alle wichtigen europäischen Banken die Zusammenarbeit mit dem Iran eingestellt hätten. Er sagte, es sei geradezu unmöglich, USD-Überweisungen an den Iran zu tätigen, lediglich Euro-Überweisungen, und selbst dies werde immer problematischer, da nur noch drei europäische Banken bereit dazu seien, Kapital in den Iran zu transferieren. (AFP, 4.11.)

4. Ein iranischer Geschäftsmann hat berichtet, dass der Import von Fertighäusern aus Australien gescheitert sei, da sich die australischen Banken geweigert hätten, einer iranischen Firma Kredit zu gewähren. Selbst asiatische Banken in Südkorea und China wurden die Geschäfte mit dem Iran einschränken. Die großen Banken Chinas  würden sich inzwischen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Interessen in den USA und der Furcht vor einer amerikanischen Reaktion weigern, mit dem Iran zusammenzuarbeiten. Daher müssten iranische Banken mit kleinen Banken in Asien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeiten, und das in dem Bewusstsein, dass selbst diese Kooperation jeden Moment enden könnte. Das Ergebnis sei, dass iranische Geschäftsleute bahr zahlen oder Güter über Dritte (offensichtlich Dubai) importieren müssten, was die Preise erheblich erhöht. (AFP, 4.11.)

(Außenministerium des Staates Israel, 11.11.07)

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Militärgeheimdienst: Erhöhte Terrorgefahr infolge von Annapolis

Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN), General Amos Yadlin, hat der israelischen Regierung auf ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag seine Einschätzung übermittelt, dass die Hamas versuchen wird, das bevorstehende Nahost-Treffen in Annapolis zu torpedieren. Dabei sei davon auszugehen, dass ein Erfolg der Konferenz das Risiko eines Terroranschlages noch erhöhen würde.

Gleichzeitig betonte Yadlin, dass ein Scheitern der Konferenz die Extremisten unter den Palästinensern stärken und damit die Gefahr für den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas wachsen würde. Schon jetzt seien die israelischen ständig damit beschäftigt, Terroranschläge von Seiten der Hamas zu verhindern.

„Annapolis ist nicht Camp David, Annapolis ist der Beginn eines Prozesses, und Annapolis muss einen Horizont weisen“, so Yadlin. „Die Tatsache, dass Abu Mazen [Abbas] und sein Lager relativ schwach sind, ist bekannt. Aber die Ratio von Annapolis muss darin bestehen, genügend Fortschritte zu erzielen, mit denen er sein Lager stärken kann.“

(Haaretz, 12.11.07)

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Israel im Kampf gegen den Terror – Resümee einer Woche

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) befinden sich im ständigen Einsatz gegen den Terror und seine Infrastruktur im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Die folgende Übersicht umfasst lediglich den Zeitraum vom 2.11. bis 9.11., ist jedoch auch über ihn hinaus repräsentativ.

Gaza-Streifen:

Am Freitag führte die Armee einen Luftangriff gegen eine Hamas-Stellung im südlichen Gaza-Streifen aus. Dem Einsatz ging ein heftiger Mörsergranatenbeschuss auf israelische Gemeinden im westlichen Negev, vor allem Nativ Ha’asara, voraus.

Am Dienstag entdeckten Soldaten zwei Sprengkörper, die Palästinenser nahe dem Sicherheitszaun im südlichen Gaza-Streifen gelegt hatten. Sie wurden im Anschluss kontrolliert zur Detonation gebracht.
Am gleichen Tag starb Stabsfeldwebel Yariv Amitai bei einem Unfall während einer Routinepatrouille nahe dem Sicherheitszaun.


Die Operationen gegen Raketenabschussbasen im nördlichen Gaza-Streifen und deren Betreiber wurden die gesamte Woche über fortgesetzt. Dutzende von Palästinensern wurden dabei verhaftet, um in Israel verhört zu werden.

Im Laufe der Woche wurden insgesamt mehr als 25 Mörsergranaten und etwa 25 Kassam-Raketen auf israelische Ortschaften im westlichen Negev und israelische Soldaten abgefeuert. Dabei kam es zu Sachschäden, Stromausfall und vereinzelten Bränden.

Westjordanland (Judäa und Samaria):

Die Operationen der israelischen Armee im Westjordanland waren darauf ausgerichtet, die ausufernden terroristischen Aktivitäten einzudämmen und Terroranschläge in Israel, die hier ihren Ausgang nehmen, zu verhindern.

Am Sonntag entdeckten Soldaten bei einer Routinesuche nahe Beit Umar südlich von Bethlehem zwei Rohrbomben.  Zuvor waren in diesem Gebiet zwei Molotow-Cocktails auf israelische Fahrzeuge geworfen worden. Die Bomben wurden kontrolliert zur Detonation gebracht.

Am Montag verhafteten Sicherheitskräfte ein 17jähriges palästinensisches Mädchen, dass sich einem Armeeposten nahe Tel Rumeda in Hebron genähert und ein Messer gezogen hatte, um israelische Soldaten zu erstechen.

Am Mittwoch schleuderten Palästinenser in Kufar Dan nordwestlich von Jenin zwei Sprengkörper auf israelische Soldaten und eröffneten das Feuer auf die Einheit.

Insgesamt wurden in Judäa und Samaria zwei Rohrbomben, diverses Material zur Bombenherstellung, eine M16, Armeeausrüstung und Munition sichergestellt.

(Außenministerium des Staates Israel, 10.11.07)

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Kassam-Raketen auf Südisrael

Der Süden Israel hat heute wieder einen massiven Raketenbeschuss über sich ergehen lassen müssen. Ganze sechs Kassam-Raketen, die palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen hatten, landeten bis zur Mittagszeit nahe der Kleinstadt Sderot. Eine weitere Rakete schlug südlich von Ashkelon ein. Über Personen- oder Sachschaden liegen keine Angaben vor. Die Verantwortung übernahmen einmal mehr die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad.

(Yedioth Ahronot, 12.11.07)

Am gestrigen Sonntag wurden sieben Kühe getötet und vier weitere verletzt, als eine Kassam-Rakete in ihrem Stall im Kibbutz Zikkim einschlug. Drei Menschen mussten sich daraufhin wegen Schocks behandeln lassen.

(Haaretz, 11.11.07)

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AOL erwirbt israelische Firmen

Der US-amerikanische Online- und Softwaregigant AOL hat nacheinander zwei israelische Firmen aufgekauft. Nachdem vergangene Woche die Akquisition des Online-Anzeige-Unternehmens Quigo bekannt gegeben worden war, wurde nun auch noch die Start-up-Firma Yedda übernommen.

Quigo (http://www.quigo.com) wurde im Jahr 2000 von Yaron Galai und Oded Yitzhak gegründet und entwickelt Technologie und Produkte für Anzeigen in Suchmaschinen und für Kontextwerbung auf Webseiten. Das Zentrum für Forschung und Entwicklung der Firma befindet sich seit vier Jahren in New York, in Israel befinden sich die Büros für technische Unterstützung. Firmennahen Quellen zufolge liegt der Kaufpreis bei etwa 350 000 Dollar.

Yedda (http://yedda.com/) ist ein web 2.0-Unternehmen, das eine semantische Suchmaschine entwickelt hat, die Anfragen analysieren und die geeigneten Surfer dazu einladen  kann, ihr subjektives  Wissen und Know-how zur Beantwortung der Fragen auf Yeddas Website oder denen nahe stehender Firmen einzusetzen. Die Suchmaschine unterscheidet sich von herkömmlichen textbasierten Suchmaschinen. Yedda wurde 2006 in Kfar Malal gegründet und wird auch weiterhin dort arbeiten.

(Globes, 07./12.11.07)

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 488 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 488 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 505 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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